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25 Episoden
30 Minuten
Eberhard Freitag - Die Aufmerksamkeit von Kindern und Jugendlichen ist eine sprudelnde Geldquelle für Medienunternehmen. Süchtig machende Designs dienen der Bedürfnisbefriedigung und aktivieren das Belohnungszentrum. Früher digitaler Medienkonsum kann jedoch noch nicht kontrolliert und reflektiert werden, weshalb die Aufforderung "Jetzt leg doch mal dein Handy weg" weder bei Kindern noch bei Erwachsenen funktioniert.

Eltern und Lehrer sollten sich ihrer Vorbildrolle wieder bewusstwerden, ihr eigenes Medienverhalten hinterfragen, klare Regeln und Grenzen setzen und versuchen, Kinder und Jugendliche zu verstehen. Gemeinsam kann eine "Kultur des Digitalen" entwickelt werden.

Birgit Spies ist im Gespräch mit dem Pädagogen Eberhard Freitag.

Inhalt

00:00‘ Eberhard Freitag im Gespräch

02:20‘ Beratungsstelle für Mediensucht return in Hannover

03:38‘ Jetzt leg doch mal dein Handy weg!

04:33‘ Die Aufmerksamkeit von Kindern und Jugendlichen als Geldquelle für Medienunternehmen

04:59‘ Digitale Medien als Mittel zur Bedürfnisbefriedigung

07:26‘ Digitale Angebote aktiveren das Belohnungszentrum im Gehirn

08:47‘ Warum früher digitaler Medienkonsum noch nicht kontrolliert oder reflektiert werden kann

10:02‘ Was brauchen Kinder und Jugendliche, um gesund aufzuwachsen?

10:47‘ Medien als Schmiermittel im Familienalltag

11:59‘ Ab wann können Heranwachsende kontrolliert mit digitalen Medien umgehen?

13:35‘ Wenn das Handy abends in den Tresor kommt

14:52‘ Medienmündigkeit entwickeln

16:28‘ Wenn das Handy die Beziehung zwischen Kindern und Eltern stört

18:28‘ Eltern sollten als Vorbilder in der Mediennutzung wirken

19:16‘ Wenn digitale Medien die erzieherische und pädagogische Rolle von Eltern und Lehrern übernehmen

20:23‘ Der besinnungslosen Digitalisierung der Schulen Einhalt gebieten

21:52‘ Eltern sollte versuchen zu verstehen, warum ihre Kinder digitale Medien nutzen

22:48‘ Klare Regeln im Alltag

24:48‘ Eine Kultur des Digitalen zu entwickeln

25:17‘ Die Gefahr einer digitalen Verwilderung

26:06‘ Eine klare und wertschätzende Begleitung hilft dem einzelnen Menschen

Fazit

Kinder verfügen noch nicht über die nötige Reife, um ihren Medienkonsum selbst zu steuern und zu reflektieren. Erst ab ca. 12 Jahren entwickelt langsam sich die Fähigkeit zur Selbstkontrolle.

Eltern und Lehrer sollten versuchen herauszufinden, warum sich Heranwachsenden der realen Welt entziehen und der Faszination digitaler Medien erliegen. Konflikte können ehrlich angesprochen werden. Entsprechend des Entwicklungsstandes müssen Grenzen gesetzt und eingefordert werden, auch wenn es anstrengend ist.

Bildschirmfreie Zeiten können den Alltag erleichtern. Sie helfen, eine „Kultur des Digitalen“ entstehen zu lassen.

Webseite und Quellen zum Podcast

https://bildung.hypotheses.org/9964

Gastgeberin des Podcasts

Birgit Spies ist Professorin für Bildung und Digitalisierung, Keynote-Speakerin, Beraterin und Trainerin. Mehr zu Birgit Spies erfahren Sie unter https://www.prof-birgit-spies.de.

Hier können Sie auch Keynote-Vorträge, Workshops und Videokurse zu Bildung - Mensch - Medien buchen.

Musik: https://gemafreie-musik-online.de

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28 Minuten
Gerd Gigerenzer - Wir leben in einer zahlengetriebenen Gesellschaft. Politiker und Unternehmer berufen sich auf Statistiken. Sie vertrauen Algorithmen und den Datenbergen von Big Data. Auch im privaten Leben vertrauen Menschen inzwischen Apps und KI-Agenten mehr als sich selbst, ihren Freunden oder ihrer Familie. Doch nur allzu oft führen Statistiken und Informationen in die Irre.

„Der intuitive Geist ist ein Geschenk und der rationale Geist ein treuer Diener. Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat.“, so formulierte es einst Albert Einstein. Was wäre, wenn wir unserer Intuition, unserem Bauchgefühl wieder mehr vertrauen würden? Wenn wir Intuition und Intellekt wieder miteinander verbinden? Wenn wir anfangen würden nachzudenken, anstatt schnell zu handeln?

Birgit Spies ist im Gespräch mit dem Psychologen Prof. Dr. Gerd Gigerenzer.

