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Studio Kindler Archiv

15 Episoden
58 Minuten
Franziska Aurich ist Gesundheits- und Krankenpflegerin an der Charité Berlin, Personalrätin und Mitglied der Tarifkommission, außerdem aktive Gewerkschafterin bei Verdi und dementsprechend aktiv bei der Berliner Krankenhausbewegung. Die Krankenhausbewegung ist ein Zusammenschluss von Beschäftigten aus mehreren Kliniken in Berlin und gibt uns Hoffnung. Durch leidenschaftliche Arbeitskämpfe wurde in der Vergangenheit die ein- oder andere Verbesserung der Arbeitsbedingungen erzwungen. Das zeigt uns: Selbstbewusst und offen konfrontativ zu streiken ist immer noch ein enormer Hebel und sollte gängige Praxis sein. Mit Franziska spreche ich ausführlich über die Frage, wie die menschenlebengefährdende Kürzungspolitik der Bundesregierung eigentlich medial begründet wird, Stichwort "Reform" und welche Möglichkeiten Beschäftigte und Patient*Innen haben, sich im Kampf dagegen zu verbünden. Herzlichen Dank an Franziska und die gesamte Berliner Krankenhausbewegun!
1 Stunde 48 Minuten
Eine lange neue Folge Studio Kindler für euch!

 Ich beschäftige mich ausführlich mit dem Thema, über das ich ein Buch schreiben will: Politische Statements. Meine Frage lautet: Tragen politische Statements im Internet wirklich dazu bei, dass sich Menschen zu Schicksalsgemeinschaften zusammenschließen und dann offline politisch wirksam werden? Oder ist das politische Statement viel eher eine digitale Ware, eine moralische Selbstpositionierung im Angesicht der Schrecklichkeit der Welt? 

Ich beschäftige mich ausführlich mit der Frage, wie connective action zu collective action führen kann, entscheidend ist: Wie muss linker Content im Internet gebaut sein, damit die Rezipient*Innen motiviert werden, sich politisch zu organisieren? Im Anschluss daran schaue ich mir über eine Stunde Reden und Social-Media-Clips von Zohran Mamdani an, der aus meiner Sicht mit seiner Präsenz in der Öffentlichkeit Gruppenwirksamkeitserwartungen erzeugt. Davon ist unbedingt zu lernen! 
1 Stunde 59 Minuten
In dieser langen Folge von Studio Kindler beschäftige ich mich ausführlich mit der Bezahlkarte. Wir werden sehen: Der Diskurs, der zur Einführung eben jener führte, war ein zutiefst rassistischer. Ich schaue mir diesen Anhand einiger Clips nochmal an, bevor ich Dmytro Khomenko zu Wort kommen lasse. Dmytro ist aus der Ukraine nach Deutschland geflohen und muss seinen Alltag aus einer Unterkunft für Geflüchtete heraus mit Bezahlkarte gestalten. Er erzählt ausführlich, welche enormen Einschränkungen das für ihn bedeutet. Ebenso wird deutlich: Die resultierenden gesellschaftlichen Ausschlüsse sind keine Pannen, sondern beabsichtigte Praxis der Abschreckung. Am Ende der Folge spiele ich noch ein zweites Interview ein - mit Lena. Lena forscht zur Bezahlkarte und wir erörten die Frage, inwiefern das Instrument auch für Menschen in der Neuen Grundsicherung eingesetzt werden könnte. Sowohl Dmytros als auch Lena traf ich in Köln, ganz herzlichen Dank an beide!

