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  3. Kopflastig. Der Podcast über Musik, Lernen & das Leben Podcast

Episoden

1 Stunde 2 Minuten
Heute wird es wissenschaftlich fundiert! Mein Gast ist Prof. Dr. Andreas C. Lehmann, Professor für Systematische Musikwissenschaft und Musikpsychologie an der Hochschule für Musik Würzburg. Er war Postdoc bei Anders Ericsson, dem Forscher hinter dem Konzept "Deliberate Practice", das durch die berühmte 10.000-Stunden-Regel um die Welt ging.

Wir klären, was bewusstes Üben wirklich bedeutet und warum Rumjammen nicht dazugehört, wie viele Stunden konzentriertes Üben pro Tag überhaupt möglich sind und was von den Geschichten über 12-Stunden-Übetage zu halten ist. Lehmann erklärt das Herzstück seiner Forschung, die mentalen Repräsentationen: Warum Anfänger glauben, lauter zu spielen, es aber nicht tun, was der Halbtempo-Test über dein Können verrät und warum die Motorik bei Anfängern fast die ganze Aufmerksamkeit auffrisst.

Außerdem: Wie er durch puren Zufall bei Ericsson landete, warum Mozart, Rubinstein und Michael Jackson beim Üben ständig beaufsichtigt wurden, wieso Jazzer anders üben müssen als Klassiker, das geniale Weihnachtsmann-Beispiel eines Geigenlehrers und die große Frage: Gibt es Talent überhaupt? Seine Antwort im Ericsson-Stil: "What's the evidence?"

Kapitel:

00:00 Begrüßung: Prof. Dr. Andreas C. Lehmann

01:50 Erste Berührungspunkte mit Musik und Solfège

04:40 Purer Zufall: Wie er Postdoc bei Anders Ericsson wurde

07:45 Was ist Deliberate Practice wirklich?

13:35 Raus aus der Komfortzone: Mentale Repräsentationen

17:20 Warum Anfänger sich nicht zuhören können (die Pizza-Regel)

20:05 Wie viele Stunden Üben pro Tag sind möglich?

22:05 10 Stunden am Tag üben: Mythos oder Realität?

24:30 Schumann, Mozart und die Wunderkinder: Die Rolle der Umgebung

29:30 So läuft Unterricht an der Musikhochschule

31:25 Die optimale Lehrsituation: Meister und Schüler

33:15 Deliberate Practice in anderen Domänen: Schach, Jazz, BMX

42:05 Von Liszt bis Malmsteen: Wie sich Virtuosität entwickelt

46:00 Übe-Mythen und Halbwissen: Was stimmt wirklich?

48:20 Guter Spieler, schlechter Lehrer? Das Weihnachtsmann-Beispiel

52:15 Die große Frage: Gibt es Talent?

57:05 Das Labyrinth-Bild: Sein eigener Lehrer werden

1:00:35 Die Traditionsfrage von Dr. Gerard Madden

1:02:50 Verabschiedung

Eure Fragen an: kopflastigpodcast@gmail.com

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58 Minuten
My first interview in English! My guest is Dr. Gerard Madden from the Institute of Musicians' Medicine at the Dresden University of Music. Gerard is a classically trained guitarist from Ireland, a bass player, fencing instructor and psychologist, and he even appeared as an extra in eight fight scenes of Game of Thrones.

His research topic is a big one: emotion regulation in music practice. How do musicians want to feel while practicing, and how should they feel to actually get better? The surprising answer: it's not about feeling good, it's about feeling the way the task in front of you requires. We talk about why musicians with high technical goals are willing to accept anxiety, whether frustration helps or hurts your learning, what I should do about my frustrated teenage student, and why a short self-reflection after every practice session is one of the most powerful tools there is.

Also in this episode: what a researcher's workday actually looks like, why wind instruments are a hygiene issue, delayed gratification instead of social media, and the traditional question from our previous guest.

Hinweis für meine deutschen Hörer: Dieses Interview war nur auf Englisch möglich. Probiert gern die automatische Übersetzung von YouTube aus. Die wichtigsten Erkenntnisse gibt es außerdem als deutsches PDF auf Patreon.

Chapters:

00:00 Welcome: My first interview in English

00:20 Were you really in Game of Thrones?

01:28 From classical guitar to fencing to psychology

09:42 The Institute of Musicians' Medicine in Dresden

10:54 What does a researcher actually do all day?

14:39 Where do research questions come from?

