Anmeldung Registrierung
Auto Hell Dunkel
Erweiterte Suche

QuadraCast Archiv

213 Episoden
4 Minuten
Von der Tugend der «gratitudo» angeleitet danken wir nämlich vor allem Gott, von dem wir an erster Stelle alle Wohltaten, alle guten Gaben, alle Gnaden empfangen. Unsere Dankbarkeit muss dementsprechend groß sein, und wir sehen ein: Gott können wir aus uns selbst nie genug danken. Papst Benedikt XVI sagt: «Die aufsteigende Bewegung des Dankens und die absteigende des Segnens gehören zusammen.» In jeder Heiligen Messe geschieht beides: an der Stelle Jesu danken wir, dankt der Priester Gott für das erlösende Opfer Christi, und durch dieses Dankesopfer werden wir, wenn der Priester die Wandlungsworte spricht, selbst verwandelt. 

- - -

Zurichtung des Schauplatzes: auf Christus blicken, den Meister, wie du ihm auf dem Weg des Lebens begegnest und ihm zurufst: «Hab Erbarmen mit mir!». Wie er sich dir zuwendet und seine erbarmende Liebe dich rein macht. (Lk 17,13 ff.)

Punkt 1 – Unverdiente Güte; Was uns geschenkt wird, erhalten wir nicht, weil wir es verdient haben, sondern aufgrund der Güte dessen, der es uns schenken will. Jesus, unser Herr und Meister, hat uns so viel geschenkt: Unser Leben, das neue Leben in der Gnade durch die Taufe, er schenkt sich selbst in der Heiligen Eucharistie, er schenkt uns alle «guten Gaben, alles was wir haben». Er schenkt, weil er uns liebt, nicht weil wir es verdient hätten. Wie groß ist doch die Milde Gottes!

Punkt 2 – Geschenktes Leben; Die Wahrheit ist: Alle Menschen haben von Gott empfangen, was sie haben und was sie sind. Besonders muss ich an mich selbst denken. Ich gehöre zu denen, die rein geworden sind, die der Herr vom Aussatz der Sünde befreit hat. Er hat sich meiner erbarmt, als ich zu ihm rief und ihn um Vergebung gebeten habe.

Punkt 3 – betende Dankbarkeit; Möge auch ich einer sein, der umkehrt: Der sich zum Herrn bekehrt, Gott lobt und preist und ihm dankt durch den Herrn Jesus Christus. Dass ich kein verstocktes Herz haben möge, sondern die barmherzige und huldvolle Hand Gottes Tag für Tag dankbar erkenne, und meine Dankbarkeit meinen Wohltätern gegenüber besonders durch das Gebet für sie zeige.

Gespräch mit Jesus Christus, der mir in der Heiligen Eucharistie nicht nur auf dem Weg meines Lebens begegnet, sondern in meinem Herzen Wohnung nehmen möchte. Bitte Ihn … (meine persönliche Bitte). 
4 Minuten
Vielleicht etwas überraschend, gehört auch die Höflichkeit – also Liebenswürdigkeit, Leutseligkeit, Freundlichkeit –zu der Kardinaltugend der Gerechtigkeit. Die Höflichkeit sollte für uns keine veraltete Tugend aus vergangenen Jahrhunderten sein. Sie geht nämlich über ein allgemeines, schwammiges «Nettsein» hinaus. Höflichkeit ist ein Werk der Gerechtigkeit, denn sie bezeugt ja gerade, dass alle Menschen eine menschliche Familie bilden, dass der Mensch kein Einzelkämpfer ist, sondern für das Erreichen seines irdischen und ewigen Glückes auf den Mitmenschen angewiesen ist. 

- - -

Zurichtung des Schauplatzes: auf Christus blicken, der niemanden abweist und sich allen gegenüber liebenswürdig, freundlich und offen verhält, und der Mensch geworden ist, aus „Güte und Menschenfreundlichkeit“ (Tit 3,4). Der Herr verkehrt sogar mit den wenig liebsamen und öffentlich geächteten Zöllnern und Sündern.

Punkt 1 – die Freundlichkeit Jesu; Der Herr zeigt sich jedem, auch den Zöllnern und in vielerlei Sünden verstrickten Menschen gegenüber liebenswürdig, offen, freundlich: Er wird getadelt, weil er mit ihnen Mahl hält, sie zu seinen Jüngern beruft, sie tröstet, ihnen das Reich Gottes verheißt.

Punkt 2 – das Gebot der Feindesliebe; Mit seinem Verhalten übersteigt Christus gesellschaftliche Grenzen, die sicherlich ihren Sinn haben, aber auch im Weg der Güte stehen können: Er predigt die Feindesliebe, zeigt seine Güte gegenüber denen, die ihn versuchen wollen, die ihn verfolgen, die ihm skeptisch und sogar feindlich gesinnt sind.

Punkt 3 – die Offenbarung des Vaters; In dem Verhalten Jesu wird die Güte und Menschenfreundlichkeit des Vaters offenbar: Wie oft vergibt er uns, vergibt er sogar den größten Sündern, und wird nie müde, seine Gnade und Huld zu schenken! Um wieviel mehr sind also auch wir dazu verpflichtet, unserem Nächsten offenherzig und freundlich zu begegnen, ungeachtet unserer persönlichen Empfindungen.