Inhalt

00:00‘ Gerd Gigerenzer im Gespräch

03:42‘ Können wir unsrem Bauchgefühl, unserer Intuition vertrauen?

04:55‘ Intuition und Analyse müssen zusammengedacht werden

06:02‘ Intuition bildet sich im Leben heraus

07:04‘ Der intuitive Geist als Geschenk

07:35‘ Wann können wir Algorithmen vertrauen?

09:30‘ Menschliches Verhalten kann nicht vorhergesagt werden

12:02‘ Warum vertrauen Menschen Maschinen mehr als sich selbst?

12:55‘ Wann können wir Statistiken vertrauen?

13:13‘ Wir müssen lernen, Statistiken zu verstehen

16:40‘ Ist der Mensch optimierungsbedürftig?

18:30‘ Hat das Internet als Informationsquelle ausgedient?

22:07‘ Wie können wir lernen, gute Entscheidungen zu treffen?

24:02‘ Denken lernen

Fazit

Um gute Entscheidungen treffen zu können, muss ein Teil der Informationen ignoriert werden, denn: (1) Weniger ist mehr und ein Mehr an Informationen führt nicht zu besseren Lösungen. (2) Komplexe Probleme brauchen keine komplexen Lösungen. (3) In einer ungewissen Welt gibt es keine optimalen Lösungen. 

Dennoch: Wissen ist das wirksamste Mittel gegen Angst. Statt nach Sicherheiten zu suchen, die es nicht gibt, sollten wir lernen, trotz der Ungewissheiten, die das Leben für uns bereithält, kluge Entscheidungen zu treffen.

Webseite und Quellen zum Podcast

https://bildung.hypotheses.org/9871

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30 Minuten
Joachim Bauer - Soziale Verbundenheit ist die Grundmotivation des Menschen, denn unser Lebensstil und unsere Beziehungen steuern unsere Gene und wirken so auf Körper und Seele. Psychische Gesundheit beginnt in den Kindheitsjahren und benötigt auch im Erwachsenenalter ein reales, menschliches Gegenüber. Eine verfrühte Nutzung digitaler Angebote verhindert wichtige Entwicklungsschritte der Heranwachsenden, denn Intelligenz hat ihren Ursprung in realen Körpererfahrungen und der Interaktion mit der Umwelt.

Birgit Spies ist im Gespräch mit dem Arzt, Psychotherapeuten und Neurowissenschaftler Prof. Dr. Joachim Bauer.

Inhalt

02:25‘ Seelische Gesundheit

03:30‘ Was macht uns seelisch krank?

03:50‘ Psychische Gesundheit beginnt in den Kindheitsjahren

05:58‘ Gute soziale Beziehungen sind das A & O der psychischen Gesundheit

06:10‘ Soziale Verbundenheit als Grundmotivation des Menschen

07:40‘ Wie Lebensstile und Beziehungen unsere Gene steuern

09:05‘ Krankheiten entstehen durch Fehlregulation von Genen

10:20‘ Spielneurone und Resonanzsysteme

12:32‘ Warum braucht der Mensch die lebendige Wirklichkeit?

13:38‘ Digitale Medien als Ersatzhandlung zur Stimulation des Motivationssystems

14:43‘ Digitale Angebote aktiveren das Suchtzentrum

15:30‘ Wie entwickeln sich Kinder?

16:20‘ Kinder müssen sensomotorisch aktiviert werden

17:04‘ Digitale Angebote verhindern wichtige Entwicklungsschritte der Kinder

17:40‘ Intelligenz hat ihren Ursprung in realen Körpererfahrungen und der Interaktion mit der Welt

19:18‘ Was hat der Mensch der Maschine entgegenzusetzen?

20:30‘ Der KI-Hype: Künstliche Intelligenz ist nicht überall hilfreich

22:12‘ Entwicklung von Kindern und Jugendlichen kann durch digitale Angebote schwerwiegend beeinträchtigt werden

23:10‘ Der Mensch braucht eine gute soziale Umgebung, um sich zu entwickeln

23:52‘ Was ist eine menschliche Gesellschaft?

24:44‘ Heranwachsende brauchen reale Eltern, Erzieher und Lehrkräfte

25:26‘ Mitmensch darf nicht durch maschinelle Systeme, Roboter, Avatare und Chatbots ersetzt werden

27:00’ Optimismus erwächst aus der Begegnung mit der realen Welt, der Natur und anderen Mitmenschen

27:54‘ Sich Zeit nehmen, um zu sich zu kommen, zu Momenten, in denen wir bei uns sein können

Fazit

Unser seelisches Erleben spiegelt sich im Körper wider. Ein sinn-geleitetes Leben mit guten zwischenmenschlichen Beziehungen und einem ehrlichen und sozialen Miteinander aktiviert eine Vielzahl von Genen, die unserer Gesundheit dienen. Vielfältige reale Erlebnisse sind hilfreich, damit der Mensch in einer stark digital-technischen Welt - mit all seinen Gefühlen, seiner Kreativität, seinen sozialen Bedürfnissen - und - seinem lebendigen Körper nicht abhanden kommt.

