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Inklusiv UNS Archiv

97 Episoden
43 Minuten
Long time no hear. Aber die Mikros laufen noch! Nach einer unfreiwilligen, aber notwendigen Pause haben Sabrina und Moritz sich Mitte Juli wieder am Mikrofon getroffen. Und ja, diese Folge kommt spät, aber hey: Aber auch ein Sommerupdate im Spätsommer ist ein Sommerupdate!

Dieser Sommer wurden wieder Hitzerekorde gebrochen. Und nein, dies ist kein Wettbewerb, in den Moritz und Sabrina gern einsteigen möchten. Vielmehr sind sie, so wie ihr, unfreiwillig mit dabei. Daher teilen die beiden ihre besten Tipps, Tricks und Fashion-Hacks gegen die Gluthitze.

Außerdem gibt’s ein kurzes Life-Update: Sabrina war Ende Juli beim 5. Kämpferherzen-Treffen dabei und dabei trafen die Vorbereitungen darauf auf große angekündigte politische Veränderungen für Menschen mit Behinderung. Und für Moritz ist der jetzt anstehende August seine persönliche heiße Phase. Der hat im August alle Hände voll zu tun. Wortwörtlich! Denn die Rollstuhl-Rugby-WM in Brasilien steht an! Und das ist die WM, die beide gegenüber der Männer-Fußball-WM in diesem Jahr priorisieren.

Ihr merkt! Es ist eine ganze Menge los. Und daher geht es wie so oft, darum die Work-Life-Health-Balance metaphorisch in Waage zu halten. Vielleicht ist diese Folge ja genau das richtige Schmankerl für zwischendurch. Mit ein bisschen Chaos, ein bisschen Herz und ganz viel Ehrlichkeit.

Und wenn ihr Moritz und die Rollstuhl-Rugby Nationalmannschaft bei der WM spielen sehen möchtet, könnt ihr das auf folgendem YouTube-Kanal tun: https://www.youtube.com/@worldwheelchairrugby6250

(unbezahlte, unbeauftrage Nennung des Links. Wie übernehmen keine Haftung für die Inhalte des Links. Hierfür sind deren Betreibende zuständig.)
52 Minuten
Steffi lebt auf Wangerooge. Da, wo andere Urlaub machen, ist für sie einfach Zuhause. Und genau dieses Inselgefühl bringt sie mit in den Podcast.

Gemeinsam mit Sabrina und Moritz spricht sie darüber, wie das Leben auf der Insel eigentlich aussieht und wie es war, als Steffi plötzlich Antworten auf Fragen bekommt, die sie ihr ganze Leben begleitet haben.

Steffi lebt mit einer angeborenen Immunschwäche, die aber erst im jungen Erwachsenenalter diagnostiziert wurde. Außerdem lebt sie mit dem seltenen Gendefekt 22q11. Sie erzählt, welche Erfahrungen sie geprägt haben, welcher ausschlaggebende Moment sie dazu bewegt hat, nach Antworten zu suchen und was sich verändert hat, als sie endlich sich selbst und ihren Körper besser verstehen konnte.

Außerdem sprechen die drei darüber, was sich verändern muss, damit gesellschaftlich mehr Respekt gegenüber chronisch erkrankten und behinderten Menschen herrscht. Und natürlich um die wichtigen Fragen: Was ist Lieblingslampe? Und wenn sie ein Geschäft eröffnen könnte, welches wäre dies?

Steffi hat eine starke Verbindung zu ihrer Schwester und so haben die beiden gemeinsam das Buch „Das Beste an uns“ geschrieben. Die beiden erzählen durch dieses Buch, wie wertvoll Menschen sind, auf die man sich wirklich verlassen kann.

Und genau diese Person haben Steffi und ihre Schwester Christine ineinander gefunden.

Diese Folge ist Urlaubsgefühl-pur auf die Ohren und die Botschaft: Wir sollten keine Angst haben müssen, wir selbst zu sein!