Quellen:

ZDF Beitrag Bezahlkarte:

https://www.youtube.com/watch?v=n6ksB7ccTB4

Pullfaktoren:

⁠https://www.migrationsbegriffe.de/pullfaktor⁠ 

Geldtransfer ins Ausland:

https://www.diw.de/de/diw_01.c.928587.de/gefluechtete_senden_seltener_geld_ins_ausland_als_andere_migrant_innen.html

Quellen zum Weiterlesen:

Beschwerdebericht der Gesellschaft für Freiheitsrechte und “Hamburg sagt NEIN zur Bezahlkarte” Initiative:

https://freiheitsrechte.org/uploads/publications/Soziale-Teilhabe/2026-Bezahlkarte-Bericht.pdf 

Übersicht zur Bezahlkarte bei fragdenstaat:

https://fragdenstaat.de/artikel/exklusiv/2024/12/alles-fur-eine-karte-asylsuchende-bezahlkarte/

Was tun Folge zur Bezahlkarte und Tauschaktionen:

https://was-tun.podigee.io/51-bezahlkarte-tauschaktion 

Die Forschungsarbeiten, die dem Projekt vorausgegangen sind, sowie die Podcast-Produktion wurden unterstützt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) Projektnummer 490697580).
56 Minuten
Vor drei Tagen hat die Bundesregierung ein Reformpaket bestehend aus 34 Maßnahmen vorgestellt, mit dem noch der letzte Rest an Produktivität aus den Körpern der arbeitenden Menschen gequetscht werden soll.

Die gesundheitlichen und ökonomischen Folgen der Beschlüsse lassen sich ganz gut vorhersagen. Warum? Weil es 1996 einen sehr ähnlichen Versuch gab, Arbeiter*Innen zu disziplinieren, das von Schwarz-Gelb initiierte "Programm für mehr Wachstum und Beschäftigung". Damals wurde die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall von 100% auf 80% gesenkt. Die Begründung damals war beinahe wortgleich mit der von vor drei Tagen: Die Leute würden zu wenig arbeiten, Deutschland habe einen Wettbewerbsnachteil, es braucht mehr Produktivität und Investitionen.

Nicolas R. Ziebarth und Martin Karlsson haben untersucht, zu was das 1996er Programm geführt hat und die Ergebnisse verdeutlichen, was die Folge der aktuellen Reformen sein werden: Die krankheitsbedingte Abwesenheit aufgrund von nicht ansteckenden Diagnosen ging zwar um 30% zurück, allerdings gingen Menschen mit ansteckenden Erkrankungen dafür häufiger krank zur Arbeit. Dieses als "Präsentismus" bekannte Phänomen bleibt in der Debatte allerdings medial völlig unterbeleuchtet.

Und das ist tatsächlich einigermaßen wahnsinnig: Präsentismus kostet ein deutsches Unternehmen pro Mitarbeiter/Jahr etwa 2400 Euro. Die Kosten für Absentismus liegen bei nur 1200 Euro pro Mitarbeiter/Jahr. Es ist also doppelt so teurer für deutsche Unternehmen, wenn Mitarbeiter*Innen krank zur Arbeit gehen im Vergleich zu dem, was Unternehmen bezahlen müssen, wenn ihre Mitarbeiter*Innen sich krank schreiben lassen.

Die Folgen von Präsentismus sind verheerend, wie die Whitehall-ll-Studie zeigt: Menschen, die regelmäßig krank zur Arbeit gehen, sind einem viel höheren Risiko ausgesetzt, chronisch zu erkranken. Auch das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko steigt enorm.

Es zeigt sich also: Der deutsche Staat versucht derzeit, auf Kosten der arbeitenden Menschen, Schritt zu halten im globalen, imperialen Wettbewerb.

Quellen und Links:

- Studie Folgen 1996er Programm 1

- Studie Folgen 1996er Programm 2

- Studie Kosten Präsentismus

- Studie Whitehall-ll

- Volle Kanne Beitrag Präsentismus

- Novitas BKK Erklärvideo Präsentismus

Ticketlink für "KUNST & KAMPF" mit Olivier David und mir in Hamburg.

