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206 Episoden
28 Minuten
Es klingt natürlich nicht besonders schön, aber: Die Ehe ist ein knallharter Vertrag. Und dieser Vertrag kann riesige Konsequenzen für die finanzielle Sicherheit, Verteilung der Care-Arbeit und ökonomische Freiheit haben – vor allem für Frauen. Darum ist es doch besser, einen individuellen Vertrag auszuhandeln, statt die Standardversion einfach anzunehmen, oder? Diese Folge ist ein Reality-Check: Wie fair ist deine Beziehung wirklich, wenn Kinder, Care-Arbeit und Teilzeit ins Spiel kommen – und wer zahlt den Preis dafür im Alter? Das besprechen die beiden Juristinnen Sandra Runge und Saskia Schlemmer, die im Netz als @diescheidungsanwältin bekannt ist.
32 Minuten
Wenn wir darüber nachdenken, wie wir in Zukunft leben wollen, dann müssen wir uns auch die Frage stellen: Wie stabil ist unser Sozialstaat? Wie stehen wir da, was Rente, Gesundheitswesen und die Zukunftschancen der jungen Generation angeht? In diesem Live-Gespräch diskutieren Niels Reith (Geschäftsführer, Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung e.V. (GVG)), Prof. Ute Klammer (Geschäftsführende Direktorin des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ)) und Stella Imo (Co-Gründerin der Jugend-Enquete-Kommission), wo unser System an seine Grenzen stößt und warum der Dialog zwischen den Generationen so zentral ist, um eine vielversprechende Zukunft für alle zu bauen.
33 Minuten
"Bin ich eine gute Mutter?" Eine Frage, die wahrscheinlich jede Frau umtreibt, die Kinder hat. Ganz besonders dann, wenn sie berufstätig ist. In dieser Folge gehen wir der Frage nach, warum die Autorin und Journalistin Anna Clauß sich zerrissen fühlt zwischen ihrer Liebe zu ihrem Beruf und der Liebe zu ihrem Sohn. Und der Frage, warum ihr Mann zwar gerne einen großen Teil der Sorgearbeit übernimmt – aber dennoch auf keinen Fall "nur” als Hausmann rüberkommen möchte. Die Journalistin Silvia Feist und Spiegel-Kolumnistin Anna Clauß diskutieren, warum Mütter für ihre beruflichen Ambitionen als „Ego-Mütter“ etikettiert werden, während Väter für die gleichen Entscheidungen Applaus bekommen. Die Autorin des Buches “Mein Mann ist die bessere Mutter” teilt offen ihre Selbstzweifel, ihre Erfahrungen in einem gleichberechtigten Familienmodell – und warum sie manchmal lieber Vater als Mutter wäre.
35 Minuten
Es ist paradox: Unsere Gesellschaft ist so stark digital vernetzt, dass es leicht ist, sich auf zwischenmenschlicher Ebene isoliert und ausgegrenzt zu fühlen. In einer Zeit, die von Krisen und Umbrüchen geprägt ist, kann Einsamkeit schnell gefährlich werden. Für den Kopf, den Körper und die Gesellschaft. Ronja von Wurmb-Seibel hat sich in ihrem Buch „Zusammen. Warum wir für ein gutes Leben Verbündete brauchen – und wie wir sie finden“ mit Einsamkeit und Verbundenheit auseinandergesetzt.
39 Minuten
Wann erkennen wir Gewalt gegen Frauen endlich als gesamtgesellschaftliches Problem an, anstelle sie auf Einzelfälle zu reduzieren? Die Expertinnen Maria Noichl (Mitglied des Europaparlaments), Agota Lavoyer (Expertin für sexualisierte Gewalt) und Romy Stangl (Gleichstellungsbeauftragte und Menschenrechtsaktivistin) liefern politische, beratende und aktivistische Perspektiven. Die Journalistin Silvia Feist moderiert dieses Live-Gespräch, das zugleich ein Appell ist: Gewalt gegen Frauen darf nicht länger normalisiert und ignoriert werden.
