Sprachpfade Archiv
53 Episoden
31 Minuten
Verben funktionieren eigentlich so: Sie haben einen Stamm (z.B. lach-) und mit diesem Stamm werden alle Verbformen gebildet (lach-st, lach-te, ge-lach-t). Doch unser Verb sein ist anders. Gaaanz anders: sein, bin, ist, sind, war, gewesen. Warum? Sein ist ein wahres Frankenstein-Verb, dessen Formen sich eigentlich aus DREI verschiedenen Verben zusammensetzen. Wie das passiert ist, warum wir das als Sprecher*innen hinnehmen und wie im Laufe der Zeit doch etwas Ordnung ins Chaos gekommen ist, erfahrt ihr in dieser brandneuen Folge Sprachpfade.
Ein Podcast von Anton und Jakob.
Instagram: https://www.instagram.com/sprachpfade
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Verwendete Literatur:
Braune, Wilhelm/Heidermanns, Frank (2023): Althochdeutsche Grammatik I. Phonologie und Morphologie, 17. neu bearb. Aufl., Berlin/Boston, S. 449-451
„bin“ in: Kluge, Friedrich/Heidermanns, Frank (2026): Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, 26. grundlegend überarbeitete Aufl., Berlin/Boston, S. 149.
„ist“ in: Kluge, Friedrich/Heidermanns, Frank (2026): Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, 26. grundlegend überarbeitete Aufl., Berlin/Boston, S. 547.
„sein (2)“ in: Kluge, Friedrich/Heidermanns, Frank (2026): Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, 26. grundlegend überarbeitete Aufl., Berlin/Boston, S. 1026
„Wesen“ in: Kluge, Friedrich/Heidermanns, Frank (2026): Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, 26. grundlegend überarbeitete Aufl., Berlin/Boston, S. 1206.
„bim, bin“ in: Lloyd, Albert L./Lühr, Rosemarie/Springer, Otto (1998): Etymologisches Wörterbuch des Althochdeutschen II. Göttingen, https://ewa.saw-leipzig.de/articles/15220.
„sein (1)“ in Pfeifer, Wolfgang (1993): Etymologisches Wörterbuch des Deutschen, digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache: https://www.dwds.de/d/wb-etymwb/sein.
Alle Literatur ausleihbar in deiner nächsten Bibliothek!
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Gegenüber Themenvorschlägen für die kommenden Ausflüge in die Sprachwissenschaft und Anregungen jeder Art sind wir stets offen. Wir freuen uns auf euer Feedback! Schreibt uns dazu einfach an oder in die DMs:
anton.sprachpfade@protonmail.com oder jakob.sprachpfade@protonmail.com
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Titelgrafik und Musik von Elias Kündiger
https://on.soundcloud.com/ySNQ6
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Unterstützend beim Schnitt und für die Postproduktion haben wir bei dieser Folge KI verwendet. Manche Plattformen nutzen KI für automatisierte Untertitel.
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Verwendete Literatur:
Braune, Wilhelm/Heidermanns, Frank (2023): Althochdeutsche Grammatik I. Phonologie und Morphologie, 17. neu bearb. Aufl., Berlin/Boston, S. 449-451
„bin“ in: Kluge, Friedrich/Heidermanns, Frank (2026): Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, 26. grundlegend überarbeitete Aufl., Berlin/Boston, S. 149.
„ist“ in: Kluge, Friedrich/Heidermanns, Frank (2026): Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, 26. grundlegend überarbeitete Aufl., Berlin/Boston, S. 547.
„sein (2)“ in: Kluge, Friedrich/Heidermanns, Frank (2026): Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, 26. grundlegend überarbeitete Aufl., Berlin/Boston, S. 1026
„Wesen“ in: Kluge, Friedrich/Heidermanns, Frank (2026): Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, 26. grundlegend überarbeitete Aufl., Berlin/Boston, S. 1206.
„bim, bin“ in: Lloyd, Albert L./Lühr, Rosemarie/Springer, Otto (1998): Etymologisches Wörterbuch des Althochdeutschen II. Göttingen, https://ewa.saw-leipzig.de/articles/15220.
„sein (1)“ in Pfeifer, Wolfgang (1993): Etymologisches Wörterbuch des Deutschen, digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache: https://www.dwds.de/d/wb-etymwb/sein.
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59 Minuten
ADHS ist eine weit verbreitete psychische Störung mit den Hauptsymptomen der Unaufmerksamkeit und/oder Hyperaktivität und Impulsivität. Doch welche Auswirkungen hat die ADHS auf sprachliche und kommunikative Fähigkeiten eines Menschen?
In dieser Folge von Sprachpfade schauen wir uns an, was die Sprachwissenschaft über sprachlich-kommunikative Fähigkeiten bei Menschen mit ADHS weiß. Dabei geht es unter anderem um Gesprächsführung, Redefluss, das Erzählen von Geschichten sowie das Verständnis von Ironie, Metaphern und anderen Formen nicht-wörtlicher Sprache. Wir fragen, ob und in welchen Bereichen Menschen mit ADHS tatsächlich sprachliche oder pragmatische Beeinträchtigungen zeigen, und beschreiben, welche Einflussfaktoren in der aktuellen Forschung diskutiert werden. Außerdem werfen wir einen Blick auf die Unterschiede zwischen Kindern und Erwachsenen mit ADHS und diskutieren, warum die Forschung zu diesem Thema mitunter schwierig zu interpretieren ist.
Ein spannender Sprachpfad an der Schnittstelle von Sprachwissenschaft, Psychologie und Neurodivergenz. Hört gerne rein und teilt uns mit, welche Beobachtungen ihr im Alltag bereits gemacht habt.
Ein Podcast von Anton und Jakob.
Ein Podcast von Anton und Jakob.
Instagram: https://www.instagram.com/sprachpfade
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Literatur:
Zur ADHS:
Faraone, Stephen V., Tobias Banaschewski, David Coghill, Yi Zheng, Joseph Biederman, Mark A. Bellgrove, Jeffrey H. Newcorn, et al. 2021. The World Federation of ADHD International Consensus Statement: 208 Evidence-based conclusions about the disorder. Neuroscience & Biobehavioral Reviews 128. 789–818. https://doi.org/10.1016/j.neubiorev.2021.01.022.
Steinhausen, Hans-Christoph, Manfred Döpfner, Martin Holtmann, Alexandra Philipsen & Aribert Rothenberger. 2024. Handbuch ADHS. W. Kohlhammer GmbH. https://doi.org/10.17433/978-3-17-044010-4.
Leitlinie zur ADHS: https://register.awmf.org/assets/guidelines/028-045l_S3_KF_Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivit%C3%A4tsstoerung-ADHS-Kinder-Jugendliche-Erwachsene_205-05.pdf (Die Leitlinie befindet sich aktuell in der Konsultationsphase und ist noch nicht veröffentlicht, Stand: 12.07.2026).
Sprachliche und pragmatische Fähigkeiten bei Personen (insbesondere Kindern) mit ADHS:
Caillies, Stéphanie, Vincine Bertot, Jacques Motte, Christine Raynaud & Michel Abely. 2014. Social cognition in ADHD: Irony understanding and recursive theory of mind. Research in Developmental Disabilities 35(11). 3191–3198. https://doi.org/10.1016/j.ridd.2014.08.002.
Carruthers, Sophie, Lauren Taylor, Hafiza Sadiq & Gail Tripp. 2022. The profile of pragmatic language impairments in children with ADHD: A systematic review. Development and Psychopathology 34(5). 1938–1960. https://doi.org/10.1017/S0954579421000328.
Green, Benita C., Katherine A. Johnson & Lesley Bretherton. 2014. Pragmatic language difficulties in children with hyperactivity and attention problems: an integrated review. International Journal of Language & Communication Disorders 49(1). 15–29. https://doi.org/10.1111/1460-6984.12056.
Kessler, Paige B. & Toshikazu Ikuta. 2023. Pragmatic Deficits in Attention Deficit/Hyperactivity Disorder: Systematic Review and Meta-Analysis. Journal of Attention Disorders 27(8). 812–821. https://doi.org/10.1177/10870547231161534.
Korrel, Hannah, Kathryn L. Mueller, Tim Silk, Vicki Anderson & Emma Sciberras. 2017. Research Review: Language problems in children with Attention-Deficit Hyperactivity Disorder – a systematic meta-analytic review. Journal of Child Psychology and Psychiatry 58(6). 640–654. https://doi.org/10.1111/jcpp.12688.
Kyriacou, Marianna, Cecilie Rummelhoff & Franziska Köder. 2025. Irony Processing in Adults with ADHD: Evidence From Eye-Tracking and Executive Attention Tasks. Journal of Attention Disorders 29(9). 724–744. https://doi.org/10.1177/10870547251333819.
Kyriacou, Marianna & Franziska Köder. 2023. Exploring the pragmatic competence of adults with ADHD: an eye-tracking reading study on the processing of irony. OSF. https://doi.org/10.17605/OSF.IO/HR2FD.
Staikova, Ekaterina, Hilary Gomes, Vivien Tartter, Allyssa McCabe & Jeffrey M. Halperin. 2013. Pragmatic deficits and social impairment in children with ADHD. Journal of Child Psychology and Psychiatry 54(12). 1275–1283. https://doi.org/10.1111/jcpp.12082.
Väisänen, Raija, Soile Loukusa, Irma Moilanen & Anneli Yliherva. 2014. Language and pragmatic profile in children with ADHD measured by Children’s Communication Checklist 2nd edition. Logopedics Phoniatrics Vocology. Taylor & Francis 39(4). 179–187. https://doi.org/10.3109/14015439.2013.784802.
Vassiliu, Chrysoula, Angeliki Mouzaki, Faye Antoniou, Asimina M. Ralli, Vassiliki Diamanti, Sophia Papaioannou & Napoleon Katsos. 2022. Development of Structural and Pragmatic Language Skills in Children With Attention-Deficit/Hyperactivity Disorder. Communication Disorders Quarterly. SAGE Publications Inc 44(4). 15257401221114062. https://doi.org/10.1177/15257401221114062.
Zum kindlichen Spracherwerb siehe Kauschke, Christina. 2012. Kindlicher Spracherwerb im Deutschen: Verläufe, Forschungsmethoden, Erklärungsansätze. De Gruyter. https://doi.org/10.1515/9783110283891.
Weitere Links:
Informationen zur ADHS im Deutschlandfunk Kultur: https://www.deutschlandfunkkultur.de/adhs-trend-diagnose-therapie-100.html#Modediagnose.
