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64 Episoden
39 Minuten
Keine Süßigkeiten, kein Alkohol, kein Fleisch – wenn die Deutschen fasten, dann verzichten sie auf genau diese Dinge – und in genau dieser Reihenfolge. Gerade die Zeit von Aschermittwoch bis Ostern nutzen viele, um zu fasten. Dabei ist das Fasten nicht auf Nahrung allein beschränkt: Handy, Auto, Fernsehen. Für viele ist die Fastenzeit auch eine Möglichkeit, über alte Gewohnheiten nachzudenken, Halt zu machen, aufzutanken, Sinn zu suchen und sich selbst wieder zu spüren.

Unsere beiden Expertinnen kennen sich aus. Kirstin Kruger-Weiß und Birgit Schultz begleiten seit vielen Jahren Menschen, die sich frei fühlen und neu spüren möchten. Der Verzicht auf Nahrung ist dabei nur ein Baustein. Sie versuchen, zu experimentieren und kombinieren ihre Kurse mit Naturerlebnissen, Qigong und Yoga in Verbindung mit Impulsen und weiteren Körperübungen. Sie betrachten Fasten nicht als Verzicht, sondern als Gelegenheit, etwas loszulassen und dadurch Freiräume für Neues zu schaffen.

Ein Appell an alle Zuhörer:innen, die bislang um das Thema Fasten einen großen Bogen gemacht haben: Lassen Sie sich darauf ein, denn in den meisten Fällen fühlt man sich danach lebendiger und bereichert um mehr Lebensqualität.

Für einen ersten Einstieg oder auch zum Auffrischen bieten wir Ihnen in den kommenden Wochen bis Ostern eine wöchentliche, kurze spirituelle Auszeit an. Und wer das Thema vertiefen möchte, findet im spirituellen Zentrum der Katholischen Kirche, auch online, sicherlich passende Angebote für sich. Schauen Sie sich doch unter www.station-s.de in Ruhe um.

Wir freuen uns auf SIE!
43 Minuten
Trost spenden hinter Gittern

Die katholische Ordensfrau Schwester Vera von den Franziskanerinnen aus Sießen arbeitet als Seelsorgerin in der JVA-Stammheim. Unter anderem bietet sie dort suchtkranken Insassen Bastelkurse an.

Im Gespräch mit Angela Neis gibt uns Schwester Vera einen tiefen Einblick in das Knastleben. In die Einsamkeit, in die Hilflosigkeit und in die Strukturen, die man dort vorfindet. Durch Gespräche, durch Zuhören und durch kleine Kurse vermittelt sie den Insassen wieder Selbstvertrauen und Wertschätzung – vielleicht auch ein kleines Stück Lebensqualität und Hoffnung. Für viele Inhaftierte ist Schwester Vera ein Rettungsanker, um aus dem tristen Gefängnis-Alltag herauszukommen.

Gott ist in jedem Menschen sagt Schwester Vera und daran gibt es für sie nichts zu rütteln. Sie versucht von Anfang an, die Inhaftierten als Menschen ernst zu nehmen, um dadurch eine Beziehung und auch gegenseitiges Vertrauen aufzubauen. Nur dann kann etwas bewirkt werden. Wenn sich die Gefangenen wirklich öffnen, die Tragweite ihrer kriminellen Handlung erkennen und vielleicht sogar ihre Schuld eingestehen, findet etwas statt, vergleichbar mit einer spirituellen Erfahrung. Das sind dann die Momente, die Schwester Vera stolz machen, weil sie merkt, dass sie an einer Entwicklung teilhaben durfte, was nicht jedem vergönnt ist.

Doch manchmal gibt es auch Geständnisse, die sie gar nicht hören möchte. So hart und grausam und auch nur schwer zu ertragen. Aber die Schweigepflicht, die auf allen Seelsorgern lastet, verbietet es, darüber zu sprechen. Wie sie selber damit umgeht und welchen Schutzmechanismus sie dabei aufbaut, verrät sie Angela Neis im Gespräch.
44 Minuten
Wie ist Jesus weiß geworden? Mein Traum von einer Kirche ohne Rassismus

„Von Anfang an war die Kirche für alle Menschen gedacht. Trotzdem findet man auch in ihr rassistische Strukturen, die weißen Menschen meistens gar nicht auffallen“, so Sarah Vecera. Nehmen wir als Beispiel den sonntäglichen Gottesdienst. Hier kommen fast nur weiße Menschen zusammen. Und dasselbe findet man auch in unseren Gremien, auf höchster Ebene der EKD, in der Synode, im Rat und in den vielen Leitungsstrukturen vor Ort – evangelisch wie katholisch. Da ist nicht viel Vielfalt zu entdecken, obwohl wir in einer Migrationsgesellschaft leben, in der 26% aller Erwachsenen und 43% aller Kinder unter 7 Jahren Migrationshintergrund haben.