41 Minuten
In dieser Live-Aufnahme wird die Frage diskutiert, wie sich Europa gegen Hass, Desinformation und algorithmische Manipulation behaupten kann. Unter der Moderation von Andrea Rexer diskutieren vier Expertinnen über die Herausforderungen, Wünsche und Möglichkeiten eines digitalen Raums, der Demokratie fördert und Frauen schützt. Dr. Katarina Barley vertritt den Blickwinkel der EU, Prof. Dr. Jasmin Riedl berichtet als Politikwissenschaftlerin aus der Forschung, Theresia Crone ist Juristin in einer Kanzlei, die sich mit Rechtsextremismus und Demokratie befasst, und Daphne Auer bringt als Informatikerin und Repräsentantin des „Common Grounds Forum“ der Gesellschaft für Informatik e. V. die Stimme der jungen Generation ein. Sie diskutieren, wie sich Europa gegen Hass, Desinformation und algorithmische Manipulation behaupten kann, und betonen, dass digitale Gewalt und kapitalistischer Lobbyismus nicht nur Frauenthemen, sondern Demokratieprobleme sind.
39 Minuten
Warum bringen Antidemokrat:innen, Rassist:innen, Sexist:innen und homo- sowie transphobe Menschen uns aus dem Gleichgewicht? Wie reagierst du, wenn jemand im Meeting einen sexistischen Spruch macht? Oder wenn auf der Familienfeier ein rassistischer Kommentar fällt? In dieser Folge lernst du von Mo Asumang, wie du in solchen Momenten Haltung zeigen kannst – ohne laut zu werden, ohne dich selbst zu verlieren. Mo Asumang ist Moderatorin, Autorin, Dokumentarfilmerin und Gründerin des Vereins MoLab. Für ihre Arbeit gegen Rassismus und für Demokratie wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Ihre Entscheidung, den Dialog mit Neonazis zu suchen, entstand aus persönlichen Erfahrungen mit rassistisch motivierter Gewalt – darunter Morddrohungen und körperliche Angriffe. Im Gespräch mit Moderatorin Kristina Appel beantwortet sie, - Warum sie den Dialog sucht, wo andere Flucht oder Gegenwehr wählen. - Wie sie mit Angst umzugehen lernte. - Warum “mit Neonazis sprechen” nicht dasselbe ist, wie “Neonazis eine Plattform bieten.” „Wir ziehen Mauern hoch – und dahinter stehen Millionen. Aber Mauern lösen nichts. Dialog schon.“ Diese Folge ist für alle, die sich für Demokratie, Dialog und ein respektvolles Miteinander einsetzen wollen – und dabei nicht ihre Energie und den Mut verlieren möchten.
45 Minuten
Wie sieht eine Gesellschaft aus, in der Gleichstellung nicht nur eine Forderung ist, sondern gelebte Realität? Island ist dieser Wirklichkeit am nächsten: Seit 16 Jahren hält sich das Land auf Platz eins des Gender-Equality-Index des World Economic Forum (WEF). Zu Gast im herCAREER Podcast ist Eliza Reid – Autorin, Unternehmerin und ehemalige First Lady von Island. Acht Jahre lang hat sie eine außergewöhnliche Plattform genutzt, um über Gleichberechtigung, Solidarität und Empowerment zu sprechen – und sie hat ein Buch über Islands außergewöhnliche Frauen verfasst, das nun auch in deutscher Übersetzung erschienen ist. **** What does a society look like in which equality is not just a demand, but a lived reality? Iceland comes closest to this reality: for 16 years, the country has held the top spot in the World Economic Forum's (WEF) Gender Equality Index. The guest on the herCAREER podcast is Eliza Reid – author, entrepreneur, and former First Lady of Iceland. For eight years, she has used an extraordinary platform to talk about equality, solidarity and empowerment – and she has written a book about Iceland's extraordinary women, which has now been published in German translation.
29 Minuten
Was ist falsch daran, Fragen zu stellen und nach Antworten zu suchen? Gar nichts. Aber für Ayla Işik hat das Hinterfragen ihrer eigenen Glaubensätze auch den Verlust ihrer muslimischen Community bedeutet. Die Autorin spricht mit herCAREER Redakteurin Kristina Appel über Systeme und Strukturen, die einengen. Und über Wege in ein selbstbestimmtes Leben. Sie weiß, Wenn du erstmal verstanden hast, wie die Regeln in einem System – ob Familie, Religion oder Arbeitsplatz – funktionieren, DANN kannst du selbst entscheiden, ob und wie du dich auch an sie halten möchtest.