Titelthema „ADHS“ im Spiegel: https://www.spiegel.de/spiegel/print/index-2025-3.html
Weiterführende Informationen zur ADHS: https://adhs-deutschland.de/
Gegenüber Themenvorschlägen für die kommenden Ausflüge in die Sprachwissenschaft und Anregungen jeder Art sind wir stets offen. Wir freuen uns auf euer Feedback! Schreibt uns dazu einfach an oder in die DMs:
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In dieser Folge von Sprachpfade schauen wir uns an, was die Sprachwissenschaft über sprachlich-kommunikative Fähigkeiten bei Menschen mit ADHS weiß. Dabei geht es unter anderem um Gesprächsführung, Redefluss, das Erzählen von Geschichten sowie das Verständnis von Ironie, Metaphern und anderen Formen nicht-wörtlicher Sprache. Wir fragen, ob und in welchen Bereichen Menschen mit ADHS tatsächlich sprachliche oder pragmatische Beeinträchtigungen zeigen, und beschreiben, welche Einflussfaktoren in der aktuellen Forschung diskutiert werden. Außerdem werfen wir einen Blick auf die Unterschiede zwischen Kindern und Erwachsenen mit ADHS und diskutieren, warum die Forschung zu diesem Thema mitunter schwierig zu interpretieren ist.
Ein spannender Sprachpfad an der Schnittstelle von Sprachwissenschaft, Psychologie und Neurodivergenz. Hört gerne rein und teilt uns mit, welche Beobachtungen ihr im Alltag bereits gemacht habt.
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Literatur:
Zur ADHS:
Faraone, Stephen V., Tobias Banaschewski, David Coghill, Yi Zheng, Joseph Biederman, Mark A. Bellgrove, Jeffrey H. Newcorn, et al. 2021. The World Federation of ADHD International Consensus Statement: 208 Evidence-based conclusions about the disorder. Neuroscience & Biobehavioral Reviews 128. 789–818. https://doi.org/10.1016/j.neubiorev.2021.01.022.
Steinhausen, Hans-Christoph, Manfred Döpfner, Martin Holtmann, Alexandra Philipsen & Aribert Rothenberger. 2024. Handbuch ADHS. W. Kohlhammer GmbH. https://doi.org/10.17433/978-3-17-044010-4.
Leitlinie zur ADHS: https://register.awmf.org/assets/guidelines/028-045l_S3_KF_Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivit%C3%A4tsstoerung-ADHS-Kinder-Jugendliche-Erwachsene_205-05.pdf (Die Leitlinie befindet sich aktuell in der Konsultationsphase und ist noch nicht veröffentlicht, Stand: 12.07.2026).
Sprachliche und pragmatische Fähigkeiten bei Personen (insbesondere Kindern) mit ADHS:
Caillies, Stéphanie, Vincine Bertot, Jacques Motte, Christine Raynaud & Michel Abely. 2014. Social cognition in ADHD: Irony understanding and recursive theory of mind. Research in Developmental Disabilities 35(11). 3191–3198. https://doi.org/10.1016/j.ridd.2014.08.002.
Carruthers, Sophie, Lauren Taylor, Hafiza Sadiq & Gail Tripp. 2022. The profile of pragmatic language impairments in children with ADHD: A systematic review. Development and Psychopathology 34(5). 1938–1960. https://doi.org/10.1017/S0954579421000328.
Green, Benita C., Katherine A. Johnson & Lesley Bretherton. 2014. Pragmatic language difficulties in children with hyperactivity and attention problems: an integrated review. International Journal of Language & Communication Disorders 49(1). 15–29. https://doi.org/10.1111/1460-6984.12056.
Kessler, Paige B. & Toshikazu Ikuta. 2023. Pragmatic Deficits in Attention Deficit/Hyperactivity Disorder: Systematic Review and Meta-Analysis. Journal of Attention Disorders 27(8). 812–821. https://doi.org/10.1177/10870547231161534.
Korrel, Hannah, Kathryn L. Mueller, Tim Silk, Vicki Anderson & Emma Sciberras. 2017. Research Review: Language problems in children with Attention-Deficit Hyperactivity Disorder – a systematic meta-analytic review. Journal of Child Psychology and Psychiatry 58(6). 640–654. https://doi.org/10.1111/jcpp.12688.
Kyriacou, Marianna, Cecilie Rummelhoff & Franziska Köder. 2025. Irony Processing in Adults with ADHD: Evidence From Eye-Tracking and Executive Attention Tasks. Journal of Attention Disorders 29(9). 724–744. https://doi.org/10.1177/10870547251333819.
Kyriacou, Marianna & Franziska Köder. 2023. Exploring the pragmatic competence of adults with ADHD: an eye-tracking reading study on the processing of irony. OSF. https://doi.org/10.17605/OSF.IO/HR2FD.
Staikova, Ekaterina, Hilary Gomes, Vivien Tartter, Allyssa McCabe & Jeffrey M. Halperin. 2013. Pragmatic deficits and social impairment in children with ADHD. Journal of Child Psychology and Psychiatry 54(12). 1275–1283. https://doi.org/10.1111/jcpp.12082.
Väisänen, Raija, Soile Loukusa, Irma Moilanen & Anneli Yliherva. 2014. Language and pragmatic profile in children with ADHD measured by Children’s Communication Checklist 2nd edition. Logopedics Phoniatrics Vocology. Taylor & Francis 39(4). 179–187. https://doi.org/10.3109/14015439.2013.784802.
Vassiliu, Chrysoula, Angeliki Mouzaki, Faye Antoniou, Asimina M. Ralli, Vassiliki Diamanti, Sophia Papaioannou & Napoleon Katsos. 2022. Development of Structural and Pragmatic Language Skills in Children With Attention-Deficit/Hyperactivity Disorder. Communication Disorders Quarterly. SAGE Publications Inc 44(4). 15257401221114062. https://doi.org/10.1177/15257401221114062.
Zum kindlichen Spracherwerb siehe Kauschke, Christina. 2012. Kindlicher Spracherwerb im Deutschen: Verläufe, Forschungsmethoden, Erklärungsansätze. De Gruyter. https://doi.org/10.1515/9783110283891.
Weitere Links:
Informationen zur ADHS im Deutschlandfunk Kultur: https://www.deutschlandfunkkultur.de/adhs-trend-diagnose-therapie-100.html#Modediagnose.
Titelthema „ADHS“ im Spiegel: https://www.spiegel.de/spiegel/print/index-2025-3.html
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Gegenüber Themenvorschlägen für die kommenden Ausflüge in die Sprachwissenschaft und Anregungen jeder Art sind wir stets offen. Wir freuen uns auf euer Feedback! Schreibt uns dazu einfach an oder in die DMs:
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1 Stunde 24 Minuten
Es ist die 50. Folge Sprachpfade! Danke, dass ihr immer wieder mit auf unsere Ausflüge in die Sprachwissenschaft mitkommt.
In der speziellen Spezialfolge gehen wir auf einen ganz besonderen Pfad und schauen uns an, was eigentlich Wissenschaft ausmacht und wie im Besonderen die Sprachwissenschaft funktioniert. Wir schauen uns an, was wissenschaftliche Erkenntnis von alltäglichen Erkenntnissen unterscheidet und welche Anforderungen an die Wissenschaft gestellt werden. Danach wenden wir uns der Sprachwissenschaft zu und besprechen verschiedene Teilbereiche dieser faszinierenden Wissenschaft. Abschließend zeigen wir an zwei Methoden der Sprachwissenschaft auf, wie unterschiedlich Erkenntnisse in diesem Bereich gewonnen werden können.
Ein Podcast von Anton und Jakob.
Instagram: https://www.instagram.com/sprachpfade
---
Literatur:
Voss, Rödiger. 2024. Wissenschaftliches Arbeiten: ... leicht verständlich! 9th edn. Stuttgart, Deutschland: utb GmbH. https://doi.org/10.36198/9783838588322.
Gillioz, Christelle & Sandrine Zufferey. 2020. Introduction to experimental linguistics. Hoboken: ISTE Ltd / John Wiley and Sons Inc.
Busch, Albert. 2018. Germanistische Linguistik: eine Einführung (Narr BACHELOR-WISSEN.DE). 4., aktualisierte Auflage. Narr Francke Attempto.
Pittner, Karin. 2016. Einführung in die germanistische Linguistik (Germanistik Kompakt). 2. überarbeitete und erweiterte Auflage. Wissenschaftliche Buchgesellschaft.
Weitere Links:
Übersicht zu Teilbereichen der Sprachwissenschaft: https://de.wikipedia.org/wiki/Sprachwissenschaft#Teilbereiche
Gegenüber Themenvorschlägen für die kommenden Ausflüge in die Sprachwissenschaft und Anregungen jeder Art sind wir stets offen. Wir freuen uns auf euer Feedback! Schreibt uns dazu einfach an:
anton.sprachpfade@protonmail.com oder jakob.sprachpfade@protonmail.com
In der speziellen Spezialfolge gehen wir auf einen ganz besonderen Pfad und schauen uns an, was eigentlich Wissenschaft ausmacht und wie im Besonderen die Sprachwissenschaft funktioniert. Wir schauen uns an, was wissenschaftliche Erkenntnis von alltäglichen Erkenntnissen unterscheidet und welche Anforderungen an die Wissenschaft gestellt werden. Danach wenden wir uns der Sprachwissenschaft zu und besprechen verschiedene Teilbereiche dieser faszinierenden Wissenschaft. Abschließend zeigen wir an zwei Methoden der Sprachwissenschaft auf, wie unterschiedlich Erkenntnisse in diesem Bereich gewonnen werden können.
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Literatur:
Voss, Rödiger. 2024. Wissenschaftliches Arbeiten: ... leicht verständlich! 9th edn. Stuttgart, Deutschland: utb GmbH. https://doi.org/10.36198/9783838588322.
Gillioz, Christelle & Sandrine Zufferey. 2020. Introduction to experimental linguistics. Hoboken: ISTE Ltd / John Wiley and Sons Inc.
Busch, Albert. 2018. Germanistische Linguistik: eine Einführung (Narr BACHELOR-WISSEN.DE). 4., aktualisierte Auflage. Narr Francke Attempto.
Pittner, Karin. 2016. Einführung in die germanistische Linguistik (Germanistik Kompakt). 2. überarbeitete und erweiterte Auflage. Wissenschaftliche Buchgesellschaft.
