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Hedgework-Talk rund um alternative, digitale und nachhaltige Investments Archiv

98 Episoden
25 Minuten
Im 98. Hedgework Talk begrüßt Uwe Lill Patrick Grewe, der den Bereich Asset Management bei van Grunsteyn verantwortet. Das Haus gehört zur Ludwig Wertpapierhandelsbank, die seit über 45 Jahren als Market Maker und Liquidity Provider am Frankfurter Parkett aktiv ist. Grewe beschreibt, wie aus dieser Historie der Wunsch nach einer eigenen Asset-Management-Einheit entstand und warum sein Weg über Kölner und Frankfurter Vermögensverwalter zu diesem Projekt führte. Im Gespräch geht es um die Frage, was konservative Anlage heute bedeutet: Unternehmen mit langer Historie, verlässlicher Dividende aus eigenen Erträgen und ohne Abhängigkeit von Fremdkapital für Ausschüttungen. Grewe erläutert, weshalb sein Team bewusst breit aufgestellt ist, Trends wie KI bislang nicht zum Kern des Portfolios gemacht haben und Bewertungen für sie den entscheidenden Filter darstellen. Die Diskussion kreist außerdem um Kosten im Verhältnis zu passiven Produkten und ETFs, um die Frage nach dem richtigen Maßstab für aktives Management und um den Anlagehorizont, den Grewe für angemessen hält.
23 Minuten
Künstliche Intelligenz verändert den Investmentprozess – doch die Verantwortung für Anlageentscheidungen bleibt beim Menschen. Im 97. Hedgework-Talk spricht Uwe Lill mit Prof. Dr. Jan Viebig, Gründer und CIO von JVInvest, darüber, wie sich klassische Fundamentalanalyse, datenbasierte Modelle und künstliche Intelligenz zu einer benchmarkunabhängigen Anlagestrategie verbinden lassen. Viebig erläutert, warum langfristiger Vermögensaufbau ein grundlegendes Verständnis von Aktien, Anleihen und alternativen Investments voraussetzt, weshalb Diversifikation nicht mit einer beliebig hohen Zahl an Einzeltiteln gleichzusetzen ist und woran sich Unternehmen erkennen lassen, die nachhaltig Wert schaffen. Außerdem erklärt er, wie mehrere Machine-Learning-Modelle Aktien filtern, welche Bedeutung erklärbare Modelle und der sogenannte Human-in-the-Loop-Ansatz haben und warum die finale Investmententscheidung nicht an eine Maschine delegiert werden sollte. Im Gespräch zeigt Viebig, wie er das Risiko seiner Fonds über klar definierte Zielvolatilitäten steuert und in herausfordernden Marktphasen durch De-Leveraging reduziert. Mit Blick auf die hohen Bewertungen an den Aktienmärkten und das Schiller-KGV spricht er über langfristig gedämpfte Renditeerwartungen, die Chancen einer gezielten Aktien-, Sektor- und Länderauswahl sowie die Frage, wie sich mit einem niedrigeren Risiko dennoch attraktive Renditen erzielen lassen. Für Anleger, so Viebig, kommt es dabei vor allem auf eines an: Finanzbildung, Geduld und ein konsequentes Risikomanagement.
24 Minuten
Geopolitische Spannungen, die US-Zwischenwahlen und die hohe globale Verschuldung sorgen für ein breites Risikospektrum an den Märkten. Im 96. Hedgework-Talk spricht Uwe Lill mit Kay Tönnes, Gründer und Geschäftsführer von Antecedo Asset Management, darüber, wie Anleger durch eine Phase navigieren können, in der selbst Aktien und Anleihen gleichzeitig unter Druck geraten. Tönnes erläutert, warum die aktuell niedrige Volatilität trügerisch sein kann, welche Grenzen das klassische 40/60-Portfolio hat und weshalb sein Risikomodell eine ungewöhnlich hohe Wahrscheinlichkeit eines stärkeren Markteinbruchs anzeigt. Außerdem erklärt er, was ein belastbares Risikomanagement ausmacht und wie strategische Liquidität sowie Optionen dabei helfen können, Risiken zu begrenzen. Im Gespräch zeigt Tönnes, wie asymmetrische Optionsstrategien die Partizipation an steigenden Märkten mit einem Schutz vor größeren Verlusten verbinden. Anhand der Antecedo-Fonds beschreibt er, wie solche Strategien in der Praxis funktionieren – und warum Anleger bis zum Jahresende vor allem eines brauchen: starke Nerven und einen klaren Plan.