Gespräch mit Jesus Christus, in dem die Güte und Menschenfreundlichkeit des Vaters sichtbar in der Welt und auch heute in meinem Leben erscheint. Bitte Ihn … (meine persönliche Bitte). 
4 Minuten
«Liberalitas» - also Liberalität die Tugend der Freigebigkeit und Hochherzigkeit im Umgang mit Geld und materiellen Gütern. Liberal zu sein bedeutet, sich aus dem Egoismus zu befreien, den Blick auf den anderen zu weiten, und sich bewusst zu machen, dass der Mensch aus Leib und Seele besteht. Ratzinger ruft uns dazu auf, «Besitz nur als Dienst zu verstehen, sich der Kultur des Habens in einer Kultur der inneren Freiheit entgegenzustellen und so auch die Voraussetzungen für soziale Gerechtigkeit zu schaffen.» Denn nicht nur vom Brot allein lebt der Mensch, und so motiviert uns die Freigebigkeit vor allem aber die Ehre Gottes in allem zu suchen.

- - -

Zurichtung des Schauplatzes: das Gleichnis von der armen Witwe betrachten. Viele Reiche werfen hohe Summen in einen Opferstock. Eine arme Witwe kommt und wirft bloß zwei Münzen hinein, und doch – oder genau darum – lobt sie der Herr: „diese Frau aber, die kaum das Nötigste zum Leben hat, sie hat alles hergegeben, was sie besaß.“ (Mk 12,44)

Punkt 1 – aus meiner Komfortzone raus: Der Herr tadelt keineswegs die Reichen, die von ihrem Überfluss einen Teil abgeben, das Geld spenden und damit viel Gutes erreichen. Doch gibt er uns die arme Witwe als Vorbild: Witwen, genau wie Waisen, gehörten im Alten Bund zu den „Armen“ des Landes. Sie mussten um ihr Überleben kämpfen und bangen. Diese arme Witwe gibt aber noch das, was sie selbst zum Überleben braucht, ab. Der Herr ruft uns heraus aus unserer Komfortzone, zeigt uns die neue Radikalität des Reiches Gottes.

Punkt 2 – mein Alles geben; Die Witwe, die ihr Alles hergibt, empfängt in ihrer gebenden, opfernden Haltung doch mehr, als sie gegeben hat: Sie führt ein wahrhaft gottgefälliges Leben und sammelt sich unvergängliche, unverwesliche Schätze im Himmelreich, wo weder Wurm noch Motte ihre Verdienste zerstören können.

Punkt 3 – mein und Christi Opfer; Indem die Witwe alles gibt, vereint sie sich mit dem Opfer Jesu Christi, der noch unendlich mehr gegeben hat: sich selbst zum Lösepreis für die Sünden der Welt. Und doch hat die Witwe Anteil an diesem Opfer Christi. Und auch wir erhalten Anteil, wenn wir die Opfer, die wir tagtäglich in einem Geist der Hochherzigkeit darbringen, mit dem Opfer Christi verbinden, indem wir sie, wie man sagt, auf die Patene legen. Nicht der materielle Besitz ist es, auf den es letztlich ankommt, sondern das höchste Gut zu besitzen: Gott selbst.

Gespräch mit Jesus Christus, der meine kleinen Opfer mit seinem Opfer verbindet und so dem Vater als eine wohlgefällige Gabe darbringt. Bitte Ihn … (meine persönliche Bitte). 
3 Minuten
Wahrhaftig zu sein – also die Tugend der «veracitas» zu üben – bedeutet für Paulus, die innere Wahrheit auch nach außen hin zu bekennen. Papst Benedikt XVI sagt: «wer die Wahrheit lebt, der lebt die Gerechtigkeit, denn der Dekalog, die Zehn Gebote, sind nicht nur Gesetz, sondern Selbstoffenbarung der Wahrheit Gottes». Wahrhaftig nennt ihn der Evangelist Johannes Christus und gibt damit an, dass die göttliche Sendung Jesu mit seinem Handeln überein geht: Er sucht nicht seinen eigenen Vorteil, seine eigene Ehre. Er ist «gehorsam und demütig von Herzen». Und so merken wir, dass Nachfolge Christi damit zu tun hat, uns nicht besser darzustellen als wir eigentlich sind, sondern in unserem Handeln den zu verherrlichen, der auch uns gesandt hat.

- - -

Zurichtung des Schauplatzes: Auf Christus blicken, der von sich sagt: «Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben» (Joh 14,6). Er ist die Wahrheit, die zu uns Menschen gekommen ist, um uns durch die Wahrheit zu befreien. Er ist gerecht und wahrhaftig, denn in seinem irdischen Leben sucht er die Ehre Gott Vaters, der ihn gesandt hat, und sein Handeln, seine Lehre, all seine Worte stimmen mit dieser Sendung in vollkommener Weise überein.

Punkt 1 – die Torah in Person; Gott ist der Wahrhaftige, er ist die Wahrheit selbst; er treibt die Menschen nicht in Verwirrung und Sünde, sondern ist derjenige, der das Gesetz gibt, der uns zu sich ruft als sein Volk, seine Kinder. Das Gesetz ist Jesus Christus selbst, er ist die Torah in Person: In ihm erkennt der Mensch auch die Wahrheit über seine eigene Natur: Als Christus Berufene soll unser Leben diese Wahrheit widerspiegeln.

