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Bildungsstätte Anne Frank Archiv

144 Episoden
1 Stunde 26 Minuten
In unserem achten #TuesdayTalk haben wir die  WDR-Journalistin Isabel Schayani und Arzt Dr. Christoph Zenses zu Gast,  um über die Lage Geflüchteter in Griechenland zu sprechen, insbesondere  im Camp Moria.

Isabel Schayani absolvierte nach Ihrem Studium der  Islamwissenschaften, Neueren Geschichte und Völkerrecht ein  WDR-Volontariat und war unter anderem Redakteurin beim ARD-Morgenmagazin  und bei MONITOR. Sie ist Mitbegründerin des mittlerweile größten  Online-Projekts für Geflüchtete in Deutschland, „WDRforyou“. Mit diesem  Projekt sollen Menschen, die nach Deutschland geflüchtet sind,  informiert, unterhalten und mit dem Alltagsleben in Deutschland vertraut  gemacht werden.

Dr. Christoph Zenses, Facharzt für Innere Medizin in  Solingen, war im Februar dieses Jahres zum vierten Mal im  Geflüchteten-Camp Moria auf Lesbos (in dem rund 20.000 Geflüchtete  untergebracht sind), um dort medizinische Hilfe zu leisten. Als  Vorsitzender des Vereins „Solingen hilft e.V.“ sammelt er Spenden, um  die medizinische Versorgung im Camp zu verbessern. 

Die TuesdayTalks  der Bildungsstätte: Wie sieht die Situation Geflüchteter in Griechenland  aus und was ist der Stand im Mordfall Walter Lübcke? Zu diesen und  weiteren Themen laden wir einmal wöchentlich Expert*innen zum Gespräch. Die digitalen Talks laufen auf YouTube und werden moderiert von Adrian Oeser (Hessischer Rundfunk). Teilnehmende können Fragen stellen und  miteinander in den Austausch treten.

Aufzeichnung vom 16. Juni 2020
59 Minuten
Live-Stream: #BlackLivesMatter

Gespräch mit Tahir Della (Sprecher der Initiative Schwarze Menschen in  Deutschland) "Rassistische Polizeigewalt: (auch) in Deutschland ein  Problem. #BlackLivesMatter".  

Links / show notes: 

Initiative Schwarze Deutsche   

response. hessen - Beratung für Betroffene von rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt - ein Angebot der Bildungsstätte Anne Frank 

hessenschauthin.de Rechte und rassistische Vorfälle melden 

„The Talk“ 

Streitbar über „Cop Culture“      

Neuer „Integritätsbeauftragter“ für die hessische Polizei

Taz-Dossier zu tödlicher Polizeigewalt 

Interview mit Biplab Basu zu "Death in Custody"

Oury-Jalloh Podcast

Kollaborative Forschungsgruppe Racial Profiling: Erfahrung, Wirkung,  Widerstand

Das können Sie gegen Rassismus tun 

Aufzeichnung vom 4. Juni 2020 
1 Stunde 14 Minuten
Für unseren siebten #TuesdayTalk haben wir die Autorin Deborah Feldman  zu Gast. Sie ist in einer ultraorthodoxen jüdischen Satmar-Gemeinde in  Williamsburg (Brooklyn) aufgewachsen. Mit 17 wurde sie  zwangsverheiratet, mit 19 bekam sie einen Sohn. Als dieser drei Jahre  alt war, floh sie aus der Gemeinde; heute lebt sie in Berlin. Mit ihrem  autobiografischen Roman „Unorthodox“ landete sie einen internationalen  Erfolg. Aktuell läuft die Verfilmung der Serie auf Netflix.

Im  Gespräch werden wir sowohl über ihr Buch als auch die Verfilmung  sprechen. Einen Schwerpunkt werden wir u.a. auf die Reaktionen zur Serie  setzen. So warf etwa Alan Posener der Serie in der „Welt" vor,  antisemitische Klischees zu bedienen. In diesem Kontext wird mit Deborah  Feldman auch über die Frage gesprechen, welches Bild in Deutschland von  Jüdinnen und Juden gezeichnet wird.

Spannend ist auch, dass es zur  Zeit viele Serien gibt, die sich mit dem Leben der Satmar-Gemeinde in  Williamsburg beschäftigen. So laufen neben „Unorthodox“ allein auf  Netflix mit „Shtisel“ und „One of Us“ zwei weitere Serien, die sich mit  der Thematik beschäftigen. Auch darüber werden wir sprechen. .