33 Minuten
Sobald eine Frau Mutter wird, verändern sich alle Bedingungen für ihre Berufstätigkeit. Stefanie Hornung moderiert das Live-Gespräch mit Autorin und Journalistin [Anne Theiss](https://www.her-career.com/kopf/anne-theiss/) über tief verwurzelte gesellschaftliche Normen, politische Strukturen und mangelnde Solidarität unter Frauen, die dazu führen, dass Mütter nicht ihr volles berufliches Potenzial entfalten können. Ihr Appell ist: „Wir müssen Mutterschaft freier, liberaler, moderner, attraktiver machen.“ **Schlüssel-Konflikte aus der Folge: ** _Sozialer Druck und veraltetes Mutterbild: _ Mütter, die früh wieder arbeiten oder nicht dem traditionellen Mutterbild entsprechen, werden mit Vorurteilen und Abwertung konfrontiert. Es herrscht ein starker sozialer Druck. „Ich selbst habe es auch erlebt, als ich frühzeitig wieder angefangen habe zu arbeiten. Ich habe teils brutale Kommentare gehört.“ _Strukturelle Hürden und fehlende Gleichberechtigung: _ Trotz zahlreicher familienpolitischer Maßnahmen fehlt es an echter Gleichberechtigung und verlässlichen Rahmenbedingungen, die es Müttern ermöglichen, beruflich voll einzusteigen. Ein Problem: „Wir haben einen der höchsten Teilzeitquoten von Müttern oder von Frauen hier in Deutschland.” Deutschland und der Fachkräftemangel brauchen mehr Mütter in Vollzeit. _Generationenkonflikt und mangelnde Solidarität: _ Ältere Generationen verteidigen oft das traditionelle Ernährermodell. Anstelle sich gegenseitig zu unterstützen, begegnen die Generationen sich in Theiss’ Augen mit Unverständnis und Ablehnung. „Ich glaube, dass das speziell ein Generationenkonflikt unter Frauen ist, weil wir jetzt gerade eigentlich extrem darauf angewiesen wären, dass wir solidarisch zueinander sind.“ Die Folge macht Mut, dass Veränderung möglich ist, wenn gesellschaftliches Umdenken, politische Anpassungen und mehr Solidarität unter Frauen stattfinden.
43 Minuten
_„Alkohol ist in unserer Gesellschaft allgegenwärtig, Alkoholsucht ist eher ein Tabu.“ _ Dabei ist es wahnsinnig wichtig, darüber zu sprechen. [Nathalie Stüben](https://www.her-career.com/kopf/nathalie-stueben/), Autorin und eine der Stimmen der deutschen Sober-Bewegung. Mit der Moderatorin Stefanie Hornung spricht sie in über Ursachen und Dynamiken von Alkoholsucht und gibt praktische Impulse für alle, die ihr Trinkverhalten hinterfragen oder verändern möchten. **Wichtige Fragen, die diese Folge beantwortet: ** **Wie erkennt man das eigene Alkoholproblem? ** Stüben schildert in der Folge die schleichenden Stufen der Abhängigkeit und verräterische Symptome. Trinkst du etwa, um eine Wirkung zu erzielen? Um zu entspannen, um den Stress zu lindern, um einschlafen zu können? Aber Achtung: Betroffene entsprechen oft nicht dem Klischee, darum lohnt es sich, aufmerksam hinzusehen. **Warum trinken wir eigentlich?** Alkoholkonsum gilt in unserer Gesellschaft als normal: bei Feiern, bei Stress oder um störende und unangenehme Gefühle abzumildern. Dabei ist Alkohol dafür bekannt, psychische Probleme zu verschlimmern. Nathalie Stüben sagt: „In einem Land wie Deutschland, in dem es so normal ist, Alkohol zu trinken und in dem es ja komisch ist, nicht zu trinken, ist es auch relativ banal, ein Alkoholproblem zu entwickeln.“ **Trinken Frauen anders? ** Alle medizinischen und gesellschaftlichen Unterschiede zwischen Männern und Frauen spiegeln sich im Alkoholkonsum wider. Darum trinken Frauen nicht gleichberechtigt. „Alkohol ist für Frauenkörper schädlicher als für Männerkörper“, sagt Stüben. Dazu kommt: Betrunkene Männer werden in der Gesellschaft eher akzeptiert als betrunkene Frauen.