Danke fürd Zuhören/Zuschauen!
1 Stunde 7 Minuten
Als ich vor einigen Tagen ein Reel postete, in dem ich Lebensmittelpreise aus dem Jahr 2002 zu erraten versuchte, gab es einige Kommentare á la: "Naja, das nennt sich halt Inflation, Teuerungen haben nichts mit Politik zu tun".

Genau das habe ich mir mal angeschaut anhand der Preissteigerungen im Supermarkt und bei der Miete. Wir werden sehen: Vor allem die Inflation der Jahre 2021-2023 war Greedflation: Unternehmen nutzten die inflationäre Stimmung in der Bevölkerung um Preise (und damit Gewinne) massiv zu steigern.

Wenn Geld von unten nach oben umverteilt wird, ist das ein unpolitischer, naturalisierter Vorgang namens “Inflation”, wenn Geld von oben nach unten umverteilt werden soll, wird das stets als politischer Vorgang diskutiert und dementsprechend scharf als ideologisch kritisiert.

Links und Texte:

- ZDF Doku "Wer verdient an unseren Lebensmitteln"

- Text: "Investoren treiben Mieten in die Höhe"

- Erklärvideo Isabelle Weber zur Seller's Inflation

- Interviewausschnitt Zohran Mamdani

- Studie Umverteilung durch Mietzahlungen

Danke fürs Zuhören! Teilt die Folge gerne mit euren Liebsten oder bei Social Media, das hilft immer sehr.
50 Minuten
Folge 41: Die Gesundheitsreform wird Menschenleben kosten - mit Hörerin Enky 

Ich wollte immer schon gerne regelmäßig Folgen mit Menschen aufnehmen, die Studio Kindler hören und was zu erzählen haben. Enky hatte sich bei mir in Reaktion auf Folge 34 gemeldet, damals ging es um die Krankentage-Diskussion. Sie erzählte mir, dass ihr Vater letztes Jahr durch einen Schlaganfall starb - weil er krank zur Arbeit gegangen ist. Nun steht uns die Gesundheitsreform der Bundesregierung bevor. Teil der Reform ist die „Teilzeitkrankschreibung“. Warum das so gefährlich ist, was es bedeutet, wenn der eigene Vater an Überarbeitung stirbt und Enkys Perspektive auf die gesundheitspolitischen Entscheidungen im Allgemeinen hört ihr in Folge 41 von Studio Kindler. 

Ich danke Enky wirklich von ganzem Herzen, dass sie ihre Geschichte erzählt hat. Checkt doch mal ihr TikTok-Profil aus: @sorgenkynd

1 Stunde 20 Minuten
In Folge 40 treffe ich mich mit Tina und Odie und spreche über die „Kampagne für eine sozialistische Partei“ (KSP). Wir reden darüber, wie und ob man es schaffen kann, sozialistische Praxis über zivilgesellschaftliches Engagement und echte Begegnung zu etablieren. Was daran schwierig ist und warum die KSP erst einmal herausfinden will, ob Leute Bock auf Sozialismus haben, erfahrt ihr in dieser Episode. Ein ganz herzliches Dankeschön an die beiden fürs Mitmachen!

Wenn ihr auf dem Laufenden bleiben wollt über die Diskussionen und Aktivitäten in den unabhängigen, zivilgesellschaftlichen Projekten, in denen KSP-Mitglieder aktiv sind bzw. die sie aufbauen (Mietergewerkschaft, Freie Lernhilfe & Musikschule, Zeichenzirkel, Erwerbslosen- und Familiencafés, solidarische Restaurants und Kneipen, Sportprojekte etc.), sowie die nächsten Stammtische und sozialistischen Salons, eine Frage, Kritik oder Hinweise loswerden wollt, gehts hier zur offenen Austauschgruppe

Willkommen sind alle Interessierten, unabhängig davon, ob oder wo sie sonst noch organisiert sind. 

Und hier alle weiteren KSP-Kanäle.