Weitere Links:
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1 Stunde 10 Minuten
Im Deutschen vollzieht sich gerade ein Sprachwandel vor unseren Augen: Das Präteritum schwindet und das Perfekt breitet sich immer weiter aus. Dieser Sprachwandel vollzieht sich bereits seit Jahrhunderten und wird wohl auch noch etwas dauern - das Beste ist: Wir können ihn live beobachten. Wie vollzieht sich der Wandel vom Präteritum zum Perfekt? Welche Faktoren spielen eine Rolle? Und woher kommen Präteritum und Perfekt überhaupt? Diese und andere Fragen klärt Jakob in der Folge.
Ein Podcast von Anton und Jakob.
Instagram: https://www.instagram.com/sprachpfade
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Podcast „Sprache und Gender(n) Episode 5. Historische Dimensionen“ bei der Jakob zu Gast war: https://spracheundgendern.de/episode/episode-5-historische-dimensionen/
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Weiterführende Literatur:
Wilhelm Braune/Frank Heidermanns (2023): Althochdeutsche Grammatik I. Phonologie und Grammatik, 17. Auflage, Berlin/Boston, S. 366-367 und S. 395-396.
Hanna Fischer (2018): Präteritumschwund im Deutschen. Dokumentation und Erklärung eines Verdrängungsprozesses, Berlin/Boston.
Hanna Fischer (2021): „Präteritumschwund im Deutschen. Neue Erkenntnisse zu einem alten Rätsel“, in: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur 143.3, S. 331–363.
Jürg Fleischer/Oliver Schallert (2011): Historische Syntax des Deutschen. Eine Einführung, Tübingen, Kap. 8.2.
Melitta Gillmann (2016): Perfektkonstruktionen mit ‚haben‘ und ‚sein‘. Eine Korpusuntersuchung im Althochdeutschen, Altsächsischen und Neuhochdeutschen, Berlin/Boston.
Sofie Nilsson (2016): Das perfektische Präteritum im Deutschen, Lund.
Hans Ulrich Schmid (2023): Althochdeutsche Grammatik II. Grundzüge einer deskriptiven Syntax, Berlin/Boston, S. 142-143.
Renata Szczepaniak (2011): Grammatikalisierung im Deutschen. Eine Einführung, 2. Auflage, Tübingen, Kap. 6.1 und Kap. 6.3.
Alle Literatur ausleihbar in deiner nächsten Bibliothek!
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Podcast „Sprache und Gender(n) Episode 5. Historische Dimensionen“ bei der Jakob zu Gast war: https://spracheundgendern.de/episode/episode-5-historische-dimensionen/
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Weiterführende Literatur:
Wilhelm Braune/Frank Heidermanns (2023): Althochdeutsche Grammatik I. Phonologie und Grammatik, 17. Auflage, Berlin/Boston, S. 366-367 und S. 395-396.
Hanna Fischer (2018): Präteritumschwund im Deutschen. Dokumentation und Erklärung eines Verdrängungsprozesses, Berlin/Boston.
Hanna Fischer (2021): „Präteritumschwund im Deutschen. Neue Erkenntnisse zu einem alten Rätsel“, in: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur 143.3, S. 331–363.
Jürg Fleischer/Oliver Schallert (2011): Historische Syntax des Deutschen. Eine Einführung, Tübingen, Kap. 8.2.
Melitta Gillmann (2016): Perfektkonstruktionen mit ‚haben‘ und ‚sein‘. Eine Korpusuntersuchung im Althochdeutschen, Altsächsischen und Neuhochdeutschen, Berlin/Boston.
Sofie Nilsson (2016): Das perfektische Präteritum im Deutschen, Lund.
Hans Ulrich Schmid (2023): Althochdeutsche Grammatik II. Grundzüge einer deskriptiven Syntax, Berlin/Boston, S. 142-143.
Renata Szczepaniak (2011): Grammatikalisierung im Deutschen. Eine Einführung, 2. Auflage, Tübingen, Kap. 6.1 und Kap. 6.3.
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1 Stunde 12 Minuten
Kaum eine Nachricht kommt heute ohne sie aus: Emojis ️. Aber was unterscheidet sie eigentlich von Smileys und Emoticons? Woher stammen die kleinen Bildzeichen, und warum nutzen wir sie so selbstverständlich? In dieser Folge wandeln wir auf dem Pfad der Emojis: Von den Anfängen digitaler Symbolsprache bis zur heutigen Emoji-Kultur. Dabei schauen wir uns an, wie Emojis unsere Onlinekommunikation beeinflussen – von Gefühlsausdrücken über Ironie bis hin zu sozialen Signalen .
Und am Ende verraten wir euch, was unsere fünf am meisten verwendeten Emojis sind – viel Spaß!
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Literatur:
Beißwenger, Michael & Steffen Pappert. 2022. Handeln mit Emojis: Grundriss einer Linguistik kleiner Bildzeichen in der WhatsApp-Kommunikation. DuEPublico. https://doi.org/10.17185/DUEPUBLICO/75179.
Dürscheid, Christa & Christina Margrit Siever. 2017. Jenseits des Alphabets – Kommunikation mit Emojis. Zeitschrift für germanistische Linguistik 45(2). 256–285. https://doi.org/10.1515/zgl-2017-0013.
Pappert, Steffen. 2017. Zu kommunikativen Funktionen von Emojis in der WhatsApp-Kommunikation. In Michael Beißwenger (Hrsg.), Empirische Erforschung internetbasierter Kommunikation, 175–212. De Gruyter. https://doi.org/10.1515/9783110567786-007.
Vertiefung:
Bai, Qiyu, Qi Dan, Zhe Mu & Maokun Yang. 2019. A Systematic Review of Emoji: Current Research and Future Perspectives. Frontiers in Psychology 10. 2221. https://doi.org/10.3389/fpsyg.2019.02221.
Dürscheid, Christa. 2016. Nähe, Distanz und neue Medien. In Helmuth Feilke & Mathilde Hennig (Hrsg.), Zur Karriere von ›Nähe und Distanz‹. Berlin, Boston: De Gruyter. https://doi.org/10.1515/9783110464061-013.
König, Katharina. 2019. Stance taking with ‘laugh’ particles and emojis – Sequential and functional patterns of ‘laughter’ in a corpus of German WhatsApp chats. Journal of Pragmatics 142. 156–170. https://doi.org/10.1016/j.pragma.2019.01.008.
Riordan, Monica A. 2017. Emojis as Tools for Emotion Work: Communicating Affect in Text Messages. Journal of Language and Social Psychology. SAGE Publications Inc 36(5). 549–567. https://doi.org/10.1177/0261927X17704238.
Siebenhaar, Beat. 2018. Funktionen von Emojis und Altersabhängigkeit ihres Gebrauchs in der Whatsapp-Kommunikation. In Arne Ziegler (Hrsg.), Jugendsprachen/Youth Languages, 749–772. De Gruyter. https://doi.org/10.1515/9783110472226-034.
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weitere Links:
Kurze Zusammenfassung von BpB anlässlich des 40-jährigen Jubiläums von Smileys: https://www.bpb.de/kurz-knapp/taegliche-dosis-politik/513187/vor-40-jahren-erfindung-des-digitalen-smiley/
Ein interessantes Interview von Sara Geisler und dem Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch zu Emojis: https://www.fluter.de/wie-beeinflussen-emojis-unsere-sprache
Allgemeine Fakten zu Emojis: https://de.wikipedia.org/wiki/Emoji
Allgemeine Fakten zu Emoticons: https://de.wikipedia.org/wiki/Emoticon
Informationen zu Unicode: https://de.wikipedia.org/wiki/Unicode und https://home.unicode.org
Rätsel zu Beginn der Folge: https://www.geo.de/geolino/spiele/25865-thma-streichholzraetsel
Bedeutung von Emojis: https://emojipedia.org
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Und am Ende verraten wir euch, was unsere fünf am meisten verwendeten Emojis sind – viel Spaß!
Ein Podcast von Anton und Jakob.
Instagram: https://www.instagram.com/sprachpfade
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Literatur:
Beißwenger, Michael & Steffen Pappert. 2022. Handeln mit Emojis: Grundriss einer Linguistik kleiner Bildzeichen in der WhatsApp-Kommunikation. DuEPublico. https://doi.org/10.17185/DUEPUBLICO/75179.
Dürscheid, Christa & Christina Margrit Siever. 2017. Jenseits des Alphabets – Kommunikation mit Emojis. Zeitschrift für germanistische Linguistik 45(2). 256–285. https://doi.org/10.1515/zgl-2017-0013.
Pappert, Steffen. 2017. Zu kommunikativen Funktionen von Emojis in der WhatsApp-Kommunikation. In Michael Beißwenger (Hrsg.), Empirische Erforschung internetbasierter Kommunikation, 175–212. De Gruyter. https://doi.org/10.1515/9783110567786-007.
Vertiefung:
Bai, Qiyu, Qi Dan, Zhe Mu & Maokun Yang. 2019. A Systematic Review of Emoji: Current Research and Future Perspectives. Frontiers in Psychology 10. 2221. https://doi.org/10.3389/fpsyg.2019.02221.
Dürscheid, Christa. 2016. Nähe, Distanz und neue Medien. In Helmuth Feilke & Mathilde Hennig (Hrsg.), Zur Karriere von ›Nähe und Distanz‹. Berlin, Boston: De Gruyter. https://doi.org/10.1515/9783110464061-013.
König, Katharina. 2019. Stance taking with ‘laugh’ particles and emojis – Sequential and functional patterns of ‘laughter’ in a corpus of German WhatsApp chats. Journal of Pragmatics 142. 156–170. https://doi.org/10.1016/j.pragma.2019.01.008.
Riordan, Monica A. 2017. Emojis as Tools for Emotion Work: Communicating Affect in Text Messages. Journal of Language and Social Psychology. SAGE Publications Inc 36(5). 549–567. https://doi.org/10.1177/0261927X17704238.
Siebenhaar, Beat. 2018. Funktionen von Emojis und Altersabhängigkeit ihres Gebrauchs in der Whatsapp-Kommunikation. In Arne Ziegler (Hrsg.), Jugendsprachen/Youth Languages, 749–772. De Gruyter. https://doi.org/10.1515/9783110472226-034.
