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BLECH - Podcast über Heavy Metal Archiv

61 Episoden
1 Stunde
Wie wird Metal in zehn Jahren aussehen? In 20 Jahren? Oder in 50? Gibt es dann überhaupt noch eine Szene, wie wir sie heute kennen? Wir wagen den Blick in die Glaskugel. Neben der weltbewegenden Frage, ob “Future World” von Helloween oder von den Pretty Maids der bessere Song ist, geht es um mögliche Zukunftsszenarien für Konzerte, Ticketpreise, Mainstreamisierung, den Einfluss von KI und vieles mehr. Was passiert, wenn die stilprägende 80er-Generation das Zeitliche segnet? Wie lange läuft das noch mit den Retro-Trends und Reunions? Ist in Sachen Extreme schon alles gesagt? Wie können Festivals der Klimakrise trotzen? Werden überhaupt noch neue Genres oder Subgenres erfunden? Und wird die Szene den gesellschaftlichen Rechtsruck überwinden können? Wir versuchen uns sowohl die Cyberpunk-Dystopie als auch eine utopische Solarpunk-Zukunft mit Solarstrom und Gitarren aus Pilzholz auszumalen, spekulieren über Guitar-Cams mit der Creep-Brille, immersive Erlebniswelten, Barbie Metal und den Motörbot. Außerdem erzählt Martina von ihrer Begegnung mit einem Roboterhund und spekuliert über 80er-Ästhetik als baudrillardsches Simulacrum, während Justus Ghosts “The Future is a Foreign Land” auf seine Playlist packt und überlegt, wie viele Besetzungswechsel es braucht, bis Iron Maiden zum Schiff des Theseus werden.
56 Minuten
Wenn man sich die Jubiläums-Touren und die seit 30 Jahren gleichen Headliner auf den großen Festivals anguckt, kommt uns der Gedanke: Ist Metal eine Subkultur mit eingebauter Nostalgiemaschine?  Nach 60 Folgen BLECH fragen wir uns also, ob früher alles besser war. Oder sind wir einfach unfähig, Musik jemals wieder so abzufeiern wie in unserer Teenagerzeit oder unseren Zwanzigern? Wir klären, wo der Begriff der Nostalgie eigentlich herkommt (Achtung, Barock-Exkurs!), worin der Unterschied zu Sentimentalität besteht und warum Nostalgie nicht immer etwas Schlechtes sein muss. Nicht nur im Metal, auch überall sonst in der Popkultur begegnen uns Remakes, Reboots und Reunions – als Marketing-Tool für die eingebaute Zielgruppe. Und während anderswo die 50er Jahre, die Y2K-Ära oder die Ostalgie gefeiert werden, kennt Metal vor allem ein großes Goldenes Zeitalter: die 80er Jahre. Wir diskutieren, was die Dekade so besonders macht und ob es nicht auch Dinge gibt, die in der Szene heute besser laufen. Wie verhält es sich mit Nostalgie in anderen Musikrichtungen? Warum gibt es bei aller Rückwärtsgewandtheit so wenig Metalsongs, in denen die Vergangenheit lyrisch verklärt wird? Und sind die ersten drei Alben und die Vorkriegsdemos immer das Beste, was eine Band je gemacht hat? Ihr erfahrt außerdem, warum Martina beim Geschmack von Vanilla Coke an Manowar denken muss und warum Justus den Geruch von Regen auf warmem Asphalt hasst. Und dann geht es noch um Freibadpommes, Los Wochos, Coke and Burger bei Johnny Cash und Kai Hansen, der heimlich auf dem Judas-Priest-Konzert raucht.
