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Allein aus Gnade - Bibeltreue Predigten der Evangelisch-Baptistischen Christusgemeinde Archiv

281 Episoden
34 Minuten
Die Predigt ruft dazu auf, Gottes Großtaten zu bestaunen und ihn dafür anzubeten. Der Psalmist fordert die gesamte Erde auf, Gott für sein herrliches Wesen, seine mächtigen Werke (in Schöpfung, Vorsehung und Erlösung) sowie seine ewige Herrschaft zu loben. Besonders betont wird, dass Gott sein Volk durch Prüfungen läutert wie Silber im Feuer – nicht um zu zerstören, sondern um es reiner und kostbarer zu machen.

**Kernpunkte:** Christen sollen sich intensiv mit Gottes Wesen beschäftigen, über seine Werke nachdenken, Prüfungen geduldig als Läuterungswerkzeug annehmen und einander von Gottes Rettungstaten erzählen, um gemeinsam in tiefere Anbetung geführt zu werden.
58 Minuten
Diese Predigt über Jesaja 40,27-31 bietet Trost für Christen, die in Zeiten geistlicher Müdigkeit und Schwachheit an ihrem Glauben und ihrer Errettung zweifeln. Der Prediger zeigt anhand des Volkes Israel in der babylonischen Gefangenschaft, dass Zweifel aus einer verzerrten Wahrnehmung entstehen, wenn wir auf unsere Umstände statt auf Gottes Wesen schauen. Der zentrale Trost liegt in vier Eigenschaften Gottes: Er ist ewig und unveränderlich, Schöpfer und Erhalter, allmächtig und allwissend – und zudem willig, den Müden und Kraftlosen zu helfen, wie das Kreuz Christi beweist. Die Heilung vom Kleinglauben geschieht nicht durch eigene Anstrengung, sondern durch geduldiges Harren auf Gott und Vertrauen auf seine Verheißungen, wodurch Er übernatürliche Kraft schenkt, die uns bis zum himmlischen Ziel trägt.
24 Minuten
Diese Predigt über 3. Mose 16,20-22 behandelt den alttestamentlichen Versöhnungstag und den "Sündenbock" (Asasel) als Typus auf Jesus Christus. Der Prediger erklärt, wie Aaron die Hände auf den Bock legte, alle Sünden des Volkes bekannte und der Bock dann in die Wüste geschickt wurde – ein Bild dafür, wie Christus unsere Sünden stellvertretend auf sich nahm und wegtrug.

**Die Kernbotschaft** ist die Lehre der Zurechnung: Obwohl Christus sündlos war, wurden ihm unsere Sünden zugerechnet, damit uns seine Gerechtigkeit zugerechnet werden kann. Die praktische Bedeutung für Gläubige ist vierfach: Unsere Sünden sind vor Gottes Angesicht weggetragen, vor Menschen entfernt (daher sollen wir einander nicht anklagen), endgültig beseitigt, und der Satan hat keinen Grund mehr zur Anklage. Die Predigt dient als Hinführung zum Abendmahl mit dem Aufruf zur Selbstprüfung und zum Sündenbekenntnis.
43 Minuten
Der Psalmist lehrt, dass göttliche Demütigung und Anfechtung der Weg zur wahren Heiligung sind – Gott beugt seine Kinder aus Liebe, damit sie sein Wort von Herzen halten lernen.

## Details

### Die Schule der Demütigung

Der Verfasser von Psalm 119 erscheint als außergewöhnlich hingegebener Gläubiger, dessen Leben von der Liebe zu Gottes Wort durchdrungen ist. Doch sein geistliches "Geheimnis" war nicht theologische Bildung oder besondere Erlebnisse, sondern ein Weg durch das "Haus der Demütigung". Der Psalmist bezeugt in Vers 67: "Bevor ich gedemütigt wurde, irrte ich. Jetzt aber halte ich dein Wort." 

Diese Demütigung war nicht etwas, das er selbst tat – er wurde gedemütigt. In Vers 75 bestätigt er: Gott selbst hat ihn in Treue gedemütigt. Biblische Beispiele wie Hiob, Mose und David zeigen, dass alle Männer und Frauen Gottes durch diesen Abschnitt mussten.