Punkt 2 – nur ein Häufchen Staub; Nachfolge Christi bedeutet auch, sich selbst zu erkennen und kennen zu lernen. Wenn wir erkennen, dass wir vor unserem Gott und Schöpfer nur ein Häufchen Staub sind, folgt daraus eine Haltung der Demut. Die Wahrhaftigkeit treibt uns an, uns so zu geben, wie wir sind, nicht wie wir gerne wären.

Punkt 3 – Zeugen Gottes in der Welt; Handeln wir wahrhaftig, zeigt sich durch uns auch die Wahrheit Gottes: Als Zeugen Gottes in der Welt sollen wir den verkünden, der uns gesandt hat, nicht uns selbst: durch die Befolgung der Gebote Gottes und indem wir das Evangelium konsequent leben, auch wenn das bedeuten könnte, dass wir persönliche Nachteile erfahren.

Gespräch mit Jesus Christus, in dem mir die Wahrheit als Person entgegentritt – als liebevoller, von Herzen demütiger, aber ebenso göttlicher und heiliger Heiland. Bitte Ihn … (meine persönliche Bitte). 
4 Minuten
Der Gehorsam – lat. «obœdientia» – ist jene Tugend, welche den Menschen fähig und geneigt macht, den Willen eines anderen, der befehlen kann und befiehlt, zu erfüllen. Das klingt für unsere modernen Ohren erst einmal abschreckend. Und auch unserer Ahnen im Glauben brachen immer wieder aufs Neue den Bund. «In dieser Stunde tritt die Hoffnung auf den ‚Neuen Bund‘ hervor, der nicht mehr auf der immer brüchigen Treue menschlichen Wollens gegründet, sondern unzerstörbar in die Herzen selbst eingeschrieben ist.» Gott sendet seinen eigenen Sohn. Und durch Seinen endgültigen Gehorsam besiegt Er das Böse. Die vollkommene Weise, den Gehorsam zu leben, zeigt uns der gehorsame Sohn, der durch seinen Gehorsam Gott den vollkommenen Kult erweist.

- - -

An dieser Stelle sei nochmals die hilfreiche Kurzübersicht erwähnt, um nach der ignatianischen Betrachtungsmethode vorgehen zu können: 

 

I Einleitung:

1. Sich in Gottes Gegenwart sammeln

2. Bitte, alles zu «Gottes größerer Ehre» tun zu dürfen

3. Zwei Einstellungen:

       a) Zurichtung des Schauplatzes

       b) Erbitten, was ich erlangen will

 

II Hauptteil:

Betrachtungspunkte (meistens 3), die behandelt werden

durch Anwendung der höheren geistigen Kräfte, nämlich:

-     Gedächtnis (den Inhalt möglichst plastisch und mit Einzelheiten in Erinnerung rufen)

-     Verstand (den Gegenstand tief und lebhaft zu verstehen suchen, auf mich selbst anwenden, praktische Folgerungen ziehen)

-     Wille (Stellung nehmen, Vorsätze fassen)

 

III Abschluss:

-     «Gespräch» mit dem Herrn, der Gottesmutter, ...

-     Pater noster, Ave Maria oder Seele Christi

-     Kurze Prüfung der Betrachtung

- - -

Zurichtung des Schauplatzes: auf Christus blicken, den gehorsamen Sohn, der „durch das Leiden den Gehorsam gelernt hat“ (Hebr 5,8) und seinen Gehorsam am Kreuz erfüllte (vgl. Phil 2,8).

Punkt 1 – Verheissung im Holze; «Trauernd um des erstgeschaffenen Paares schmählichen Verrat, kerbte selbst das Holz der Schöpfer, das die Schuld des Holzes sühnt». Die erste Sünde war der Ungehorsam der Erstgeschaffenen: Adam und Eva übertraten Gottes Gebote und trugen sich Fluch und Verbannung aus dem Paradies ein. Doch schon im Holz, das zu ihrem Fall führen sollte, war das Holz abgebildet, das die Menschheit erlösen sollte.

Punkt 2 – Befreiung aus dem Ungehorsam; Gott sendet seinen einzigen Sohn, damit durch seinen Gehorsam Gottes Willen auf vollkommene Weise erfüllt werde und der alte Ungehorsam der ersten Eltern getilgt, ausgelöscht werde. So unendlich groß ist die Schuld, dass nur Gott selbst uns befreien konnte aus der Schuld des Ungehorsams. Jede Sünde bedeutet Ungehorsam gegen Gott und bedürfte solch großer Sühne, wenn Gott einem reumütigen und bußfertigen Herzen nicht immer wieder, vor allem durch die heilige Beichte vergeben würde.

Punkt 3 – Opfer für den wahren Gottesdienst; Äußerliche Opfer konnten den Menschen noch nie rechtfertigen, erlösen. Christus kam als Mensch in die Welt, um im vollkommenen Gehorsam sein Leben zur Sühne für den Ungehorsam der Menschen zu tilgen. Auch von uns wird dies gefordert. Äußerliche Akte des Opfers helfen uns nicht, haben keinen Wert, wenn nicht eine innere Gesinnung des Gehorsams dahinter steht. 