Die TuesdayTalks der Bildungsstätte: Wie sieht die Situation Geflüchteter in Griechenland aus und was ist der Stand im Mordfall Walter Lübcke? Zu diesen und weiteren Themen laden wir einmal wöchentlich Expert*innen zum Gespräch. Die digitalen Talks laufen über die Plattform Zoom und werden moderiert von Adrian Oeser (Hessischer Rundfunk). Teilnehmende können Fragen stellen und miteinander in den Austausch treten.

Aufzeichnung vom 09. Juni 2020
1 Stunde 27 Minuten
Für unseren sechsten #TuesdayTalk haben wir die Autorin und  Extremismusforscherin Julia Ebner zu Gast. Mit ihr sprechen wir über  Hass im Netz und darüber, wie sich Menschen online radikalisieren. Auch  Strategien zum Umgang mit diesen Phänomenen sollen thematisiert werden. 

Die TuesdayTalks der Bildungsstätte: Wie sieht die Situation  Geflüchteter in Griechenland aus und was ist der Stand im Mordfall  Walter Lübcke? Zu diesen und weiteren Themen laden wir einmal  wöchentlich Expert*innen zum Gespräch. Die digitalen Talks laufen über  die Plattform Zoom und werden moderiert von Adrian Oeser (Hessischer  Rundfunk). Teilnehmende können Fragen stellen und miteinander in den  Austausch treten.  

Aufzeichnung vom 02. Juni 2020
1 Stunde 17 Minuten
Wie  lässt sich das Gedenken an die Ermordeten von Hanau angemessen  wachhalten, sodass es nicht nur bei einem kurzen Moment der Empörung  seitens der Mehrheitsgesellschaft bleibt? Welche politischen  Konsequenzen müssen aus dem Anschlag folgen, welche Fragen sind bei den  Hinterbliebenen noch offen und wie können sie - und andere von Rassismus  betroffene Menschen - auch in Zeiten der Corona-Pandemie unterstützt  werden? Darüber wollen wir mit der Initiative 19. Februar Hanau bei  unserem TuesdayTalk Nr. 5 sprechen.

In unserer neuen  Online-Diskussionsrunde TuesdayTalks wollen wir uns in aktuelle  Zeitfragen einmischen. Dazu laden wir im Mai und Juni einmal wöchentlich  Expert*innen zum Gespräch ein. Die digitalen Talks werden moderiert von  Adrian Oeser (Hessischer Rundfunk).

Aufzeichnung vom 26. Mai 2020
49 Minuten
Mitschnitt der Sendung „Zwischenzeit“ zum Thema "Rassismus erkennen und benenen". 

Was ist Rassismus, wie zeigt er sich im Alltag und was löst er aus. Zu Gast sind: Saba-Nur Cheema, die Leiterin des pädagogischen Teams der Bildungsstätte Anne Frank; Selvet Elevliv als Vertreterin von BENGI e.V. , einer migrantischen Selbstorganisationen aus Kassel; und Ruth Hunstock, die Initiatorin der Initiative „Afrodeutsche und Schwarze Menschen in Nordhessen“. Moderiert wird die Sendung von Maria Seip, der Leiterin der Kasseler Zweigstelle der Bildungsstätte Anne Frank. 
1 Stunde 31 Minuten
#TuesdayTalk IV: über Halle, Sicherheit der jüdischen Gemeinden und jüdisches Leben in Deutschland 

Bei unserem vierten TuesdayTalk wird Anastassia Pletoukhina, Doktorandin der Soziologie & Überlebende des Anschlags von Halle über (junges) jüdisches Leben in Deutschland und die Stimmung in den Gemeinden nach dem Anschlag sprechen. Ein Thema wird auch die Sicherheit jüdischer Gemeinden sein. Außerdem geht es darum, was man gegen Antisemitismus tun kann und warum jüdische Stimmen im Diskurs so wichtig sind.  In unserer neuen Online-Diskussionsrunde TuesdayTalks wollen wir uns in aktuelle Zeitfragen einmischen. Dazu laden wir im Mai und Juni einmal wöchentlich Expert*innen zum Gespräch ein. Die digitalen Talks werden moderiert von Adrian Oeser (Hessischer Rundfunk).  

Aufzeichnung vom 19.05.2020
1 Stunde 16 Minuten
Zwischen Kritik an der israelischen Regierung und Antisemitismus mit Daniel Cohn-Bendit 

In unserer neuen Reihe #TuesdayTalk spricht der Politiker Daniel Cohn-Bendit über den Graubereich zwischen Kritik an der Israelischen Regierung und Antisemitismus. Der Tuesday Talk läuft über die Plattform Zoom und wird moderiert von Adrian Oeser (Hessischer Rundfunk).