### Die Notwendigkeit der Anfechtung

Der Mensch ist von Natur aus geneigt, vom rechten Weg abzuweichen. Besonders Wohlstand und Sorglosigkeit machen das Herz fett und führen zu Stolz und Vergessen Gottes – wie bei Sodom, dessen Ursünden "Stolz, Fülle von Brot und sorglose Ruhe" waren. Selbst David beging in der Gemütlichkeit seines Palastes Ehebruch, während er in der Zeit der Verfolgung demütig blieb.

Der Herr sendet daher verschiedene Arten von Anfechtungen: körperliche Gebrechen, Armut, Enttäuschungen, mangelnde Heilsgewissheit oder schwere Sünden. Er demütigt oft gerade dort, wo wir unsere größten Hoffnungen setzen.

### Die Frucht der Demütigung

Das Ergebnis ist Heiligung: "Jetzt aber halte ich dein Wort." Der Weg nach unten ist der Weg nach oben. Durch Anfechtungen offenbart Gott unseren wahren Zustand, lehrt uns praktisch zu glauben, nimmt Stolz und Selbstvertrauen, und lässt uns der Sünde absterben. Christus wird uns dabei am süßesten, wenn wir bitter angefochten sind.

### Praktische Anwendungen

**Erstens:** Gott ist der Autor aller Demütigungen. Gegen sie zu streiten bedeutet, gegen Gott zu streiten. Wir sollen uns unter seine mächtige Hand demütigen.

**Zweitens:** Anfechtungen sind Gottes Liebesbeweis. "Wen der Herr liebt, den züchtigt er." Züchtigung ist Zeichen der Annahme, nicht der Verwerfung.

**Drittens:** Das Ziel ist Heiligung und Gestaltung in Christi Bild. Bei gegenwärtigen Anfechtungen hilft der Blick auf vergangenes Gutes, das Gott durch frühere Demütigungen gewirkt hat – und der Blick auf Christus, der sich für uns am allermeisten erniedrigte.
25 Minuten
Gott ist unsere Zuversicht in jeder Lebenslage, weil er Gebete hört, Sünden vergibt, durch Gnade Gemeinschaft ermöglicht und als Allmächtiger alles in seiner Hand hält.

### Details

Der Psalm 65 von David offenbart vier wesentliche Aspekte des Wesens Gottes, die uns Zuversicht geben sollen.

**Hörer des Gebets**

Gott wird als "Hörer des Gebets" bezeichnet (Vers 3). Trotz der unendlichen Distanz zwischen dem großen Gott und uns kleinen Menschen entscheidet er sich, unsere Gebete nicht nur zu hören, sondern auch darauf zu antworten. Dies ist ein enormes Privileg, das wir oft aus Gewohnheit unterschätzen. Die Frage, warum wir so wenig beten, sollte uns beschäftigen - oft liegt es daran, dass wir noch zu viel von uns selbst und anderen Dingen halten.

**Gott der Vergebung**

David beschreibt, wie Ungerechtigkeiten ihn überwältigen, doch Gott wird die Übertretungen vergeben (Vers 4). Die Sünde kann uns niederdrücken und verzweifeln lassen. Doch das Evangelium leuchtet in dieser Dunkelheit: Durch das Sühneopfer Christi am Kreuz ist unsere Schuld getilgt. Wir dürfen nie zweifeln, dass Gottes Vergebung ein Ende hat - wenn wir in aufrichtiger Buße kommen, vergibt er uns und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.

**Gott aller Gnade**

"Glückselig, der, den du erwählst und dir nahen lässt" (Vers 5). Es ist Gottes Gnade und Initiative, dass wir ihm nahen dürfen. Durch Jesus Christus hat er uns mit sich versöhnt und uns zu sich gezogen. Diese Gemeinschaft mit Gott sättigt und erfüllt unsere Seelen mit dem "Guten seines Hauses".

**Gott der Allmächtige**

In den Versen 7-14 zeigt sich Gottes Wirken in der Schöpfung - er stellt Berge fest, stillt das Brausen der Meere und versorgt die Erde. Er ist Herr über alles. Während Menschen ohne Gottesbeziehung sich vor den Zeichen der Zeit fürchten, dürfen wir Ruhe und Zuversicht haben. Alle Geschehnisse dieser Welt sind in seiner Hand, und als mit ihm Versöhnte können wir wissen, dass nichts gegen uns gerichtet ist.