Webseite & Quellen

https://bildung.hypotheses.org/9755

Gastgeberin

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28 Minuten
Luisa Conti -Auf Reisen schätzen wir andere Kulturen, anderes Essen, andere Sitten. Doch zu Hause scheint es uns manchmal schwerzufallen, uns auf andere Menschen und Kulturen einzulassen. Das Fremde wirkt befremdlich, aktiviert Stereotype und Vorurteile.

Dabei könnte das Unbekannte unseren eigenen Horizont erweitern und uns und die Gesellschaft bereichern, wenn wir uns darauf einlassen würden. Seit Jahrtausenden verschmelzen Kulturen, Religionen und Sprachen. Menschen kommen in ein Land; Menschen verlassen ein Land. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Birgit Spies ist im Gespräch mit der Expertin für Interkulturelle Kommunikation Dr. Luisa Conti.

Inhalt

02:00‘ Ankommen in Deutschland

04:59‘ Anderes Land, andere Sitten und Gepflogenheiten

07:25‘ Warum es uns manchmal so schwerfällt, uns auf andere Menschen einzulassen

09:09‘ Menschen werden kulturell und durch Digitales geprägt

12:05‘ Wer ist der Fremde?

13:45‘ Das Bedürfnis nach Vereinfachung und stereotypes Denken

17:04‘ Die Notwendigkeit, auf die Gründe für Handeln zu schauen

20:00‘ Wie können Fremde zu Freunden werden?

21:57‘ Vorurteile vermeiden

Fazit

Es ist wichtig, dass wir nicht vereinfachen, nicht über DIE reden – über Arme, Reiche, Kranke, Diebe, Ausländer, Deutsche –, sondern immer die Besonderheit des einzelnen Menschen sehen. Das können auch Kinder schon lernen; dass wir uns und unsere Mitmenschen für die eigene Kultur UND für andere Kulturen sensibilisieren.

So können wir lernen, die Perspektive zu wechseln und unseren eigenen Horizont zu erweitern – und vielleicht erst einmal beobachten und wahrnehmen - anstatt zu bewerten, damit eines Tages aus Fremden Freunde werden.

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https://bildung.hypotheses.org/9659

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30 Minuten
Johanna Degen - Datingplattformen sind die Antwort auf ein zentrales Lebensproblem: mangelnde Begegnung, Einsamkeit, Hunger nach Liebe und Gesehenwerden. Der öffentliche Raum hat seine Funktion als Ort der Begegnung verloren. Das Digitale hingegen wirkt als Ideengeber für das reale Leben und die Beziehungsgestaltung. Intime Beziehungen zwischen Chatbots und Menschen gehören ebenso zum Alltag wie parasoziale Beziehungen zu Influencern. Wie lassen sich Handlungsspielräume zurückerobern und Räume für wertschätzende Beziehungen öffnen?

Birgit Spies ist im Gespräch mit der Sozialpsychologin Dr. Johanna Degen.

Inhalt

02:04‘ Welche Bedeutung haben Liebe und Beziehung in digitalen Zeiten?

03:30‘ Wir hungern nach Liebe

03:58‘ Weshalb sind Datingplattform so erfolgreich?

04:45’ Warum sind wir online auf der Suche nach Beziehung?

05:35‘ Datingplattformen als Antwort auf ein Lebensproblem

06:44‘ Der öffentliche Raum hat seine Funktion als Ort der Begegnung verloren

07:38‘ Ein würdiges und sozial eingebettetes Leben ist immer weniger möglich

07:48‘ Wir haben ein Gemeinschaftsproblem

08:21‘ Einsamkeit und mangelnde Begegnung

09:42‘ Parasoziale Beziehung zu Influencern

10:40‘ Ungebremste Wirkung des Internets auf das soziale Selbst

13:10‘ Smartphone-Scrollen als Beruhigungsmittel

14:19‘ Verlorengegangene Intuition: Entfremdung von Körperwissen

16:02‘ Medienbilder als Anker im Gehirn und Ideengeber für Beziehungsgestaltung

18:55‘ Werte und Praxis in der Beziehungsgestaltung klaffen auseinander

19:33‘ Intimität mit Chatsbots und Avataren

20:33‘ Künstliche Intelligenz: Problematische Nutzung als Wahrheitsquelle

22:38‘ Wieviel Platz lässt das Digitale der Liebe und Beziehung noch?

24:22‘ Hilfreiche Mediennutzung, um ein gutes Leben zu führen

24:52‘ Der Mensch als Rohmaterial der Technik

25:40‘ Handlungsspielräume zurückerobern

26:48‘ Das Leben wartet auf uns

Fazit

Liebe, Intimität und Beziehungen verändern sich, wenn das Leben zunehmend digital stattfindet. Und trotzdem bleiben uns Handlungsspielräume: Den Raum für Ehrlichkeit, Verlässlichkeit und wertschätzende Intimität können und sollten wir zurückerobern, wenn wir nicht zum Rohmaterial der Technik werden wollen.