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weitere Links:
Kurze Zusammenfassung von BpB anlässlich des 40-jährigen Jubiläums von Smileys: https://www.bpb.de/kurz-knapp/taegliche-dosis-politik/513187/vor-40-jahren-erfindung-des-digitalen-smiley/
Ein interessantes Interview von Sara Geisler und dem Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch zu Emojis: https://www.fluter.de/wie-beeinflussen-emojis-unsere-sprache
Allgemeine Fakten zu Emojis: https://de.wikipedia.org/wiki/Emoji
Allgemeine Fakten zu Emoticons: https://de.wikipedia.org/wiki/Emoticon
Informationen zu Unicode: https://de.wikipedia.org/wiki/Unicode und https://home.unicode.org
Rätsel zu Beginn der Folge: https://www.geo.de/geolino/spiele/25865-thma-streichholzraetsel
Bedeutung von Emojis: https://emojipedia.org
Gegenüber Themenvorschlägen für die kommenden Ausflüge in die Sprachwissenschaft und Anregungen jeder Art sind wir stets offen. Wir freuen uns auf euer Feedback! Schreibt uns dazu einfach an oder in die DMs:
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1 Stunde 1 Minute
2005 veröffentlicht Dan Everett, ehemaliger Missionar und jetzt Linguist, einen zutiefst kontroversen Aufsatz über die Sprache und das Volk der Pirahã, das tief im Amazonasgebiet lebt. Von der wissenschaftliche Community wurden ihm bald Rassismus und Unwissenschaftlichkeit vorgeworfen, doch die Medien waren fasziniert. Dass Dan Everett seine Hypothesen immer wieder wiederholte hat und zusätzlich jemand ist, der gerne in der Öffentlichkeit steht, hat alles nur noch mehr befeuert. Wir klären in dieser Folge, was Everett eigentlich behauptet hat, was das für die Linguistik bedeutet hat und was davon heute geblieben ist.
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Links:
Tonaufnahme eines Pirahã: https://youtu.be/SHv3-U9VPAs?si=Nx6P6y4Gta9OoHZb
Über die Pirahã: https://pib.socioambiental.org/en/Povo:Pirah%c3%a3
Pirahã im World Atlas of Language Structure (WALS): https://wals.info/languoid/lect/wals_code_prh
Dan Everett über die Pirahã: https://daneverettbooks.com/about-dan/about-the-pirahas/
(nicht ganz unproblematischer) 3Sat-Beitrag über Dan Everetts Forschung bei den Pirahã: https://www.youtube.com/watch?v=CjSG_PfmuK8
___
Die in der Folge erwähnten Aufsätze (chronologisch):
Daniel Everett (2005): „Cultural Constraints on Grammar and Cognition in Pirahã. Another Look at the Design Features of Human Language“, in: Current Anthropology 46.4, S. 621-646.
Andrew Nevins, Devid Pesetsky, Cilene Rodrigues (2009): „Pirahã Exceptionality. A Reassessment“, in: Language 85.2, S. 355-404.
Daniel Everett (2009): „Pirahã Culture and Grammar. A Respone to Some Criticisms“, in: Language 85.2, S. 405-442.
Andrew Nevins, Devid Pesetsky, Cilene Rodrigues (2009): „Evidence and argumentation. A reply to Everett (2009)“, in: Language 85.3, S. 671-681.
___
Abdruck von Everetts Aufsatz von 2005 mit einer kurzen Einordnung und Bibliographie der Kontroverse:
Kap. "H. Linguistische Diskussionen", aus: Ludger Hoffmann (Hg.) (2019): Sprachwissenschaft. Ein Reader, 4. aktualisierte und erweiterte Auflage, Berlin/Boston, S. 1031-1087.
___
Das Buch von Dan Everett über seine Zeit bei den Pirahã:
im englischen Original: Daniel Everett (2008): Don’t Sleep, There Are Snakes. Life and Language in the Amazoian Jungle, New York.
in deutscher Übersetzung: Daniel Everett (2010): Das glücklichste Volk. Sieben Jahre bei den Pirahã-Indianern am Amazonas, übers. v. Sebastian Vogel, München.
Alle Literatur ausleihbar in deiner nächsten Bibliothek!
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Titelgrafik und Musik von Elias Kündiger
https://on.soundcloud.com/ySNQ6
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Über die Pirahã: https://pib.socioambiental.org/en/Povo:Pirah%c3%a3
Pirahã im World Atlas of Language Structure (WALS): https://wals.info/languoid/lect/wals_code_prh
Dan Everett über die Pirahã: https://daneverettbooks.com/about-dan/about-the-pirahas/
(nicht ganz unproblematischer) 3Sat-Beitrag über Dan Everetts Forschung bei den Pirahã: https://www.youtube.com/watch?v=CjSG_PfmuK8
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Die in der Folge erwähnten Aufsätze (chronologisch):
Daniel Everett (2005): „Cultural Constraints on Grammar and Cognition in Pirahã. Another Look at the Design Features of Human Language“, in: Current Anthropology 46.4, S. 621-646.
Andrew Nevins, Devid Pesetsky, Cilene Rodrigues (2009): „Pirahã Exceptionality. A Reassessment“, in: Language 85.2, S. 355-404.
Daniel Everett (2009): „Pirahã Culture and Grammar. A Respone to Some Criticisms“, in: Language 85.2, S. 405-442.
Andrew Nevins, Devid Pesetsky, Cilene Rodrigues (2009): „Evidence and argumentation. A reply to Everett (2009)“, in: Language 85.3, S. 671-681.
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Abdruck von Everetts Aufsatz von 2005 mit einer kurzen Einordnung und Bibliographie der Kontroverse:
Kap. "H. Linguistische Diskussionen", aus: Ludger Hoffmann (Hg.) (2019): Sprachwissenschaft. Ein Reader, 4. aktualisierte und erweiterte Auflage, Berlin/Boston, S. 1031-1087.
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Das Buch von Dan Everett über seine Zeit bei den Pirahã:
im englischen Original: Daniel Everett (2008): Don’t Sleep, There Are Snakes. Life and Language in the Amazoian Jungle, New York.
in deutscher Übersetzung: Daniel Everett (2010): Das glücklichste Volk. Sieben Jahre bei den Pirahã-Indianern am Amazonas, übers. v. Sebastian Vogel, München.
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1 Stunde 8 Minuten
Letztes Jahr ging durch die Presse, dass z.B. Doppelformen wie "Bürgerinnen und Bürger" von den Nazis bzw. von Hitler selbst in Deutsche etabliert wurden. Unsere Gästin Eva Büthe-Scheider schaut genauer hin. Sie erklärt uns, warum die Frage weitere Untersuchung braucht und die Antwort definitiv nicht so simpel ist, wie in manchen Medien zu lesen war. Wir reden außerdem darüber, warum es in der NS-Zeit keine Frauchenrechtler mehr gab, sondern nur noch Fraunrechtlerinnen.
Klar ist aber: Das NS-Regime war nicht an einer Gleichberechtigung der Geschlechter interessiert, weder sprachlich noch gesellschaftlich.
Ein Podcast von Anton und Jakob.
Mit Eva Büthe-Scheider.
Instagram: https://www.instagram.com/sprachpfade
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Von Eva verwendete und teils erwähnte Literatur (inklusive Zeitungsartikel):
Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm. Neubearbeitung (A–F). Dame 1. Bd. 6: 129. https://woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB2&lemid=D01089
Domarus, Max. 1962–1963. Hitler. Reden und Proklamationen 1932-1945. Kommentiert von einem deutschen Zeitgenossen. 2 Teile in 4 Bänden. Nachdruck Pamminger 1988.
Hartmann von Aue. Erec (= Altdeutsche Textbibliothek 39). 6. Aufl. 1985, besorgt von Christoph Cormeau und Kurt Gärtner. Max Niemeyer Verlag.
Heine, Matthias. 12.5.2025. Gendern wie Hitler. Welt. https://www.welt.de/kultur/plus256007600/VolksgenossInnen-Gendern-wie-Hitlers-NSDAP.html
Heine, Matthias. 28.5.2025. Die Nazis und das Gendern – die ganze Wahrheit. Welt. https://www.welt.de/kultur/plus256177128/NS-Sprache-Die-Nazis-und-das-Gendern-die-ganze-Wahrheit.html
Heine, Matthias. 2025. Verbrannte Wörter – Wo wir noch reden wie die Nazis – und wo nicht. 2. aktualisierte und erweiterte Aufl. Dudenverlag.
Hitler Wahlreden = Vier Wahlreden Hitlers vom Juli 1932. Digital bereitgestellt von Kurt Bauer: http://www.kurt-bauer-geschichte.at/PDF_Lehrveranstaltung%202008_2009/10_Hitler-Wahlreden_1932.pdf
Klemperer, Victor. Tagebücher = "Sonntag Mittag 11 Juli 20 ". Klemperer Online Tagebücher 1918–1959, edited by Walter Nowojski and Christian Löser. Berlin, Boston: De Gruyter Oldenbourg, 2019. https://www.degruyterbrill.com/database/KLEMP/entry/TB11071920/html. Accessed 2026-05-07. [leider nicht frei zugänglich]
Klemperer, Victor. 1947. LTI. Notizbuch eines Philologen. Nachdruck Reclam 2022.
Takada, Hiroyuki. 2024. Hitlers Reden 1919–1945. Eine sprachwissenschaftliche Analyse. J.B. Metzler. https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-662-67850-3
Steinbacher, Sibylle. 2007. Volksgenossinnen. Frauen in der NS-Volksgemeinschaft (= Beiträge zur Geschichte des Nationalsozialismus 23). Wallstein
Weiterführende Literatur:
Zur neu entstehenden Edition der Hitler-Reden: Brechtken, Magnus. „Zum Stand des Editionsprojekts „Hitler-Reden 1933–1945“" Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, vol. 73, no. 4. 2025, pp. 736-738. https://doi.org/10.1515/vfzg-2025-0037
Außerdem: Büthe-Scheider, Eva. [i. E.] Zur (Neu-)Einführung von Movierungen und äquivalenten Kompositionsbildungen zur Zeit des Nationalsozialismus: Meyers (Konversations-)Lexikon als Fallstudie. In: Döhmer, Caroline / Werth, Alexander (Hgg.): Perspektiven der Movierungsforschung (= Linguistik - Impulse & Tendenzen).
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Von Eva verwendete und teils erwähnte Literatur (inklusive Zeitungsartikel):
Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm. Neubearbeitung (A–F). Dame 1. Bd. 6: 129. https://woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB2&lemid=D01089
Domarus, Max. 1962–1963. Hitler. Reden und Proklamationen 1932-1945. Kommentiert von einem deutschen Zeitgenossen. 2 Teile in 4 Bänden. Nachdruck Pamminger 1988.
Hartmann von Aue. Erec (= Altdeutsche Textbibliothek 39). 6. Aufl. 1985, besorgt von Christoph Cormeau und Kurt Gärtner. Max Niemeyer Verlag.