#GesellschaftOrganisieren
59 Minuten
Für viele Iraner*Innen, darunter auch Avin Khodakarim, selbst Journalistin und Vorstandssprecherin der iranischen Gemeinde in Deutschland, ist es unglaublich frustrierend, wie deutsche Medien die Sprache und Darstellung des iranischen Regimes übernehmen. Bei Studio Kindler klärt sie über klassische Medienfehler auf. Warum wird von "Protesten gegen die Regierung" gesprochen, statt von "Revolution gegen das Regime"? Woher kommt der Reflex, stets die Frage zu stellen: "Aber wer soll denn nun der neue Anführer sein?" Hat genau das vielleicht auch etwas mit der deutschen Geschichte zu tun?

Das alles und noch mehr besprechen Avin und Ich in dieser bewegenden Folge. Ich danke Avin von Herzen, dass sie sich die Zeit genommen hat, so offen über das Thema zu sprechen - trotz des Drucks, den eine klare Haltung gegen das Regime auch für Iraner*Innen in Deutschland bedeuten kann.

Wir hatten bei der Aufnahme leider erhebliche technische Probleme. Es hat mehrere Tage gedauert diese Folge zu retten, wir haben uns entschieden, sie zu spielen, obwohl es auch jetzt noch zwischendurch etwas blechern klingt. Wir wollten das Gespräch nicht noch einmal führen, weil dadurch die Unmittelbarkeit des Gesagten verloren gegangen wäre.
55 Minuten
Ein Jahr ist es her, dass die letzte reguläre Folge "Studio Kindler" erschienen ist. Nun soll dieser Faden wieder aufgenommen werden. 

In Folge 34 geht es um einen Begriff, der uns medial an jeder erdenklichen Stelle entgegen geschleudert wird: Die "Krise". "Krise" ist ein rein rhetorischer Begriff. Sie beschreibt keine Realität, sie konstruiert Realität. Oftmals mit dem Zweck, Notwehr-Politik zu rechtfertigen. Schaut man sich den Begriff der "Migrationskrise" an, so merkt man schnell: Hier wird von "Krise" gesprochen, um allerlei unmenschliche politische Entscheidungen zu rechtfertigen. Push-Backs auf dem Mittelmeer, Verweigerung des Rechts auf Asyl, gewaltsame Abschiebungen. Alles wird damit gerechtfertigt, dass man eben eine Krise zu bewältigen habe, "Kontrollverlust", wie man so schön sagt. 

Wir schauen uns an, wie Politik und Medien die Narration der "Krise" im Jahr 2025 genutzt haben, um politische Entscheidungen durchzusetzen. 

Studio Kindler Late Night geht auch 2026 weiter! 

​1 // Hamburg, zu Gast: Nico Semsrott ​2 // Hamburg, zu Gast: Shahak Shapira ​3 // Berlin, zu Gast: Shahak Shapira 
20 Minuten
In dieser Folge geht’s um den zeitlichen Ablauf der Geschehnisse. Von den Angriffen rund um den sogenannten „Tag der Ehre“ im Februar 2023 bis zu den laufenden Prozessen in Ungarn und Deutschland im Frühjahr 2025. Wer wurde wann festgenommen? Wer ist noch in Haft , wer ist wieder draußen? Und was ist eigentlich politisch passiert in diesen zwei Jahren?

Aaliyah Osuman zeichnet die Ereignisse Stück für Stück nach und zeigt, wie sich ein europaweiter Repressionskomplex gegen antifaschistisches Engagement aufgebaut hat. Eine Folge für alle, die verstehen wollen, wie aus einzelnen Verhaftungen ein Fall von internationaler politischer Verfolgung wurde und wer die Menschen sind, die davon betroffen sind.

