Kontrafunk: Fernruf Archiv
159 Episoden
48 Minuten
Wie leicht fällt einem eigentlich die Integration, wenn man nach Kanada ausgewandert ist? Vielleicht wird alles ein wenig einfacher, wenn man deutsches Bier trinken kann. In dieser Ausgabe des „Fernruf“ sprechen wir mit dem Brauer Jochen Fahr, der in Calgary die ganze Region mit seinem Bier verzaubert. Höhepunkt der Biersaison: natürlich ein eigenes Oktoberfest. Ein Land, in dem ebenfalls nach deutschem Reinheitsgebot gebraut wird, ist Griechenland. Der Wittelsbacher Otto von Bayern hatte den Griechen das Brauen beigebracht. Dass die Griechen den Deutschen mittlerweile aber nicht mehr so viel Wertschätzung entgegenbringen, davon weiß die Hamburgerin Hannelore Weber ein Lied zu singen. Dennoch steht für sie fest: Aus Griechenland geht sie nicht mehr weg.
46 Minuten
Zu einem Ort der erfüllten Sehnsucht ist die Insel Mallorca für die Hamburgerin Astrid von der Kammer geworden. Dass dort immer mehr Deutsche, Holländer oder Briten Sonne und Sangria tanken, ist bekannt, es gesellen sich aber seit ein paar Jahren auch Urlauber aus nördlichen Gefilden dazu. Wer das ist und wie man die katastrophale Wohnungsnot auf der Insel umgehen kann, erfahren wir im ersten Gespräch der Sendung. Im zweiten Teil springen wir nach Mexiko, wo der Hallenser Marco Schulz lebt, der zur Familie seines Mannes in die mexikanische Stadt Puebla gezogen ist. Dort steht das berühmte VW-Werk, das immer noch für seine VW Käfer berühmt ist. Die Mexikaner schätzen die deutschen Automodelle und Deutschland generell. Wir hören, wie man in Mexiko dieser Begeisterung Ausdruck verleiht, und erfahren, wie groß der Einfluss der USA auf das Land ist und wie sichtbar der Tod in der Öffentlichkeit gemacht wird.
43 Minuten
Nach Brasilianern und Argentiniern stellen die Deutschen die drittgrößte Einwanderergruppe in Paraguay dar – Tendenz steigend. Allein im Jahr 2021 sind laut der Zeitung „El Pais“ 1644 Deutsche eingewandert – Tendenz weiter steigend. Der Grund ist natürlich unter anderem Corona. Und eine, die aus genau diesem Grund nach Paraguay „abgehauen“ ist, ist Sabine Schulder aus Frankfurt. Sie verrät uns, welches der Schlüssel für eine erfolgreiche Einwanderung ist – es fängt nämlich vieles bei uns selbst an. Unser zweiter Gesprächsgast hat einen spanischen Vater und eine deutsche Mutter – und beide Staatsangehörigkeiten. Von ihm hören wir, wie es ist, kulturell ein bisschen zwischen den Stühlen zu sitzen und wie man sich in Uruguay aber trotzdem zurechtfindet.
45 Minuten
Dieses Mal bekommen wir es mit der geballten Schönheit Afrikas zu tun: Auf Sansibar an der Ostküste Afrikas kann man vom Löwen bis zum Zebra alles bewundern, was Afrika ausmacht. Dazu kommt, dass Sansibar eine Insel mit allen herrlichen Eigenschaften ist: Strand, Sonne, blaues Meer. In dieses Paradies ist Florian Klaiber ausgewandert. Er verrät uns, dass man dort mit noch mehr europäischen Auswanderern rechnet und dass die Einheimischen für jeden Tipp beispielsweise in Sachen Handwerk dankbar sind. Von der geballten Schönheit Sansibars gelangen wir in das geballte Chaos in Argentinien. Gregor Hesse ist mit seiner argentinischen Frau dorthin gezogen. Er erzählt von der Hoffnung vieler in den neuen Präsidenten Milei, seiner verlorenen Heimat und seiner Unverkennbarkeit als Deutschem.
47 Minuten
In der Geschichte Kolumbiens scheint das Gold eine besondere Anziehungskraft zu haben. Was es damit auf sich hat, verrät uns Katharina Steinwachs. Sie ist ihrem kolumbianischen Mann gefolgt und entdeckt immer wieder herrlich typische kolumbianische und deutsche Eigenheiten im täglichen Zusammenleben. Apropos Zusammenleben: Unser zweiter Gesprächsgast will mit seiner Kennenlernplattform „Aluhutdating“ dafür sorgen, dass das Zusammenleben in der Beziehung möglichst einfach und unkompliziert bleibt. Von ihm erfahren wir, wie er das anstellen will. Und da Paraguay schon immer ein Einwanderungsland war, werden Sie erstaunt sein zu hören, dass sich nicht nur Deutsche, Schweizer und Österreicher auf den Weg machen, sondern auch viele Vertreter eines anderen kleinen Landes in Europa.