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https://bildung.hypotheses.org/9318

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28 Minuten
Claudia Schmiderer - Bilder sind so alt wie die Menschheit. Sie dienen als Erinnerungs- oder Informationsmittel. Mit ihnen lässt sich aber auch Geschichte schreiben. Sie können unser Denken manipulieren und verändern unseren Blick auf die Welt.

Die Masse gegenwärtiger Fotos jedoch fristet ihr Dasein als digitaler Müll in Smartphones. Wir finden kaum Zeit, um die Botschaft in den Bildern zu entziffern und ihre Bedeutung zu hinterfragen. Wir sehen, liken und teilen bevorzugt die Bilder, die unserem Denken entsprechen. Und Stück für Stück entsteht so ein verzerrtes Bild von der Wirklichkeit.

Birgit Spies ist im Gespräch mit der Publizistin, Dozentin und Grafikerin Claudia Schmiderer.

Inhalt

02:48‘ Was ist ein Bild? Der Unterschied zwischen picture und image

04:40‘ Fotografie als Reproduktionsmittel

06:16‘ Wie wir Bilder wahrnehmen

07:45‘ Wenn Bilder manipuliert und gefälscht werden

08:05‘ Wenn mit Bildern Geschichte gemacht wird

09:25‘ Politische und Kriegsbilder

12:37‘ Sich selbst ein Bild machen können

13:57‘ Smartphone-Fotos als digitaler Müll

15:07‘ Das verzerrte Bild von der Welt

16:26‘ Die fragmentierte Welt im Kopf

17:27‘ Wenn uns Bilder beeinflussen

20:22‘ Bilder lesen lernen

Fazit

Bilder prägen unser Denken, verändern unsere Wahrnehmung und beeinflussen, wie wir uns und die Welt sehen. Sie wirken, ob wir es wollen der nicht. Eine Welt ohne Bilder nicht gibt – und gab nie.

Da wir selbst tagtäglich millionenfach Bilder z.B. mit dem Smartphone produzieren und publizieren, sollten wir auch lernen, sie zu lesen – so wie wir lernen, Worte und ihre Zusammenhänge zu lesen – so Claudia Schmiderer.

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https://bildung.hypotheses.org/9318

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28 Minuten
Doris Nitsche-Ruhland - Künstliche Intelligenz entfacht die uralte menschliche Sehnsucht, die Grenzen des eigenen Daseins zu überwinden, sich Himmel und Erde Untertan zu machen, für Körper und Geist Unangenehmes oder Beschwerliches an Maschinen oder Programme zu delegieren.

Die Diskussion um Künstliche Intelligenz bewegt sich zwischen Allmachtsphantasien und Katastrophenszenarien. Künstliche Intelligenz jedoch sollte als gemeinsame Gestaltungsaufgabe von Technologie, Bildung und Gesellschaft begriffen werden. Denn am Ende ist KI ein Werkzeug, dass man helfend und auch zerstörend einsetzen kann.

Birgit Spies ist im Gespräch mit der Informatikprofessorin Doris Nitsche-Ruhland.

Inhalt

02:52‘ Ist Künstliche Intelligenz für uns ein Traum oder ein Albtraum?

03:56‘ Was ist Künstliche Intelligenz?

05:18‘ Wann funktionieren Künstliche-Intelligenz-Systeme sehr gut?

07:17‘ Wie kommt eine Künstliche Intelligenz zu einem Ergebnis?

07:56‘ Wie arbeitet generative Künstliche Intelligenz?

09:25‘ Datenverzerrung und Bias in den Daten

10:55‘ Sind die Menschen bereit für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Künstlichen Intelligenz?

12:38‘ Probleme beim Einsatz generativer Künstlicher Intelligenz

13:17‘ Kognitive Demenz durch Künstliche Intelligenz

14:12‘ Wie arbeiten Neuronale Netzwerke? Wie kommt eine generative Künstliche Intelligenz zu einem Ergebnis?

16:32‘ Wann ist der Einsatz Künstlichen Intelligenz schwierig?

19:28‘ Entscheidungen, die den Menschen betreffen und Sozialkreditsysteme

20:41‘ Ethisches Nachdenken über Künstliche-Intelligenz-Systeme

22:11‘ Den Umgang mit Künstliche Intelligenz lernen: AI-Literacy

23:53‘ Diskussion rund um das Thema Künstliche Intelligenz

24:57‘ Künstliche Intelligenz als Werkzeug zwischen Grenzen und Möglichkeiten

Fazit

Es ist wichtig, dass die Diskussion zur Künstlichen Intelligenz stärker auf Verstehen, auf Gestaltung und auf Verantwortung ausgerichtet ist; dass wir die Möglichkeiten und Risiken gleichermaßen ernst nehmen und Künstliche Intelligenz aktiv gesellschaftlich gestalten. Dazu benötigen wir Wissen. 