Sarah Vecera, selbst „person of color“, Theologin, Buchautorin und Bildungsreferentin mit dem Schwerpunkt Rassismus und Kirche, hat schon früh in ihrer Kindheit gemerkt, dass auf die Frage „und wo kommst du her?“, die Antwort „aus Oberhausen“ nicht die gewünschte war. Das war aber nicht das einzige Erlebnis, das ihr gezeigt hat, dass sie anders ist. Sie gibt uns im Gespräch unterhaltsame Einblicke in eine diskriminierende Kirche. Sie will uns aber ebenso ermutigen im Sinne des christlichen Glaubens eine Kirche zu gestalten, in der sich Menschen jeder Hautfarbe, Herkunft und Zuschreibung willkommen und angenommen fühlen.

Gerade die Kirche sollte ein sicherer Ort für alle sein. Das kann aber nur gelingen, wenn wir uns gegenseitig zuhören und Empathie füreinander entwickeln. Sie ist ein wichtiger Schlüssel, um Unterdrückungssysteme zu überwinden.

In ihrem eigenen Podcast „Stachel und Herz“ spricht sie mit ihrer Kollegin Thea Hummel über Rassismus und auch über vielfältige Formen der Diskriminierung innerhalb der Kirche. Hier wird der Stachel ein wenig in die Wunde gelegt, aber beide versuchen - immer mit Herz - dennoch hoffnungsvoll zu bleiben, von einer Kirche für alle zu träumen und den Weg dorthin mitzugestalten.

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Wer Sarah Vecera live erleben möchte, kann bei einer ihrer deutschlandweiten Lesungen dabei sein. Eine aktuelle Übersicht über alle deutschlandweiten Lesungen finden Sie hier:

https://rassismusundkirche.de/allgemein/wie-ist-jesus-weiss-geworden-mein-traum-von-einer-kirche-ohne-rassismus
34 Minuten
Ich habe einen Traum

Was, wenn Gottes Traum für uns und unsere Welt Wirklichkeit wird? – 

Das Märchen von Ulrich Peters erzählt von der abenteuerlichen Reise eines kleinen Traumes, der sich nichts sehnlicher wünscht, als einmal ganz groß zu werden. Aber wie soll das gelingen? Zum Glück hat Gott die zündende Idee. Die Stunde für den kleinen Traum ist gekommen…

Entdecken Sie dieses besondere Märchen von Ulrich Peters, einfühlsam vertont und musikalisch bearbeitet von Inez Ellmann.

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42 Minuten
In drei Schritten zu mehr

Achtsamkeit – Gelassenheit – Resilienz

Spätestens seit den Bestsellern von Karsten Dusse „Achtsam morden“ begegnet uns „Achtsamkeit“ in zahlreichen Situationen in unserem Leben. Und warum Resilienz in der Coronakrise lebenserhaltend war, hören und lesen wir mittlerweile rauf und runter.

Unser Gast Andreas Rieck ist Theologe, Betriebswirt, Coach, Redner und Autor. Er gibt uns spannende Einblicke in diese Begrifflichkeiten und sieht sich selbst als `Spielraumgestalter`, der andere zu mehr Gelassenheit und innerer Stärke führt, indem der eigene Spielraum erst entdeckt und dann gestaltet wird. Denn immer öfter bekommt er zu hören: „Bisher bin ich ganz gut durchgekommen, aber jetzt bin ich an einem Punkt oder einer Grenze angekommen, wo ich spüre, ich muss etwas für mich tun.“

Grenzerfahrungen gibt es mittlerweile viele. Die Kunst, damit umzugehen, besteht dann darin, zu erkennen: „OK, selbst wenn ich im Moment das Gefühl habe, ohnmächtig zu sein und keinen Einfluss zu haben, habe ich nicht doch irgendwo einen Spielraum, um einen gesunden Umgang mit dieser Herausforderung zu finden?“ Diesen Wendepunkt zu finden, sich selbst aus dem eigenen Jammertal zu befreien, hat ganz viel mit Achtsamkeit und Resilienz zu tun.