1 Stunde 3 Minuten
Metal für Kinder? In Dinokostümen? Vor ein paar Jahren hätte man das noch belächelt. Heute spielen Heavysaurus auf der großen Wacken-Bühne und werden auch vom erwachsenen Publikum abgefeiert. Zeit für einen Schnack mit Christof Leim, dem “besten Freund” von Gitarren-Drache Riffi Raffi. Wir sprechen über die besonderen logistischen und textlichen Herausforderungen, harte Gitarrenmusik für das ganz kleine Publikum zu machen, aber auch über Kinder im Metal und in der Metalszene allgemein. Was unterscheidet das in Finnland entstandene Dino-Projekt Heavysaurus von einer traditionellen Band? Wie entsteht das Songmaterial? Welche Botschaften wollen Heavysaurus den Kindern vermitteln? Ist das alles nur Kommerz, wenn man Kindern im Handyzeitalter die Liebe zur Livemusik vermittelt? Wie performt man im Dino-Kostüm bei Hitze und wie fühlt es sich an, mit so einem Projekt plötzlich vor Zehntausenden auf den größten Festivalbühnen zu performen? Abseits vom Heavysaurus-Kosmos diskutieren wir, was genau Kinder an Heavy Metal anspricht und ob sie die Musik überhaupt als rebellisch verstehen. Über welche Einflugschneisen versuchen Eltern ihren Nachwuchs zu „metallisieren”? Welche anderen Bands mit Kinderpublikum gibt es noch? Ist Metal mit seiner „Never grow up, never grow old“-Attitüde nicht in sich ziemlich kindisch – und ist das nicht sogar gut so? Außerdem verrät Christof, auf welche Paläontologiefehler Heavysaurus von ihrem Publikum (und von Justus!) hingewiesen wurden, warum neben den vier Dinos auch ein Drache in der Band ist und was sich Riffi Raffi von James Hetfield abgeguckt hat. Und schließlich geht es noch darum, welches Tier Punkrock wäre, was für Dinosaurier-Storys sich Martina mit sechs Jahren ausgedacht hat, und welche Rolf-Zuckowski-Songs uns fürs Leben geprägt haben.
57 Minuten
Welche Rolle spielt Tiersymbolk im Metal? In dieser Folge BLECH nehmen wir euch mit auf unsere persönliche Expedition ins Tierreich – denn zwischen “Eagle Fly Free”, “Of Wolf and Man”, "Blashyrkh Mighty Ravendark” und all den Albumcovern mit Wölfen, Löwen, Drachen, und Ziegenböcken kreucht und fleucht es in der Metalszene mehr, als man auf den ersten Blick denken mag. Warum tauchen immer wieder die gleichen Tiere auf Metal-Covern und in Lyrics auf? Welche Symbolik und kultureller Kontext steckt dahinter? Wie verhält es sich mit der Tierliebe unter Metal-Musikern zwischen veganem Aktivismus, Jagd als Hobby und Fledermaus-Kopfabbeißen? Sind Metalfans eher Hunde- oder Katzenmenschen? Und wie reagieren Tiere eigentlich, wenn man ihnen Metal vorspielt? Auf unserer Genre-Safari nerden wir über Heraldik, Mythologie und christliche Ikonografie, begegnen 80er-Jahre-Sextieren, satanischen Ziegenböcken und heidnischen Hirschen und finden heraus, was passiert, wenn man Marienkäfern 18 Stunden lang AC/DC vorspielt. Außerdem geht es um Rob Halfords Katzen-T-Shirts, die korrekte Ausführung eines Blutadlers, Meerschweinchen-Metal und die Frage, warum so viele NWOBHM-Bands Tiernamen haben.
1 Stunde
Gimmick-Bands wie Ghost, Powerwolf, Sleep Token, Wind Rose, Gloryhammer, Kanonenfieber & Co. stehen wie wohl kaum etwas anderes für die Social-Media-Verwertung unserer Subkultur. Zeit, sich dem Phänomen, das wir schon oft am Rande gestreift haben, mit einem Deep Dive zu widmen, inspiriert von der “Kostümfieber”-Kolumne unseres Metal1.info-Kollegen Moritz. Wir versuchen nicht zu lästern – versprochen! Was meinen wir eigentlich, wenn wir von einer Band mit Gimmick sprechen? Was ist der Unterschied zu Image, Konzept und Markenzeichen? Ist das alles nur Marketing und Content für Social Media? Oder liegen die Wurzeln des Trends viel tiefer? Auf der Suche nach den Ursprüngen des Gimmick-Wahn holt Martina ihr 90er-Jahre-Wrestling-Halbwissen heraus und buddelt sich ins Rabbit Hole der Novelty Songs, während Justus der KISS-Story frönt und das Goldene Zeitalter der Gimmicks im Eurodance verortet. Nutzt sich ein starres Konzept nicht irgendwann ab? In welchen Fällen hat die Musik auch ohne das Gimmick Bestand? Was ist mit plakativen Ästhetiken – ist Corpsepaint auch ein Gimmick? Wir sprechen nicht nur über die Bands auf den großen Bühnen, sondern diskutieren auch Acts wie Perchta, Castle Rat, Cult of Fire, Witch Club Satan oder Antrisch. Und dann geht es noch um die Scorpions-Pyramide, binomische Formeln, Landsknecht-Metal, die Pipeline von GWAR über Lordi zu Heavysaurus und die Frage, ob Iron Maiden, wenn sie sich heute gründen würden, nicht auch als gimmicky bezeichnet würden. Außerdem verraten wir, welche Gimmick-Bands wir persönlich eigentlich gar nicht so doof finden.
