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Episoden

49 Minuten
In dieser Folge dreht sich alles um das Leben der Legionäre in Vindobona, dem römischen Legionslager im heutigen 1. Bezirk von Wien.

Gemeinsam mit Michaela Kronberger und Gesa Frank tauchen wir in die Lebensrealitäten im Römischen Reich ein.

Wie weit erstreckte sich das Legionslager Vindobona, und woher kamen die Steine für seinen Bau? Welche Legionen waren hier stationiert, und wie wurde das Lager versorgt?

Wir sprechen aber auch darüber, welche Bedeutung die Lagervorstadt hatte und wer dort lebte und Handel trieb.

Mit Michaela Kronberger werfen wir außerdem einen Blick auf brandneue Erkenntnisse rund um das Lager. Durch die Verlegung von Fernkälteleitungen in der Innenstadt bringt die Wiener Stadtarchäologie derzeit außergewöhnlich viele Funde aus der Römerzeit ans Licht.

Mit Gesa Frank wandeln wir auf den Spuren der Legionäre durch die Wiener Innenstadt. Er erzählt, wie es ist, in authentischer römischer Kleidung zu leben, und warum er sich entschieden hat, dem Alltag im alten Rom auf diese Weise nachzuspüren.

Einen Eindruck von seiner Arbeit als Living-History-Darsteller bekommt ihr auf seinen Instagram-Accounts:

https://www.instagram.com/augustus_in_wien/

https://www.instagram.com/theageofconstantine/

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Moderation & Recherche: Simone Schedl & Jascha Novak

Schnitt: Oskar Kozeluh
38 Minuten
In dieser Folge des Hidden Vienna Podcasts steigen wir hinab in die Wiener Unterwelt und blicken den Kanalstrottern bei ihrer mühsamen Arbeit über die Schulter.

Diese unglaublich harte und undankbare Tätigkeit war für jene, die zum Leben nie genug hatten, oft die einzige Möglichkeit, sich einen kargen Zuverdienst zu sichern. Kaum vorstellbar, wie diese Männer (und es waren hauptsächlich Männer) in den niedrigen Kanälen Wiens nach verwertbaren Materialien wie Metall, Knochen und Fett fischten. Über sie ist nur wenig bekannt, denn um die Ärmsten der Armen hat sich damals niemand gekümmert.

Doch ein Mann machte sich die Mühe und stieg hinab: Max Winter, der Begründer der Sozialreportage im deutschsprachigen Raum, wagte den Ausflug in das dunkelste Wien. Gemeinsam mit seinem Führer, dem Specklmoritz, begab er sich auf eine vierstündige Tour durch das unterirdische Rudolfsheim, um diese Welt am eigenen Leib zu erfahren.

Ein weiterer Journalist folgte seinem Vorbild. Emil Kläger ging jedoch einen Schritt weiter und nahm einen Amateurfotografen mit, um diese Welt auch in Bildern festzuhalten. Hermann Drawe war Bezirksrichter in der Leopoldstadt, kannte das Elend der Stadt von Berufs wegen und wollte es unbedingt sichtbar machen. Seine Bilder waren vor Kurzem im Fotoinstitut Bonartes ausgestellt. Wir haben den Kurator Michael Ponstingl zum Interview getroffen, um mehr über die Fotografien und den Lichtbildvortrag in der Urania zu erfahren, der daraus entstand.
33 Minuten
In dieser Folge gehen wir in den Wiener Prater und begeben uns auf Spurensuche nach den Hutschenschleuderern!

Im Prater kann man seit 260 Jahren etwas erleben, und das bunte Treiben ist heute wie damals ein Publikumsmagnet: für Touristen ein Sightseeing-Must, für jedes Kind ein Traum, der in Erfüllung gehen kann. Mittendrin die Schausteller*innen, die den Prater zu dem gemacht haben, was er ist. Wir werfen einen tieferen Blick in diese faszinierende Geschichte und ergründen, warum die Hutschenschleuderer und viele andere ein kaum wegzudenkender Teil der Stadt sind und dennoch lange am Rande der Gesellschaft lebten.