Die Ermutigung aus Hebräer 10,19-22 fasst zusammen: Durch das Blut Jesu haben wir Freimütigkeit zum Eintritt ins Heiligtum. Lasst uns mit wahrhaftigem Herzen und voller Gewissheit des Glaubens hinzutreten.
53 Minuten
Die Lehrpredigt erläutert das biblische Amt des Diakons, betont dessen Qualifikationen und Aufgaben, um die Gemeinde und Älteste zu unterstützen und Gottes Herz für Bedürftige widerzuspiegeln.

#### Details

Die Predigt beginnt mit der Ankündigung, nächsten Monat einen Diakon einzusetzen, und nutzt Apostelgeschichte 6,2-4 als Einleitung. Gott wird als Gott der Ordnung beschrieben, der in der Gemeinde die Ämter der Ältesten und Diakone eingesetzt hat. Die Ältesten kümmern sich um geistliche Nöte, während Diakone für physische und materielle Bedürfnisse verantwortlich sind.

Das biblische Fundament für das Diakonenamt wird anhand dreier Texte dargelegt: Philipper 1,1, 1. Timotheus 3,8-13 und Apostelgeschichte 6. Das griechische Wort "Diakonos" bedeutet Diener oder Sklave. Die enge Zusammenarbeit mit den Ältesten wird betont, wobei Diakone ihnen unterstellt sind.

Die Qualifikationen umfassen: den Ältesten gleichgestellt sein, würdig leben, nicht doppelzüngig sein, nicht dem Alkohol verfallen, nicht geldgierig sein, das Glaubensgeheimnis bewahren und dem eigenen Haus gut vorstehen. Vor der Einsetzung muss eine Erprobungszeit stattfinden. Treue Diakone erhalten eine Belohnung in Form von Ansehen und geistlichem Wachstum.

Die Aufgaben gliedern sich in drei Bereiche: Erstens der Dienst an Bedürftigen wie Witwen und Armen, was Gottes Herz widerspiegelt. Zweitens der Dienst an der Gemeinde, einschließlich Finanzverwaltung, Räumlichkeitspflege und Organisationsaufgaben. Drittens der Dienst an den Ältesten, damit diese Zeit für Gebet und Studium haben, finanziell versorgt sind und nicht überarbeitet werden.

Die Gemeinde wird aufgefordert, den anstehenden Diakon zu prüfen und zu ermutigen, für ihn zu beten und sich selbst zu prüfen, ob man nicht selbst diese Qualifikationen anstreben sollte.
31 Minuten
Abrahams Reise nach Ägypten zeigt, wie Glaube durch Prüfungen führt, menschliche Schwäche offenbart wird, aber Gottes Gnade und Treue zu seinen Verheißungen unerschütterlich bleiben.

### Details

**Abrahams Wanderung im Vertrauen**

Abraham zieht aufgrund einer Hungersnot im verheißenen Land Kanaan nach Ägypten hinab. Obwohl er einen Umweg wählt, kehrt er nicht in seine alte Heimat Ur zurück, sondern hält an Gottes Verheißungen fest. Die Prüfung kommt ausgerechnet dort, wohin Gott ihn geführt hat - eine Realität des Glaubenslebens, die zeigt, dass Herausforderungen oft gerade im Gehorsam auftreten.

**Abrahams Unsicherheiten und Ängste**

Aus Angst vor den Ägyptern gibt Abraham seine Frau Sarai als seine Schwester aus - eine Halbwahrheit, die dennoch eine Lüge bleibt. Die Angst übernimmt die Kontrolle über sein Denken und führt ihn zu einer Entscheidung, die seine eigene Frau in Gefahr bringt. Bemerkenswert ist, dass Menschen oft genau dort stolpern, wo sie eigentlich stark sind - Abraham, der Mann des Glaubens, versagt im Bereich des Glaubens.