Gespräch mit Jesus Christus, der gehorsam war, bis zum Tod am Kreuz. Sprich mit ihm, wie sein Gehorsam nicht ein ohnmächtiges Fügen in nicht änderbare Umstände ist. Nein, Er fügt und übergibt sich vollkommen, in heiliger Liebe und vollkommener Freiheit. Bitte Ihn … (meine persönliche Bitte). 
4 Minuten
Nicht nur von Gott sind wir abhängig, sondern auch innerweltlich könnten wir ohne zwei Instanzen nicht existieren: unserer Familie und unserem Vaterland. «Die wesentliche Zelle der Gesellschaft ist die Familie, sind Eltern und Kinder. Und nur in dieser Grundordnung können die menschlichen Grundtugenden eingeübt werden.» Die «pietas» als Untertugend der Gerechtigkeit treibt uns zu Liebe, Gehorsam und Ehrfurcht ihnen gegenüber an. Sie steht dabei im Dienst der Einführung in das „Menschsein“, im Dienst der „Einübung in die eigene Freiheit“ durch den Gehorsam.

- - -

Zur Erinnerung: Falls ihr nicht mehr wisst, wie die tägliche Betrachtung nach dem heiligen Ignatius gemacht werden kann, verweisen wir auf die 12. Episode, in der der Wert und die Methode der ignatianischen Betrachtung behandelt wurde.

- - -

Zurichtung des Schauplatzes: auf Christus blicken, der als Mensch in eine menschliche Familie und ein Vaterland hinein geboren wurde. Er wurde in Bethlehem geboren, der Geburtsstadt Davids. Mit seiner Familie musste vor dem ungerechten König fliehen. Er kehrte mit Ihnen zurück nach Nazareth. Er wallfahrte mit ihnen nach Jerusalem, betet die Psalmen, lernte das Handwerk des Zimmermanns. Er kam, um die verlorenen Schafe der Herde Israels zu sammeln.

Punkt 1 – Heiligung der Familie; Als Maria und Josef den zwölfjährigen Knaben Jesus im Tempel finden, sind sie außer sich vor Sorge. Seine prophetische Antworte verstehen sie noch nicht. Dennoch kehrt Er mit seiner Mutter und dem hl. Joseph nach Hause zurück und ist ihnen gehorsam: Er heiligte das häusliche, familiäre Leben. Er zeigte seinen Eltern Ehrfurcht, Liebe und Gehorsam. Und somit, dass die natürlichen Bande der Familie eine gottgewollte Gemeinschaft sind. 

Punkt 2 – Erfüllung des Gesetzes; Jesus erfüllt das Gesetz vollkommen; Er ehrt nach den Geboten Gottes seine Eltern, ist ihnen gehorsam und steht besonders seiner Mutter bei, nachdem der hl. Joseph – wie es die Tradition sagt – frühzeitig verstirbt. Unsere Liebe und Dankbarkeit zeigen sich darin, dass wir uns nach Kräften darum bemühen, uns auch um unsere Eltern und Verwandten zu kümmern, sollte es notwendig werden. Hier legt auch „die Bedingung der eigenen Zukunft, um später auch selbst vertrauend ins Alter hineingehen zu können“ (Ratzinger).

Punkt 3 – Über die Familie hinaus; Über seine Familie hinaus zeigt der Herr je und je seine Liebe zum ganzen Volk. Wie oft erbarmt er sich des Volkes, hat Mitleid mit den Menschen in seiner Heimat! Er pflegt die Traditionen, Sitten, Bräuche seines Volkes, die seine Eltern ihm beigebracht haben. Die Geburt des Herrn in dieses Volk, das Volk Gottes, war nicht zufällig. Auch wir sind dazu verpflichtet, das Land, in da wir geboren wurden, dem wir unsere Identität, unsere Kultur, unsere Sitten und Bräuche zu verdanken haben, zu lieben, denn der Herr selbst hat uns dies als Beispiel vorgelebt.

Gespräch mit Jesus Christus, der – wahrhaft Gott – als Kind in diese Welt trat und den grössten Teil seines Lebens im Vorborgenen seiner Familie in Nazareth lebte. Sein verborgenes Leben ist meinem Leben so wahrhaft ein Vorbild. Bitte Ihn … (meine persönliche Bitte). 
23 Minuten
«Die Vollkommenheit der Gerechtigkeit liegt in einem geordneten Verhältnis zu Gott.»

Die dritte Woche bringt uns die nächste Tugend – die Gerechtigkeit. Unser Gast in diesem Sonntags-Gespräch ist Jonas Dlugi – er hat bereits in Münster und Paderborn Theologie studiert und einen Magister in Kirchengeschichte erworben. Mit ihm reden wir über die Tugend der Gerechtigkeit. Der Mensch ist ein Lebewesen, zu dessen „Natur“ es gehört, in Gemeinschaft zu leben. Das bedeutet: sein Leben kann ohne Beziehung nicht gelingen. Damit unsere Beziehungen jedoch recht geordnet sind und gelingen können, bedürfen wir der moralischen Tugend der Gerechtigkeit. Diese Tugend betrachtet er anhand von Texten von Papst Benedikt XVI., Joseph Ratzinger, dessen Leben von einer Frage besonders geprägt war: nämlich von der Frage nach der Gerechtigkeit. Aber nicht nach irgendeiner Gerechtigkeit, sondern wie der Mensch gerecht vor Gott steht und wie es möglich ist, eine gerechte Gesellschaft zu schaffen. So blicken wir in diesem Gespräch auch besonders auf eine erste «Tochter» der Gerechtigkeit – der «religio», die ganz fundamental unser Verhältnis zu Gott ordnet.

