Kontrafunk: Fernruf Archiv
159 Episoden
47 Minuten
Gleich zu Beginn erreicht uns der Fernruf aus Litauen – denn die Schweizerin Karin Bolliger ist nach einem Urlaub im Baltikum in Litauen hängengeblieben. Sie und ihr Mann haben sich sofort in das Land verliebt. Jetzt betreiben sie ein Hotel an einem See und wollen auch nicht wieder weg – wenn auch ein geostrategisches Detail immer im Hinterkopf herumschwirrt. Im zweiten Teil dieser Ausgabe begeben wir uns geistig gemeinsam nach Brasilien – zu Harald Nitz und seiner Familie. Nitz ist schon 2006 nach Brasilien ausgewandert, lebt aber nicht in einer der großen Metropolen, sondern in einer mittelgroßen Stadt mit 25.000 Einwohnern. Von ihm hören wir, was daran das Besondere ist und was die Brasilianer eigentlich zu Brasilianern macht.
47 Minuten
In dieser Folge kommen nicht nur Auswanderungswillige, sondern auch Naturliebhaber auf ihre Kosten. Eine Naturschönheit hat sich Manuel Schönthaler ausgesucht. Er ist Empowerment-Coach, Mindset-Mentor und Traumaheiler. Nach ein paar Jahren aus dem Rucksack lebt er jetzt auf der portugiesischen Blumeninsel Madeira. Durch seine Arbeit hat er einen recht unverstellten Blick auf die Traumata dieser Zeit, die sich auch in vielen Auswanderungswünschen niederschlagen. Und wenn es uns schon raus in die Natur zieht, dann schnüren wir gemeinsam die Wanderstiefel. Wir hören von Marko Weiß: Er ist professioneller Wanderführer, in die Slowakei ausgewandert und hat dort die schöne Natur des Gebirgszugs der Niederen Tatra um sich herum. Weiß verrät, was es Tolles zu entdecken gibt und warum das Land oft unterschätzt wird.
45 Minuten
Wie war es eigentlich, 1967 in die USA einzuwandern? Und das als ostpreußisches Flüchtlingskind? Genau davon kann Ute Mazel-Reeves ein Lied singen. Sie kennt das alte Deutschland, aber auch das alte Amerika. Als Flüchtlingskind ist sie in Augsburg aufgewachsen und ist dort in Berührung mit amerikanischen Soldaten gekommen – das Selbstbewusstsein und die offene Art haben sie immer beeindruckt. Sie ist dann nach Amerika gegangen und hatte dort eine Lachsfischerei – jetzt lebt sie im Bundesstaat Washington und verrät uns, was der Charme dieses sehr weit im Norden gelegenen Staates ist. Für das zweite Interview gießen Sie sich schon mal einen Sundowner ein, und schnüren Sie Ihre Safaristiefel: Wir begegnen Maika Kretschmer in Botswana. Sie nimmt uns auf die virtuelle Safari zu Löwe, Leopard und Elefant mit, denn als ausgebildete Führerin begleitet sie reine Frauentouren durch den botswanischen Busch. Hören Sie, wie intensiv und gewaltig die Naturerlebnisse sein können und wie befreiend die Entscheidung war, in Afrika ihrem Traum nachzugehen – wenn dieses Leben auch gewisse Opfer erfordert.
44 Minuten
Was machen Sie eigentlich, wenn Sie in den Urlaub fahren? Leben Sie aus dem Koffer, oder räumen Sie sofort alles ein? Vor dieser Frage stehen auch der Lehrer Tobias Jarzombek und seine Familie. Er hat sich aus Deutschland abgemeldet, aber nicht, um fest in ausschließlich ein Land auszuwandern, sondern er hat das Prinzip des Hin-und-her-Reisens zum aktuellen Lebensprinzip erhoben. Von ihm hören wir, wie es ist, nirgendwo gemeldet zu sein, wie es sich mit den Steuern verhält und was die Herausforderungen gerade mit der Familie sind, wenn man immer auf Achse ist. Ebenfalls mehrere Stationen hat der Österreicher Armin Elbs hinter sich. Er ist über Umwege und nach eingehender Prüfung gemeinsam mit auswanderwilligen Freunden in Bulgarien gelandet. Im Laufe des Gespräches werden wir einen triftigen Grund hören, warum die Bulgaren ein sympathisches Völkchen sind. Eine gewisse Dickköpfigkeit spielt mit rein – so viel sei verraten.
45 Minuten
Was würden Sie tun, wenn Ihr Kind in der Schule jeden Tag mit Gendern und Regenbogen konfrontiert wird? Diana Blechert-Buchner und ihr Mann haben für sich, aber auch für ihren damals 13-jährigen Sohn, die Reißleine gezogen und sind nach Paraguay ausgewandert. Dabei reicht es nicht, Frau Blechert-Buchner nach den dort lebenden Menschen und den Verhältnissen zu fragen, denn: Sie schafft sich ihre Verhältnisse selbst. In den dortigen Kolonien hat sie nämlich ein Dorf mitgegründet. Der Schweizer Urs Bolt hingegen ist erst auf dem Sprung. Ihn zieht es auf die Philippinen. Dort will er geschäftlich nochmal durchstarten und möglichst weit weg Abstand gewinnen von einer Schweiz, die er gar nicht mehr wiedererkennt. Aber egal, wie weit er auch weg ist, eine Sache verschafft ihm wirklich immer wieder starke Heimatgefühle: eine schöne Schweizerische Bratwurst. Ob das zu einer möglichen Rückkehr reicht? Hören Sie selbst.