Das Buch von Steffi und Christine und mit den Illustrationen von Nikolai Regner findet ihr hier: https://www.hugendubel.info/fachbuecher/kunst/kunstgeschichte/detail/ISBN-9783845867557/Stefanie-K%C3%B6rner-Christine-Rickhoff-und/Das-Beste-an-uns

(Das teilen des Links ist Freiwillig. Für die Inhalte und ihre Haftung sind die Betreiber der Website selbst verantwortlich. Letzter Zugriff: 14.05.2026).
1 minute
Kluge Rap-Analysen zu Feminismus, hot und disbaled in Berlin - genau dafür steht Matilda Jelitto. Und dafür klare Worte zu finden, wenn nicht-behinderte Comedien erklären wollen, welche Begriffe Menschen mit Behinderung für sich selbst nutzen "dürfen". Denn wenn es um Selbstbezeichnungen geht, sollten vor allem behinderte Menschen selbst sprechen.

Und genau deshalb heißen Sabrina und Moritz Matila in dieser Folge des Inklusiv UNS Podcasts willkommen.

Matilda bringt nicht nur "ein Händchen für Inklusion und Feminismus" in die Rap-Welt, sondern zeigt auch, wie viel Luft nach oben unsere Gesellschaft bei Gleichstellung und echter Repräsentation noch hat.

Moritz und Sabrina sprechen mit der Musikjournalistin darüber, wie sie über und mit ihrer Liebe zur Sprache ihren Weg ins Berufsleben gefunden hat. Über Rap, Wandel und darüber, wie Musik gesellschaftliche Entwicklungen spiegelt, mitprägt und manchmal auch antreibt.

Außerdem geht es um Identität, die eigene Wahrhaftigkeit zu finden und wie wir uns in der Diskrepanz zwischen dem Werden und dem Sein, uns immer wieder neu begegnen.

Neben den Fragen zur Komplexität des Menschseins natürlich um die ebenso wichtigen Fragen des Lesbens, wie: Was ist Matildas Hot Take zu Pizza Hawaii? Und was genau hat ein Crêpe-Maker mit dem Finden ihrer Wahrhaftigkeit zu tun?

Mit dieser Folge starten wir einen Dive-In in die Disabled Female Range und in ein Gespräch über die Kunst von Worten. Für noch mehr davon: folgt Matilda auf ihren Kanälen.

Auf Instagram unter @matildajltt und YouTube unter @mechthildistnichtmeinname

Ihren Social Spot "Ein Händchen für Repräsentation" findet ihr auf Instagram unter folgendem Link: https://www.instagram.com/reel/DIRyC0CMOFa/?utm_source=ig_web_copy_link&igsh=MzRlODBiNWFlZA==

Und mehr zum Narativ der "Angry Black Woman" könnt ihr im Artikel "Rosapedia: Was ist die “Angry Black Woman”?" von Celia Parbey im RosaMag, auf den sich Sabrina hier bezieht.

(unbezahlte, unbeauftrage Nennung des Links. Freiwillige Nennung. Einsehbar im Internt. Zuletzt geöffnet: 14.04.2026. Wir übernehmen keine Haftung für die Links und deren Inhalte. Für die Inhalte hinter den Links sind die Betreibenden selbst zuständig.)
1 minute
Eigentlich wollte Lina nach Ibiza auswandern und ihrem Traum von Sonne folgen. Doch die Pläne wurden verworfen, als ihr Körper genau in diesem Moment beschlossen hat, eine WG zu gründen. Mit eingezogen: Multiple Sklerose (MS) und eine dissoziative Konversionsstörung. Seitdem ist nichts wie zuvor.

Plötzlich geht es darum, sich zu erklären. Warum an einem Tag Energie für Make-up-Sessions und zum Tanzen da sind und am nächsten Tag, vor fehlender Kraft und Symptomen nichts mehr geht. Warum man lachen kann und trotzdem krank ist. Und weil „krank sein“ für viele immer noch sichtbar sein muss, kämpft Lina darum, ernst genommen zu werden.

Im Gespräch mit Sabrina und Moritz möchte sie genau das aufbrechen und greifbar machen, was für viele schwer zu greifen ist. Sie spricht über den Kabelbrand im Gehirn und davon, wie es ist, sich auch Jahre später jeden Tag neu kennenzulernen.

Es geht um radikale Selbstakzeptanz, Zweifel und um Selbstliebe. Um Powersongs von Badmómzjay, um Community und um die Erinnerung daran, dass kein schlechter Tag der Welt deinen Wert nimmt.