Redaktion: Aaliyah Osuman

Hier kommt ihr zu Steady
38 Minuten
Am heutigen Montag den 12. August 2024 erscheint das Kinderbuch „Die kleinen Holzdiebe und das Rätsel das Juggernaut“ - geschrieben von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt. Mit ersterem spricht JPK ausführlich über die Motivation hinter dem Buch. Klar ist: Neoliberale, wie konservative Erzählungen und Selbstwirksamkeitsangebote sind in Kinderbüchern so etabliert, dass viele sie gar nicht mehr als ideologische Erzählungen über Subjekt und Gesellschaft entlarven. Dem ist von links noch stärker etwas entgegen zu setzen, wir brauchen linke Geschichten, wir brauchen linkes Abenteuer! Studio Rot empfiehlt die kleinen Holzdiebe uneingeschränkt, ein wirklich tolles Buch, von dem nicht nur die Kleinen etwas lernen können! Ab heute erhältlich beim Suhrkamp-Verlag, im Internet oder im Buchhandel eures Vertrauens. ___________________ Zum Buch: https://www.suhrkamp.de/buch/die-kleinen-holzdiebe-und-das-raetsel-des-juggernaut-t-9783458644774 Ole Nymoen auf Instagram: www.instagram.com/ole.nym
59 Minuten
Keine Folge von Studio Kindler wurde so häufig gehört, so kontrovers besprochen, wie Folge 9 mit Georg Kurz. Georg war damals noch exklusiv für die KPÖ im Einsatz und gab JPK einen Einblick in seine durchaus erfolgreiche Arbeit vor Ort. Mittlerweile ist Georg aber auch beratend tätig für die Linkspartei - genau wie Jean-Philippe. Deswegen treffen sich die beiden von nun an regelmäßig zum Podcasten. Los geht es mit einer Folge zur Europawahl - wie lässt sich das Scheitern der Linkspartei erklären? Was muss jetzt passieren, was muss anders werden? Warum sind wir schockiert von dem Ergebnis der AfD, warum ist die AfD für uns Rechtsruck? Ist die AfD wirklich rechter geworden, oder doch eher alle anderen? Warum sollte die Linkspartei raus aus dem Bundestag und wie bekommt man Menschen wieder davon überzeugt, dass eine linke Partei gebraucht wird? Das alles ist faktisch möglich, es braucht nur die Bereitschaft und Geduld, derlei Strukturen aufzubauen. Hoffnung gibt es also mehr als ausreichend. 

Vielen herzlichen Dank an Georg, der sich wieder einmal zur Verfügung stellte! 

Unsere Arbeit kann man auf Steady unterstützen. Ab einem Betrag von drei Euro im Monat kann man sich von jedem der drei Studio-Rot-Podcasts eine exklusive Bonusfolge sichern. 
1 Stunde 8 Minuten
Die kommunistische Partei Salzburg hat bei der Bürgermeisterwahl vor ein paar Wochen sage und schreibe 28% geholt - und das mit dem Fokus auf soziale Themen, und ganz ohne Hinwendung zu migrationskritischen oder gar nationalistischen Standpunkten. Das hat JP so sehr beeindruckt, dass sich von Georg Kurz, der den Wahlkampf in Salzburg maßgeblich mitgestaltet hat, die Leviten zu lesen: Ungeschönt deckt Kurz die blinden Flecken der deutschen Linken auf und verschont auch JP nicht. Ein Gespräch, welches einen eigentlich demütig und hoffnungsvoll machen kann, denn: Die KPÖ ist Beweis genug, dass linke Politik Menschen überzeugen kann. Aber nicht dann, wenn man sie macht, weil man der politischen Linken im Allgemeinen gefallen will. Man macht sie für die, die in Not sind. Und wenn man dafür einen Teil des Politikergehalts abgibt, wie es bei der KPÖ verpflichtend für alle geregelt ist. Vor dem Gespräch mit Georg Kurz schaut sich JP noch einige Clips an, wie man in Österreich auf den Erfolg der Kommunisten reagiert. Spoiler: Es ist sehr lustig. 