**Göttliche Gnade unverdient geschenkt**

Obwohl Abrahams Plan zunächst zu funktionieren scheint und er reich beschenkt wird, greift Gott souverän ein. Der Pharao und sein Haus werden mit Plagen geschlagen. Gott beschützt nicht aufgrund von Abrahams Würdigkeit, sondern wegen seiner eigenen Verheißungen. Diese Gnade ist unverdiente Gunst in ihrer reinsten Form.

**Segen trotz Verfehlungen**

Der heidnische Pharao tadelt Abraham beschämend, gibt ihm aber Sarai zurück und lässt ihn mit seinem gesamten Reichtum ziehen. Allerdings zeigt die Geschichte auch, dass Sünde Konsequenzen hat - unter den erhaltenen Mägden befand sich vermutlich Hagar, die später großes Leid über Abrahams Familie bringen sollte.

**Fünf praktische Erinnerungen**

1. Vertraue auf Gottes Führung auch in Zeiten der Unsicherheit

2. Sei wachsam gerade dort, wo du stark bist - dort bist du am verletzlichsten

3. Lebe in der Gnade, aber unterschätze nicht die Folgen der Sünde

4. Schau auf Jesus, den treuen Nachkommen Abrahams, der niemals versagte

5. Halte fest an Gottes Verheißungen, wie Abraham es trotz aller Fehler tat
51 Minuten
Salomo lehrt uns, unsere unersättlichen Begierden zu kontrollieren und Gottes souveräne Wege zu akzeptieren, um ein zufriedeneres und gottgefälligeres Leben zu führen.

### Details

#### Die Natur menschlicher Begierden

Der Text aus Prediger 6,7-12 offenbart die Grundnatur menschlicher Begierden. Wie das Beispiel des römischen Kaisers Nero zeigt, können unkontrollierte Begierden zu Selbstzerstörung und Leid führen. Diese Begierden sind Teil des menschlichen Wesens seit dem Sündenfall und können niemals vollständig gestillt werden.

#### Begierden kontrollieren lernen

Salomo zeigt auf, dass alle menschliche Mühe letztlich nur der Befriedigung körperlicher Bedürfnisse dient, während die Seele leer bleibt. Er bietet vier praktische Hilfen an:

- **Gott zur Begierde machen**: Nur der Schöpfer kann die Seele wahrhaft stillen

- **Christus anziehen**: Seine Eigenschaften annehmen und ihm nacheifern

- **Das Fleisch kreuzigen**: Aktiv gegen sündige Begierden kämpfen und fliehen

- **Konsequenzen bewusst machen**: Erkennen, dass Begierden zu Sünde und geistlichem Tod führen

#### Gottes Wege akzeptieren

Der Text betont, dass Gott souverän über alle Dinge herrscht. Was entsteht, ist bereits von ihm bestimmt. Der Mensch kann gegen Gottes Ratschluss nichts ausrichten. Vier Hilfen werden angeboten:

- **Nicht murren**: Unzufriedenheit richtet sich letztlich gegen Gott

- **Gott in Pläne einbeziehen**: Nicht ohne göttliche Berücksichtigung planen

- **Bereit für Planänderungen sein**: Akzeptieren, dass Gott Pläne ändern kann

- **Gott auf allen Wegen erkennen**: Sein aktives Handeln in allen Lebensumständen sehen
33 Minuten
David flieht in seiner Bedrängnis zu Gott und zeigt, dass Gottes gerechtes Handeln gegen Feinde zur Freude und Zuflucht der Gerechten führt.

### Details

#### Davids Klage und die Bosheit der Feinde (Verse 1-7)

- David befindet sich in großer Not, da seine Feinde ihm nach dem Leben trachten und böse Pläne schmieden

- Er bittet Gott um Schutz und Verbergung vor dem geheimen Rat der Übeltäter

- Die Feinde werden beschrieben als Menschen, die ihre Zungen wie Schwerter geschärft haben und mit bitteren Worten wie Pfeile auf den Unsträflichen schießen

- Sie handeln aus dem Hinterhalt, plötzlich und ohne Gewissensbisse

- Parallelen zum Leben Jesu werden gezogen, der ebenfalls von Pharisäern und Herodianern verfolgt wurde

- Die Flucht zu Gott statt zum Kampf wird als Stärke, nicht als Schwäche dargestellt