1 Stunde 3 Minuten
Harte Gitarren und traditionelle Folkinstrumente – wie passt das eigentlich zusammen? Und warum finden das alle so toll? Zusammen mit unserem Gast Rafael Fella – seit 2012 Gitarrist bei Eluveitie – nehmen wir in dieser Folge BLECH den Folk Metal unter die Lupe. In unserem Genre-Deep-Dive berichtet Rafi aus der Musikerperspektive, wie sich Metal-Instrumente mit Geige, Flöte, Dudelsack und Co. vereinen lassen. Er erzählt von seinen musikalischen Wurzeln und gibt Einblicke, wie Songs bei Eluveitie entstehen und wie man so viele Musiker*innen und Instrumente im Studio und auf der Bühne organisiert. Wir sprechen über Gitarrentunings, Growling-Referenzen und die Herausforderung, aus dem begrenzten Inventar von Folk-Tunes immer wieder Neues zu erschaffen. Wie entstand der Folk Metal? Welche Metal-Genres fusionieren am häufigsten mit Folk? Und wie wandelte sich das Ganze von seinen politisch-sozialkritischen Anfängen in Richtung Trinkhorn-Eskapismus? Zwischen amerikanischer Folk-Tradition, irischer Pubkultur und Schweizer Ländlermusik diskutieren wir, was an traditionellen Melodien und Instrumenten heute noch fasziniert, welche emotionalen Bedürfnisse Folk-Musik erfüllen könnte und warum Folk-Metal so viel mehr als nur Sauflieder und Lai-Lai-Lai-Refrains ist.
1 Stunde
Na, wer von euch ist schon mal auf einem Konzert oder beim Plattenhören zusammengezuckt, weil etwas so richtig peinlich war? In dieser Folge BLECH geht es um Cringe und Coolness – und zwar in der Eigen- und in der Fremdwahrnehmung der Szene. Ist es cringe, Metalfan zu sein? Gelten im Metal andere Dinge als cool als im Mainstream? Welche Stilrichtungen, Bands oder Looks finden wir in der Szene so richtig peinlich? Und wieso gibt es eigentlich so viele metallische Selbstparodien? Schämt sich der Metal hier etwa für sich selbst? Martina beschäftigt sich mit der Kulturgeschichte der Coolness, Justus hat sich damit auseinandergesetzt, was es über den Zeitgeist jüngerer Generationen aussagt, dass "cringe" so omnipräsent ist. Gemeinsam finden wir heraus, was Metal als Genre und Szene vielleicht ganz anders macht als die Massenkultur und teilen unsere gnadenlos subjektiven Einschätzungen: Schwarz-weiß-Ästhetik, Fusselbärte, Pathos-Balladen, Uralt-Bandshirts, Party Power Metal, knappe Ansagen, Kronkorken auf der Kutte, der D-Beat, Christopher Lee, Alan Averill oder Ihsahn – was davon finden wir cool? Und was ganz doll cringe? Außerdem geht es um die unsichtbare Orange, Headbangen in der Kirche, die Erfindung der Bürokutte und die Frage, ob das Didgeridoo das Growling unter den Musikinstrumenten ist.