47 Minuten
Frisch erholt, braungebrannt und ganz entspannt – der „Fernruf“ ist aus der Sommerpause zurück. Diesmal versuchen wir, ein fremdes Land unter touristischen Aspekten zu beleuchten: Marisa Mach lebt mit ihrer Familie in der Dominikanischen Republik. Von ihr erfahren wir, warum sie sich gegen ein Haus am Meer entschieden hat und warum Käseliebhaber ganz stark sein müssen. Die deutschsprachige Bevölkerung von Südtirol hat in ihrer Geschichte schon so einiges ausgehalten. Unser zweiter Gesprächspartner Thomas Balzk nimmt uns mit auf eine Reise durch eine Region mit Menschen, die geradeheraus sind, in eine Region mit vielen Freizeitmöglichkeiten und in der man die Haltung der Menschen in Sachen Corona schon an der Impfquote ablesen kann.
45 Minuten
Einfach leben! Ist das möglich? Vor allem, wenn man fast den ganzen Tag arbeitet? Sebastian Schwarz beantwortet diese Frage für sich mit einem eindeutigen Ja. Er ist nach Chile ausgewandert und macht auf einem landwirtschaftlichen Betrieb verwuchertes und wildes Land wieder urbar. Er sammelt um sich herum Menschen, die etwas bewegen wollen und Freude haben, etwas zu erschaffen. Begeisterung für ihr neues Leben hat auch Linda Neumann entwickelt. Sie arbeitet im Hotelfach und ist aus Wien nach Amsterdam gezogen. Sie sagt: Wer dort lebt, muss sich an viel Frittiertes und an das omnipräsente Geklapper alter Fahrräder gewöhnen. Allerdings: Touristen haben einen schweren Stand, und wer eine Wohnung sucht, muss nach zwei Jahren weiterziehen, denn die Vermieter kündigen regelmäßig den Mietvertrag.
46 Minuten
In dieser Ausgabe zieht es uns in das Land, das für den Orangennachschub in unserer Küche sorgt, nämlich nach Marokko. Hier sagen sich Skifahrer, Wüstentouristen und internationale Geschäftsleute guten Tag. Einblicke in die Eigenheiten und die marokkanische Gesellschaft gewährt uns der Rentner Dietmar Jokisch. Von ihm erfahren wir, was wir uns unter einer marokkanischen Hochzeit vorstellen dürfen und wie es mit dem Konvertieren zum Islam gehandhabt wird. Im zweiten Teil des „Fernrufs“ springen wir nach Taiwan. Unser Gesprächspartner Timothy Seekings verrät uns, was die Asiaten von den Deutschen halten und wie die geopolitische Bedrohungslage wahrgenommen wird.
47 Minuten
Norwegen ist ein Glaspalast – zumindest wenn es um die Gläsernheit der Bevölkerung geht: Wer verbraucht wie viel Energie, wer lebt und arbeitet wo? All das lässt sich in Norwegen teilweise ganz offiziell abfragen. Dass man dort allerdings trotzdem sehr entspannt und glücklich leben kann, das hören wir von Ulrike Weiß. Sie ist mit ihrer Familie nach Stavanger ausgewandert. Was sie ganz besonders an den Norwegern schätzt, ist das unverkrampfte Verhältnis zu sich selbst. Außerdem streifen wir, wie das Verhältnis zu Deutschland in geschichtlicher Hinsicht ist. Eine Menge Geschichte und Geschichten steckt auch im zweiten „Fernruf“-Gespräch: Titus Gebel ist mit seiner Familie an die Côte d’Azur nach Monaco gezogen. Wir lauschen seinen Ausführungen über legendäre Partys, Autorennen, Steuerfreiheit und den Vorteil, von einem Fürsten regiert zu werden.
45 Minuten
Der Auswanderer Ralf Lobenstein ist mit seiner Familie in die USA, genauer nach Indiana, gezogen. Von ihm bekommen wir ein interessantes Bild über das große amerikanische Interesse an deutschen Firmen und Facharbeitern sowie eine Antwort auf die Frage, warum für ihn Indiana ein Ort ist, an dem man besonders mit Familie entspannt leben kann. Unser zweiter Gesprächspartner erwartet uns in Südafrika. Von dort hören wir von einem Reformstau: um Wirtschaft, Wohlstand und Gesellschaft steht es nicht zum Besten. Einer der die Probleme des Landes spürt, ist der Schweizer Jörg Caluori, der ein Kinderheim in Kapstadt gegründet hat. Von ihm hören wir, wie es zu seinem Engagement gekommen ist und wie schlimm es um die Korruption in Südafrika wirklich steht.