44 Minuten
Um ein besseres freies Leben ging es dem Rentner Manfred Wielk. Er ist nach Uruguay ausgewandert. Für ihn war die Auswanderung wie eine Flucht. Seine Erlebnisse von der Flugreise: Im Flieger nach Südamerika befanden sich lauter Menschen mit maximalem Gepäck. Mit dabei: ihre Haustiere. Für den Landwirt Klaus Heeschen war seine Auswanderung keine Flucht. Er lebt in einem Land, von dem man im Gegenteil sogar erwarten würde, dass von dort Flüchtlinge kommen, nämlich in der Ukraine. Wir sprechen über die Stimmung im Land und den gesunden Pragmatismus der Ukrainer – irgendwie muss es ja weitergehen.
47 Minuten
In diesem „Fernruf“ steckt ganz viel Südamerika: Der Landwirt Marco Bentzien ist schon fast zwei Jahrzehnte mit seinen Eltern in Chile. Dort hat er schwerpunktmäßig biologische und ursprüngliche Landwirtschaft betrieben. Er hatte allerdings auch genug Zeit, nachzudenken. Bentzien hat sich Gedanken über den Sinn seiner Auswanderung und seine Ursprünge und Herkunft gemacht. Ebenfalls vor der Corona-Zeit ist die Rentnerin Petra Geyer nach Uruguay ausgewandert. Die Menschen dort sind diskussionsfreudig und tolerant, lieben es, an die schneeweißen Strände zum Baden zu fahren, haben aber mit sehr hohen Lebenshaltungskosten zu kämpfen.
45 Minuten
Was tun, wenn man eigentlich schon ausgewandert ist, aber zu Hause noch einige Familienmitglieder hat, um die man sich kümmern muss? Evelyn und Uwe Göbel sind von Nürnberg nach Ungarn gezogen. Von Beruf sind sie Sozialpädagogen, daher bringen sie bereits Eigenschaften wie Geduld und positive Einstellung mit. Gerade die Geduld braucht man auch, wenn es in der Schlange beim ungarischen Bäcker wieder mal länger dauert. Der zweite Teil dieses „Fernrufs“ führt uns in den Süden des afrikanischen Kontinents. Die Rentnerin Sabine Johnson ist in den 80er-Jahren nach Südafrika ausgewandert. Sie kann heute nur mit dem Kopf schütteln, wenn sie liest, was aus Deutschland geworden ist. Aber auch ihre jetzige Heimat hat einiges an Wahnsinn zu bieten. Hier hören Sie, dass Frau Johnson zum Äußersten greifen musste, um in der Corona-Zeit an Zigaretten zu kommen; deren Verkauf war nämlich verboten.
48 Minuten
Einfach leben! Ist das möglich? Vor allem, wenn man fast den ganzen Tag arbeitet? Sebastian Schwarz beantwortet diese Frage für sich mit einem eindeutigen Ja. Er ist nach Chile ausgewandert und macht auf einem landwirtschaftlichen Betrieb verwuchertes und wildes Land wieder urbar. Er sammelt um sich herum Menschen, die etwas bewegen wollen und Freude haben, etwas zu erschaffen. Begeisterung für ihr neues Leben hat auch Linda Neumann entwickelt. Sie arbeitet im Hotelfach und ist aus Wien nach Amsterdam gezogen. Sie sagt: Wer dort lebt, muss sich an viel Frittiertes und an das omnipräsente Geklapper alter Fahrräder gewöhnen. Allerdings: Touristen haben einen schweren Stand, und wer eine Wohnung sucht, muss nach zwei Jahren weiterziehen, denn die Vermieter kündigen regelmäßig den Mietvertrag.
44 Minuten
In diesem „Fernruf“ gehen wir erneut nach Togo: Dort lebt der Schweizer Walter von Wartburg, der als Afrikaliebhaber in Togo sesshaft geworden ist. Er verrät uns Überraschendes über afrikanische Familienurlaube, den Zusammenhalt der Familien und riesige Bäume, die man sogar bewohnen kann. Der zweite Teil führt uns zu Moni nach Mexiko. Sie ist wegen Corona aus Deutschland ausgewandert. Eigentlich wollte sie mit ihren beiden Kindern und einer kleinen Gemeinschaft im eigenen Häuschen ein neues Leben beginnen. Doch dann kam ihr die organisierte Kriminalität dazwischen. Sie selbst bezeichnet ihre Auswanderung als gescheitert.