57 Minuten
Stellt euch vor, ihr habt 'ne Metalband, spielt eine Weile euren Stiefel – und dann macht ihr einfach mal was völlig anderes. WAS? Skandal! Das könnt ihr doch nicht bringen! Und ob: Für diese Folge BLECH haben wir die wichtigsten Kapellen herausgesucht, die im Laufe ihrer Karriere radikal an ihrem Sound geschraubt haben. Und natürlich fragen wir uns, welche Gründe das haben kann, dass eine Band sich weit von ihren Wurzeln entfernt. Warum wird aus frostigem Black Metal auf einmal atmosphärische Avantgarde, krachender Death Metal verwandelt sich in filigranen Progrock oder kreischender Speed Metal macht Platz für dramatische Musical-Sounds? Ist das einfach der Zeitgeist der 90er Jahre? Was ist mit Besetzungswechseln und neuen Einflüssen? Und spielen manchmal sogar kommerzielle Gründe eine Rolle? Wir haben viel gelernt bei der Recherche: Justus ist völlig aus dem Häuschen, wie ein Fan auf ein neues Album von Opeth reagierte, während Martina die wilden Stilfindungsphasen von Pantera, Anthrax oder Sepultura seziert. Und auch Baby-Darkthrone-Fotos sowie die Wollmütze von Kristoffer Rygg dürfen nicht unerwähnt bleiben.
1 Stunde
Starkult? So wie um Taylor Swift oder Cristiano Ronaldo? Kann uns im Metal nicht passieren, oder? Aber hallo! Passend zum zehnjährigen Todestag von Lemmy Kilmister widmet sich diese Folge BLECH der kultischen Verehrung mancher Metal-Ikonen. Denn wenn Fans sich Altäre bauen oder Gesichter tätowieren lassen, ist ein fast schon religiöses Level erreicht. Wir gehen der Frage auf den Grund, warum "Personenkult" einerseits negativ behaftet ist, aber eigentlich kaum ein Musikfan drum herum kommt. Gar nicht so leicht zu sagen ist, wer eigentlich "kult" im Metal ist: Welche Figuren haben es geschafft, wer bleibt trotz Erfolg un-kultig? Braucht es immer Tod, Selbstzerstörung und die Mitgliedschaft im Club 27, um zur Kultfigur zu werden? Und was ist eigentlich mit maskierten Bands und Musiker*innen, die behaupten, sie wollen sich dem Personenkult entziehen? Bei den zuweilen bizarren Ausprägungen von Metal-Personenkult stolpern wir über Insta-Fanpages und Funko-Pop-Figuren, über Wallfahrtsorte und Reliquien, "Kvlt"-Memes und 90er-Jahre-Talkshow-Auftritte. Außerdem geht es um die sehr große Floor Jansen, Gaahl und die Kult-Satan-Pause, Lippenstift am Grab von Oscar Wilde und die Frage, ob wir gerne selbst Kultfiguren wären.
1 Stunde 2 Minuten
Was ist da eigentlich passiert, als der Heavy Metal seine Grenzen gesprengt hat und innerhalb weniger intensiver Jahre Anfang bis Mitte der 80er so ziemlich alle extremen Metal-Genres auf einmal entstanden? Für unsere "BLECH History"-Folge freuen wir uns über einen besonderen Gast – Tom G. Warrior von Hellhammer, Celtic Frost und Triptykon, der diese Zeit entscheidend mitgeprägt hat. Wir fragen uns: Was macht extreme Musik aus? Ist das nur Härte? Wie funktioniert extremer Sound in anderen Genres? Welches innere Ziel verfolgt eine Band eigentlich damit, wenn sie Grenzen auslotet und immer noch einen Schritt weiter gehen will? Ist Provokation das gleiche wie "Extremität"? Und ist so etwas heute überhaupt noch möglich, in einer Zeit, in der extreme Musik normal teilweise sogar Mainstream geworden ist? Tom berichtet aus der Anfangszeit mit Hellhammer und Celtic Frost, seiner Jugend auf dem Schweizer Dorf, von der Freundschaft mit Martin Eric Ain und davon, wie harte Musik auch ein Schutzraum sein kann. Wir sprechen über die ersten internationalen Schritte, den Austausch mit anderen Bands, seine musikalischen und künstlerischen Einflüsse – von Motörhead über Metallica bis Punk und Wave –, aber auch über die innere Einstellung und die Frage, ob extreme Musik immer aus Leid geboren wird. Außerdem geht es darum, wie man sich das Growlen selbst beibringt, wie sich Tom beim Klassentreffen fühlen würde, ob es bald Hologramm-Black-Metal-gibt und warum Metal vielleicht irgendwann wie Jazz wird.