19:20 Mold and bacteria: hygiene in wind instruments

21:09 The big study: emotion regulation in music practice

25:01 Hedonic vs. instrumental: how do you want to feel?

28:57 Mastery: why ambitious musicians accept anxiety

31:33 Is frustration good or bad for learning?

35:42 Does practice have to be fun for kids?

38:31 My frustrated teenage student: what should I do?

42:57 What surprised you in the data?

45:18 Dream research: hands, skin and blisters

48:40 Your most important tip from all the research

50:53 Delayed gratification instead of social media

53:11 Does a researcher hear music differently?

54:45 The traditional question: what does music mean to you?

56:52 Goodbye

Send me your questions: kopflastigpodcast@gmail.com

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1 Stunde 15 Minuten
Heute beantworte ich eure E-Mails, und die haben es in sich!

Marco aus Wesel hat sich Lernhilfen gebaut, die Akkorden Farben und Emotionen zuordnen. Ich erzähle, warum Steve Vai und mein alter Gitarrenlehrer genau das auch machen, was echte Synästhesie von antrainierten Farbzuordnungen unterscheidet, ob man sich ein absolutes Gehör als Erwachsener antrainieren kann und warum du dir jedes Konzept auf mehreren Wegen einprägen solltest.

Ben aus Hamburg (39, spielt seit fünf Monaten) hängt im Buch "Blues You Can Use" fest und fragt, ob es zu schwer ist. Meine ehrliche Antwort: Ja, für den Anfang ist das viel. Ich erkläre, wie du solche Stücke in Einzelteile zerlegst, in welcher Reihenfolge du Blues wirklich lernen solltest und warum weniger Übe-Themen mit mehr Konzentration oft schneller zum Ziel führen.

Und Dieter, Schlagzeuglehrer aus Ostwestfalen, hat mir eine lange Mail mit Wünschen für den Podcast geschrieben. Daraus wird ein Ritt durch viele Themen: warum der Monolog für mich eine Form des Denkens ist, meine Informationsdiät gegen die Reizüberflutung, warum ich Wissenschaftler einlade, obwohl es "nichts über die Erfahrung von Musikern geht", wie ich mit Trollen umgehe, Achtsamkeit beim Üben, warum Notenlesen auf der Gitarre so schwer ist und weshalb ihr von mir keine Equipment-Videos sehen werdet.

Kapitel:

00:00 Intro

00:50 Marco: Akkorde als Farben, Bilder und Tastenmuster lernen?

23:05 Ben: Ist "Blues You Can Use" zu schwer für Anfänger?

33:15 Besser üben: weniger Themen, mehr Konzentration

39:40 Dieter: Monolog oder mehr Gäste? Informationsflut und Denkzeit

51:20 Musiker-Erfahrung oder Wissenschaft?

58:30 Wie ich mit Hass-Kommentaren umgehe

1:02:20 Achtsamkeit beim Üben

1:04:30 Notenlesen auf der Gitarre

1:09:30 Warum ich keine Equipment-Videos mache

1:15:00 Verabschiedung

Eure Fragen an: kopflastigpodcast@gmail.com

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1 Stunde 9 Minuten
Zurück aus dem Urlaub und direkt rein in eure Fragen! In dieser Folge beantworte ich drei Zuschriften, die es in sich haben.

Woher weiß ein Musiker beim Improvisieren, welche Töne er über welche Akkorde spielen kann? Ich erkläre, warum es darauf keine einfache Antwort gibt, was Licks, Gehörbildung und Intuition damit zu tun haben und warum das eigentliche Denken beim Üben stattfinden sollte, nicht auf der Bühne.

Außerdem geht es um Veränderung: Warum kommen manche Menschen leicht damit klar, während sie andere schmerzt? Ich erzähle, wie Corona mein ganzes Geschäftsmodell umgekrempelt hat, wie es nach Vitalis Ausstieg mit dem Podcast weitergeht und welche zwei hochkarätigen Forscher demnächst zu Gast sind.

Ein Hörer fragt, wie man damit umgeht, dass immer nur der Frontmann wahrgenommen wird, obwohl die Band mehr kann als er. Meine Antwort führt über die Philosophie von Alfred Adler und den Buchtipp "Du musst nicht von allen gemocht werden" zu der Frage: Warum brauchen wir überhaupt Anerkennung von anderen?

Und zum Schluss: Warum spielen auf Stadtfesten so oft Schlagerbands? Warum fahren Leute auf Malle-Mucke ab? Und wann beende ich eigentlich den Unterricht, wenn Schüler nicht üben? (Spoiler: fast nie, und wenn ein Schüler etwas nicht versteht, ist das zu 100 Prozent mein Versagen.)