Und irgendwo dazwischen: Spaßgetränke und frittierte Sonnenstrahlen mit Pommes Salz. Damit die Sonne im Herzen immer wieder zurückkommt.

Lina findet ihr auf Instagram unter @lina.mein.leben.mit.ms

Auf Spotify könnt ihr Lina's Song "Rise Above" hören

Hier geht es zum Poetry Slam "Irgendwo dazwischen" von Lisa Brück @lisa.brueckx

Außerdem könnt ihr den Trailer zu "Als wäre es leicht" mit Cindy Klink @cindyklink sehen: Als wäre es leicht

Und "Mission Unknown: Atlantik" mit und von Knossi findet ihr auf YouTube

(unbezahlte, unbeauftrage Nennung des Links. Freiwillige Nennung. Einsehbar im Internt. Zuletzt geöffnet: 08.04.2026. Wir übernehmen keine Haftung für die Links und deren Inhalte. Für die Inhalte hinter den Links sind die Betreibenden selbst zuständig.)
1 minute
Wenn ihr einen Feiertag erfinden könntet, wie würde der aussehen?

Bei Moritz und Sabrina geht es dabei vor allem ums Zusammensein, den Austausch und die Zeit, mit lieben Menschen zu verbringen. Also direkt die wichtigen Themen: Pyjamaparty oder Spieleabend? Und was ist dafür das passende Outfit? Fast noch entscheidender ist aber die Frage: Welches Spiel bringt man mit, um den Abend zu retten?

Apropos Spiele: Moritz und Sabrina tauchen gemeinsam ab in das Thema Gaming. Moritz scheint da, bereits so einige Erfahrungen zu haben und will nun wissen, ob er Sabrina vielleicht doch noch fürs Zocken gewinnen kann. Dabei geht es nicht nur um Zeitvertreib, sondern auch darum, was Gaming eigentlich kann. Welche Fähigkeiten werden dabei gestärkt? Wo verlaufen Grenzen zum Thema Gewaltpräcention? Und wie sehr verschwimmen durch neue Technologien die Linien zwischen digitaler und realer Welt?

Nicht nur die reale Welt, sollte inklusiv UNS erschaffen werden. Sondern auch die digitale und somit auch die Zugänge dahin. Sichwort: inklusives Gaming. Ein Bereich, der gerade wächst und dessen Potenzial bisher nur angerissen wird.

Zum Schluss machen die beiden noch einmal aufmerksam auf den heutigen Autismus Awareness Day und bringen ein paar Gedanken dazu mit und beantworten die Frage, wieso dieser Tag auf den 02. April fällt.
52 Minuten
Das hier wird eine gemütliche Folge im akustischen Wohnzimmer des Inklusiv UNS-Podcasts: Willkommen in der Cozy Corner von Moritz und Sabrina.

Bevor wir uns entspannen können, erzählt Moritz von einem Job und einer spannenden Beobachtung zur Sinistralität. Von "Hä, was ist das?" bis einem kleinen Ausflug, zack Back to School, ist einiges dabei.

Zur Cozy Corner gehört natürlich auch ein warmes Getränk. Sabrina entscheidet sich für Kaffee. Ende 20, das muss wohl ihr neues Quarterlife-Hobby sein.

Für die Kaffeezubereitung werfen die beiden einen Blick in Gebrauchsanweisungen und stellen sich die Frage, warum Dinge, die offensichtlich wirken, überhaupt so ausführlich erklärt werden müssen. Im Gespräch wird schnell klar: Verständlichkeit ist nicht gleich selbstverständlich und Fehlnutzung bedarf einer rechtlichen Absicherung. Es geht um Zugänge, um unterschiedliche Bedürfnisse und darum, ob manche Formulierungen dabei bevormundend sein können?

Zum Abschluss wird noch ein bisschen in die Sterne geschaut; Moritz bringt einen Astronomie-Fakt mit, und irgendwo läuft die Kult-Radio-Show von Domian im Hintergrund.

Also viel Freude beim Zuhören und Entspannen.