Aufzeichnung vom 12.05.2020
1 Stunde 35 Minuten
Für unseren nächsten #TuesdayTalk haben wir Prof. Dr. Julia Bernstein zu Gast. Die an der Frankfurt University of Applied Sciences dozierende Professorin wird ihr Buch „Antisemitismus an Schulen in Deutschland“ vorstellen. Bernstein legt darin Befunde, Analysen & Handlungsoptionen ihrer Forschung zu Antisemitismus an Schulen dar.  

Wie steht es um die Sicherheit jüdischer Gemeinden nach dem antisemitischen Anschlag von Halle 2019? Welche Folgen hat der rechtsterroristische Anschlag von Hanau auf Menschen vor Ort, die von Rassismus betroffenen sind und Angehörige oder Freund*innen verloren haben? Zu diesen und vielen weiteren Themen laden wir im Mai und Juni einmal wöchentlich Expert*innen zum Gespräch. Die digitalen Talks werden moderiert von Adrian Oeser (Hessischer Rundfunk). 

Aufzeichnung vom 5. Mai 2020
1 Stunde 20 Minuten
Eva Szepesi, geboren 1932 in Budapest, hat als Kind das Vernichtungslager Auschwitz überlebt. Seit vielen Jahren teilt sie ihre Erfahrungen in Zeitzeuginnengesprächen mit Jugendlichen. 2011 veröffentlichte sie ihre Autobiografie „Ein Mädchen allein auf der Flucht“. Eva Szepesi lebt in Frankfurt.  

Link zum Buch "Ein Mädchen allein auf der Flucht - Ungarn – Slowakei – Polen (1944–1945)" von Eva Szepesi:

https://metropol-verlag.de/produkt/eva-szepesi-ein-maedchen-allein-auf-der-flucht/

Aufzeichnung vom 18.05.2020
2 Stunden 15 Minuten
Digitales Zeitzeugengespräch mit dem Holocaust-Überlebenden Zvi Cohen aus Israel, moderiert von Adrian Oeser (Hessischer Rundfunk). 

Zum Filmprojekt "Erhobenen Hauptes. (Über)Leben im Kibbuz Ma'abarot":

https://www.docview.org/ 

Zum Buch "Der Junge mit der Mundharmonika. Aus dem Ghetto Theresienstadt mit dem Zug in die Freiheit":

https://metropol-verlag.de/produkt/zvi-cohen-mit-joerg-huber-und-elisa-makowski-der-junge-mit-der-mundharmonika/

Aufzeichnung vom 05. Mai 2020
34 Minuten
„Man möchte die Verbrechen des NSU aus dem kollektiven Gedächtnis bekommen“ 

Ayşe Güleç von der Initiative 6. April sprach im Webinar mit unseren Kolleg*innen Lena Reichstetter und Oliver Fassing über Gedenken und zivilgesellschaftliches Ringen um die Aufklärung des NSU-Komplexes.

Im dritten Teil der Aufzeichnung geht es um die Forderungen von Betroffenen und Angehörigen sowie um das Gedenken an die Opfer des NSU. 

Ayşe Güleç erklärt, warum der NSU-Prozess noch mehr Ungerechtigkeit geschaffen hat, was das Sperren der NSU-Akten für die kollektive Erinnerung bedeutet und welche Forderungen zum Gedenken und zur Aufklärung des NSU-Komplex bestehen. 

Aufzeichnung vom 6. April 2020

Weitere Informationen: 

HR-Podcast zu Verbindungen zwischen dem NSU-Komplex und dem Mord an Walter Lübcke

Offener Brief der Initiative „Herkesin Meydanı — Platz für alle“ für ein Mahnmal in der Keupstraße/Ecke Schanzenstraße

Petition zur Freigabe der NSU-Akten

Ausschnitte aus der Videodokumentation der Demo „Kein 10. Opfer“ im Mai 2006 in Kassel

Untersuchung von "forensic architecture" über die Rolle von Andreas Temme beim Mord an Halit Yozgat

Podcast von NSU-Watch

Refpolk & Kutlu: "Niemand Wird Vergessen / Hiç unutmadık" 
53 Minuten
„Und dann ist Herr Yozgat aufgestanden und hat sich im Gerichtssaal auf den Boden gelegt“

Ayşe Güleç von der Initiative 6. April sprach im Webinar mit unseren Kolleg*innen Lena Reichstetter und Oliver Fassing über Gedenken und zivilgesellschaftliches Ringen um die Aufklärung des NSU-Komplexes.