26 Minuten
Wusstest du, dass 1/3 der deutschen Männer eine antifeministische Haltung haben – und der Anteil bei Jüngeren sogar steigt? In unserer aktuellen Live-Aufnahme spricht Autor und Berater Martin Speer offen darüber, wie tief antifeministische Denkmuster bei vielen Männern verwurzelt sind und wie unterschiedlich der (Arbeits-)Alltag für weiblich und männlich gelesene Personen tatsächlich aussieht. Was erwartet dich in der Folge? Geschlechtergerechtigkeit ist ein Männerthema! Martin Speer räumt mit dem Mythos auf, Gleichstellung sei „nur ein Frauenthema“. Er zeigt, warum gerade Männer Verantwortung übernehmen müssen – und wie Unternehmen sich oft mit Ausreden wie „Wir haben wichtigere Probleme“ aus der Affäre ziehen. Die vier häufigsten Ausreden: Verneinen, Delegieren, Relativieren und Verunsicherung – Speer benennt die typischen Muster, mit denen Männer ihre Verantwortung abwälzen. Das Zwei-Welten-Modell: Ob im Meetingraum oder im Straßenverkehr: Männer und Frauen erleben die Welt unterschiedlich. Speer erklärt, warum es für Männer so wichtig ist, ihre eigenen Privilegien zu erkennen. Drei Lösungsansätze aus der Folge: Zuhören & Perspektivwechsel: Nur wer wirklich zuhört, kann die Erfahrungen von Frauen verstehen und eigene blinde Flecken erkennen. Brücken bauen & Verantwortung übernehmen: Männer können als Verbündete aktiv gegen diskriminierende Strukturen vorgehen – vor allem in männerdominierten Gruppen. Sorgearbeit & Sichtbarkeit teilen: Auch im Job Verantwortung für Care-Arbeit übernehmen und Frauen konsequent Raum geben. Die gute Nachricht: Wenn 1/3 der Männer antifeministisch agiert, gibt es immer noch 2/3, die gemeinsam für echten Wandel einstehen können!
30 Minuten
Content Warnung: Diese Folge enthält Beschreibungen sexualisierter Belästigung und Gewalt. „Die wichtigsten Instrumente, die wir gegen sexuelle Belästigung haben, sind Prävention und Aufklärung.“ Die Psychologin Franziska Saxler ist Expertin für sexualisierte Gewalt. Im Gespräch mit Annette von Wedel vom Verein Female Vision spricht sie über ihre eigenen Erfahrungen und ihre Forschung, aber vor allem über die Ursachen, Präventionsmaßnahmen und Möglichkeiten, Betroffene zu unterstützen. - Warum wir (immer noch) über Sexismus reden müssen Die Autorin weiß: Sexismus bleibt trotz öffentlicher Debatte ein drängendes Problem. Zahlen aus aktuellen Studien zeigen: Die Mehrheit der Frauen erlebt sexualisierte Belästigung. Doch warum ist das so? Und was können wir konkret tun? **Zentrale Fragen, die in der Folge beantwortet werden, sind: ** - Aufzählungs-TextWarum ist Belästigung so schwer einzuordnen? Franziska Saxler erklärt, dass gerade die subtileren Formen von Belästigung schwer zu erkennen sind, da sie tief in der Alltagskultur verankert sind. ** Was zählt zu sexualisierter Belästigung? ** Nach der sozialwissenschaftlichen Definition gibt es drei Formen: geschlechterbezogene Belästigung (z. B. sexistische Witze), ungewollte sexualisierte Aufmerksamkeit und sexualisierter Zwang. **Was begünstigt sexualisierte Belästigung? ** Macht ist der zentrale Faktor bei Belästigung, nicht „Anziehung“. Ungleich verteilte Machtverhältnisse im Beruf oder in der Wissenschaft begünstigen Übergriffe. **Wie und wo können Betroffene Hilfe finden? ** Unterstützung und Validierung suchen. Franziska Saxler rät, mit Vertrauenspersonen zu sprechen, die Verständnis zeigen und die eigene Wahrnehmung bestätigen. Das bedeutet im Umkehrschluss für Organisationen, dass Anlaufstellen und Vertrauenspersonen verfügbar und Kontaktierungswege bekannt sein müssen. Dokumentation Sie rät, Vorfälle von Anfang an zu dokumentieren (Datum, Uhrzeit, Inhalte), um Grundlagen für eine offizielle Beschwerde zu schaffen. **Professionelle Hilfe und Beratung ** Saxler rät, psychologische Beratung und offizielle Beschwerdestellen in Anspruch zu nehmen oder anonyme Beratung, wie sie von #MeTooScience angeboten wird. Offizielle Beschwerdewege im Unternehmen oder an der Institution können Gleichstellungsbeauftragte, der Betriebsrat oder unabhängige Dienstleistende sein. Für mehr konkrete Infos, hör’ rein!