Und wenn ihr euch in das Thema "Sinistralität" einlesen möchtet, ist hier der Artikel, auf den sich Sabrina bezieht:

https://www.barmer.de/gesundheit-verstehen/psyche/psychische-gesundheit/linkshaender-1071424#1Jeder_zehnte_Mensch_bevorzugt_links-1071424

(unbezahlte, unbeauftrage Nennung des Links. Freiwillige Nennung. Einsehbar im Internt. Zuletzt geöffnet: 26.03.2026. Wir übernehmen keine Haftung für die Links und deren Inhalte. Für die Inhalte hinter den Links sind die Betreibenden selbst zuständig.)
1 minute
Wusstet ihr, dass Faultiere ihr Leben riskieren, nur um aufs Klo zu gehen? Sabrina und Moritz bis zu dieser Podcastfolge auch nicht und während Sabrina fasziniert vom sogenannten „Poop Dance“ ist, kann Moritz dieses Interesse nicht teilen.

Wofür sich aber beide begeistern: Moritz hat in diesem März seinen 7. Lebenstag gefeiert. Und weil man nach 7 Jahren ja quasi ein neuer Mensch ist, zumindest zellulär, stellt sich die Frage: Wie hat sich durch diese letzten Jahre die Perspektive auf sein Leben verändert?

Moritz spricht über seine Ideen, wie für ihn die Side-Quest "Sofa-Transport" bei einem Umzug zum Momentum inklusiver Lösungen wurde. Und beide nehmen uns gedanklich mit in Moritz' verflixtes 7. Jahr: Es geht um seine Beziehung zu seinem Rollstuhl und wie diese sich über die Zeit verändert hat. Parallelen, die so zu Beziehungskonzepten von reellen zwischenmenschlichen Beziehungen gezogen werden könnten, sind rein humoristische Analogien zum verflixten 7. Jahr und enthalten keinerlei Wertung.

Und falls ihr den Artikel über Faultiere nachlesen möchtet, auf den Sabrina verweist, findet ihr diesen hier:

https://animals.howstuffworks.com/mammals/sloths-only-poop-once-week.htm?utm_source=chatgpt.com

Er ist in Englischer Sprache geschrieben.

(Freiwilliges Teilen des Links. Letzter Zugriff: 19.03.2026. Wir übernehmen keine Haftung für den Link und deren Inhalt. Für die Inhalte hinter dem Link sind die Betreibenden der Seite selbst verantwortlich.)
1 minute
Das Gegenüber zu achten und wertzuschätzen ist doch eigentlich das Bare Minimum, oder? Das klingt doch simpel. Sabrina fragt Moritz aber, ob es ein "Sie" für Respekt braucht, ob dieser sich durch ein "Du" verändert und ob eine solche Veränderung durch die Omnipräsenz Sozialer Medien in unserem Alltag verstärkt. Verschwimmen zusätzlich berufliche und private Räume und verschiebt sich dann auch unser Verständnis von Höflichkeit und Distanz?

Davor geht es aber auch schon einmal um Veränderungen. Und zwar solche, die Inklusion fördern: ein überraschend innovativen Mülleimer und ein ziemlich smarten Upgrade für Barrierefreiheit im Aufzug.

Zum Abschluss gibt es noch eine Portion Nostalgiegefühl. Zumindest für Sabrina, denn Moritz scheint gar nicht so viel davon mitbekommen zu haben. Gleich zwei popkulturelle Meilensteine feiern ihren 20. Geburtstag: High School Musical und Hannah Montana. Und so wird Moritz nun auf sein Wissen rund um die East High School, Troy und Gabriella getestet.

Wenn ihr selbst den Test machen wollt, dann findet ihr ihn hier:

https://www.buzzfeed.com/michelelbird/high-school-musical-quiz

Und schließlich sprechen Moritz und Sabrina über die Sebstständigkeit, das Wetter und die irritierende Erkenntnis, dass Jahreszeiten plötzlich die Stimmung beeinflussen. Ist das… Erwachsensein?

(Freiwilliges Teilen des Links. Letzter Zugriff: 10.03.2026. Wir übernehmen keine Haftung für die Links und deren Inhalte. Für die Inhalte hinter dem Link sind die Betreibenden der Seite selbst zuständig.)
1 minute
Vielleicht kommen euch Sätze wie „Du bist halt sensibel“ „Du musst dich nur besser organisieren“ oder auch „Reiß dich doch mal zusammen" bekannt vor. Danny auch.