Heine, Matthias. 12.5.2025. Gendern wie Hitler. Welt. https://www.welt.de/kultur/plus256007600/VolksgenossInnen-Gendern-wie-Hitlers-NSDAP.html
Heine, Matthias. 28.5.2025. Die Nazis und das Gendern – die ganze Wahrheit. Welt. https://www.welt.de/kultur/plus256177128/NS-Sprache-Die-Nazis-und-das-Gendern-die-ganze-Wahrheit.html
Heine, Matthias. 2025. Verbrannte Wörter – Wo wir noch reden wie die Nazis – und wo nicht. 2. aktualisierte und erweiterte Aufl. Dudenverlag.
Hitler Wahlreden = Vier Wahlreden Hitlers vom Juli 1932. Digital bereitgestellt von Kurt Bauer: http://www.kurt-bauer-geschichte.at/PDF_Lehrveranstaltung%202008_2009/10_Hitler-Wahlreden_1932.pdf
Klemperer, Victor. Tagebücher = "Sonntag Mittag 11 Juli 20 ". Klemperer Online Tagebücher 1918–1959, edited by Walter Nowojski and Christian Löser. Berlin, Boston: De Gruyter Oldenbourg, 2019. https://www.degruyterbrill.com/database/KLEMP/entry/TB11071920/html. Accessed 2026-05-07. [leider nicht frei zugänglich]
Klemperer, Victor. 1947. LTI. Notizbuch eines Philologen. Nachdruck Reclam 2022.
Takada, Hiroyuki. 2024. Hitlers Reden 1919–1945. Eine sprachwissenschaftliche Analyse. J.B. Metzler. https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-662-67850-3
Steinbacher, Sibylle. 2007. Volksgenossinnen. Frauen in der NS-Volksgemeinschaft (= Beiträge zur Geschichte des Nationalsozialismus 23). Wallstein
Weiterführende Literatur:
Zur neu entstehenden Edition der Hitler-Reden: Brechtken, Magnus. „Zum Stand des Editionsprojekts „Hitler-Reden 1933–1945“" Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, vol. 73, no. 4. 2025, pp. 736-738. https://doi.org/10.1515/vfzg-2025-0037
Außerdem: Büthe-Scheider, Eva. [i. E.] Zur (Neu-)Einführung von Movierungen und äquivalenten Kompositionsbildungen zur Zeit des Nationalsozialismus: Meyers (Konversations-)Lexikon als Fallstudie. In: Döhmer, Caroline / Werth, Alexander (Hgg.): Perspektiven der Movierungsforschung (= Linguistik - Impulse & Tendenzen).
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58 Minuten
Der erste Mai ist ein Feiertag, aber auch ein politischer Tag, an dem unter anderem für bessere Arbeitsbedingungen gekämpft wird. Das ist vor allem daran erkennbar, dass viele Forderungen in den Raum gestellt werden, zahlreiche Diskussionen stattfinden und politisch-kommunikative Aushandlungen zu beobachten sind. Aber welche Macht auf die politischen Entscheidungsprozesse hat eigentlich Sprache?
In dieser Folge geht es um die Wirkung der Sprache und ihre Rolle in unserem sozialen und politischen Zusammenleben. Anhand sprachphilosophischer Exkurse zu Theorien von Austin und Searle, Habermas und Arendt beleuchten wir, wie Sprechen Wirklichkeit formt, politische Handlungen ermöglicht und zur Aushandlung eingesetzt wird. Gleichzeitig schauen wir auf die „dunkle Seite der Sprache“, da sie auch ein mächtiges strategisches Werkzeug ist, welches zur Entmächtigung und Abwertung eingesetzt werden kann. Anhand von drei konkreten sprachwissenschaftlichen Phänomenen untersuchen wir genauer, wie dieser Prozess tatsächlich ablaufen kann.
Viel Spaß beim Hören!
Ein Podcast von Anton und Jakob.
Instagram: https://www.instagram.com/sprachpfade
---
Grundlageliteratur:
Henning, Tim, Nikola Anna Kompa & Christian Nimtz. 2025. Die dunkle Seite der Sprache. C.H.BECK.
Lobenstein-Reichmann, Anja. 2017. Eigenes und Fremdes konstruieren. In Thomas Niehr, Jörg Kilian & Martin Wengeler (Hrsg.), Handbuch Sprache und Politik, Band 2, 811–832. Helmut Buske Verlag.
Meints-Stender, Waltraud. 2020. Politik und Sprache – Anmerkungen zum Verständnis von Handeln und Sprechen bei Hannah Arendt. In Ingo Juchler (Hrsg.), Politik und Sprache: Handlungsfelder politischer Bildung, 23–30. Springer Fachmedien.
Nöllke, Matthias. 2019. Die Sprache der Macht: Wie man sie durchschaut. Wie man sie nutzt. 3. Auflage. Haufe-Lexware.
Süßebecker, Katrin. 2022. Zum Zusammenhang von Macht und Sprache. In Nico Leonhardt, Anne Goldbach, Lucia Staib & Saskia Schuppener (Hrsg.), Macht in der Schule. Wissen – Sichtweisen – Erfahrungen. Texte in Leichter Sprache, Einfacher Sprache und Fachsprache, 100–110. Verlag Julius Klinkhardt.
Literatur zur Vertiefung:
Brunkhorst, Hauke, Regina Kreide & Cristina Lafont (Hrsg.). 2009. Habermas-Handbuch. J.B. Metzler.
Searle, John R. 2004. Ausdruck und Bedeutung: Untersuchungen zur Sprechakttheorie (Suhrkamp-Taschenbuch Wissenschaft 349). Suhrkamp.
Searle, John R. 2019. Sprechakte: ein sprachphilosophischer Essay (Suhrkamp-Taschenbuch Wissenschaft 458). 13. Auflage. Suhrkamp.
Links aus dem Internet:
DGB. 2026. Tag der Arbeit: Geschichte des 1. Mai. https://www.dgb.de/mitmachen/erster-mai/geschichte-des-ersten-mai/. (15 April 2026).
Klein, Josef. 2010. Sprache und Macht. Aus Politik und Zeitgeschichte. https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/32949/sprache-und-macht/. (15 März 2026).
Röder, Andreas & Silvana Rödder. 2022. Sprache und Macht. Aus Politik und Zeitgeschichte. https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/geschlechtergerechte-sprache-2022/346076/sprache-und-macht/. (15 März 2026).
Yours!, Linguistically. 2026. Hannah Arendt and Public Speech. Substack newsletter. LinguisticallyYours’ Substack. https://linguistically.substack.com/p/hannah-arendt-and-public-speech?utm_medium=reader2. (12 April 2026).
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Viel Spaß beim Hören!
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Grundlageliteratur:
Henning, Tim, Nikola Anna Kompa & Christian Nimtz. 2025. Die dunkle Seite der Sprache. C.H.BECK.
Lobenstein-Reichmann, Anja. 2017. Eigenes und Fremdes konstruieren. In Thomas Niehr, Jörg Kilian & Martin Wengeler (Hrsg.), Handbuch Sprache und Politik, Band 2, 811–832. Helmut Buske Verlag.
Meints-Stender, Waltraud. 2020. Politik und Sprache – Anmerkungen zum Verständnis von Handeln und Sprechen bei Hannah Arendt. In Ingo Juchler (Hrsg.), Politik und Sprache: Handlungsfelder politischer Bildung, 23–30. Springer Fachmedien.
Nöllke, Matthias. 2019. Die Sprache der Macht: Wie man sie durchschaut. Wie man sie nutzt. 3. Auflage. Haufe-Lexware.
Süßebecker, Katrin. 2022. Zum Zusammenhang von Macht und Sprache. In Nico Leonhardt, Anne Goldbach, Lucia Staib & Saskia Schuppener (Hrsg.), Macht in der Schule. Wissen – Sichtweisen – Erfahrungen. Texte in Leichter Sprache, Einfacher Sprache und Fachsprache, 100–110. Verlag Julius Klinkhardt.
Literatur zur Vertiefung:
Brunkhorst, Hauke, Regina Kreide & Cristina Lafont (Hrsg.). 2009. Habermas-Handbuch. J.B. Metzler.
Searle, John R. 2004. Ausdruck und Bedeutung: Untersuchungen zur Sprechakttheorie (Suhrkamp-Taschenbuch Wissenschaft 349). Suhrkamp.
Searle, John R. 2019. Sprechakte: ein sprachphilosophischer Essay (Suhrkamp-Taschenbuch Wissenschaft 458). 13. Auflage. Suhrkamp.
Links aus dem Internet:
DGB. 2026. Tag der Arbeit: Geschichte des 1. Mai. https://www.dgb.de/mitmachen/erster-mai/geschichte-des-ersten-mai/. (15 April 2026).
Klein, Josef. 2010. Sprache und Macht. Aus Politik und Zeitgeschichte. https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/32949/sprache-und-macht/. (15 März 2026).
Röder, Andreas & Silvana Rödder. 2022. Sprache und Macht. Aus Politik und Zeitgeschichte. https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/geschlechtergerechte-sprache-2022/346076/sprache-und-macht/. (15 März 2026).
Yours!, Linguistically. 2026. Hannah Arendt and Public Speech. Substack newsletter. LinguisticallyYours’ Substack. https://linguistically.substack.com/p/hannah-arendt-and-public-speech?utm_medium=reader2. (12 April 2026).
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56 Minuten
Was haben Himbeeren mit Werwölfen zu tun? Und was diese wiederum mit einem Bräutigam oder dem Vergessen? Ganz klar: Alle diese Worte haben Bestandteile, die nur ein einziges Mal in der deutschen Sprache vorkommen: Him-, Wer-, -gam und gess-. Jakob erklärt uns in dieser Folge, was es mit diesen sogenannten unikalen Morphemen auf sich hat: Woher kommen sie, warum gibt es sie und was bedeuten sie?
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Links & Literatur:
Artikel „Bräutigam“, „Brombeere“, „Himbeere“, „Nachtigall“, „vergessen“, „Werwolf“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, https://www.dwds.de/d/wb-etymwb.
Artikel „буженина“ (transliteriert: buženina), in: Николай Шанский, Валерий Максимович, Васильевич Иванов, Тамара Васильевна Шанская (1971): Краткий этимологический словарь русского языка. пособие для учителей. Изд. 2-е, испр. и доп. Москва: Просвещение. стр. 61.
Artikel „cranberry“, in: Etymonline. Online Etymology Dictionary, https://www.etymonline.com/word/cranberry.
Artikel „galan“, in: Albert L. Lloyd, Rosemarie Lühr (Hg.) (2009): Etymologisches Wörterbuch des Althochdeutschen, Bd. IV, Sp. 22, https://ewa.saw-leipzig.de/articles/49880.
