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In dieser Folge des Hidden Vienna Podcasts steigen wir hinab in
die Wiener Unterwelt und blicken den Kanalstrottern bei ihrer
mühsamen Arbeit über die Schulter.

Diese unglaublich harte und undankbare Tätigkeit war für jene,
die zum Leben nie genug hatten, oft die einzige Möglichkeit, sich
einen kargen Zuverdienst zu sichern. Kaum vorstellbar, wie diese
Männer (und es waren hauptsächlich Männer) in den niedrigen
Kanälen Wiens nach verwertbaren Materialien wie Metall, Knochen
und Fett fischten. Über sie ist nur wenig bekannt, denn um die
Ärmsten der Armen hat sich damals niemand gekümmert.

Doch ein Mann machte sich die Mühe und stieg hinab: Max Winter,
der Begründer der Sozialreportage im deutschsprachigen Raum,
wagte den Ausflug in das dunkelste Wien. Gemeinsam mit seinem
Führer, dem Specklmoritz, begab er sich auf eine vierstündige
Tour durch das unterirdische Rudolfsheim, um diese Welt am
eigenen Leib zu erfahren.

Ein weiterer Journalist folgte seinem Vorbild. Emil Kläger ging
jedoch einen Schritt weiter und nahm einen Amateurfotografen mit,
um diese Welt auch in Bildern festzuhalten. Hermann Drawe war
Bezirksrichter in der Leopoldstadt, kannte das Elend der Stadt
von Berufs wegen und wollte es unbedingt sichtbar machen. Seine
Bilder waren vor Kurzem im Fotoinstitut Bonartes ausgestellt. Wir
haben den Kurator Michael Ponstingl zum Interview getroffen, um
mehr über die Fotografien und den Lichtbildvortrag in der Urania
zu erfahren, der daraus entstand.

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„#47 Kanalstrotter“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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