32 Minuten
Armut hat System, sagt die Geschäftsführerin der Tafel Deutschland, Sirkka Jendis. Und Armut ist weiblich. sie wird vererbt und macht krank. Derzeit, so Jendis, sei der beste Schutz vor Armut, in eine wohlhabende Familie hineingeboren zu werden. In unserem Live-Gespräch auf der herCAREER Expo fragt Moderatorin Kristina Appel unter anderem: Was muss passiere, damit sich das ändert? Zentrale Themen dieser Episode sind: 
 Armut ist strukturell – nicht individuell. Sie ist tief im System verankert ist und beruht nicht auf persönlichem Versagen. Frauen sind überproportional von Armut betroffen – durch unterbrochene Erwerbsbiografien, Care-Arbeit und Teilzeitbeschäftigung. „Wir haben eine gut ausgebildete Gruppe in Deutschland, die wenig arbeitet – und das sind Frauen.“ Narrative über Armut sind falsch: Jendis kritisiert gängige Vorurteile über „faule“ Arme und fordert mehr Empathie und Faktenorientierung, denn ein Leben in Armut ist "eines der anstrengendsten Leben, die man führen kann.“ Arbeit allein schützt nicht vor Armut: „Wir haben 800.000 Menschen, die arbeiten und trotzdem aufstocken müssen.“ Darum fordert Jendis: ”Löhne müssen armutsfest sein.” Soziale Mobilität ist gering, was dazu führt, dass Wohlstand in Deutschland stark vom Elternhaus abhängig ist – ein strukturelles Problem. Jendis fordert mehr Gerechtigkeit durch politische Reformen: „Ich bin der festen Überzeugung, dass auch wohlhabende Menschen mehr davon haben, wenn es weniger arme Menschen gibt.“ einen Perspektivwechsel: Sirkka Jendis appelliert an jeden Einzelnen: „Armut ist so viel mehr als ein Mangel an Geld – es ist ein Mangel an sozialer Teilhabe.“ Armut kein Randthema ist – sondern ein gesamtgesellschaftliches Problem, das uns alle betrifft.
33 Minuten
Mama hat alle Antworten, Mama findet alles wieder – das sind reine Erzählungen. Wir müssen diese Narrative nicht mit Leben füllen, wir müssen sie nicht weitergeben. Patricia Cammarata, Diplom-Psychologin und Autorin spricht in dieser Live-Aufnahme mit der Gründerin Ricarda Engelmeier über ihr neues Buch "Musterbruch". Denn genau darauf baut Patricias Vision für eine gleichberechtigtere Zukunft auf - dem Bruch mit erlernten Mustern und Rollenverständnissen. Zunächst in der Partnerschaft und bei der Care-Arbeit . Dann im Recruitingmarkt und in der Unternehmenskultur. Und natürlich in Steuerrecht und Politik. Ein paar Tipps, wie da geht mit dem Auf- und Ausbrechen – und dem Rekonstruieren neuer Supportsysteme, die gibt es natürlich auch.
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