Artikel „körsbär“, in: Elof Hellquist (1948): Svensk Etymologisk Ordbok, Bd. 1, 3. Aufl., Lund, S. 552.
Artikel „ver-“ in: Digitales Wörterbuch der Deutschen Sprache, https://www.dwds.de/wb/ver-.
Geert Booij u.a. (Hg.) (2000): Morphologie. Ein internationales Handbuch zur Flexion und Wortbildung, 1. Halbband = Morphology. An International Handbook on Inflection and Word-Formation, Volume 1, Berlin/New York (darin: Artikel Nr. 14, 46, 86 und 87).
Wolfgang Fleischer/Irmhild Barz (2012): Wortbildung der deutschen Gegenwartssprache, 4. völlig neu bearbeitete Auflage, Berlin/Boston.
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Links & Literatur:
Artikel „Bräutigam“, „Brombeere“, „Himbeere“, „Nachtigall“, „vergessen“, „Werwolf“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, https://www.dwds.de/d/wb-etymwb.
Artikel „буженина“ (transliteriert: buženina), in: Николай Шанский, Валерий Максимович, Васильевич Иванов, Тамара Васильевна Шанская (1971): Краткий этимологический словарь русского языка. пособие для учителей. Изд. 2-е, испр. и доп. Москва: Просвещение. стр. 61.
Artikel „cranberry“, in: Etymonline. Online Etymology Dictionary, https://www.etymonline.com/word/cranberry.
Artikel „galan“, in: Albert L. Lloyd, Rosemarie Lühr (Hg.) (2009): Etymologisches Wörterbuch des Althochdeutschen, Bd. IV, Sp. 22, https://ewa.saw-leipzig.de/articles/49880.
Artikel „körsbär“, in: Elof Hellquist (1948): Svensk Etymologisk Ordbok, Bd. 1, 3. Aufl., Lund, S. 552.
Artikel „ver-“ in: Digitales Wörterbuch der Deutschen Sprache, https://www.dwds.de/wb/ver-.
Geert Booij u.a. (Hg.) (2000): Morphologie. Ein internationales Handbuch zur Flexion und Wortbildung, 1. Halbband = Morphology. An International Handbook on Inflection and Word-Formation, Volume 1, Berlin/New York (darin: Artikel Nr. 14, 46, 86 und 87).
Wolfgang Fleischer/Irmhild Barz (2012): Wortbildung der deutschen Gegenwartssprache, 4. völlig neu bearbeitete Auflage, Berlin/Boston.
Alle Literatur ausleihbar in deiner nächsten Bibliothek!
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Gegenüber Themenvorschlägen für die kommenden Ausflüge in die Sprachwissenschaft und Anregungen jeder Art sind wir stets offen. Wir freuen uns auf euer Feedback! Schreibt uns dazu einfach an oder in die DMs:
anton.sprachpfade@protonmail.com oder jakob.sprachpfade@protonmail.com
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Titelgrafik und Musik von Elias Kündiger
https://on.soundcloud.com/ySNQ6
53 Minuten
Lesen fühlt sich selbstverständlich an – und ist doch eines der größten kognitiven Wunder des Menschen. In dieser Folge nehmen wir euch mit auf eine Reise durch die faszinierende Welt des Lesens: von einem klassischen psychologischen Experiment (dem Stroop-Effekt) über die Geschichte der Schrift bis hin zu den komplexen kognitiven Prozessen, die beim Lesen gleichzeitig ablaufen.
Wir klären, warum Lesen weit mehr als das Entschlüsseln von Buchstaben ist, wie unser Gehirn zwischen Lauten, Wortbildern und Bedeutungen vermittelt und weshalb wir selbst verdrehte Wörter oft problemlos verstehen. Dabei schauen wir uns nicht nur an, wie Lesen funktioniert, sondern auch, warum es eine zentrale Voraussetzung für Bildung, gesellschaftliche Teilhabe und Selbstbestimmung ist.
Eine Folge über Lesen als Kulturtechnik, kognitiven Hochleistungsprozess und gesellschaftliche Schlüsselkompetenz. Viel Spaß beim Hören!
Ein Podcast von Anton und Jakob.
Instagram: https://www.instagram.com/sprachpfade
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Literatur:
Kindl, Juliane & Wolfgang Lenhard. 2023. A meta-analysis on the effectiveness of functional literacy interventions for adults. Educational Research Review 41. 100569. https://doi.org/10.1016/j.edurev.2023.100569.
Lenhard, Wolfgang. 2024. Leseverständnis und Lesekompetenz. W. Kohlhammer GmbH. https://doi.org/10.17433/978-3-17-042763-1.
Radach, Ralph, Thomas Günther & Lynn Huestegge. 2012. Blickbewegungen beim Lesen, Leseentwicklung und Legasthenie. Lernen und Lernstörungen. Hogrefe AG 1(3). 185–204. https://doi.org/10.1024/2235-0977/a000019.
Schotter, Elizabeth R. & Brian Dillon. 2025. A beginner’s guide to eye tracking for psycholinguistic studies of reading. Behavior Research Methods 57(2). 68. https://doi.org/10.3758/s13428-024-02572-4.
---
weitere Links:
Schnelllesen trainieren? Ein Youtube-Video von Quarks Dimension Ralph: https://www.youtube.com/watch?v=wJTdgimaRLE
Allgemeine Informationen auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Lesen.
Gegenüber Themenvorschlägen für die kommenden Ausflüge in die Sprachwissenschaft und Anregungen jeder Art sind wir stets offen. Wir freuen uns auf euer Feedback! Schreibt uns dazu einfach an oder in die DMs:
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Grafiken und Musik von Elias Kündiger
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Wir klären, warum Lesen weit mehr als das Entschlüsseln von Buchstaben ist, wie unser Gehirn zwischen Lauten, Wortbildern und Bedeutungen vermittelt und weshalb wir selbst verdrehte Wörter oft problemlos verstehen. Dabei schauen wir uns nicht nur an, wie Lesen funktioniert, sondern auch, warum es eine zentrale Voraussetzung für Bildung, gesellschaftliche Teilhabe und Selbstbestimmung ist.
Eine Folge über Lesen als Kulturtechnik, kognitiven Hochleistungsprozess und gesellschaftliche Schlüsselkompetenz. Viel Spaß beim Hören!
Ein Podcast von Anton und Jakob.
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Literatur:
Kindl, Juliane & Wolfgang Lenhard. 2023. A meta-analysis on the effectiveness of functional literacy interventions for adults. Educational Research Review 41. 100569. https://doi.org/10.1016/j.edurev.2023.100569.
Lenhard, Wolfgang. 2024. Leseverständnis und Lesekompetenz. W. Kohlhammer GmbH. https://doi.org/10.17433/978-3-17-042763-1.
Radach, Ralph, Thomas Günther & Lynn Huestegge. 2012. Blickbewegungen beim Lesen, Leseentwicklung und Legasthenie. Lernen und Lernstörungen. Hogrefe AG 1(3). 185–204. https://doi.org/10.1024/2235-0977/a000019.
Schotter, Elizabeth R. & Brian Dillon. 2025. A beginner’s guide to eye tracking for psycholinguistic studies of reading. Behavior Research Methods 57(2). 68. https://doi.org/10.3758/s13428-024-02572-4.
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weitere Links:
Schnelllesen trainieren? Ein Youtube-Video von Quarks Dimension Ralph: https://www.youtube.com/watch?v=wJTdgimaRLE
Allgemeine Informationen auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Lesen.
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1 Stunde 2 Minuten
Alle 2 Wochen stirbt eine der etwa 7000 gesprochenen Sprachen dieses Planeten aus. Am Ende unseres Jahrhunderts, im Jahr 2100, so die pessimistischsten Schätzungen, werden gerade einmal 700 Sprachen übrig sein - weltweit. In dieser Folge spricht Jakob über das, was passiert, wen niemand mehr eine Sprache spricht: sie stirbt aus. Wie es soweit kommen kann, wie genau das abläuft und welche Folgen das für uns Menschen als Ganzes hat, erfahrt ihr in dieser Woche. Das Gute vorab: bedrohte Sprachen können gerettet werden.
Ein Podcast von Anton und Jakob. Instagram: https://www.instagram.com/sprachpfade
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Literatur:
Nicholas Evans (2014): Wenn Sprachen sterben. Und was wir mit ihnen verlieren, aus dem Englischen übersetzt von Robert Mailhammer, München.
Christopher Moseley (Hrsg.) (2010): UNESCO Atlas of the World’s Languages in Danger, 3. völlig durchgesehene, erweiterte und aktualisierte Auflage, https://unesdoc.unesco.org/ark:/48223/pf0000187026.
Christopher Moseley (2019): „Why do languages die?“, in: Caroline Myrick & Walt Wolfram (Hrsg.): The 5-Minute Linguist. Bite-sized Essays on Language and Languages, 3. Auflage, Toronto, S. 163-166.
Arnfrid Schenk & Stefan Schnell (2025): Atlas der vom Aussterben bedrohten Sprachen. Von Nordfriesland bis nach Amazonien, Köln. – Große Empfehlung für alle Interessierten, auch ohne linguistische Vorbildung
Alle Literatur ausleihbar in deiner nächsten Bibliothek!
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Links:
Gesellschaft für bedrohte Sprachen: https://gbs.uni-koeln.de/. Auf der Seite gibt es auch eine gut ausgearbeitete Broschüre für alle Interessierten und einen Spendenlink.
Tagesschau-Artikelt über Zwangsinternate in den USA und Kanada von 2022: https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/usa-indigene-kinder-101.html.
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Literatur:
Nicholas Evans (2014): Wenn Sprachen sterben. Und was wir mit ihnen verlieren, aus dem Englischen übersetzt von Robert Mailhammer, München.
Christopher Moseley (Hrsg.) (2010): UNESCO Atlas of the World’s Languages in Danger, 3. völlig durchgesehene, erweiterte und aktualisierte Auflage, https://unesdoc.unesco.org/ark:/48223/pf0000187026.
Christopher Moseley (2019): „Why do languages die?“, in: Caroline Myrick & Walt Wolfram (Hrsg.): The 5-Minute Linguist. Bite-sized Essays on Language and Languages, 3. Auflage, Toronto, S. 163-166.
Arnfrid Schenk & Stefan Schnell (2025): Atlas der vom Aussterben bedrohten Sprachen. Von Nordfriesland bis nach Amazonien, Köln. – Große Empfehlung für alle Interessierten, auch ohne linguistische Vorbildung
Alle Literatur ausleihbar in deiner nächsten Bibliothek!