48 Minuten
In dieser „Fernruf“-Folge hören wir vom Eschweger Julius Bartholomäus, den die Liebe nach Spanien verschlagen hat. Dort genießt er die Schönheit der Stadt, die freundliche Aufnahme durch die Familie seiner Frau und – wenn es mal sein muss – auch deutsches Brot und deutsches Bier. Bartholomäus erzählt uns, wie es ist, als junger Familienvater nach Barcelona auszuwandern. Dabei wagen wir auch den Blick auf die Themen, die die spanische Gesellschaft bewegen: Bauernproteste, hohe Jugendarbeitslosigkeit und die Regierungsbildung. Im zweiten Interview lauschen wir den Auswanderungserfahrungen des Musikwissenschaftlers und Cembalisten Tilman Skowroneck. Der gebürtige Bremer ist im Raum Göteborg gelandet. Er erklärt die musikalischen Eigenheiten und Vorzüge der schwedischen Gesellschaft und wie man bei den Schweden im Gespräch zwischen den Zeilen lesen kann.
47 Minuten
Aus Breslau zu stammen, das ist keine ethnografische Bestimmung: Das ist eine Weltanschauung. In dieser „Fernruf“-Folge machen wir uns daran, Breslau ein wenig zu ergründen. Dorthin hat es den Unternehmer Carsten Korb gezogen. Er hat Überraschendes über Land und Leute zu berichten. Eines sei vorweggenommen: Manche Polen sind deutscher als die Deutschen. Im zweiten Gespräch hören wir die Geschichte der Wienerin Gertraut Burtscher. Sie ist aufgrund der Corona-Wirren nach Ecuador ausgewandert. In der 330.000-Einwohner-Stadt Cuenca blüht sie jetzt völlig auf, und das, obwohl sie schon über 80 ist. Sie sagt: Meine schönste Zeit ist jetzt!
47 Minuten
Neuseeland ist vielen gerade als negatives Beispiel in der Corona-Zeit in Erinnerung geblieben. Nikolai Hentzschel ist aus beruflichen Gründen in Neuseeland gelandet. Er verrät uns, warum man am anderen Ende der Welt gar nicht so schlecht lebt, was ihn in der Corona-Zeit doch positiv überrascht hat und warum es nicht so schlimm ist, wenn man Australier und Neuseeländer manchmal in einen Topf wirft. Unseren zweiten „Fernruf“-Ort könnte man leicht verfehlen, wenn man nicht aufmerksam ist. Innerhalb weniger Minuten können Sie durch dieses Land von der einen zur anderen Seite durchfahren. Die Menschen genießen das Leben, halten sich politisch aus den Untiefen der Außenpolitik heraus, man kennt sich und schätzt sich, und im Fußballstadion unterhält man sich begeistert über einen bemerkenswerten Trinkrekord, der von deutschen Fußballanhängern aufgestellt wurde. Wir sprechen mit Thomas Heyden in Liechtenstein.
47 Minuten
In dieser Ausgabe des Fernrufs sprechen wir über die Gefühle der Auswanderer. Manfred Jelinski lebt in Dänemark und trifft dort viele deutsche Aussiedler. Sein Eindruck: Man sieht den Menschen einen gewissen Schock und einen gewissen Bruch an. Wir erfahren auch, wie sich die Deutschen in Dänemark vernetzen und wie nah man der Königin kommen kann, wenn man zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist. Am richtigen Ort ist auch Gert Hartmann. Er war Mitglied der letzten Volkskammer der DDR für die SPD-Fraktion. Nach der Wiedervereinigung beschloss er, dass die Politik ohne ihn auskommen muss. Von ihm erfahren wir, was in Schweden politisch anders läuft als in Mitteleuropa. Außerdem sei erwähnt, dass Herr Hartmann seit seinem 14. Lebensjahr im Rollstuhl sitzt. Gerade deshalb fällt es ihm immer wieder auf: Die Schweden kommunizieren auch im wahrsten Sinne des Wortes auf Augenhöhe.
45 Minuten
Kanada galt in der Corona-Zeit als ein Pflaster mit bedrückend scharfen Maßnahmen durch den Staat. Es war aber auch das Land, in dem die Trucker medienwirksam gegen die Maßnahmen demonstrierten und dabei die Herzen vieler Kanadier eroberten. Fast auf der Grenze zwischen den USA und Kanada wohnt der Leipziger Lars Prager. Bei allen Verrücktheiten in Sachen Corona ist für ihn Kanada immer noch ein traumhaftes Einwanderungsland. Unser zweiter Gesprächspartner ist Matthias Quaas. Er kann die Kulisse einer traumhaften Badeinsel genießen. Denn er lebt mit seiner Familie auf Sardinien. Quaas hat hilfreiche Hinweise über den Volkcharakter der Sarden. Vorneweg: Der Stolz und die Sprache spielen eine besonders wichtige Rolle.
Kontrafunk: Fernruf
Hörer aus aller Welt sprechen mit dem Kontrafunk. Ob Touristen oder Auswanderer - es geht um das Leben in der Fremde, die vielleicht zu einer neuen Heimat wird. Thematisiert werden die Gründe des Wegg...