Was Danny auch kannte, was das Gefühl, irgendwie nicht so ganz dazuzugehören, bis es dann endlich Sinn ergeben hat!

In der heutigen folge sprechen Moritz und Sabrina gemeinsam mit der heute 48-jährigen Danny über eine späte Diagnose, die plötzlich ein ganzes Leben neu sortiert: ADHS. Denn das Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom äußert sich bei weiblich sozialisierten Menschen oft anders als bei männlich sozialisierten Menschen: weniger laut, weniger „zappelig“, dafür mehr Overthinking, People-Pleasing, Erschöpfung. Genau deshalb wird es so oft übersehen und häufig sehr spät erkannt.

Danny lebt schon lange mit chronischen Erkrankungen und doch blieb der Gedanke: Warum fühlt sich alles anstrengender an als bei anderen? Der Aha-Moment kam erst, als sie sich mit Neurodivergenz beschäftigte. Seitdem ist klar: Sie war nie „zu viel“, ihr Gehirn funktioniert nur mit einem anderen Betriebssystem.

Zu dritt sprechen Moritz, Sabrina und Danny über Dopamin und Dauerstress, über Masking und die Frage, ob die Welt leichter wäre, wenn wir unsere erlernten Masken ablegen dürften. Darüber, warum Ruhe, Achtsamkeit und Kreativität keine Luxusgüter sind, sondern es zur Überlebensstrategie gehört, im Alltag hierfür Zeit zu finden. Darüber, wie Danny es schafft, dies in ihrem Alltag umzusetzen und was es dabei mit dem "Goldherz" auf sich hat.

Spoiler: Endlich macht’s Sinn.Ihr findet Danny und ihre Arbeit auf Instagram unter @dannygoldherz: https://www.instagram.com/dannygoldherz/?__pwa=1

(Freiwillige Empfehlung des Accounts. Wir übernehmen keine Haftung für die Links und deren Inhalte. Für die Inhalte hinter den Links sind die Betreibenden selbst zuständig.)
1 minute
Was bedeutet Zuhause, wenn dieser Ort nie selbstverständlich war?

Valeria ist eine von mehreren zehntausend jungen Menschen in Deutschland, die in der stationären Kinder- und Jugendhilfe aufgewachsen sind. Für sie war die Frage „Was ist (m)ein Zuhause?“ nicht nur philosophische, sondern auch eine existenzielle.

Heute ist sie vollzeit chronisch krank, teilzeit-Studentin, Vortragsrednerin und Autorin. Und gemeinsam mit Sabrina und Moritz schaut sie zurück auf ihre Jugend und auf die Jugendhilfe als ein System, welches durch Ambivalenz geprägt ist. Zwischen Hilfeplan und Schichtwechsel bewegt sich für viele junge Menschen das Gefühl, ständig bewertet zu werden. Und doch kann genau dort etwas entstehen, das sich nach Zuhause anfühlt.

Und wie viel komplizierter wird es, sich in diesem System zurecht zu finden, wenn diese jungen Menschen mit chronischen Erkrankungen leben, doch die Jugendhilfe viel zu selten inklusiv ist? Valeria lebt mit mehreren chronischen Erkrankungen. So wird das Zuhause sein in ihrem Körper immer wieder zur Herausforderung, doch noch mehr werden die Stigmatisierungen durch ihr Erwachsenwerden in der Jugendhilfe im Gesundheitssystem zu einer noch größeren Hürde.

Was häufig fehlt ist ein echtes "Ich sehe dich." Valeria, Sabrina und Moritz sprechen darüber, ob echte Professionalität nicht auch professionelle Nähe braucht. Dabei entsteht die Frage, wie eng chronische Erkrankungen und Jugendhilfe miteinander verwoben sind: kausal, korrelativ oder strukturell.

Jugendhilfe mehr ist als ein System. Sie ist ein Beziehungsraum. Und ob dieser Raum trägt oder brüchig wird, entscheidet sich oft nicht nur an Konzepten, sondern an Haltung, Kontinuität und daran, ob junge Menschen sich wirklich wahrgenommen fühlen.