46 Minuten
Gleich zweimal zieht es uns diesmal in den Südwesten. Zum einen in den Südwesten Europas. Die Fotografin Karin Bergmann ist nach Corona mit ihrem Mann aus Österreich nach Lissabon ausgewandert. Eine unkomplizierte Stadt mit freundlichen und weltoffenen Menschen, einem guten Gedächtnis für Geschichte und einem kaputten Immobilienmarkt. Wir werden hören, was die Stadt lebenswert und liebenswert macht. Von Portugal ist es nicht mehr weit über den großen Teich in die USA. Dort wartet mit Alexander Nießen der zweite „Fernruf“-Teilnehmer auf uns. Auch hier begeben wir uns in den Südwesten – nach Kalifornien, genauer gesagt nach Orange County im Speckgürtel von Los Angeles, in dem gerade wie wild gebaut wird. Alexander Nießen verrät, wie man als Auswanderer immer noch am sichersten in die USA kommt, welches die drängendsten sozialen Probleme in Kalifornien sind und was man dann doch ab und zu als Deutscher vermisst.
46 Minuten
Unsere Gesprächspartner in dieser Ausgabe könnten sich gar nicht stärker voneinander unterscheiden. Zuerst sprechen wir mit einem Paar, das den festen Anker eines Staates und eines Landes nicht mehr braucht. Die beiden reisen von einem angenehmen Ort zum anderen. Ihr Anker sind sie selbst und ihre Lebenseinstellung: Alexandra und Christian Wennmacher sind Tantra- und Sexuallehrer. Von ihnen erfahren wir, dass ihre Arbeit aber nicht nur mit Lust und Vergnügen zu tun hat, sondern auch mit Selbsterkenntnis und einem befreiten Verhältnis zu sich selbst. Im Anschluss erzählt uns Markus Franke, warum er als Christ aus Glaubensgründen nach Israel ausgewandert ist.
46 Minuten
Wir setzen unsere kleine Inselreihe fort. Letzte Woche haben wir die fernen Rufe von den spanischen Trauminseln Teneriffa und Mallorca vernommen, diesmal sind wir wieder auf zwei Inseln. Zunächst auf einer sehr exklusiven und ehemaligen Hippie-Insel, nämlich Ibiza. Dort lebt Friederike Diestel – sie ist die Chefin der Zeitung „Ibiza Kurier“. Als Vollblutlokaljournalistin hat sie natürlich das Näschen und den Überblick über die wichtigsten Themen auf Ibiza. Weiter geht’s nach Großbritannien zu Uta Schenk. Sie verrät uns, dass England wirtschaftlich ganz schön zu knapsen hat, aber die Menschen immer noch so wunderbar höflich sind.
46 Minuten
In dieser Ausgabe entführt uns der „Fernruf“ an traumhafte Orte, die wir aus dem Katalog, aus Dokumentationen und vielleicht schon aus eigener Urlaubserfahrung kennen: Wir besuchen die russlanddeutsche Auswanderin Tanja Komm auf Teneriffa. Sie ist begeistert von der Vielseitigkeit der Insel, von den Pflanzen, den hohen Bergen, dem tollen Wasser. Sie erzählt aber auch von ernsthaften Herausforderungen und dem Protest der Inselbewohner – die Insel ist einfach zu voll in letzter Zeit. Dann machen wir von den Kanaren einen Sprung nach Nordosten auf die Baleareninsel Mallorca. Wir werden gleich merken, dass so eine Insel und besonders Mallorca interessante Dinge mit einem machen kann: Man kann zu sich selbst finden, zu verborgenen Leidenschaften und Fähigkeiten, und man bekommt völlig unerwartet wieder Kontakt mit seinen eigenen Wurzeln. Davon berichtet uns die Hallenser Journalistin und Künstlerin Elisa Gratias.
48 Minuten
Zwischen den heutigen Gesprächsgästen liegen Tausende Kilometer. Dementsprechend könnten die Umstände vor Ort gar nicht unterschiedlicher sein. Wir beginnen unsere heutige „Fernruf“-Reise im Norden Finnlands. Nur 300 Kilometer vom russischen Hafen Murmansk haben die Mecklenburgerin Josephin Habermann und ihr Schweizer Mann Markus Brülisauer ihr neues Zuhause gefunden. Sie betreiben eine Schlittenhundefarm. Wir hören, wie das Leben so hoch im Norden ist und wie lange man auf einen Krankenwagen warten muss. Und dann zieht es uns 11.000 Kilometer weiter in den Süden nach Tansania. Dr. Jörg Berchem hatte vorher bereits beruflich in Afrika und Tansania zu tun. In der Corona-Zeit hat er aber zu viel Gebrauch von seinen Bürgerrechten gemacht – zumindest aus Sicht der Stadt Köln –, weswegen er seine Familie zusammengepackt hat und nach Tansania gezogen ist. Er verrät uns: Das Demokratieverständnis in Tansania ist ein sehr besonderes, gegenüber westlichen Einflüssen ist man da eher kritisch.
Kontrafunk: Fernruf
Hörer aus aller Welt sprechen mit dem Kontrafunk. Ob Touristen oder Auswanderer - es geht um das Leben in der Fremde, die vielleicht zu einer neuen Heimat wird. Thematisiert werden die Gründe des Wegg...