#### Das Rückzug als geistliche Strategie

- David, obwohl ein erfahrener Krieger, weiß wann Kampf und wann Rückzug angebracht ist

- Wahre Stärke liegt darin, die eigene Schwäche zu erkennen und bei Gott Zuflucht zu suchen

- Das Gebet ist der eigentliche Kampf, wie auch Jesus im Garten Gethsemane gezeigt hat

#### Die zerstörerische Kraft der Zunge

- Die Zunge wird als Instrument beschrieben, das tötet und unheilbare Wunden verursacht

- Verleumdung geschieht meist heimlich, sodass keine Verteidigung möglich ist

- Ermahnung an die Gemeinde, selbst keine verletzenden Worte zu gebrauchen

- Stattdessen sollen Worte der Gnade und Erbauung gesprochen werden

#### Gottes Vergeltung und der Fall der Feinde (Verse 8-11)

- Das Blatt wendet sich: Gott schießt auf die Feinde

- Gottes Pfeile treffen mit hundertprozentiger Sicherheit und verursachen unheilbare Wunden

- Die bösen Pläne der Feinde kommen auf sie selbst zurück (wie bei Daniel und seinen Anklägern)

- Drei Auswirkungen von Gottes Handeln:

  1. Die Feinde werden zu Fall gebracht

  2. Ihre eigenen Pläne kommen über sie

  3. Andere werden über ihren Fall den Kopf schütteln

#### Reaktionen auf Gottes Handeln (Verse 10-11)

- Alle Menschen werden sich fürchten und Gottes Tun verkünden

- Der Gerechte wird sich im Herrn freuen und bei ihm Zuflucht suchen

- Die Aufrichtigen werden sich nicht ihrer eigenen Stärke rühmen, sondern allein der Gnade Gottes

- Der Sieg über Feinde kommt allein durch Gott, nicht durch eigene Kraft

#### Praktische Anwendung

- Christen sollen keine bösen Pläne gegen andere schmieden

- Gott ist sowohl liebend als auch ein gerechter Richter

- Gerechtigkeit wird hergestellt werden - entweder zu Lebzeiten oder am Tag des Gerichts

- Das Kreuz Christi ist der Grund unseres Rühmens, da dort Satan, Sünde und Tod besiegt wurden
53 Minuten
Salomo zeigt uns, dass unser irdischer Besitz bedeutungslos ist, aber wir ihn dennoch genießen können, wenn wir Gott dankbar sind und ihn als Quelle aller Gaben anerkennen.

### Details

#### Die Bedeutungslosigkeit deines Besitzes

Salomo beschreibt vier Aspekte, die zeigen, warum unser Besitz im Grunde wertlos ist:

1. **Geldliebe macht dich nicht satt** (Vers 9): Wer Geld liebt, wird davon niemals satt. Das Streben nach mehr Reichtum kann das innere Loch nicht füllen.

   

2. **Dein Besitz wird dich nicht befriedigen** (Vers 10): Je mehr du besitzt, desto mehr Menschen wollen etwas von dir. Der einzige Nutzen deines Besitzes ist das bloße Anschauen.

   

3. **Viel Geld lässt dich nicht schlafen** (Vers 11): Der Reichtum raubt dir den Schlaf durch Sorgen um Vermehrung, Anlage oder Sicherheit des Geldes.

   

4. **Dein Reichtum besteht nicht ewig** (Vers 12-16): Salomo zeigt, dass Reichtum durch Missgeschicke verloren gehen kann und du nichts davon mitnehmen kannst.

#### Der Genuss deines Besitzes

Salomo zeigt uns auch, wie wir unseren Besitz genießen können:

1. **Besitz ist eine Gabe Gottes** (Vers 17-19): Alles, was wir haben, kommt von Gott. Wir sollen arbeiten, um dann die Güter des Lebens zu genießen.

2. **Der Genuss ist eine Gabe Gottes** (Kapitel 6, Vers 1-6): Gott ermächtigt uns, unseren Besitz zu genießen. Ohne seine Ermächtigung bleibt der Besitz unbefriedigend.

#### Praktische Hilfestellungen

Um uns von unserem Besitz zu lösen und ihn dennoch zu genießen, gibt Salomo vier praktische Ratschläge:

1. **Beschäftige dich mehr mit der Vergänglichkeit des Lebens**: Mach dir bewusst, dass alles vergänglich ist.