Und Valeria berichtet über das Danach, das Heute: Hat sie eine Antwort auf die Frage "Was ist Zuhause?" gefunden und was würde sie ihrem jüngeren ich wünschen?

Ein Gespräch als Appell für mehr Gerechtigkeit, Ressourcenblick und echtes Engagement für junge Menschen.

Unsere Inklusiv UNS-Playlist findet ihr auf Spotify unter: https://open.spotify.com/playlist/2ANbkOV9mFPixME13eJtDR?si=4693bcb4383b4bea

Valeria findet ihr auf Instagram unter @hope.forlifee und auf ihrer Website: valeria-anselm.de

Das erste Buch "Das ist (nicht) mein Zuhause" von Valeria könnt ihr bei der Inter­nationale Gesell­schaft für erzieh­erische Hilfen erwerben: https://igfh.de/publikationen/das-ist-nicht-mein-zuhause oder per Mail an: valeria-anselm@web.de

Und wenn ihr das Buch lieber hören möchtet gibt es hier das Hörbuch: https://links.feiyr.com/x/BVX48/

(Die Bereitstellung der Links ist freiwillig. Wir übernehmen dabei keine Haftung für die Inhalte hinter diesen Links)
1 minute
Eine Baustelle wirft Sabrinas Biorhythmus ein bisschen “aus der Kurve”. Erst früh aufstehen, dann planen und hoffen. Und dann ist doch alles um sonst. Willkommen im Baustellen-Dilemma zwischen vollen Terminplänen und geplatzten Vereinbarungen.

Moritz und Sabrina nehmen das zum Anlass, über Routinen und den Alltag zu sprechen: Welche Haltungen und Gedanken aus dem jeweiligen Beruf haben sich heimlich in den Alltag der beiden geschlichen?

Im Alltag zwischen all den Terminen darf die Regeneration nicht zu kurz kommen. Was bedeutet denn echte Erholung: Aktiv sein, Hobbys ausprobieren und Bergluft beim Wandern einatmen? Oder Ruhe, Meditation und Mittagsschlaf? Naja, Hauptsache wir sind achtsam mit uns, oder?

Und so gibt es in dieser Folge Rückmeldungen zu euren Erfahrungen mit der “Achtsamkeits-Challenge” aus Folge #85: “Ur-schick bei Hofe”: Wie ist das mit dem Gefühle zeigen? Und wo liegt hier die Grenze zwischen radikaler Ehrlichkeit und sich angreifbar machen?

Außerdem erwartet euch ein Update zum Schnee, zu Moritz' neuem Haarschnitt und den Awareness-Tagen des Monats. Gab es im Salon ein Barber-Drama? Und wusstet ihr, dass auch der Valentinstag eigentlich ein Awareness-Tag ist? Welche Frisur es wurde und wofür der 14.02. noch steht, das hört ihr in dieser Folge.

Wenn ihr das Video von Jule @kannstmichjulenennen auf dem Instagram-Account des Kämpferherzen-Treffens @kaempferherzentreffen sehen möchtet, ist hier der Link: https://www.instagram.com/reel/DUnHrIFjGMn/?utmsource=igwebcopylink&igsh=MzRlODBiNWFlZA==

Genau wie das Video von Sabrina zum Valentinstag: https://www.instagram.com/reel/DU0QPf1iFyx/?utmsource=igwebcopylink&igsh=MzRlODBiNWFlZA==

* Unbeauftrage Empfehlung beider Videos; Werbung in eigener Sache *
55 Minuten
Woran denkt ihr, wenn ihr das Wort "Macht" hört? Vielleicht große Räume, politische Entscheidungen und große Konzerne? Vielleicht aber auch, daran, dass Macht ganz klein in den Momenten des Alltag anfangen?

Genau darum geht es in der heutigen Podcastfolge. Zur Verstärkung zu diesem Thema sprechen Sabrina und Moritz mit Sonja Salzsieder. Sonja selbst ist Mutter von drei Kindern, Gründerin des Assisdenzdiensts "Sustavita Assistenz" und hat und ist der Überzeugung: Wenn wir Menschen begegnen, sollten wir auch genau sie in den Mittelpunkt stellen. Dazu zählt auch, die eigene Machtstellung zu reflektieren.