Aufgabe der Woche: Wir wollen in dieser Woche bewusst, an einem von euch selbst gewählten Wochentag die Heilige Messe besuchen – also zusätzlich zur Sonntagsmesse. Wir wollen dieser besonders andächtig beiwohnen und im Gebet Gott preisen, ihn loben und ihm danken für all die Gnaden, die Er uns in so großer Fülle zuteilwerden lässt.

- - -

Inzwischen haben wir schon über 10'000 Downloads und wir sind schon über 1500 Leute im Chat. Damit diese grosse Gemeinschaft auf eine geistige Weise vertieft werden kann, rufen wir alle dazu auf, füreinander zu beten. So können wir gegenseitig voneinander profitieren, und gestärkt durch das Gebet, den Alltag bestehen.

- - -

 

Follow / Folgen: 

 

Telegram: https://t.me/QuadraCast

 

YouTube: http://bit.ly/3kXm9SG

 

Apple Podcast: https://apple.co/3Hvf2Zh

 

Spotify: https://spoti.fi/3HwDI3R

 

Google Podcast: http://bit.ly/3Y2zrMi

 

Amazon Music: https://amzn.to/3DCFj6S
3 Minuten
«Fürchtet euch nicht!» – wie oft ist dieses Wort in der Heiligen Schrift zu lesen. Wie oft aber ist es viel leichter gesagt als getan. Furcht ist zunächst weder gut noch schlecht, sie ist einfach da, sie ist menschlich. Aber es gibt verschiedene Arten von Furcht – eine, die nützlich für uns ist und eine andere, die völlig unbegründet und damit unvernünftig ist. Gewinnen können wir nur in der Gemeinschaft mit Gott, Er vertreibt alle Furcht. Das ist stets das Erste, was Er zu uns sagt: «Fürchte dich nicht».

 

 

 

 

- - -

 

Zurichtung des Schauplatzes: sich den Auferstandenen vorstellen, wie Er den verängstigten Jüngern erscheint und ihnen sagt: «Fürchtet euch nicht.» (vrgl. Lk 24,35 ff. und Parallelstellen)

 

Punkt 1 – Kinder des Allmächtigen Vaters; Der Herr lehrt seinen Jüngern auf verschiedene Weisen, sie sollen sich nicht zu sehr um die Dinge dieser Welt sorgen, denn das tun die Heiden, jene, welche Gott nicht kennen. Die Jünger und auch ich sind Kinder des allmächtigen Vaters, Königskinder. Er weiß um alles, was ich brauche. Ich aber will zuerst um diese Beziehung besorgt sein: Er ist mein Vater, ich sein Kind.

 

Punkt 2 – unsere Ehre ist die Ehre Gottes; Die Jünger waren nach dem Tod des Herrn sehr verängstig und fürchteten Schimpf und Verspottung. Die Ehre dieser Welt ist jedoch keine Sache, wegen der ich mich ängstigen will – unsere Ehre, meine Ehre ist die Ehre Gottes

 

Punkt 3 – unsere Heimat ist im Himmel; Die Jünger waren besorgt, sie könnten ebenfalls getötet werden. Sie und ich sollten aber als Gotteskinder vor allem anderen um das ewige Leben besorgt sein. Um die Dinge dieser Welt will ich mich nur soweit sorgen, wie es mir für das ewige Leben dient.

 

Gespräch mit Jesus Christus, der uns sagt, «wer mich sieht, der sieht den Vater» und «für Gott ist nichts unmöglich». Christus hat uns eine Wohnung bereitet, damit, wo er ist, auch wir sein werden. Bitte Ihn … (meine persönliche Bitte). 
3 Minuten
Vergangenen Sonntag, als die Tugend der Tapferkeit vorgestellt wurde, wurde das Martyrium als das vollendete Beispiel der Tapferkeit genannt. In den Augen der Welt ist das Martyrium eine Torheit. P. Lenz erzählt von dem mittlerweile seliggesprochenen Priester Karl Lampert. Lampert hat sich in den brutalen Verhören standhaft geweigert vom Glauben oder dem Priestertum abzufallen, ein Wort hätte genügt, er wäre frei gewesen. Er blieb standhaft und wurde hingerichtet. Das Martyrium ist der höchste Akt der Tapferkeit, der Grund für eine so große Tapferkeit ist allein die Liebe. Eine so große Liebe zu Gott, dass man ihn nicht einmal dann verleugnen möchte, wenn man dafür mit dem Tod bezahlt. Was aber gibt einem Menschen die Kraft, sein Leben auf eine solche Weise hinzugeben?

 

 

 

 

- - -

 

Zurichtung des Schauplatzes: sich das Martyrium des Seligen Karl Lampert vergegenwärtigen. Er wird gefoltert und schließlich hingerichtet, nur um eines zu bewirken: er soll dem Glauben und dem Priestertum entsagen. Christus spricht: «Wer sich zum Menschensohn bekennt, zu dem bekennt …» und «niemand hat eine größere Liebe…»

 

Punkt 1 – Die Tapferkeit verweist über sich hinaus; ein Märtyrer achte nicht auf sich selbst. Die Tapferkeit ist niemals eine egoistische Standhaftigkeit. Der tapfere Mensch richtet sich auf das Gute. Und letzten Endes auf den, der die Quelle alles Guten, ja der Gute selbst ist.