Wie ihr hoffentlich merkt, geben wir uns große Mühe, linke Diskurse durch Perspektiven von Außen zu bereichern. Das ist sehr aufwendig und macht großen Spaß, wir brauchen allerdings eure Unterstützung: Via Steady kann man uns finanziell Unterstützen und damit einen Teil dazu beitragen, dass wir mit Studio Rot auch langfristig weiter machen können. Als Gegenleistung erhaltet ihr von jedem Studio-Rot-Format eine komplette Bonusfolge. 

Alle Clips findet ihr in diesem Google-Drive-Ordner. 

Redaktion: Lena Schmidt, Jan-Nicholas Vogt und Jean-Philippe Kindler.

Hier geht es zur KPÖ+ in Salzburg und zur Internetpräsenz von Georg Kurz. 

Vielen Dank an Georg nochmal!
1 Stunde 15 Minuten
Folge 2 von Studio Kindler beschäftigt sich ausführlich mit dem Bündnis-Sahra-Wagenknecht. Ist die neue Partei wirklich "linkskonservativ", wie es über all zu lesen ist? Oder haben wir es vielleicht, in Anspielung auf Wagenknechts Hauptfeind, den Lifestyle-Linken, mit dem Aufstieg der Lifestyle-Rechten zu tun? Klimaschutz, Hafermilch und Gendern nein, dafür bitte Russland-Gas, Verbrenner und Volkstümelei, eben "Vernunft" gegen den Wahnsinn der vejatragenden, grünen Missionare in der Altbauwohnung.

Es ist gar nicht so leicht, das BSW ideologisch eindeutig zu verorten - was auch der Plan der Parteispitze sein dürfte. Wir schauen Wagenknechts Rede vom Parteitag, die rhetorisch herausragend ist, einen BSW-Imagefilm, der peinlich ist und natürlich das, was Philipp Amthor so über diese ganze Nummer denkt, was extrem witzig ist, versprochen. Am Ende stellen wir fest: Viel Links ist vom Linkskonservativismus tatsächlich nicht zu erwarten, dafür gibt es aber wenigstens auch keine Klimapolitik. Super!

Redaktion: Lensi Schmidt, Jan-Nicholas Vogt, Kaleb Erdmann

Moderation: Jean-Philippe Kindler

Studio Rot - Produktionen und Mittel von links

Links/Quellen/Texte

- Rede SW

- Text Horst Kahrs "Kulturkampf mit Wagenknecht"

- Interview SW NTV

- Den Imagefilm findet ihr bei Youtube ab Minute 2 in diesem Video

- Folge 243 von "Wohlstand für Alle"
1 Stunde 1 Minute
In der ersten Folge "Studio Kindler" erzählt Jean-Philippe, wie er in Münster von einigen tausend Leuten ausgebuht wurde, weil er nicht nur die AfD, sondern auch die Ampel-Parteien für den Rechtsruck verantwortlich machte. Außerdem: Welche Demokratie wird in der Tagesschau, bei Markus Lanz und in der FDP-Zentrale eigentlich verteidigt? Und ist sie aus linker Sicht verteidigenswert? Was genau ist der "Nährboden für Rechtsextremismus" und warum sind die erhabenen Verteidiger des Demokratischen oft die größten Demokratiefeinde?

Studio Kindler ist ein Podcast-Format von "Studio Rot". Jean-Philippe Kindler schaut einmal die Woche, wie über für Linke wichtige Themen gesprochen wird und schaut sich dafür live die Tagesschau, das Dschungelcamp oder Funk-Dokus an. Oder irgendwas anderes - halt immer das, worauf er Bock hat.

Quellen:

- Tagesschau

- ZDF-Doku

- Kalebs Text

- Kaleb bei Instagram

- Meine Rede in Münster

Redaktion: Jan-Nicholas Vogt und Lensi Schmidt

Produziert von: Studio Rot - Produktionen und Mittel von Links

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