Gemeinsam sprechen die drei darüber, wo unsere großen und kleinen Entscheidungen in unserem Alltag unsere Welt prägen und wie Macht und Verantwortung zusammenhängen.

Macht ist nicht automatisch negativ. Und Macht steckt nicht nur in großen Konzernen. Sondern ganz häufig auch bei uns und in der Zwischenmenschlichkeit. Sie kann etwas bewegen, Türen öffnen und Räume schaffen. Für andere und für sich selbst. Für ein Miteinander. So kann durch Macht Ohnmacht zur Ermächtigung werden.

Sonja berichtet aus ihren Erfahrungen, wie sie ihre eigenen Handlungsspielräume nutzt, um Dinge möglich zu machen, die sonst vielleicht gar nicht passieren würden. Es geht darum, Einfluss konstruktiv zu gestalten, die Welt ein Stück besser zu machen und dabei ganz bei sich selbst anzufangen.

Dabei stellen Sonja, Sabrina und Moritz sich auch die Frage, was Taylor Swift mit all dem und dem Einkauf im Supermarkt zusammenhängt. Und es gibt Einblicke in Sonjas Wohnzimmer und welche Lampen sie persönlich bevorzugt.

Lasst euch ermutigen, einander zu ermächtigen und uns gemeinsam die Frage stellen: In welcher Welt wollen wir leben?

Macht ist das, was wir daraus machen. Also spitzt die Ohren, und dann ran an die täglichen kleinen Entscheidungen, die große Wirkungen haben. Und gemeinsam merken wir dann: Wir können wirklich etwas bewegen.

Sonja findet ihr auf Instagram unter @sonjasustavita und mehr vom Assistenzdienst Sustavita im Raum NRW könnt ihr erfahren unter @sustavita.assistenz und unter ihrer Website.

Eindordung zur Verwendung des Begriffs "Inuit":

Der Begriff „Inuit“ ist eine Selbstbezeichnung ein indigenes Volkes in Teilen von Kanada, Grönland und Alaska. Dies ist kein allgemeiner Sammelbegriff arktische Bevölkerungsgruppen, bzw. nicht alle arktischen Bevölkerungsgruppen zählen zu den "Inuit".
52 Minuten
Kronleuchter, Abendroben, Sissi-Ästhetik, Ur-Schick deluxe. Das ist das Motto dieser heutigen Folge, denn Moritz kommt gerade aus Wien, wo er beim Wiener Ärzt*innen-Ball war. Und das sogar im Smoking. Wobei: Was ist eigentlich ein Smoking und was ein Anzug? Wann wird Fliege getragen und wann Krawatte? Moritz nimmt Sabrina und euch mit in eine Parallelwelt aus Wiener Schnack und leiser Fremdheit: schön, faszinierend und auch ein bisschen fremd-elitär.

Zwischen Glanz und Wiener Fleischspezialitäten kommt Trauer hoch. Moritz spricht darüber, was er seit seiner Tetraplegie am meisten vermisst: seine Beine beim Tanzen zu spüren. Sie sprechen über das Vermissen des Tanzens und dass diese Trauer Platz braucht, wenn sie leise anklopft. Sie sprechen darüber, dass man sein Leben lieben kann, wie es ist und gleichzeitig Dinge fehlen dürfen. Und auch, dass Adaptieren möglich ist. Denn Moritz sagt: Wir können nur wissen, wie das geht, wenn wir es probiert haben.

Zum Schluss schauen die beiden in die Instagram-DM's von euch Zuhörer*innen aus der letzten Woche und sprechen über das, was neben diesen seltenen Abenteuern ganz häufig bleibt: den Alltag.

Und genau deshalb stellen sie diese eine Frage in den Raum – an sich selbst und an euch:

Was nehme ich mir diese Woche ganz bewusst vor, um mir selbst etwas Gutes zu tun? Nicht performativ. Sondern Intentional. Was tun wir diese Woche ganz bewusst für uns selbst? Groß oder klein. Leise oder laut.

Einfach etwas, das gut tut.