Im zweiten Teil der Aufzeichnung geht es um den NSU-Prozess und die Untersuchungsausschüsse. Ayşe Güleç zeigt, was vom Versprechen einer „lückenlosen Aufklärung“ geblieben ist, und erklärt anhand von bewegenden Beispielen, welche Rolle die Angehörigen beim Prozess hatten. 

Aufzeichnung vom 6. April 2020

Weitere Informationen: 

HR-Podcast zu Verbindungen zwischen dem NSU-Komplex und dem Mord an Walter Lübcke

Offener Brief der Initiative „Herkesin Meydanı — Platz für alle“ für ein Mahnmal in der Keupstraße/Ecke Schanzenstraße

Petition zur Freigabe der NSU-Akten

Ausschnitte aus der Videodokumentation der Demo „Kein 10. Opfer“ im Mai 2006 in Kassel

Untersuchung von "forensic architecture" über die Rolle von Andreas Temme beim Mord an Halit Yozgat

Podcast von NSU-Watch

Refpolk & Kutlu: "Niemand Wird Vergessen / Hiç unutmadık" 
44 Minuten
„Auch antifaschistische Strukturen haben dieses migrantisch situierte Wissen nicht wahrgenommen“

Ayşe Güleç von der Initiative 6. April sprach im Webinar mit unseren Kolleg*innen Lena Reichstetter und Oliver Fassing über  Gedenken und zivilgesellschaftliches Ringen um die Aufklärung des NSU-Komplexes.

Im ersten Teil der Aufzeichnung geht es um den Mord an  Halit Yozgat, den strukturellen Rassismus in den Behörden und die  Schikanierung der Angehörigen von Halit Yozgat bei den Ermittlungen.

Ayşe Güleç erklärt die besondere Rolle der Demonstration  „Kein 10. Opfer“ mit 4.000 Menschen in Kassel im Mai 2006. Lange vor der Selbstenttarnung des NSU hatten die Demo-Teilnehmer*innen auf die  rassistische Motivation der Mordserie aufmerksam gemacht. Doch wurde  diese überwiegend migrantische Perspektive auch von Antifaschistinnen lange nicht wahrgenommen. Güleç spricht hier von struktureller Ignoranz und Empathielosigkeit.

Aufzeichnung vom 6. April 2020

Weitere Informationen:

HR-Podcast zu Verbindungen zwischen dem NSU-Komplex und dem Mord an Walter Lübcke

Offener Brief der Initiative „Herkesin Meydanı — Platz für alle“ für ein Mahnmal in der Keupstraße/Ecke Schanzenstraße

Petition zur Freigabe der NSU-Akten

Ausschnitte aus der Videodokumentation der Demo „Kein 10. Opfer“ im Mai 2006 in Kassel

Untersuchung von "forensic architecture" über die Rolle von Andreas Temme beim Mord an Halit Yozgat

Podcast von NSU-Watch

Refpolk & Kutlu: "Niemand Wird Vergessen / Hiç unutmadık" 
1 Stunde 1 Minute
Streitbar mit Philip Eppelsheim und Thomas Kaspar

Moderation: Hadija Haruna-Oelker

Abstand halten, Kontakte meiden, zu Hause bleiben: In Zeiten der  Corona-Pandemie sind unsere Freiheitsrechte aus Gründen des  Infektionsschutzes drastisch eingeschränkt worden. Und wo es neue Gebote  und Verbote gibt, sind auch Kontrollen nichtweit. Berittene Polizei vor  Spielplätzen oder Streifenwagen vor Parkbänken sind ein fast schon  alltäglicher Anblick geworden, mancherorts kreisen auch Drohnen. Die  Politik diskutiert das Für und Wider von Handydaten-Tracking und  Corona-Apps, in den sozialen Netzwerken und bei Behördenhotlines weisen  Bürger*innen regelmäßig auf vermeintliches Fehlverhalten ihrer  Mitmenschen hin und selbst der private Raum scheint nicht mehr  unantastbar.

Ist das alles notwendig, gut und richtig so, umunsere Gesundheit zu  schützen und uns verantwortlich und solidarisch mit unseren Mitmenschen  zu verhalten? Oder sind die pandemiebedingten Kontrollmaßnahmen der  erste Schritt in den Über-wachungsstaat? Und: wie steht es eigentliche  um den Wert demokratischer Teilhabe, wenn erst das  Bundesverfassungsgericht pauschale Demonstrationsverbote untersagt?  Darüber wollen wir bei unserer StreitBar diskutieren – via Stream können  Sie auf den Social Media-Kanälen der Bildungs- stätte Anne Frank  kontrollieren, ob dabei nach allen Regeln der Kunst gestritten wird.

Aufzeichnung vom 05. Mai 2020