Andreas Rieck zeigt uns Übungen und gibt uns Tipps, wie wir aus diesem Hamsterrad ausbrechen können und welchen Wolf wir in unserem Herzen füttern müssen, um aus einer unangenehmen Situation wieder aussteigen zu können.

Impulse von Andreas Rieck finden Sie auch in den Ausgaben Nr. 27 bis 34/2023 des Katholischen Sonntagsblattes unter der Rubrik "Ratsam".

https://kathsonntagsblatt.de

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40 Minuten
Die Dunkelheit hat nicht das letzte Wort - Trauerbegleitung mit Anke Keil

 

Wenn ein geliebter Mensch stirbt, ist von einem Moment auf den anderen alles ganz anders. Das eigene Leben bleibt plötzlich stehen, ist aus den Fugen geraten. Und nur wenige wissen, wie sie mit der Trauer umgehen sollen. Plötzlich fehlen uns die Worte, um das, was uns bewegt, auszudrücken. Das vertraute Miteinander gelingt nicht mehr und wir verlieren uns womöglich aus den Augen.

Im Gespräch mit Anke Keil, Theologin und Lektorin, ergründen wir diese Situation und sprechen darüber, was dabei helfen kann, in solchen Momenten achtsam und empathisch miteinander umzugehen.

Anke Keil hat eine Ausbildung zur Trauerbegleiterin, arbeitet im Hospiz und in der Telefonseelsorge. Nachdem 2015 eine Tochter still geboren wurde, gründete sie zusammen mit ihrem Mann eine Selbsthilfegruppe für frühverwaiste Eltern. Sie möchten Eltern in vergleichbarer Situation eine Anlaufstelle bieten, sie in ihrer Ohnmacht begleiten und mit ihnen über den Schmerz und den Verlust sprechen.

Wir gehen auch der Frage nach, warum Trauer in unserer Gesellschaft als etwas Schambehaftetes betrachtet wird. Der Zukunftsforscher Matthias Horx hat die These formuliert: Das größere Tabu in unserer Gesellschaft ist nicht der Tod, sondern das große Tabu ist die Trauer, weil sie soziale Abläufe stört und auch in der Arbeitswelt oft als störend und kompliziert empfunden wird. Und keiner möchte kompliziert sein.

Wie lange jemand trauert, ist unterschiedlich. Auch noch Jahre später kann es passieren, dass sich die Trauer an besonderen Tagen, wie dem Geburts- oder Todestag, wieder eindrücklich zurückmeldet. Aber wir dürfen diese Narben und Brüche, die uns das Leben zugefügt hat, nicht verstecken. Wie bei der alten japanischen Kunst Kintsugi müssen wir sie achtsam zu einer neuen Form zusammensetzen. Wir können reparieren, was zerbrochen ist und ihm damit einen ganz eigenen Wert geben. Dann wachsen wir an unseren Verletzungen und können sie als wertvolle Lebenslinien akzeptieren. Das eröffnet uns einen Weg mit der Trauer umzugehen und Neues wachsen zu lassen.

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Streitet euch!

46 Minuten
Streitet euch! Wie Konflikte Paare und ihre Kinder stärken

 

Haben Sie sich heute schon gezofft? Ob privat oder öffentlich, ob beruflich, politisch oder religiös: Gestritten wird eigentlich immer. An Streitthemen mangelt es auch nicht, angesichts der großen Herausforderungen unserer Zeit. Warum wir Streit brauchen und was „Streitkultur“ eigentlich ausmacht, beleuchten wir mit Dr. Guy Bodenmann. Er ist Professor für Psychologie an der Universität Zürich, arbeitet als Paartherapeut und ist Autor zahlreicher Fachbücher. Konflikte gehören zu jeder Beziehung, sagt er. Sie können sogar förderlich sein, wenn sie offen angesprochen und gemeinsam gelöst werden. Wenn dagegen Störendes immer wieder unter den Teppich gekehrt wird oder Konflikte passiv-aggressiv ausgetragen werden, ist dies schädlich für das Paar – und für die Kinder. Sein neuester Titel „Streitet euch!“ gibt viele praktische Hinweise und Tipps, wie Paare ihr destruktives Konfliktverhalten erkennen und verändern können.