Wir müssen verstehen, wie Künstliche-Intelligenz-Systeme arbeiten, wo ihre Risiken liegen und wie wir ihre Ergebnisse kritisch bewertet werden können. Am Ende liegt die größte Stärke von KI liegt nicht darin, Menschen zu ersetzen, sondern darin, menschliche Fähigkeiten zu verstärken. KI ist ein Werkzeug! Und wie jedes Werkzeug kann man es positiv oder negativ einsetzen.

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https://bildung.hypotheses.org/9116

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28 Minuten
Edeltraud Sänger - Eine Gesellschaft, die sich über immerwährenden Wachstum und Fortschritt definiert, die stark auf Jugendlichkeit, Fitness und Geschwindigkeit fixiert ist, hat wenig Platz für die Endlichkeit. Es stellt sich die Frage, was das Leben ausmacht und wie das Alter und auch der Tod ihren Platz in unserem Erdendasein finden können.

Birgit Spies ist im Gespräch mit der Seelsorgerin und Pastorin i.R. Edeltraud Sänger.

Inhalt

03:43‘ Was macht das Leben aus?

05:09‘ Müssen wir unserem Leben einen Sinn geben?

05:50‘ Leben wir zu wenig in Gemeinschaften?

08:08‘ Der Umgang mit dem alten Menschen in unserer Gesellschaft

12:27‘ Martin Buber: Der Mensch wird erst am Du zum Ich

13:39‘ Die Reduzierung des Alters auf den Kostenfaktor

15:32‘ Die Wachstumsgesellschaft und ihr Problem mit der Endlichkeit

Fazit

Wir leben in einer Welt, die uns selbst, dem Lebendigen, Grenzen setzt und uns zwingt, auch das Alter und den Tod als Teil im Kreislauf des Lebens anzunehmen und in das Dasein zu integrieren. Hier können Rituale, Begegnungen, Geschichten und auch religiöse und spirituelle Erfahrungen Trost spenden und Akzeptanz schaffen.

Das wirkliche Leben jedoch spiegelt sich in der Begegnung, so meinte es der Religionsphilosoph Martin Buber vor mehr als 100 Jahren. Denn der Mensch wird erst am DU zum ICH. In Gemeinschaften können wir uns geborgen fühlen, gemeinsam lachen, voneinander lernen, uns in Krisen gegenseitig stärken und bis zum Lebensende begleiten. Soziale Geborgenheit bedeutet menschliche Wärme, Vertrauen, Akzeptanz und Liebe.

Ist es vielleicht Zeit für deutlich mehr Menschlichkeit in unserer Gesellschaft?

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https://bildung.hypotheses.org/8738

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28 Minuten
Gertrud Müller - Wir sind überflutet von Macht und Gewalt. Beschämungen, toxische Beziehungen und Falschinformationen sind als Machtmittel in Familien, Unternehmen und in der Gesellschaft alltäglich. Doch wie entstehen Macht und Gewalt? Und wie kann es uns gelingen, vom Kampfmodus in eine kooperative Lebensweise zu wechseln?

Birgit Spies ist im Gespräch mit der Soziologin, Psychoonkologin und Therapeutin Dr. Gertrud Müller.

Inhalt

02:26‘ Sind Macht und Gewalt im Menschen angelegt?

03:54‘ Macht als Möglichkeit, eigene Interessen gegen Widerstreben durchzusetzen

05:08‘ Gewalt als erlernte Erfahrung

05:56‘ Gewalt als Mittel, um Macht durchzusetzen

06:12‘ Beschämung als Machtmittel

07:17‘ Beschämungen in der Gegenwart

07:51‘ Verändert Macht den Charakter eines Menschen?

09:16‘ Mechanismen der Macht: Falschinformation, Unklarheiten

10:50‘ Toxische Beziehungen

12:17‘ Ungleichheiten im sozialen Gefüge

14:01‘ Macht als Fähigkeit, sich zusammenzuschließen

16:12‘ Gesellschaftliche Unterschiede als Machtmittel

17:23‘ Der Mensch als gegensätzliches Wesen

18:21‘ Der Ausweg aus Verstrickung und Gewalt

19:11‘ Aufbau innerer Stärke

22:16‘ Macht in Unternehmen

Fazit

Beschämungen, Falschinformationen und Gewalt sind mögliche Mittel der Machtausübung. Es ist wichtig, dass Menschen die Strukturen von Macht und Gewalt erkennen, um sich aus Zwängen, Unterdrückung und Machtgefügen zu befreien. Dann können wir als freie und selbstbestimmte Menschen unser Leben gestalten - so Dr. Gertrud Müller.

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https://bildung.hypotheses.org/8557

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28 Minuten
Ricarda Gades-Büttrich - Glück ist in aller Munde und ein glückliches Leben scheint zur Pflicht zu werden. Doch gibt es so tatsächlich etwas wie eine Glücksformel und können wir lernen, glücklich zu sein?

Was macht uns wirklich glücklich? Und wie können wir dem Hamsterrad der ewigen Suche nach – noch mehr - Glücksmomenten entkommen? Fest steht: Glück ist ansteckend.

Birgit Spies ist im Gespräch mit der Gesundheitspsychologin Prof. Dr. Ricarda Gades-Büttrich.