   

2. **Sei dir der Gefahr des Reichtums bewusst**: Reichtum kann deinem ewigen Heil im Weg stehen.

   

3. **Lerne von Jesus freigiebig zu sein**: Christus gab alles auf, damit wir reich würden. Wir sollten bereit sein, zu geben.

   

4. **Sei dankbar in jeder Lage**: Lerne, dankbar zu sein für alles, was Gott dir gegeben hat, egal ob viel oder wenig.
27 Minuten
David zeigt in Psalm 63, wie man in Zeiten der Not durch intensives Verlangen nach Gott, Sättigung durch seine Gegenwart und Vertrauen auf seinen Schutz Gott loben und ehren kann.

### Details

#### Das Verlangen nach Gott

David schrieb Psalm 63 während seiner Flucht vor seinem Sohn Absalom in der Wüste Judah. Trotz seiner Nöte hörte er nicht auf, Gott zu suchen und zu loben. Sein größtes Verlangen war nicht nach irdischen Gütern wie Wasser, Frieden oder seiner Ehre, sondern nach Gott selbst. Diese Sehnsucht nach Gott wurde durch seine schwierigen Umstände verstärkt, da er erkannte, dass Gott das einzige Gut ist, das wahre Erfüllung und Geborgenheit schenken kann.

David suchte Gott früh am Morgen und in den Nachtwachen, was zeigt, dass Gott das Objekt seines ständigen Denkens war. Sein Verlangen nach Gott war so intensiv, dass es sowohl seine Seele als auch seinen Körper betraf. Er beschrieb seine Sehnsucht nach Gott als einen Durst in einem dürren, wasserlosen Land.

#### Die Sättigung durch Gott

David beschreibt, wie Gott seine Seele wie von Mark und Fett sättigt. Die Seele, der immaterielle Teil des Menschen, benötigt ebenso Nahrung wie der physische Körper. Diese Nahrung kommt durch die Gegenwart Gottes. Wenn die Seele durch Gott gesättigt wird, führt dies zu Lob und Jubel. David konnte Gott auch in der Wüste loben, weil Gott ihn sättigte.

#### Der Schutz von Gott

David machte sich vollständig abhängig von Gott und vertraute auf seinen Schutz. Er prophezeite, dass seine Feinde sowohl ewige als auch irdische Strafe erleiden werden. Gleichzeitig wird sich der König in Gott freuen und alle, die ihr Vertrauen auf Gott setzen, werden sich in ihm rühmen.

David lehrt uns, dass Gott in allen Bereichen unseres Lebens unverzichtbar ist. Er ist es, der uns erschafft, erhält, versorgt, schützt und leitet. Ihm allein gebührt die Ehre für alles, was er in unserem Leben tut.
60 Minuten
Diese Predigt lehrt, dass wir in Ehrfurcht vor Gott leben sollen – beim Gottesdienst, im Gebet und beim Einhalten von Gelübden, da Gott heilig und allgegenwärtig ist.

### Details

Salomo fordert die Gläubigen auf, einen ehrfürchtigen Umgang mit Gott zu pflegen. Der Begriff "Coram Deo" (vor dem Angesicht Gottes) beschreibt das Ziel, das gesamte Leben im Bewusstsein von Gottes Gegenwart zu führen.

**1. Richtiges Opferbringen im Gottesdienst**

- Der Gottesdienst ist eine heilige Angelegenheit

- Wir sollten vorbereitet und mit Ehrfurcht in das Haus Gottes kommen

- Aufmerksames Hören ist wichtiger als äußerliche religiöse Handlungen

- Fünf Arten des richtigen Hörens: ehrfürchtig, betend, glaubend, prüfend und aufmerksam

**2. Anständige Gebete halten**

- Gebet ist eine heilige Pflicht und ein herrliches Privileg

- Wir sollten nicht vorschnell und unbedacht vor Gott reden

- Die räumliche und moralische Distanz zwischen Gott und Menschen bedenken

- Qualität der Gebete ist wichtiger als Quantität der Worte

- Praktische Hilfen: Gedanken ordnen, sich Gottes Gegenwart bewusst machen, Anliegen aufschreiben