Ganz wichtig ist aus seiner Sicht, dass auch kleine Dinge, die einen stören, in einem frühen Stadium angesprochen werden. Wenn das nicht erfolgt, so Guy Bodenmann, stellt sich im Laufe der Zeit eine immer weiterwachsende Unzufriedenheit ein, die sich mehr und mehr aufstaut und irgendwann nur noch schwer zu kontrollieren ist.

Viele Paare haben sich irgendwann nichts mehr zu sagen oder auseinandergelebt. Da ist das Commitment nicht mehr vorhanden, so Guy Bodenmann. Die Sorgfalt gegenüber dem anderen lässt nach. Andere Dinge sind wichtiger, man nimmt sich weniger Zeit, ist weniger aufmerksam – es wird weniger in den Partner investiert. Das ist vergleichbar mit einem Bankkonto. Wenn man nichts mehr einzahlt und nur noch abhebt, geht das Konto so tief ins Minus, dass man irgendwann Bankrott anmelden muss. Ein schleichender Prozess und daher ist es wichtig, immer wieder zu hinterfragen, ob man genügend in die Beziehung investiert.

Guy Bodenmann gibt immer wieder Beispiele aus dem realen Leben, was passieren kann, wenn man nicht den Mut hat mit dem Partner, den Kindern oder Kollegen über schwierige Themen zu sprechen. Er gibt aber auch Impulse für einen gelungenen Einstieg und die Gestaltung von konfliktbehafteten Gesprächen. Ein kurzer Ratgeber für alle, die dazu neigen, störende Themen lieber in sich hineinzufressen, anstatt offen und konstruktiv anzusprechen.

Copyright Foto: Universität Zürich

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33 Minuten
Schon von „Foodsharing“, „Foodsavern“ oder „Fair-Teilern“ gehört? Dabei geht es darum, gegen die Verschwendung von Lebensmitteln zu kämpfen. Im Gespräch mit Katrin Scherer vom Foodsharing-Café „Raupe immersatt“ erklären wir Ihnen, welches Konzept hinter Deutschlands erstem Foodsharing-Café steckt.

Über 18 Millionen Tonnen Lebensmittel werden jährlich weggeworfen. Dennoch hungern täglich Menschen und das, obwohl wir Lebensmittel für über 12 Milliarden Menschen produzieren. Gleichzeitig trägt die übermäßige Lebensmittelproduktion erheblich zum Klimawandel bei – denn ein Lebensmittel zu produzieren, zu verarbeiten und zu transportieren, kostet viele Ressourcen. Und das völlig umsonst, wenn die Lebensmittel im Müll landen.

Foodsharing rettet genießbare Lebensmittel vor dem Müll und führt sie wieder dem menschlichen Verzehr zu. Seit Juni 2019 kann man im Foodsharing-Café “Raupe immersatt” am Hölderlinplatz in Stuttgart Lebensmittel am integrierten Fair-Teiler abgeben, mitnehmen und vor Ort genießen. Im Vordergrund steht: ungewollte und überproduzierte Lebensmittel zu „retten“. Jeder kann dann kreativ werden und sich überlegen, was er kocht, wenn es Broccoli, Salat und Nektarinen gibt .

Mitmachen dürfen alle, die darauf Lust haben und sich der Lebensmittelverschwendung entgegenstellen wollen. Ein Netzwerk von ehrenamtlichen Foodsavern rettet täglich Lebensmittel aus Betrieben, Cateringfirmen, Kantinen und Gastronomiebetrieben, die mit der Stuttgarter Initiative kooperieren. Auch durstig? Im Café gibt’s natürlich auch regionale Getränke – und jede/r zahlt hier, was es ihr oder ihm wert ist.

Infos über das Café, das Konzept und die erweiterten Dienstleistungen erfahren Sie hier in unserem Podcast und direkt auf den Seiten raupeimmersatt.de 

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45 Minuten
Vögel verstehen

Was uns die Vögel über uns und unsere Umwelt verraten

 

Paul Wernicke, Wildnispädagoge und Leiter der Wildnisschule Hoher Fläming schenkt uns unterhaltsame Momente und zahlreiche Tipps im Umgang mit heimischen Vogelarten. Er bezeichnet sich selbst als Vogel-Nerd und hat sich sein Wissen vor allem durch Zuhören und Beobachten angeeignet. Der Aufenthalt im Garten oder im Wald ist für ihn ein ultra-spannendes Erlebnis, das permanent dramatische, freud- und leidvolle Geschichten liefert. Ein echtes Genusserlebnis – und nebenbei ganz kostenlos. Vogelbeobachtung kann jeder erlernen!