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Links:
Gesellschaft für bedrohte Sprachen: https://gbs.uni-koeln.de/. Auf der Seite gibt es auch eine gut ausgearbeitete Broschüre für alle Interessierten und einen Spendenlink.
Tagesschau-Artikelt über Zwangsinternate in den USA und Kanada von 2022: https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/usa-indigene-kinder-101.html.
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Gegenüber Themenvorschlägen für die kommenden Ausflüge in die Sprachwissenschaft und Anregungen jeder Art sind wir stets offen. Wir freuen uns auf euer Feedback! Schreibt uns dazu einfach an oder in die DMs: anton.sprachpfade@protonmail.com oder jakob.sprachpfade@protonmail.com
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1 Stunde 6 Minuten
Wenn wir an „Sprache“ denken, stellen wir uns meist gesprochene Wörter und geschriebene Texte vor. Doch Sprache funktioniert nicht immer nur über Laute: Weltweit gibt es rund 160 bis 300 Gebärdensprachen, in denen Kommunikation visuell und räumlich erfolgt. In dieser Podcastfolge geht es genau darum – um Gebärdensprachen im Allgemeinen und die Deutsche Gebärdensprache (DGS) im Besonderen.
Anhand von fünf verbreiteten Mythen zeigen wir, dass die DGS eine eigenständige und vollwertige Sprache ist und nicht einfach eine Variante der gesprochenen deutschen Sprache. Wir besprechen, wie Bewegungen im Raum und Mimik wichtige grammatische Aufgaben übernehmen, wie die Bedeutung von Gebärden entsteht und worin sich das Erlernen einer Gebärdensprache vom Aufwachsen mit einer Lautsprache unterscheidet.
Die Folge richtet sich an alle, die neugierig auf Sprache, Gebärdensprache und barrierefreie Kommunikation sind. Viel Spaß beim Hören!
Ein Podcast von Anton und Jakob.
Instagram: https://www.instagram.com/sprachpfade
---
Im Folgenden findet ihr verschiedene Informationen und Literatur zur (Deutschen) Gebärdensprache.
Grundlagenliteratur:
Becker, Claudia & Hanna Jaeger. 2019. Deutsche Gebärdensprache: Mehrsprachigkeit mit Laut- und Gebärdensprache(Linguistik und Schule 6). 1. Auflage. Tübingen: Narr Francke Attempto Verlag.
Vertiefung:
Eichmann, Hanna, Martje Hansen & Jens Heßmann (Hrsg.). 2012. Handbuch deutsche Gebärdensprache: sprachwissenschaftliche und anwendungsbezogene Perspektiven (Internationale Arbeiten zur Gebärdensprache und Kommunikation Gehörloser Band 50). Seedorf: Signum.
Leuninger, Helen & Daniela Happ. 2005. Gebärdensprachen: Struktur, Erwerb, Verwendung (Linguistische Berichte 13). Hamburg: H. Buske verlag.
Bross, Fabian. 2022. Jugendsprache in Gebärden? Ein kurzer Vergleich der deutschen Jugendsprache mit der jugendsprachlichen Varietät der Deutschen Gebärdensprache. 38. 16–21. https://doi.org/10.14618/sr-3-2022_bross.
Napier, Jemina. 2002. The D/deaf—H/hearing Debate. Sign Language Studies. Gallaudet University Press 2(2). 141–149.
Wegner, Sofia. 2024. Sprachdeprivation in der Deaf Community. Gemeinsam leben 1/2024. Beltz Juventa. https://doi.org/10.3262/GL2401018.
weitere Links:
Vortrag zu Gebärdensprachen von Fabian Bross: https://youtu.be/BDrgNMuEqsY?si=KaCdnjC_6dG0Hj_x.
Informationen und Wissenswertes zur Gebärdensprache von DGS-Sing Up: https://dgs-signup.de.
Informationen vom Deutschen Gehörlosen-Bund e.V.: https://gehoerlosenbund.de/service/ratgeber-gehoerlosigkeit/deutsche-gebaerdensprache/.
Themenseite zur Deutschen Gebärdensprache von ARD Alpha: https://www.ardalpha.de/lernen/20-jahre-deutsche-gebaerdensprache-100.html.
Deutsches Wörterbuch der Deutschen Gebärdensprache: https://www.sign-lang.uni-hamburg.de/korpusdict/overview/index-de.html.
Onlinekurs Einfach Gebärdenlernen: https://gebaerdenlernen.de.
Allgemeine Informationen auf Wikipedia:
Gebärdensprache: https://de.wikipedia.org/wiki/Gebärdensprache
Deutsche Gebärdensprache: https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Gebärdensprache
Österreichische Gebärdensprache: https://de.wikipedia.org/wiki/Österreichische_Gebärdensprache
Deutschschweizer Gebärdensprache: https://de.wikipedia.org/wiki/Deutschschweizer_Gebärdensprache
Fingeralphabet: https://de.wikipedia.org/wiki/Fingeralphabet
American Sign Language: https://de.wikipedia.org/wiki/American_Sign_Language
British Sing Language: https://de.wikipedia.org/wiki/British_Sign_Language
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Anhand von fünf verbreiteten Mythen zeigen wir, dass die DGS eine eigenständige und vollwertige Sprache ist und nicht einfach eine Variante der gesprochenen deutschen Sprache. Wir besprechen, wie Bewegungen im Raum und Mimik wichtige grammatische Aufgaben übernehmen, wie die Bedeutung von Gebärden entsteht und worin sich das Erlernen einer Gebärdensprache vom Aufwachsen mit einer Lautsprache unterscheidet.
Die Folge richtet sich an alle, die neugierig auf Sprache, Gebärdensprache und barrierefreie Kommunikation sind. Viel Spaß beim Hören!
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Im Folgenden findet ihr verschiedene Informationen und Literatur zur (Deutschen) Gebärdensprache.
Grundlagenliteratur:
Becker, Claudia & Hanna Jaeger. 2019. Deutsche Gebärdensprache: Mehrsprachigkeit mit Laut- und Gebärdensprache(Linguistik und Schule 6). 1. Auflage. Tübingen: Narr Francke Attempto Verlag.
Vertiefung:
Eichmann, Hanna, Martje Hansen & Jens Heßmann (Hrsg.). 2012. Handbuch deutsche Gebärdensprache: sprachwissenschaftliche und anwendungsbezogene Perspektiven (Internationale Arbeiten zur Gebärdensprache und Kommunikation Gehörloser Band 50). Seedorf: Signum.
Leuninger, Helen & Daniela Happ. 2005. Gebärdensprachen: Struktur, Erwerb, Verwendung (Linguistische Berichte 13). Hamburg: H. Buske verlag.
Bross, Fabian. 2022. Jugendsprache in Gebärden? Ein kurzer Vergleich der deutschen Jugendsprache mit der jugendsprachlichen Varietät der Deutschen Gebärdensprache. 38. 16–21. https://doi.org/10.14618/sr-3-2022_bross.
Napier, Jemina. 2002. The D/deaf—H/hearing Debate. Sign Language Studies. Gallaudet University Press 2(2). 141–149.
Wegner, Sofia. 2024. Sprachdeprivation in der Deaf Community. Gemeinsam leben 1/2024. Beltz Juventa. https://doi.org/10.3262/GL2401018.
weitere Links:
Vortrag zu Gebärdensprachen von Fabian Bross: https://youtu.be/BDrgNMuEqsY?si=KaCdnjC_6dG0Hj_x.
Informationen und Wissenswertes zur Gebärdensprache von DGS-Sing Up: https://dgs-signup.de.
Informationen vom Deutschen Gehörlosen-Bund e.V.: https://gehoerlosenbund.de/service/ratgeber-gehoerlosigkeit/deutsche-gebaerdensprache/.
Themenseite zur Deutschen Gebärdensprache von ARD Alpha: https://www.ardalpha.de/lernen/20-jahre-deutsche-gebaerdensprache-100.html.
Deutsches Wörterbuch der Deutschen Gebärdensprache: https://www.sign-lang.uni-hamburg.de/korpusdict/overview/index-de.html.
Onlinekurs Einfach Gebärdenlernen: https://gebaerdenlernen.de.
Allgemeine Informationen auf Wikipedia:
Gebärdensprache: https://de.wikipedia.org/wiki/Gebärdensprache
Deutsche Gebärdensprache: https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Gebärdensprache
Österreichische Gebärdensprache: https://de.wikipedia.org/wiki/Österreichische_Gebärdensprache
Deutschschweizer Gebärdensprache: https://de.wikipedia.org/wiki/Deutschschweizer_Gebärdensprache
Fingeralphabet: https://de.wikipedia.org/wiki/Fingeralphabet
American Sign Language: https://de.wikipedia.org/wiki/American_Sign_Language
British Sing Language: https://de.wikipedia.org/wiki/British_Sign_Language
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Musik von Elias Kündiger
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58 Minuten
Der Mensch ist "das sprachbegabte Tier". Aber können Tiere nicht auch sprechen? Hunde verstehen unsere Kommandos, Papageien artikulieren menschliche Wörter. Außerdem kommuniziert beinahe jedes Lebewesen irgendwie mit seinesgleichen oder sogar anderen Spezies und das teils auf sehr komplexe Art und Weise. Aber: reicht das aus, um von Sprache zu sprechen? Der Pfad zu einer Antwort ist schmal und steinig, doch gemeinsam können wir ihn bestreiten. Was uns am Ende erwartet, wird nicht allen gefallen.
Ein Podcast von Anton und Jakob.
Instagram: https://www.instagram.com/sprachpfade
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Die erwähnten Forschungsprojekte:
„Posthumanistische Linguistik? Kommunikative Praktiken zwischen Menschen, Tieren und Maschinen“ an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), URL: https://www.kuwi.europa-uni.de/de/professuren-mitarbeitende/sprachpraktiken-medienkulturen/emmynoethergruppe/index.html – Das Projekt sucht Teilnehmende, die regelmäßig mit Haustieren oder Sprachassistenzsystemen kommunizieren, meldet euch :)
CETI-Projekt, das den Gesang von Buckelwalen erforscht: https://www.projectceti.org
___
Das erwähnte Youtube-Video:
„Do animals have language? – Michele Bishop“ auf dem Kanal TED-Ed, veröfffentlicht am 10.09.2015, URL: https://www.youtube.com/watch?v=_1FY5kL_zXU
___
Verwendete Literatur:
Klaus Beck (2023): Kommunikationswissenschaft, 7. überarbeitete Auflage, Stuttgart/Münnchen/Tübingen.