Zum Interview haben wir das Kuratorenteam hinter dem fabelhaften Pratermuseum getroffen. Michael Werner Schwarz und Susanne Winkler erzählen vom Leben im Prater und von Legenden des Vergnügungsparks wie Nikolai Kobelkoff, der ohne Arme und Beine geboren wurde und dennoch ein höchst erfolgreicher Geschäftsmann im Wurstelprater war. Natürlich waren wir auch selbst im Prater und haben den Besitzer des zweitältesten Fahrgeschäfts getroffen: Sammy Konkolits ist der Retter des legendären Toboggans, jener Rutsche, die als Teufelsrutsche in die Annalen des Amüsierparks einging. Er erzählt uns von seiner frühen Faszination für den Prater und warum er sich dieses traditionsreichen Fahrgeschäfts angenommen hat.

Wer jetzt mehr über den Prater erfahren will, sollte vom 18. bis 20. September 2026 ins Pratermuseum gehen. Dort gibt es allerhand Programm rund um den Geburtstag des Wiener Wurstelpraters und gratis Führungen hinter die Kulissen der Attraktionen.https://www.wienmuseum.at/260_jahre_prater
48 Minuten
In dieser Folge geht es um den ausgestorbenen Beruf der Fechtmeister ️

Das klingt nach Rittern, Schwertern und spektakulären Duellen. Doch hinter diesem Beruf steckt weit mehr als bloßes Kämpfen. Fechtmeister waren Lehrer, Kämpfer und Experten einer hochkomplexen Kampfkunst, die heute fast vollständig verschwunden ist.

In dieser Folge reisen wir ins Wien des Mittelalters und der Frühen Neuzeit und sprechen darüber, wie Fechtmeister ausgebildet wurden, warum man sich manchmal tatsächlich mit dem Schwert vor Gericht gegenüberstand und wie historische Fechtkunst heute wieder zum Leben erweckt wird.

Zu Gast sind Anton Giefing und Jessica Stuhler vom Fechtverein "Die Lange Schneyd", die uns zeigen, was hinter HEMA, Historical European Martial Arts, steckt.

Mehr über "Die Lange Schneyd": https://www.langeschneyd.org/

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Moderation & Recherche: Simone Schedl & Jascha Novak

Schnitt: Oskar Kozeluh
41 Minuten
Der Graben zählt heute zu den elegantesten Straßen Wiens, doch über Jahrhunderte war er einer der bekanntesten Straßenstriche der Stadt. In dieser Folge sprechen wir über die sogenannten Grabennymphen: die Sexarbeiterinnen, die das Wiener Stadtbild prägten, über ihren Alltag, gesellschaftliche Doppelmoral und den Umgang mit Prostitution vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert.

Gemeinsam mit Historikerin Michaela Lindinger vom Wien Museum werfen wir einen Blick auf ein oft verdrängtes Kapitel der Wiener Geschichte. Außerdem erzählen wir die überraschende Geschichte des Kondoms und blättern im satirischen „Taschenbuch für Grabennymphen“ aus dem Jahr 1787.

Aus der Werbung: Kultur so nah beim Kultursommer Wien 2026. Alle Bühnen und Termine findest du hier: https://www.kultursommer.wien/ Vom 2.7. bis 18.2026, gratis Eintritt.

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Moderation & Recherche: Simone Schedl & Jascha Novak 

Schnitt: Oskar Kozeluh
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Über diesen Podcast

Du wirst nicht glauben, womit man in Wien sein Geld verdienen konnte! Begib dich mit Jascha Novak und Simone Schedl auf eine Entdeckungsreise in längst vergangene Arbeitswelten. Erfahre von kuriosen Berufen, die es so nicht mehr (oft) gibt und lege mit uns ein unbekanntes Stück Wiener Stadtgeschichte frei. Wir sprechen mit langgedienten HüterInnen althergebrachten Handwerks, HistorikerInnen und mit jungen UnternehmerInnen, die fast verlorene Traditionen wiederbeleben.
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„Hidden Vienna Podcast“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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