Kapitel / Zeitstempel:

00:00 Intro und Urlaubs-Update

00:56 Woher weiß ein Musiker, was er beim Improvisieren spielt?

13:54 Zieht sich Vitali komplett zurück?

17:24 Warum fällt Veränderung so schwer?

27:24 Nur der Frontmann wird gesehen: Umgang mit fehlender Anerkennung

34:23 Buchtipp: "Du musst nicht von allen gemocht werden" (Alfred Adler)

46:24 Warum läuft auf Stadtfesten Schlager? Und warum lieben Leute Malle-Mucke?

1:05:06 Wann beende ich den Unterricht, wenn Schüler nicht üben?

1:07:16 Verabschiedung

Eure Fragen an: kopflastigpodcast@gmail.com

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1 minute
"Wie übst du eigentlich?" – Diese Frage bekomme ich immer wieder von Schülern und Hörern. In dieser Folge gebe ich die ausführliche Antwort: Ich zeige dir mein komplettes Übesystem – von der Zielsetzung über die tägliche Routine bis zum Übeprotokoll.

Am konkreten Beispiel (Halbton-Ganzton-Leiter in die Improvisation einbauen) erkläre ich, warum ich nichts ohne konkretes Ziel übe, wie ich Ziele in Teilschritte zerlege, warum Tonleiterübungen allein nicht reichen und wie ich mit Pomodoro-Technik, Übeprotokoll und täglicher Routine dranbleibe. Dazu: die häufigsten Übe-Fehler – zu viel, zu wenig, zu leicht, zu schwer – und woran du den optimalen Lernpunkt erkennst.

Im zweiten Teil beantworte ich Fragen aus den YouTube-Kommentaren: Wunschgäste für den Podcast, wie ich mich auf meine Schüler vorbereite, wie man sich Songs und Theorie merkt und was meine musikalischen Ziele sind.

Kapitel:

00:00 – Intro: "Talent to go" von Daniel Coyle

02:04 – Warum 1:1-Unterricht am besten funktioniert

05:30 – Schritt 1: Ein konkretes Ziel setzen

12:30 – Schritt 2: Das Ziel in Teilschritte zerlegen

13:30 – Bereich 1: Tonleiterübungen

18:00 – Bereich 2: Echte Musikbeispiele lernen

23:40 – Bereich 3: Improvisieren üben

27:30 – Schritt 3: Die tägliche Routine (+ Habit Stacking aus "Atomic Habits")

36:30 – Schritt 4: Übezeit einteilen mit der Pomodoro-Technik

42:00 – Schritt 5: Das Übeprotokoll

46:00 – Schritt 6: Übungen täglich weiterentwickeln

51:00 – Schritt 7: Geduld – realistische Zeithorizonte

55:30 – Die häufigsten Übe-Fehler

01:02:30 – Fragen aus den Kommentaren: Wunschgäste

01:11:30 – Wie ich mich auf meine Schüler vorbereite

01:19:45 – Wie merkt man sich Songs und Theorie?

01:30:00 – Meine musikalischen Ziele

Die 7 Schritte als PDF gibt's auf Patreon.

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Deine Frage in der nächsten Folge?

Schreib an: kopflastigpodcast@gmail.com

Website: https://www.sebastianbluschke.de

Instagram: https://www.instagram.com/zapoguitar

YouTube: https://www.youtube.com/@sebastianbluschke

Bücher aus der Folge: "Talent to go" (Daniel Coyle), "Atomic Habits" (James Clear)
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Über diesen Podcast

Frank Zappa sagte einst: "Über Musik zu reden ist wie über Architektur zu tanzen." Sebastian Bluschke macht es trotzdem. Im Kopflastig Podcast geht es um alles, was Musiker wirklich beschäftigt: Wie übt man effektiv? Gibt es Talent – oder ist alles lernbar? Wozu braucht man Musiktheorie? Und wie bleibt man motiviert, wenn der Fortschritt stockt? Sebastian ist seit 2012 Berufsmusiker, Gitarrist in mehreren Bands und Gitarrenlehrer mit über 15.000 Abonnenten auf YouTube. Er verbindet persönliche Erfahrung, wissenschaftliche Erkenntnisse und konkrete Tipps – mal allein, mal mit Gästen. Für alle, die Musik nicht nur hören, sondern verstehen wollen. Bleibt kopflastig!
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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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