Während in den USA und England birdwatching sehr beliebt ist, sind wir Deutschen davon noch weit entfernt. Dabei ist es so einfach, sich der Natur zu nähern. Paul Wernickes Zauberformel für den Einstieg nennt sich: BAK. BAK ist die Abkürzung für Buchfink, Amsel und Kohlmeise - diese drei haben ihre ganz speziellen Gesänge und Verhaltensmuster.

 Der Gesang der Amsel sticht vor allem durch seine abwechslungsreiche und melodische Art hervor. Hört man genau hin, so kann man Trillern, Zwitschern, aber auch eindeutige Flötentöne erkennen. Der Buchfink wiederholt seinen Gesang, er ruft dann z. B.: “ich ich ich schreibe die Regierung“ oder „ich ich ich bin der Reitergeneral“ oder „das das das ist mein Baum“. Die Kohlmeise dagegen ist der Cowboyvogel, der kurze Rhythmen wie dededi oder dadada von sich gibt. Drei verschiedene Vögel, einer mit melodischem, einer mit rhythmischem Gesang und einer, der sich immer wiederholt.

Sicher ist es für den Anfang nicht zu viel verlangt, sich den Gesang von diesen drei Vögeln zu merken. Später kann man zu weiteren Beobachtungen übergehen und merkt dann: die sind ja überall. Schließlich fragt man sich, was machen die Vögel so den ganzen Tag, was haben sie für Bedürfnisse und was für eine Wesensart?

Vögel können uns helfen, unsere Wahrnehmung zu erweitern und unsere Sinne zu schärfen. Paul Wernicke gibt uns dazu einen Wahrnehmungsbooster als Anleitung. Bei einer kleinen Meditation konzentrieren wir uns mit geschlossenen Augen auf unsere Umgebung und nehmen ganz bewusst alle Geräusche auf.

Für die Zukunft wünscht sich Paul Wernicke Respekt vor anderen Arten und einen achtsamen Umgang mit der Natur - und auch eine Kultur und Gesellschaft, die diese Eigenschaften unter den Menschen fördert.

Unser Buchtipp:

https://shop.verlagsgruppe-patmos.de/voegel-verstehen-401978.html

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https://www.verlagsgruppe-patmos.de/lebe-gut-magazin

https://wildnisschule-hoherflaeming.de/

Vergebung

40 Minuten
Vergebung - unterwegs auf dem Weg des Loslassens

Im Leben gibt es die kleinen Dinge, die man vergeben muss wie z. B. eine ungerecht geteilte Milchschnitte, aber es gibt auch die ganz großen Dinge – und da wird es dann knifflig.

Wie wir einen Weg des Loslassens finden, um leicht, frei und unbeschwert durch das Leben zu gehen, erklärt unser Gast Thomas Buchschuster. Er beschäftigt sich als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Theologische Ethik und Moraltheologie in Tübingen schon länger intensiv damit und schreibt gerade an seiner Doktorarbeit zum Thema Vergebung.

Echte Vergebung hat viel mit Vertrauen und vor allem auch mit Reue zu tun und immer kommt es auch auf den richtigen Zeitpunkt an, sagt Thomas Buchschuster. Solange wir noch in Aufruhr sind und das Herz in Strömen blutet, braucht es mehr Zeit, um in den Vergebungsprozess zu kommen.

Der französisch-jüdisch-stämmige Philosoph Vladimir Jankélévitch spricht davon, dass die Einsicht der Vergebung wie ein Blitz in einen fährt und der mittelalterliche Theologe Thomas von Aquin sagt, dass Vergebung Hilfe durch göttliche Gnade benötigt. Welche faszinierenden Einsichten sich daraus ergeben, die uns neben emotionalen und psychologischen Erkenntnissen auch geschichtliche Meilensteine vor Augen führen, erfahren wir an Papst Johannes Paul II. oder Nelson Mandela. Unser Podcast bietet kein schlichtes Rezept, um Vergebung jederzeit richtig zu praktizieren. Aber er bringt uns zum Nachdenken und gibt Impulse im Umgang mit diesem wichtigen Thema.

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Lebe gut

Lebe gut

Der Podcast mit Sinn für das Leben