**3. Ausgesprochene Gelübde einhalten**

- Gelübde sind freiwillig, aber wenn abgelegt, dann bindend

- Biblische Beispiele: Jakob (in einer Not), Hanna (bei einem Wunsch), David (geistliches Verlangen)

- Warnung vor vorschnellen Gelübden

- Gott nimmt Versprechen ernst und fordert ihre Erfüllung

- Richtlinien für Gelübde: sorgfältig überlegen, biblisch begründen, realistisch erfüllbar sein

**Zusammenfassung**

Der Kern aller Unterweisungen liegt in der Gottesfurcht. Je mehr wir Gott aus seinem Wort und durch Gebet erkennen, desto mehr werden wir ihn fürchten und ehrfürchtig vor seinem Angesicht leben.
30 Minuten
Gottes fortwährende Liebe und sein Heilshandeln durch Jesus Christus schenken uns ewigen Trost und gute Hoffnung, sodass wir in jeder Lebenslage getrost und zuversichtlich ins neue Jahr gehen dürfen.

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### Details

#### Innehalten und Besinnung

- Es ist wichtig, im Leben innezuhalten und über Wahrheiten aus Gottes Wort nachzudenken, besonders an Tagen wie dem Jahreswechsel.

- Rückblick auf das vergangene Jahr und Ausblick auf das neue Jahr können unterschiedliche Gedanken und Gefühle hervorrufen.

#### Christen in jeglichen Umständen

- Als Christen können wir in allen Umständen dankbar zurückblicken und beruhigt sowie erwartungsvoll nach vorne schauen.

- Jeden Tag haben wir Grund, für Vergangenes zu danken und zuversichtlich in die Zukunft zu blicken.

#### Bibeltext: 2. Thessalonicher 2,16-17

- **Gott als Ursprung des Trostes:** Jesus Christus und Gott, unser Vater, sind die Quelle des Trostes. Wir stehen in einer persönlichen Beziehung zu ihnen.

- **Gottes Heilshandeln als Basis des Trostes:** Durch das Erlösungswerk Jesu hat Gott uns ewigen Trost und gute Hoffnung gegeben. Diese Erlösung ist uns in alle Ewigkeit sicher.

- **Zuversicht für weiteren Trost:** Gott wird uns weiterhin trösten und stärken. Wir können in jeder Lebenslage zu ihm kommen und Trost empfangen.

#### Gottes fortwährende Liebe

- Gottes Liebe zu uns ist keine einmalige Sache, sondern fortwährend.

- Bedrängnisse und Nöte auf dieser Welt können uns nicht von Gottes Liebe trennen.

#### Hoffnung auf die Zukunft

- Die Hoffnung auf die Herrlichkeit bei Jesus tröstet uns in allen Nöten.

- Alle Schwierigkeiten auf dieser Welt sind zeitlich, aber das, was Gott vorbereitet hat, ist ewig.

#### Rückblick auf das vergangene Jahr

- Trotz aller Schwierigkeiten hat Gott uns getragen und geholfen.

- Das Wirken Gottes in unserem Leben ist eine Bestätigung seiner Erlösung.

#### Segenswunsch

- Paulus wünscht den Thessalonichern, dass Gott ihre Herzen tröstet und sie in jedem guten Werk und Wort befestigt.

- Dieser Wunsch gilt auch uns: Mit Gott an unserer Seite können wir getrost ins neue Jahr gehen.
53 Minuten
Gott, der auf dem Thron sitzt, verheißt gewiss und wahrhaftig, eines Tages alles vollkommen neu zu machen – Himmel, Erde, Gemeinde und unsere Körper.

### Details

Die Predigt behandelt Offenbarung 21,5 als Jahreslosung 2026 und zieht eine Parallele zu Josua, der wie wir vor einem Übergang steht – zwischen vergangenen Erfahrungen und einer ungewissen Zukunft.

**Der Ursprung der Erneuerung** liegt bei Gott selbst, der auf dem himmlischen Thron sitzt. Dieses Bild vermittelt majestätische Souveränität und furchteinflößende Herrlichkeit. Die Offenbarung wurde an verfolgte Christen in Kleinasien geschrieben, um ihnen Trost zu spenden. Derselbe Gott, der das Universum aus dem Nichts erschuf, wird auch die neue Schöpfung hervorbringen.