 

Punkt 2 – Die Tapferkeit schaut auf das Geliebte; ein Märtyrer achte nicht auf das Opfer und erstrebt auch nicht den Tod, sondern das, was er liebt. Sein Ziel ist nicht das Opfer und der Tod, sondern das Geliebte – auch über den Tod hinaus.

 

Punkt 3 – Die Tapferkeit entspringt aus der Liebe; ein Märtyrer bleibt nur standhaft im Bekenntnis Gottes, wenn er Ihn liebt – so ist die Liebe die letzte Ursache der Tapferkeit.

 

Gespräch mit Jesus Christus, der uns den Paraklet, den Beistand gesandt hat. Er reinigt, belebt, erfüllt mein Herz mit einer übernatürlichen Liebe. Bitte Ihn … (meine persönliche Bitte). 
3 Minuten
Wir haben vergangenen Sonntag schon gehört, dass die Tugend der Tapferkeit nicht in außergewöhnlich großer, eigener Stärke besteht, sondern darin, dass wir unsere Schwäche erkennen und so an der Stärke Gottes teilhaben. Gott kann dann – und nur dann – unsere Stärke sein, wenn wir uns unserer Schwäche und Hilflosigkeit bewusst sind. Tapferkeit bedeutet nicht im Vertrauen auf die eigene Kraft etwas wagen, sondern im Vertrauen auf Gottes Kraft. Werden auch wir das kleine Kind an der Hand des Vaters. Vom Vater gehalten, fürchtet es nichts mehr.

 

 

 

 

- - -

 

Zurichtung des Schauplatzes: sich das Leiden unseres Herrn vergegenwärtigen. Er wurde misshandelt, gegeißelt, entkleidet und mit Dornen gekrönt. So wurde Er dem Volk präsentiert. Ihm wurden die Priester in den KZ gleich. 

 

Punkt 1 – Gott entlarvt die weltlichen Trugbilder; Besitz und Macht verleiten leicht zu Gedanken, dass man «jemand» ist. Tatsächlich bin ich aber nur das, was ich innerlich bin und nicht was ich besitze. Wer steht höher in Gottes Augen: diese Priester, die dem Herrn nachfolgen oder ihre Verfolger, die im Luxus leben?

 

Punkt 2 – Gott erhöht den Menschen; Obwohl er von sich aus so wenig ist, ist der Mensch zur Gotteskindschaft berufen. Als Kind Gottes aber ist er ein Königssohn. Christus bekennt in seiner Erniedrigung vor Pilatus, dass er ein König ist. Aber auch, dass sein Königtum nicht von dieser Welt ist. Diese Priester sind gerade in ihrer Erniedrigung dem ewigen Sohn ähnlich und so Kinder Gottes geblieben. 

 

Punkt 3 – Gott vollendet unser Tun; Was wir im Vertrauen auf Gott und mit Gott beginnen wird Er selbst auch vollenden. Für Gott aber ist nichts zu groß, nichts unmöglich. So hat letztlich Gott über den Terror im KZ gesiegt, wie auch Christus über Seine Feinde und den Tod selbst triumphiert hat.

 

Gespräch mit Jesus Christus, dem leidenden Gottesknecht, der gerade durch das Kreuz in die Herrlichkeit führt. So erschliesst Er uns den Sinn auch unserer Leiden. Ebenso erleuchtet das Licht seiner Auferstehung meinen Weg. Bitte Ihn … (meine persönliche Bitte). 
3 Minuten
Geduld und Beharrlichkeit sind schwer zu üben. Meist bedeutet es nämlich einfach: ertragen, schweigen, leiden, verzeihen. Es geht nicht darum dieses Leben «halt ganz gut» hinter sich zu bringen, sondern wir arbeiten für die Ewigkeit. Die Ewigkeit aber macht dieses Leben nicht wertlos, sondern im Gegenteil verleiht ihm erst sein großes Gewicht. P. Lenz schreibt über seine Zeit im KZ: «Unsere Lagerjahre, sie waren kein Zeitverlust, sie waren unsere wertvollste Lebenszeit.» Das kann nur sagen, wer zutiefst überzeugt ist von der seligen Ewigkeit.

 

 

 

 

- - -

 

Zurichtung des Schauplatzes: sich in die Lage der unschuldig Inhaftierten der Konzentrationslager versetzen. Alles hat man ihnen genommen. Bekommen haben sie eine Nummer und einen Häftlingsanzug. Tag und Nacht werden sie getrieben, gequält – Jahre lang. Sie können nichts dagegen tun. Sie haben nur noch Gott. Im Garten Gethsemane tritt Christus in dieses Leid des Menschen ein, ja durchlebt sie ganz. Er zittert, ist zu Tode betrübt, wirft sich zu Boden und bittet, dieser Kelch möge an Ihm vorübergehen. «Aber nicht wie ich will, sondern wie Du willst.» (vrgl. Markus 14,32 ff. und Parallelstellen)

 

Punkt 1 – die Güte Gottes übersteigt unser Verstehen; Warum tut Gott nichts? Gott lässt so viel Ungerechtigkeit zu, sodass ich manchmal versucht bin, an Seiner Güte zu verzweifeln. Das Warum bleibt für mich oft unbeantwortet. Aber Gott ist gut, sogar unendlich gut und manchmal kann ich nichts anderes tun, als mich wie ein Kind Seiner Güte zu überlassen.