Inhalt

02:00‘ Müssen wir in die Ferne schweifen oder liegt das Glück vor unserer Haustür?

03:27‘ Was ist Glück?

04:15‘ Glück ist verbunden mit positiven Emotionen – Freude, Neugier, Stolz, Mitgefühl, Zufriedenheit, Dankbarkeit

06:29‘ Hedonistisches Glück – positive Emotionen für kurze Zeit

07:00‘ Eudomonistisches Glück – Zufriedenheit, Wohlbefinden, Sinnhaftigkeit

08:22‘ Was macht uns glücklich?

09:25‘ PERMA – Die Glückformel

09:55‘ E – Engagement

10:57‘ Bin ich meines Glückes Schmied? Glück ist ansteckend

11:45‘ R - Relationship – Beziehungen

13:31‘ M – Meaning – Sinnhaftigkeit im Leben

15:15‘ A – Accomplishment – Errungenschaften

16:50‘ Wie wirkt sich Glück aus? Die Nonnenstudie

19:01‘ Macht Geld glücklich?

20:21‘ Die Glücksfalle

24:25‘ Warum es wichtig ist zu wissen, was uns glücklich macht

Fazit

Glück ist, neben all den Dingen, die wir nicht beeinflussen können, auch eine Frage der inneren Haltung. Wir können herausfinden, worin unser Glück besteht und lernen, glücklicher zu sein.

Dazu gehört es, dankbar und achtsam mit sich und anderen umzugehen; Tätigkeiten zu finden, in denen man ganz aufgeht und Raum und Zeit vergisst; sich intensiv um gute – reale und menschliche - Beziehungen zu bemühen; Ausdauer in all seinem Tun zu zeigen – auch, wenn es mühselig ist.

So kann das Leben als erfüllend und sinnvoll – als ein glückliches Leben - wahrgenommen werden. Und Achtung: Glück ist ansteckend!

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https://bildung.hypotheses.org/8464

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Eva Bollandt-Ditzen - Burnoutgefährdete Lehrer, überforderte Schüler, falsch verstandene Digitalisierung und zu wenig Zeit für den eigentlichen Unterricht: Dies ist Alltag in vielen Schulen.

Was brauchen Lehrer und Schüler, damit wieder interessiertes und vertrauensvolles Lernen und Begegnen möglich sind? Und welche Veränderungen braucht die Schule selbst, um junge Menschen zuversichtlich, wissend und mutig in den Alltag einer unsicheren Welt zu entlassen?

Birgit Spies ist im Gespräch mit der Gymnasiallehrerin Eva Bollandt-Ditzen.

Inhalt

02:31‘ Das Lehrerdasein zwischen Begeisterung und Überlastung

04:12‘ Psychische Belastungen der Schüler; Schule nicht mehr ohne Sozialarbeiter und Schulpsychologen

05:16‘ Schule sollte den Fokus wieder auf Lehren, Lernen und Beziehung legen

06:42‘ Schule braucht eine kluge Mediennutzung, die sich an den Entwicklungsstufen der Schüler orientiert

09:52‘ Wie kann eine hilfreiche Digitalisierung der Schule aussehen?

14:07‘ Schüler zwischen Interesse und Gleichgültigkeit

15:35‘ Wie können Lehrer, Eltern und Schüler gemeinsam an einem Strang ziehen?

17:47‘ Was brauchen Lehrer, Eltern und Schüler für eine gute Schule?

Fazit

Lehrer brauchen mehr Anerkennung und Wertschätzung aus der Gesellschaft, damit die Schule ein echter und vertrauensvoller Lern- und Begegnungsort sein kann. Schüler brauchen Aufgaben, an denen sie wachsen können und die mit Sinn angefüllt sind. Schulen brauchen finanziellen Rückhalt und Freiraum, um Projekte umsetzen und neue Wege ausprobieren zu können – so Eva Bollandt-Ditzen.

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https://bildung.hypotheses.org/8254

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Mark Dahlhoff - Moralische Konventionen und ethische Ideen sind kulturell geprägt. Sie werden zunehmend durch Technik, Digitales und Künstliche Intelligenz verändert. Wie kann sich der Mensch in einer digitalisierten Welt orientieren? Welche Gestaltungsspielräume bleiben uns?

Birgit Spies ist im Gespräch mit dem Philosophen Mark Dahlhoff.

Inhalt

01:55‘ Was ist der Mensch?

03:15‘ Der Mensch als Mängelwesen?

04:59‘ Philosophische Fragen

05:41‘ Unterscheidung zwischen Ethik und Moral

08:24‘ Digitalisierung zwischen Technikeuphorie und Zukunftsängsten

10:08‘ Digitale Moral

12:52‘ Herausbildung von ethischen Ideen

15:02‘ Wie kann sich der Mensch in einer digitalisierten Welt orientieren?

16:44‘ Narrative der Mediengeschichte

18:42‘ Kann es einen verantwortungsvollen Umgang mit Technik, Digitalem und KI geben?