Eva Meijer (2018): Die Sprachen der Tiere, aus dem Niederländischen übersetzt von Christian Welzbacher, Berlin.
Donna Jo Napoli (2024): „Do animals use language?“, in: The Five-Minute Linguist. Bite-sized Essays on Language and Languages, 3. Auflage, herausgegeben von Caroline Myrick und Walt Wolfram, Toronto/Buffalo/London, S. 58-62.
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Die erwähnten Forschungsprojekte:
„Posthumanistische Linguistik? Kommunikative Praktiken zwischen Menschen, Tieren und Maschinen“ an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), URL: https://www.kuwi.europa-uni.de/de/professuren-mitarbeitende/sprachpraktiken-medienkulturen/emmynoethergruppe/index.html – Das Projekt sucht Teilnehmende, die regelmäßig mit Haustieren oder Sprachassistenzsystemen kommunizieren, meldet euch :)
CETI-Projekt, das den Gesang von Buckelwalen erforscht: https://www.projectceti.org
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Das erwähnte Youtube-Video:
„Do animals have language? – Michele Bishop“ auf dem Kanal TED-Ed, veröfffentlicht am 10.09.2015, URL: https://www.youtube.com/watch?v=_1FY5kL_zXU
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Verwendete Literatur:
Klaus Beck (2023): Kommunikationswissenschaft, 7. überarbeitete Auflage, Stuttgart/Münnchen/Tübingen.
Eva Meijer (2018): Die Sprachen der Tiere, aus dem Niederländischen übersetzt von Christian Welzbacher, Berlin.
Donna Jo Napoli (2024): „Do animals use language?“, in: The Five-Minute Linguist. Bite-sized Essays on Language and Languages, 3. Auflage, herausgegeben von Caroline Myrick und Walt Wolfram, Toronto/Buffalo/London, S. 58-62.
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1 Stunde 3 Minuten
Ironie ist ein wichtiger Bestandteil der Alltagskommunikation: Wir gebrauchen Ironie unter Freunden, schreiben ironisch im Chat oder schauen Filme und Serien, in denen Ironie ein wichtiges Ausducksmittel ist. Doch was ist Ironie überhaupt?
In dieser Folge Sprachpfade schauen wir uns an, was sich hinter der sogenannten verbalen Ironie verbirgt - mithilfe von drei klassischen pragmatischen Ironie-Theorien: Opposition, Echo und Vortäuschung. Alle drei Theorien versuchen zu erklären, wie bei der Ironie der Unterschied zwischen dem Gesagten und dem Gemeinten entsteht. Warum sich die Forschung in Sachen Ironie trotzdem nicht einig ist, diskutieren wir in dieser Folge. Hört gerne rein!
Ein Podcast von Anton und Jakob.
Instagram: https://www.instagram.com/sprachpfade
---
Literaturempfehlungen:
Markewitz, Friedrich. 2024. Ironie (Kurze Einführungen in Die Germanistische Linguistik, Band 31). Heidelberg: Universitätsverlag Winter.
Garmendia, Joana. 2018. Irony. Cambridge: Cambridge University Press.
Vertiefung:
Lapp, Edgar. 1992. Linguistik der Ironie. Tübingen: Gunter Narr Verlag.
Grice, Paul. 1991. Studies in the Way of Words: Cambridge, MA: Harvard University Press.
Wilson, Deirdre & Dan Sperber. 2012. Meaning and Relevance. New York: Cambridge University Press.
Clark, Herbert H. & Richard J. Gerrig. 1984. On the pretense theory of irony. Journal of Experimental Psychology: General. US: American Psychological Association 113. 121–126.
Kumon-Nakamura, Sachi, Sam Glucksberg & Mary Brown. 1995. How about another piece of pie: The allusional pretense theory of discourse irony. Journal of Experimental Psychology: General. US: American Psychological Association 124(1). 3–21.
---
weitere Links:
Informationen zu Jonathan Swift: https://de.wikipedia.org/wiki/Jonathan_Swift
Text des Essays "Ein bescheidener Vorschlag" von Jonathan Swift: https://de.wikisource.org/wiki/Ein_bescheidener_Vorschlag
Informationen zum "Abracadabra": https://de.wikipedia.org/wiki/Abrakadabra
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Literaturempfehlungen:
Markewitz, Friedrich. 2024. Ironie (Kurze Einführungen in Die Germanistische Linguistik, Band 31). Heidelberg: Universitätsverlag Winter.
Garmendia, Joana. 2018. Irony. Cambridge: Cambridge University Press.
Vertiefung:
Lapp, Edgar. 1992. Linguistik der Ironie. Tübingen: Gunter Narr Verlag.
Grice, Paul. 1991. Studies in the Way of Words: Cambridge, MA: Harvard University Press.
Wilson, Deirdre & Dan Sperber. 2012. Meaning and Relevance. New York: Cambridge University Press.
Clark, Herbert H. & Richard J. Gerrig. 1984. On the pretense theory of irony. Journal of Experimental Psychology: General. US: American Psychological Association 113. 121–126.
Kumon-Nakamura, Sachi, Sam Glucksberg & Mary Brown. 1995. How about another piece of pie: The allusional pretense theory of discourse irony. Journal of Experimental Psychology: General. US: American Psychological Association 124(1). 3–21.
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weitere Links:
Informationen zu Jonathan Swift: https://de.wikipedia.org/wiki/Jonathan_Swift
Text des Essays "Ein bescheidener Vorschlag" von Jonathan Swift: https://de.wikisource.org/wiki/Ein_bescheidener_Vorschlag
Informationen zum "Abracadabra": https://de.wikipedia.org/wiki/Abrakadabra
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1 Stunde 3 Minuten
In dieser Folge wagen wir uns auf okkulte Pfade und besprechen die aus dem Frühmittelalter überlieferten Zaubersprüche des Althochdeutschen. Neben den originalen Zaubersprüchen bekommt ihr obendrein auch noch die wissenschaftlich fundierte Erklärung zu hören, wie Zaubersprüche überhaupt funktionieren (sollen). Zauberei war im Mittelalter ein fester Bestandteil der Lebensrealität und mit Magie wurden im Mittelalter Pferde geheilt, Parasiten entfernt und Bienen eingefangen - wie? Lasst euch verzaubern und hört rein!*
Ein Podcast von Anton und Jakob.
Instagram: https://www.instagram.com/sprachpfade
___
Vielen Dank an Lisa Dücker fürs Einsprechen der Zaubersprüche!
Der Blog, den Lisa zusammen mit einer Kollegin betreibt: https://derzwiebel.wordpress.com/
Lest rein - er ist sehr gut!
___
Weiterführende Literatur:
Wolfgang Beck (2011): Die Merseburger Zaubersprüche, 2. korrigierte Auflage, Wiesbaden.
Wolfgang Beck (2022): Die Merseburger Zaubersprüche. Eine Einführung, 3. erweiterte Auflage, unter Mitarbeit von Markus Cottin, Petersberg. (Fürs kleine Lesen)
Rolf Bergmann (Hg.) (2013): Althochdeutsche und altsächsische Literatur, Berlin/Boston.
Darin:
Wolfgang Beck: „Merseburger Zaubersprüche“, S. 258-263;
Falko Klaes: „Trierer Pferdesegen“, S. 469-470;
Stefanie Stricker: „Lorscher Bienensegen“, S. 238-239;
Stefanie Stricker: „Pro nessia / Contra vermes“, S. 374-376.
Stephan Müller (Hg.) (2022): Althochdeutsche Literatur. Eine kommentierte Anthologie, übersetzt und kommentiert von Stephan Müller, Ditzingen.
Monika Schulz (2003): Beschwörungen im Mittelalter. Einführung und Überblick, Heidelberg.
„Was hat Sprache mit Zeichen zu tun?“, in: Leibniz-Institut für Deutsche Sprache: "Propädeutische Grammatik". Grammatisches Informationssystem grammis: https://grammis.ids-mannheim.de/progr@mm/5253.
Alle Literatur ausleihbar in deiner nächsten Bibliothek!
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Gegenüber Themenvorschlägen für die kommenden Ausflüge in die Sprachwissenschaft und Anregungen jeder Art sind wir stets offen. Wir freuen uns auf euer Feedback! Schreibt uns dazu einfach an oder in die DMs:
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*Bei der Produktion dieses Podcasts kamen keine Tiere zu Schaden. Es wurden aber auch keine geheilt.
Ein Podcast von Anton und Jakob.
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Vielen Dank an Lisa Dücker fürs Einsprechen der Zaubersprüche!
Der Blog, den Lisa zusammen mit einer Kollegin betreibt: https://derzwiebel.wordpress.com/
Lest rein - er ist sehr gut!
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Weiterführende Literatur:
Wolfgang Beck (2011): Die Merseburger Zaubersprüche, 2. korrigierte Auflage, Wiesbaden.
Wolfgang Beck (2022): Die Merseburger Zaubersprüche. Eine Einführung, 3. erweiterte Auflage, unter Mitarbeit von Markus Cottin, Petersberg. (Fürs kleine Lesen)
Rolf Bergmann (Hg.) (2013): Althochdeutsche und altsächsische Literatur, Berlin/Boston.
Darin:
Wolfgang Beck: „Merseburger Zaubersprüche“, S. 258-263;
Falko Klaes: „Trierer Pferdesegen“, S. 469-470;
Stefanie Stricker: „Lorscher Bienensegen“, S. 238-239;
Stefanie Stricker: „Pro nessia / Contra vermes“, S. 374-376.
Stephan Müller (Hg.) (2022): Althochdeutsche Literatur. Eine kommentierte Anthologie, übersetzt und kommentiert von Stephan Müller, Ditzingen.
Monika Schulz (2003): Beschwörungen im Mittelalter. Einführung und Überblick, Heidelberg.
„Was hat Sprache mit Zeichen zu tun?“, in: Leibniz-Institut für Deutsche Sprache: "Propädeutische Grammatik". Grammatisches Informationssystem grammis: https://grammis.ids-mannheim.de/progr@mm/5253.
Alle Literatur ausleihbar in deiner nächsten Bibliothek!
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Gegenüber Themenvorschlägen für die kommenden Ausflüge in die Sprachwissenschaft und Anregungen jeder Art sind wir stets offen. Wir freuen uns auf euer Feedback! Schreibt uns dazu einfach an oder in die DMs:
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Titelgrafik und Musik von Elias Kündiger
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*Bei der Produktion dieses Podcasts kamen keine Tiere zu Schaden. Es wurden aber auch keine geheilt.