 

Punkt 2 – die Freiheit kommt von Gott; Das Gefühl, nichts an der eigenen Lage ändern zu können, kann erdrückend sein. Doch die Priester im KZ Dachau haben gezeigt, dass man immer noch etwas tun kann. Ich kann, wie sie, beharrlich weiter beten, beharrlich weiter gut zu den Menschen, zur Schöpfung sein, ich kann mich in jeder Lage weiter bemühen, ein Kind des allmächtigen Vaters zu sein.

 

Punkt 3 – Leben heißt vor allem Kind Gottes sein; Das Leid verengt den Blick. Man sieht nur das Leid und nichts anderes mehr. Viele Häftlinge sind daran zerbrochen. Viele haben aber auch deshalb den Blick zum Himmel gerichtet, und daran gedacht, dass das Leben nicht nur aus dem besteht, was man nicht ändern kann. Zu leben heißt vor allem Kind Gottes zu sein.

 

Gespräch mit Jesus Christus, der die tiefste innere Angst und Pein durchlitten hat und sich gerade da bedingungslos seinem himmlischen Vater übergibt. Er kennt meine Kämpfe, Er selbst stärkt mich, mich Ihm gleich hinzugeben. Bitte Ihn … (meine persönliche Bitte). 
3 Minuten
Etwas zu wagen und frischen Mutes anzupacken ist eine der wichtigsten Eigenschaften der Tapferkeit. Müßiggang hingegen ist aller Laster Anfang, deshalb ist Tatkraft gefragt. Diese Tatkraft und freimütige Hochherzigkeit müssen wir uns zu eigen machen. Denn der Hochherzige achtet nicht so sehr darauf, was er verlieren könnte. Er klammert sich nicht kleinlich an irgendwelche niedrigen Dinge.

 

 

 

 

- - -

 

Zurichtung des Schauplatzes: sich die Szene aus dem Impuls genau vor Augen führen; der junge Mann, der sein Leben riskiert, damit das Kreuz Jesu Christi nicht länger entehrt wird; die Gefahr, als er aus der Kolonne tritt; das ungerechte Urteil und sein hochmütiges Zeugnis für seinen Heiland. Auf der anderen Seite betrachte den reichen Jüngling. Er kommt zu Jesus und fragt, was er Gutes tun müsse, um das ewige Leben zu erlangen. Am Ende geht er betrübt von dannen; «denn er besaß viele Güter».

 

Punkt 1 – Bereitschaft zum Geben; Ich will gerne bereit sein zu geben – nicht kleinlich, sondern bereit zu allem. So wie der junge Kleriker, der in seiner großen Pein den Blick für die Gegenwart Gottes nicht verliert. Ich will bereit sein, nicht nur in Lebensgefahr, sondern immer – auch in Kleinigkeiten meines Alltags.

 

Punkt 2 – Bereitschaft ohne Berechnen; Der junge Mann hätte sich sagen können: «Es ist ja nur ein Wegkreuz». Stattdessen sagte er sich: «Es ist das Zeichen meines Gottes». Die Hochherzigkeit kommt aus der Liebe und sagt niemals: «Es ist ja nur eine Kleinigkeit». Sie tut die Kleinigkeiten und unscheinbaren Dinge mit dem gleichen Eifer wie die großen Dinge.

 

Punkt 3 – Bereitschaft zum Jetzt; Wie der junge Kleriker will ich schnell bereit sein, das Gute zu tun. Wenn ich die Gelegenheit haben, will ich sie sofort packen – nicht morgen und schon gar nicht übermorgen. Heute und jetzt!

 

Gespräch mit Jesus Christus, der auch mich einlädt, Ihm zu folgen. Sage Ihm und bitte Ihn dir zu zeigen, was «die Güter» sind, die dich zurückhalten Ihm ganz zu folgen. Bitte Ihn … (meine persönliche Bitte). 
3 Minuten
Die Priester im KZ Dachau hätten darauf antworten können, alles andere: die Aufseher, die Mithäftlinge, die schwere Arbeit, die Krankheit, das Wetter, die eigene Schwäche... es fehlte wirklich nicht an Schwierigkeiten, es war im Gegenteil schwer irgendwo keine Schwierigkeit zu sehen. Dass Gott für uns ist, zeigt sich nicht darin, dass es keine Schwierigkeiten in unserem Leben gibt, sondern dass wir die Schwierigkeiten an seiner Hand durchschreiten. Gott führt uns an der Hand, wenn wir sie nur ergreifen und festhalten. Das muss unser fester Wille sein: Die Hand Gottes niemals loslassen.

 

 

 

 

- - -

 

Zurichtung des Schauplatzes: sich Gott als Schöpfer des Alls vergegenwärtigen. Er hat alles geschaffen, das Sichtbare und das Unsichtbare. Und er sprach: «Es ist sehr gut.» Gott erhält alles im Sein, ohne ihn könnte nichts bestehen. Und sein Schaffen endet nie, Er wirkt beständig. Seine Güte hat mich aus dem Nichts gezogen, seine Barmherzigkeit hat mich erschaffen.