20:42‘ Haben wir Gestaltungsspielräume in der technischen Entwicklung?

22:37‘ Wie kann eine postdigitale Welt aussehen?

Fazit

Mark Dahlhoff ist es wichtig, dass jüngere Menschen befähigt werden, ihr Verhalten in einer digitalisierten Welt in ihren Folgen zu verstehen und kritisch zu hinterfragen. Es ist ihm aber ebenso wichtig, dass ältere Menschen ermutigt werden, hilfreiche digitale Anwendungen zu nutzen.

Denn am Ende steht nichts weniger auf dem Spiel als eine Gesellschaft, in der Menschen unterschiedlicher Generationen und mit verschiedenen Ansichten miteinander leben wollen – und auch müssen. Und in der Technik und Digitales als Hilfsmittel einem sinnerfüllten Dasein des Menschen dienen.

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https://bildung.hypotheses.org/7806

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28 Minuten
Matthias Beier - Gegenwärtig verlagern wir unsere Prioritäten mehr auf das Äußere, können kaum noch friedlich aufeinander zugehen, erheben das Rationale über das Menschliche.

Ängste und Allmachtsphantasien bestimmen mehr und mehr unser Dasein. Wie kann die Gesellschaft die Mechanismen der Angst überwinden? Wie können Menschen wieder mehr mit ihren eigenen Wünschen und Bedürfnissen in Kontakt kommen?

Birgit Spies ist im Gespräch mit dem Psychologen, Soziologen und Theologen Matthias Beier.

Inhalt

03:00‘ Warum muss die Gesellschaft auf die Couch?

04:53‘ Mit welchen Ängsten leben die Menschen?

04:58‘ Biologische Ängste

05:17‘ Psychologische Ängste

05:47‘ Gruppenängste – Soziologische Ängste

06:15‘ Existenzielle Ängste

07:45‘ Metaphysische Ängste

09:13‘ Die Mechanismen der Angst

09:34‘ Der Mechanismus der Spaltung

11:22‘ Der Andere als Projektionsfläche für die eigenen Ängste

12:04‘ Identifikation mit Gruppen und/oder Führern

13:07‘ Allmachtsphantasien

14:30‘ Rationalisierung des menschlichen Seins

16:39‘ Borderline-Politik

18:28‘ Narzisstische Politik

22:15‘ Die Künstliche Intelligenz als Therapeut ist unmöglich

24:45‘ Allmachtsphantasien der IT-Konzerne

Fazit

Matthias Beier ist es wichtig, dass narzisstischer Politik Grenzen gesetzt werden; dass wir als Gesellschaft unsere Probleme und Ängste ehrlich und direkt ansprechen und behandeln, damit Menschen ihr wahres Selbst leben und gesunde Beziehungen mit anderen Menschen und anderen Ländern pflegen können.

Literatur, Links

Dr. Beier ist Autor des english-deutschsprachigen Blogs "Religion und Gesellschaft auf der Couch": https://matthiasbeier.substack.com/

Bücher von Matthias Beier: Gott ohne Angst https://shop.verlagsgruppe-patmos.de/gott-ohne-angst-172543.html

Nur durch Frieden bewahren wir uns selber https://shop.verlagsgruppe-patmos.de/nur-durch-frieden-bewahren-wir-uns-selber-011428.html

Webseite und Quellen

https://bildung.hypotheses.org/7125

Gastgeberin

Birgit Spies ist Professorin für Bildung und Digitalisierung, Keynote-Speakerin, Beraterin und Trainerin. https://www.prof-birgit-spies.de.

Hier können Sie auch Workshop, Videokurse und Keynote-Vorträge buchen.

Musik: https://gemafreie-musik-online.de

Soundeffekte: pixabay.com
28 Minuten
Thilo Weichert - Beinahe jeder Moment unseres Lebens wird in Form von Daten gespeichert und verkauft. Mit Big Data gilt Datenmaximierung statt Datenminimierung und drängt den Datenschutz an die Wand. Das verändert uns und unsere Gesellschaft. Wie digital souverän sind wir noch? Warum sollten wir uns dafür interessieren, was mit unseren Daten passiert?

Birgit Spies ist im Gespräch mit dem Juristen und Politikwissenschaftler Thilo Weichert.

Inhalt

02:30‘ Datenschutz im Rückblick

04:58‘ Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung und die EU-Datenschutz-Grundverordnung: Sind die gegenwärtigen Regelungen zum Datenschutz ausreichend?

06:50‘ Was bedeutet Datenschutz?

07:15‘ Worin liegt das Problem, wenn Daten an Andere weitergegeben werden?

09:17‘ Informationsfreiheit als Voraussetzung für freie Entscheidungen

10:24‘ Informationen über das eigene Denken und Tun sind schützenswert

11:45‘ Der europäische Gesundheitsdatennutzungsraum und die zentrale Datenspeicherung

13:10‘ Was ist digitale Souveränität?