Nächste Woche folgt hierzu dann die Abfrage auf Instagram und die Ergebnisse wie immer, hier im Podcast.
1 minute
Was als vermeintlich harmlose Anfrage für eine Segeltour begann, passiert jetzt auf Berliner Plakatwänden. Zu Gast ist Greta Niewiadomski – Psychologiestudentin, Model und eine junge Frau, die eher zufällig in die Modewelt gestolpert ist. Die Welt des Modelns öffnete sich als Raum eher ganz plötzlich für Greta Modeln. Nicht nur durch ihre Neugierde auf spannende Herausforderungen, ihre Neugierde auf das Leben und ihre Ausstrahlung führte zu dem Eintreten in diese Welt. Qualifiziert hat sie dafür angeblich vor allem eins: ihre Unterarm- und Handprothese. Zumindest, wenn man Teile der Branche fragt. Inklusiv-Label drauf, Kampagne gerettet, Haken dran – uff, das hat einen Beigeschmack.

Gemeinsam mit Sabrina und Moritz spricht Greta darüber, warum genau darin auch ein Auftrag liegt. Repräsentation nicht als Wohlfühl-Label Brands. Sondern als echte Teilhabe, echtes Empowerment für Menschen mit Behinderung, die sich gesehen fühlen. Und auch als Irritation. Als noch so notwendigen Bruch. Als Einladung zur Auseinandersetzung für nicht-behinderte Menschen, die vielleicht zum ersten Mal mit Behinderung und Inklusion konfrontiert werden.

Greta erzählt von erstaunten Reaktionen, stereotypen Zuschreibungen und starren Erwartungen. All das verändert ihre Perspektive auf Behinderung und auf sich selbst. Bisher war sie doch genau wie sie ist, auch normal? Es ist eine Reise durch Sozialisierung, über Entstigmatisierung und zu Selbstermächtigung beginnt. Und so sagt Greta: Jetzt erst recht. Voll in your face!

Hier findet ihr Greta auf Social Media @gretamariq

Und hier geht es weiter zu den Websites, über die wir in dieser Podcastfolge gesprochen haben:

BMAB - Bundesverband für Menschen mit Arm- oder Beinamputation e.V.

BMAB - Jugendcamp, welches im August 2026 stattfindet

Ahoj e.V. - Der Selbsthilfeverein für Menschen mit Arm- und Handfehlbildungen und ihre Familien

Und den Social Spot von Matilda Jelitto "Ein Händchen für Repräsentation" verlinken wir euch auch!

Außerdem könnt ihr auch die neuste Kolumne von Greta im Barrierefrei Magazin lesen: "Ein Leben mit Dysmelie – was weiß die Forschung darüber?"

(Die genannten Personen, Initiativen und Websites sind freiwillige, unbezahlte Empfehlungen. Die Podcast-Hosts und Greta wurden nicht dazu beauftragt. Für die Haftung der Inhalte und die Website jeweils hinter den Links sind die Seitenbetreiber*innen selbst verantwortlich)
1 minute
Moritz ist begeistert: Sein Auto glänzt wieder und strahlt förmlich in der Sonne. Und so strahlt nun auch sein Herz. Denn ein Besuch in die Waschanlage hat Staub weggeputzt und damit ein ganzes Bündel Kindheitserinnerungen zum Vorschein gebracht. Nostalgie-Level hoch zehn. Und weil geteilte Waschanlagen-Freude doppelt hält, wird dieses Ereignis geteilt: vor Ort und jetzt nachträglich auch in dieser Folge.

Inklusiv Nostalgie ist auch das Stichwort, als Sabrina nachfragt, wie Moritz’ Freiwilliges Soziales Jahr in einer inklusiven Schule war. Was als Rückblick beginnt, entwickelt sich zu einem Gespräch über Begegnung, Lernen, Verlernen. Und über das was aus den Erfahrungen innerhalb des FSJ bleibt, wenn er nun einige Jahre später selbst mit dem Rollstuhl unterwegs ist. .

Und schließlich klären wir den Titel dieser Folge: das fatale Filet-Fiasko. Ein Restaurantbesuch, große Erwartungen, ein Stück Fleisch...und ein Abend, der anders endet als geplant. Hunger? Ja. Enttäuschung? Auch. Gesprächsstoff? Auf jeden Fall. Zumindest hier im Podcast. Und somit viel Spaß mit dieser Folge.
Inklusiv UNS

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