**Der Umfang der Erneuerung** erstreckt sich auf vier Bereiche:

- **Neuer Himmel und neue Erde**: Befreit von allem Bösen und Ruhelosen, durchflutet vom Licht Christi selbst

- **Neues Jerusalem**: Die gereinigte und vollendete Gemeinde als Braut Christi

- **Neue Beziehung zu Gott**: Direkte Gemeinschaft mit Gott, der in der Mitte seines Volkes wohnen wird

- **Neuer Körper**: Unverweslich, herrlich, kraftvoll und unsterblich – gleichförmig dem verherrlichten Leib Christi

Das griechische Wort für "neu" beschreibt etwas von völlig anderer, besserer Qualität – so wie der neue Bund dem alten überlegen ist und wie ein Wiedergeborener eine neue Schöpfung darstellt.

**Die Unerschütterlichkeit der Erneuerung** wird durch Gottes Befehl an Johannes unterstrichen, diese Worte aufzuschreiben, weil sie "gewiss und wahrhaftig" sind. Gottes Treue in der Vergangenheit – von seiner Verheißung an Noah bis zur Sendung des Retters Jesus Christus – garantiert die Erfüllung dieser Zusage. Mit dieser hoffnungsvollen Perspektive sollen Christen ins neue Jahr gehen, gestärkt für alle kommenden Herausforderungen.
56 Minuten
Die Jungfrauengeburt und der Name Immanuel, Gott mit uns, offenbaren das größte Wunder aller Zeiten: Gott wurde Mensch, um uns durch Jesus Christus mit sich zu versöhnen.

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### Details

#### Der historische Kontext

Der Prophet Jesaja verkündete diese Prophezeiung etwa 700 Jahre vor ihrer Erfüllung an König Ahas von Juda. Trotz der Bedrohung durch feindliche Könige lehnte der ungläubige Ahas Gottes Hilfe ab. Dennoch versprach Gott in seiner Gnade ein Zeichen – nicht nur für Ahas, sondern für das gesamte Volk.

#### Die Bedeutung der Jungfrauengeburt

**1. Ein Zeichen der Gnade**  

Obwohl weder Ahas noch die Menschheit darum bat, schenkte Gott aus reiner Gnade dieses Zeichen der Erlösung.

**2. Ein übernatürliches Wunder**  

Die Jungfrauengeburt war biologisch unmöglich – Maria empfing durch den Heiligen Geist. In Jesus vereinten sich göttliche und menschliche Natur vollkommen: Er blieb ganz Gott und wurde zugleich ganz Mensch.

**3. Garantie der Sündlosigkeit**  

Da Jesus keinen irdischen Vater hatte, erbte er keine sündige Natur. Er war das makellose Lamm Gottes, fähig, für unsere Sünden zu sühnen.

**4. Ein Akt der Demütigung**  

Der ewige, allmächtige Gott erniedrigte sich, wurde als Säugling in einem Stall geboren und in eine Krippe gelegt – ein Vorbild wahrer Demut für alle Gläubigen.

#### Die Bedeutung des Namens Immanuel

**1. Gott wandelte auf Erden**  

In Jesus begegnete die Menschheit Gott persönlich. Die Apostel sahen, hörten und berührten den lebendigen Gott.

**2. Gott wohnt in jedem Gläubigen**  

Durch den Glauben an Christus macht Gott jeden Gläubigen zu seiner Wohnstätte – eine intimere Verbindung gibt es nicht.

**3. Gott wandelt in seiner Gemeinde**  

Christus ist gegenwärtig inmitten seiner Gemeinde, sieht jede Handlung und jedes Herz, und ruft zur Treue.

**4. Gott wird bei seinem Volk wohnen**  

In der zukünftigen neuen Schöpfung wird Gott vollkommen bei seinem Volk sein – ohne Sünde, Leid oder Tod.

#### Der Aufruf

Wer die Jungfrauengeburt und Immanuel verwirft, verwirft das Evangelium selbst. Der Glaube an dieses Wunder öffnet den Weg zu einer persönlichen Beziehung mit Gott und zum ewigen Leben.