 

Punkt 1 – Gott ist der Herr; Gott ist der Schöpfer aller Dinge, der Herr über alle Gewalten. Nichts ist für Ihn schwer oder ein Problem. Er hat ja alles aus dem Nichts geschaffen. Wenn Gott auf unserer Seite ist, kann uns tatsächlich nichts passieren

 

Punkt 2 – Gott lässt uns alles zum Guten gereichen; Gott schenkt uns nur Gutes, nur das Beste. Wenn er uns Schwierigkeiten schickt, dann nur, um sie letztlich in etwas viel Schöneres zu verwandeln. Dieses Leben ist mir gegeben, um zu arbeiten und zu kämpfen, das ewige Leben für die Freude.

 

Punkt 3 – Gott ist immer da; Auch wenn ich den Mut verliere, die Hoffnung verliere, zu wenig Vertrauen auf Gottes Hilfe habe, so ist Er doch immer da. Ich brauche mich bloß an Ihn zu wenden, es ist nur meine Blindheit, die Ihn nicht sieht.

 

Gespräch mit Gott, dem Vater. Du bist ein Werk Seiner Hände (Ps 138,8). «Wie hast Du doch meiner gedacht, mich zu erschaffen?» (Ps 8,5). Aber Er ist nicht nur mein Schöpfer, Er will mir Vater sein. Bitte Ihn … (meine persönliche Bitte). 
22 Minuten
Paulus sagt: «Alles vermag ich in dem, der mich stärkt“ das ist Christus, ohne Christus aber „können wir nichts tun.»

 

Wir starten in die zweite Woche der Fastenzeit. Unser Gast in diesem Sonntags-Gespräch ist Clemens Maria Reithofer – in Wien geboren, aber in der Oststeiermark am Land aufgewachsen. Ins Priesterseminar hat er gefunden, nachdem er in den Stürmen seiner Jugend begonnen hat, oft den Rosenkranz zu beten. Er stellt uns die Tugend der Tapferkeit vor. Sie lässt uns Schwieriges in Angriff nehmen und durchhalten. In Zeiten der Verfolgung ist das Martyrium die höchste Form der Tapferkeit. Und so stellt er uns den österreichischen Priester P. Lenz stellvertretend für tausende Priester vor, welche sich standhaft und freimütig zum katholischen Glauben und zum Priestertum bekannten, obwohl sie dafür umso schlechter behandelt wurden.

 

Aufgabe der Woche: Wir wollen in dieser Woche bewusst, wenn wir an einem Bildstock, an einer Kirche, einem Kreuz oder ähnlichem vorbeikommen, ein andächtiges Kreuzzeichen machen – auch gerade in der Öffentlichkeit oder vor Freunden. Das Kreuzzeichen ist eine Kleinigkeit, es sagt aber alles gleichsam alles aus. Schämen wir uns nicht zu Christus zu gehören!

 

 

 

 

- - -

 

Follow / Folgen: 

 

Telegram: https://t.me/QuadraCast

 

YouTube: http://bit.ly/3kXm9SG

 

Apple Podcast: https://apple.co/3Hvf2Zh

 

Spotify: https://spoti.fi/3HwDI3R

 

Google Podcast: http://bit.ly/3Y2zrMi

 

Amazon Music: https://amzn.to/3DCFj6S
3 Minuten
Auf dem Weg zur Erlangung der Tugend der Mäßigkeit dürfen wir nicht die kleinen Kämpfe des Alltags vergessen. Der hl. Josemaría warnt uns: «Wir sind bereit zu kämpfen, aber nur mit Pauken und Trompeten und mit fliegenden Fahnen.» Aber diese fehlen im Alltag. «Heute wie gestern wird vom Christen erwartet, dass er heroisch lebt. Heroisch, wenn es nötig ist, in den großen Kämpfen. Heroisch - und das wird das Normale sein - in den kleinen, alltäglichen Dingen.»

 

 

 

 

- - -

 

Zurichtung des Schauplatzes: sich einen ruhmvollen und strahlenden Drachenbezwinger wie den hl. Georg vorstellen. Und auf der anderen Seite der einfache Gottesmann aus dem ersten Impuls, der sein «Butterdrama» ausficht.

 

Punkt 1 – in kleinen Kämpfen treu bestehen; wo sich meist unser Lebenskampf entscheidet. So will ich auch ohne «Zuschauer und Orchester» die unscheinbaren und unspektakulären Kämpfe meiner Standespflichten annehmen. In ihnen will ich meine Fertigkeiten üben und verfeinern.

 

Punkt 2 – im Kleinen fortschreiten; wie das Wasser, das in die Ritzen des Felsen sickert, bis es ihn sprengt. Dieses Wasser der kleinen Kämpfe für und mit Christus kann wahrlich die großen Brocken auf dem Weg zur Heiligkeit sprengen.

 

Punkt 3 – im Kleinen Jesus folgen; denn auch er hat 30 Jahre im Verborgenen gelebt. Er hat den Alltag, die Arbeit, den Gehorsam und das Verborgene durch sein Leben in Nazareth geheiligt. So will ich, egal um was es geht – Fasten, Reinheit, Maßhaltung – die Treue bewahren bis zum Schluss.

 

Gespräch mit Gott, dem Vater, der auch im Verborgenen sieht. Bitte Ihn … (meine persönliche Bitte).
QuadraCast

QuadraCast

40 Tage für den Herrn