16:05‘ Möglichkeiten, um anonym digitale Angebote zu nutzen

18:25‘ Von Datenminimierung zu Datenmaximierung

20:14‘ Eine Vielzahl von Informationen erfordert das Handeln des Gesetzgebers, um dafür einen passenden Rahmen zu schaffen

20:55‘ Überwachungspraktiken haben Hochkonjunktur, aber: mehr Überwachung trägt nicht zu mehr Sicherheit bei

24:08‘ Einsatz der fehlerhaften Palantir-Software bei der Polizei

24:35‘ Permanente Überwachung schränkt die persönliche Freiheit ein

25:52‘ Datensparsame digitale Möglichkeiten nutzen und sich zur Wehr setzen

Fazit

Thilo Weichert setzt sich gegen den Digitalzwang ein, eben dafür, dass wir Digitalisierung nicht mit Überwachung gleichsetzen und immer die Wahlfreiheit haben, auch analog zu bleiben.

Denn, wie der Medienwissenschaftler Ralf Lankau sagt: „Nicht Digitaltechnik ist das Problem, sondern die damit verbundenen Geschäftsmodelle, die auf personalisierten Daten und Nutzerprofilen beruhen, um Menschen und Gesellschaften zu kontrollieren und zu steuern.“

Literatur und Links

https://www.netzwerk-datenschutzexpertise.de

https://digitalcourage.de

https://bigbrotherawards.de

Webseite und Quellen

https://bildung.hypotheses.org/7072

Gastgeberin

Birgit Spies ist Professorin für Bildung und Digitalisierung, Keynote-Speakerin, Beraterin und Trainerin. https://www.prof-birgit-spies.de.

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28 Minuten
Carl Bossard - Überfrachtete Lehrpläne, schwache Schulleistungen, der Lehrer als Coach: Bildung wird immer weniger Wert zugewiesen und findet damit immer weniger statt.

Lernen wird zunehmend auf die Aufnahme von Informationen reduziert. Hinzu kommen eine verstärkte Ökonomisierung und Digitalisierung des Unterrichts. In der Schule zeigt sich ein komplettes Systemversagen.

Was bedeutet es für den Menschen und die Gesellschaft, wenn wir auf Lernen und Bildung zunehmend verzichten?

Birgit Spies ist im Gespräch mit dem Schweizer Pädagogen Carl Bossard.

Inhalt

01:44‘ Unterrichten ist wie Segeln statt Bahnfahren

03:02‘ Die Bildungsidee

04:55‘ Bildung als die Kultivierung seiner selbst

05:32‘ Wie ereignet sich Bildung?

06:44‘ Über die tiefen Dimensionen des Lernen und die Wirkung des Lehrers

07:38‘ Der Pygmalion-Effekt und das Lernen

08:40‘ Lernen benötigt ein Gegenüber - eine vital präsente Person

09:10‘ 1. Sündenfall: Die Degradierung des Lehrers zum Coach

10:55‘ Über den verlorengegangen Wert des Wortes Pädagoge

11:42‘ Forderung zur Rückkehr zum Teaching

12:29‘ Wenn die Überladung der Lehrpläne tiefes Lernen verhindert

13:15‘ Schule erfüllt ihren Grundauftrag nicht

14:10‘ Lernen benötigt intensives Üben

15:15‘ Lernen als Ergebnis von verstehen, üben und anwenden

16:50‘ Das Systemversagen in der Schule

18:54‘ 2. Sündenfall: Die Digitalisierung der Schule

19:56‘ Warum kann eine Lehrperson nicht durch digitale Anwendungen ersetzt werden?

21:17‘ 3. Sündenfall: Die Ökonomisierung der Schule

21:46‘ Über Verfügungswissen und Orientierungswissen

23:16‘ Wir wissen nicht mehr um den Wert der Bildung und die Bedeutung der Lehrperson

23:49‘ Schule muss zur Mündigkeit führen, um Autor des eigenen Lebens zu werden; Bildung als Unverführbarkeit

24:57‘ Eine gute Schule ist nicht zu verordnen

Fazit

Carl Bossard setzt sich für die Renaissance einer guten Bildung ein: für wirksamen Unterricht durch die Stärkung der Lehrperson; für den Fokus auf die analogen Prozesse des Unterrichts und dafür, dass kein Kind die Schule verlässt, ohne die wesentlichen Grundkenntnisse zu beherrschen.

Eine gute Schule ist eine pädagogisch geführte Schule, in der Lehrer in eine gute Beziehung zu Schülern gehen und daran glauben, dass sie für den Schüler wichtig sind.

Links

Webseite Carl Bossard: https://www.carlbossard.ch

Klaus Zierer: Hattie für gestresste Lehrer 2. 0 https://paedagogik.de/alle-anzeigen-paedagogik/product/hattie-für-gestresste-lehrer-2-0-3469/

Webseite und Quellen

https://bildung.hypotheses.org/6782

Gastgeberin

Birgit Spies ist Professorin, Keynote-Speakerin und Beraterin. https://www.prof-birgit-spies.de.

Musik: https://gemafreie-musik-online.de

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Strandgespräche

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