59 Minuten
Schwarze Klamotten, Totenköpfe, Death Metal und Funeral Doom – der Tod ist zumindest symbolisch im Metal allgegenwärtig. Aber woher kommt diese Faszination? Und was sagt sie aus? Darüber sprechen wir in dieser Folge BLECH mit Bestatter und Metalfan Robert Freitag. Robert bietet mit “Ab unter die Erde” unkonventionelle und auch subkulturelle Bestattungen an und berichtet uns aus der Praxis von sperrigen Särgen im Hausflur, schwarzen Mittelfinger-Kerzen, Whisky im Grab und krachenden Gitarren im Wald. Warum gibt es so viele Bandnamen wie Obituary, Grave Digger und Dark Funeral und all die Songlyrics über historische Hinrichtungen, okkulte Begräbnisse und verrottende Leichen? Ist die Beschäftigung mit dem Lebensende in all seinen, teilweise hässlichen Facetten reine Provokation oder steckt noch etwas anderes hinter der harten Attitüde? Wir fragen Robert, ob Metalfans anders trauern und wie Subkultur Trost spenden kann, teilen unsere Lieblingssongs über den Tod und sprechen über verstorbene Musiker*innen, deren Verlust uns persönlich bewegt hat. Außerdem geht es um den Unterschied zwischen kollektiver und individueller Trauer, Rituale für das 21. Jahrhundert, Begräbnis-Playlists und die Frage, ob es den Leichenschmaus noch braucht.
1 Stunde 3 Minuten
Wer hätte das gedacht, als wir 2021 unser Corona-Küchentisch-Projekt gestartet haben, dass wir 50 Folgen später immer noch BLECH reden? Fürs Jubiläum ziehen wir Bilanz und haben uns ein Stimmungsbild zum aktuellen Stand der Metalszene vorgenommen. Mit Input unserer Metal1.info-Kolleg*innen forschen wir nach: Worüber wird gesprochen? Worüber regen wir uns auf, was macht uns glücklich? Wie sieht es aus in Sachen Veröffentlichungspolitik, Konzertpublikum, Band-Hypes und politischen Diskursen? Was hat sich seit unserem Eintritt in die Szene um das Jahr 2000 herum verändert? Was zum Positiven? Was zum Negativen? Gab es noch einmal so große Umwälzungen wie den Grunge-Bruch der 90er? Was hat die Szene und die Art, wie wir Musik konsumieren, mehr verändert – Streaming oder Social Media? Wir diskutieren Szeneverjüngung und True-Metal-Zeitkapseln, Gimmick-Bands und Sammlerboxen sowie die ewige Frage nach KI – Außerdem geht es um die GoPro am Bierhelm, den Untergang des Longsleeves, Shoutouts an Taylor Swift und Tante Hannelore und die Witch-Club-Satan-Folge, die wir nie aufgenommen haben.
57 Minuten
Willkommen auf der hellen Seite des Metals! In dieser Folge BLECH spüren wir auf, wo und wie die Metalszene Gutes tut: mit sozialem Engagement, wohltätigen Organisationen und Spenden für den guten Zweck. Nachdem unsere Redaktionskolleg*innen auf Metal1.info im Zuge des “Heavy aber herzlich”-Specials bereits eine Reihe toller Organisationen mit Szenebezug vorgestellt haben, widmen wir uns dem Thema noch einmal aus der Vogelperspektive. Heaven Shall Burn und Gojira haben vermutlich viele als engagierte Bands auf dem Zettel – aber welche anderen Bands versuchen, über eigene Stiftungen Gutes zu bewirken? Für welche wohltätigen Organisationen und Zwecke engagieren sich Fans, Musiker*innen und Veranstaltende? Welche Themen finden weniger Berücksichtigung? Wie verhält es sich mit der Politik? Wir bemerken, dass die Szene von besonders polarisierenden Angelegenheiten meist die Finger lässt und eher den Konsens zu suchen scheint. Schutzbedürftige ohne eigene Stimme zu unterstützen – die Voice for the Voiceless zu sein – liegt da also nahe. Aber wie passen Veganismus und eine krawallige Organisation wie PETA da zu? Und liegt es vor allem am coolen Logo, dass die Meeresschutzorganisation Sea Shepherd bei Metalheads so beliebt ist? Wir reflektieren unser eigenes Spendenverhalten und setzen das in Kontext: Wie verhält sich das Engagement der Metalszene zu dem der Deutschen insgesamt? Und wie sieht es in anderen Szenen aus? Außerdem dabei: Black-Metal-Fans, die heimlich Kaninchen streicheln, Ahab und der Tiefseebergbau, Martina versucht Politik zu definieren und plötzlich growlt Justus einen Vogelnamen.
1 Stunde 1 Minute
Wir wollten nicht bis Folge 666 warten, bis endlich der Fürst der Finsternis zur Hauptperson in BLECH wird! Und so ist nach Odin und Jesus nun also der Leibhaftige an der Reihe in unserer losen Serie zu Metal und Religion. Schließlich hat Satan seit jeher einen herausragenden Platz in der Metalkultur. In dieser Folge erforschen wir, wie genau der Teufel in die Musik und in den Metal im Besonderen kam. Welche Funktion hat die teuflische Provokation für Fans und Musiker*innen hat und wo liegen die Grenzlinien zwischen Show und tatsächlichen Glaubenssätzen? Auf unserer Reise durch die Kulturgeschichte begleiten uns Aleister Crowley aka der unbeliebteste Bergsteiger des 20. Jahrhunderts, kalifornische Hippies, britische Hammer-Filme, die “Satanic Panic” und Anton Szandor Lavey mit seiner Church of Satan. Justus stellt fest, dass diese irgendwie weder eine "Church" noch "of Satan" ist, während Martina Verbindungen zwischen Internet-Edgelords und dem modern-satanistischen Hyper-Individualismus sieht. Warum das Volksparkstadion nicht mit Ochsenblut geflutet wird und wer eigentlich die Luzi ist, die da abgeht? Wir verraten es euch – (fast) ganz ohne Rückwärtsbotschaften!
59 Minuten
Willkommen in der visuellen Folge! Zwar wird BLECH kein Video-Podcast, trotzdem wollen wir uns dem widmen, was es rund um Heavy Metal zu sehen gibt: Album-Cover, Bandlogos, Bandfotos und Backdrops und sogar Schriftarten – welchen Einfluss hat das visuelle Element auf die Musik? Was macht Metal-Ästhetik aus? Welche Funktion hat sie? Woran erkennt man auf den ersten Blick, dass etwas “metal” ist? Und haben Metalfans einen anderen Sinn für Schönheit als Normalverbraucher*innen? Es geht um die Entwicklung der Metal-Ästhetik von den 70ern bis heute, den großen Black-Metal-Bruch, Provokation, Sexismus und Shock Value, Metal-Farben und die Frage nach Albumcovern in Zeiten von KI. Und natürlich verraten wir auch unsere persönlichen Artwork-Favoriten und Lieblings-Metal-Illustrator*innen.  Außerdem diskutieren wir Logos, die man gut in Tische kratzen kann, die Semiotik von “Somewhere in Time”, Bandfotos mit der unsichtbaren Orange, Martinas Manowar-Confessions, Justus' Poster aus dem Müll und die Frage, ob Derek Riggs wie Eddie aussieht. 
BLECH - Podcast über Heavy Metal

BLECH - Podcast über Heavy Metal

Viel wurde schon über Heavy Metal geredet - und dennoch nicht genug: Der Metal-Podcast BLECH stellt endlich die großen Fragen an Musik und Subkultur. Wir sind Martina und Justus und wir reden BLECH al...