39 Minuten
Künstliche Intelligenz hält Einzug ins Asset Management – nicht als Add-on, sondern als Betriebssystem. Im 95. Hedgework-Talk spricht Joachim Althof mit Michael Althof und Holger Wasem über LEIW (Luxembourg Enterprise for Investment and Wealth Management) – einen von Grund auf KI-zentrierten Asset Manager, der Portfoliomanagement, Risiko, Vertrieb und Operations mithilfe von Agentenarchitekturen neu denkt. Es geht um eine Organisation, in der virtuelle KI-Kollegen den Arbeitsalltag prägen, alle Daten systematisch ins „Firmengedächtnis“ fließen und Sprachmodelle komplett on-premise laufen, auch um geopolitische und regulatorische Risiken zu minimieren. Im Gespräch geht es um die Frage, wie sich ein Asset Manager von Grund auf für die KI-Ära aufstellen muss. Althof und Wasem erläutern, wie hybride Teams aus Experten und KI-Agenten komplexe Due-Diligence-Prozesse beschleunigen, welche Rolle der EU AI Act und DORA für das Unternehmen spielen, warum Pyramidenorganisationen im Asset Management zu „schlanken Säulen“ werden – und wo Investoren von neuen Effizienzen, besserer Datenbasis und innovativen Impact-Strategien profitieren können, ohne auf menschlichen Einfluss am Ende der Entscheidungskette zu verzichten. https://www.linkedin.com/in/dr-michael-althof/ https://www.leiw.com/ https://www.wiseadvice.eu/#company https://www.linkedin.com/in/holger-wasem/
26 Minuten
European Long-Term Investment Funds (ELTIFs) sollen Privatanlegern systematisch den Zugang zu Private Equity, Private Debt, Infrastruktur und anderen illiquiden Anlageklassen eröffnen – mit Regulierung „made in EU“. Im 94. Hedgework-Talk spricht Uwe Lill mit Hosna Houbani, Director Alternative Investments bei Scope, über den Boom von ELTIF 2.0, die Hintergründe der Studie „Massenstart geglückt – Überblick über den ELTIF-Markt 2025/26“ und die Frage, ob der politische Anspruch der Regulierung schon an der Realität der Vertriebspraxis und der Anlegerbedürfnisse angekommen ist. Im Gespräch geht es um die rasante Zunahme der Fondsanzahl und -volumina, die wichtigsten Produktstrukturen (Evergreen vs. geschlossene ELTIFs), Unterschiede zwischen Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien sowie die Rolle von Multi-Asset-Ansätzen. Houbani erläutert, warum ELTIFs für Privatanleger einerseits Diversifikation und Renditekicker bieten können, andererseits aber mit höheren Management- und Performance-Gebühren, komplexen Rückgabemechanismen und sehr langfristigen Horizonten einhergehen. Zudem diskutiert sie Erfolgsfaktoren wie Transparenz, Einbindung in Altersvorsorge- und Versicherungsprodukte, funktionierende Abwicklungs- und Vertriebsprozesse sowie den bislang kurzen Track Record – und ordnet ein, wo der Hype berechtigt ist und wo Anleger bei der neuen „Long-Term“-Welt noch genau hinschauen sollten.
23 Minuten
Private Credit ist in aller Munde, doch wie unterscheidet sich dieser Markt eigentlich von CLOs? Im 93. Hedgework-Talk stellt Uwe Lill gemeinsam mit Inès Bartsch und Paavo Bartsch von CIS Asset Management beide Welten gegenüber. Die CLO-Spezialisten erklären, wie ein CLO und warum Transparenz, Standardisierung, Ratings und ein aktiver Sekundärmarkt zu einem anderen Risiko- und Liquiditätsprofil führen als bei typischen Private-Credit-Fonds. Im Gespräch geht es um Ausfallraten, die Bedeutung der Tranchen als Puffer, Bewertungsfragen, Diversifikationsvorgaben und die Entwicklung der Illiquiditätsprämie. Zudem wird beleuchtet, welche Rolle Rückgaberegelungen, Modellbewertungen und Klumpenrisiken im Private-Credit-Bereich spielen. Zum Schluss zeigen Inès und Paavo Bartsch, wie sich Anleger heute über CLO-ETFs, vor allem in den oberen, defensiveren Tranchen, bereits mit kleineren Beträgen in die Anlageklasse einklinken können.
24 Minuten
Der digitale Euro soll das digitale Pendant zu Bargeld werden. Als gesetzliches Zahlungsmittel direkt bei der EZB, nutzbar über Smartphone, Karte oder Chip. Im 92. Hedgework-Talk erklärt Dr. Volker Brühl, Geschäftsführer des Center for Financial Studies im House of Finance der Goethe-Universität Frankfurt, warum er für Privatkunden kaum einen echten Mehrwert gegenüber bestehenden Bezahllösungen sieht und den digitalen Euro vor allem als politisches Projekt einordnet. Brühl spricht über geopolitische Unabhängigkeitsargumente, mögliche Obergrenzen pro Person, Auswirkungen auf die Finanzstabilität, Datenschutz- und Hacker-Risiken sowie die zu erwartenden Milliardenkosten. Zum Schluss macht er klar, warum er den digitalen Euro persönlich nicht nutzen wird und was er sich von der EZB wünscht: keinen Nutzungszwang, offene Kommunikation über die wahren Ziele und mehr ehrliche Aufklärung statt reiner Image-Kampagnen.
24 Minuten
Evergreen-Fonds versprechen langfristige Anlagestrategien mit laufenden Ein- und Ausstiegen. Doch wie bringt man illiquide Assets und Rückgabewünsche der Anleger wirklich unter einen Hut? Im 91. Hedgework-Talk spricht Uwe Lill mit Francis Kass, Partner bei Arendt & Medernach und Leiter des Frankfurter Büros, darüber, wie solche Evergreen-Strukturen, vor allem im Private-Credit-/Debt-Bereich, aufgebaut sind und warum ihre Bedeutung neben klassischen geschlossenen Fonds stark zugenommen hat. Kass betont, dass man Anlegern keine Liquidität verkaufen darf, die im Fonds nicht vorhanden ist und erläutert Rücknahmelösungen. Außerdem erklärt Kass, wie wichtig klare Unterlagen und ehrliche Kommunikation sind: Evergreen-Fonds mit illiquiden Anlagen sollten nicht wie normale offene Fonds dargestellt werden, sondern als langfristige, im Kern illiquide Produkte mit besonderen Rücknahmeregeln.
26 Minuten
Die Märkte springen rauf und runter, Prognosen liegen im Wochentakt daneben. doch wie können Anleger ihr Portfolio trotzdem robust durch solche Phasen steuern? Im 90. Hedgework-Talk spricht Uwe Lill mit Dr. Jochen Kleeberg, Geschäftsführer von alpha portfolio advisors, über dynamische Asset Allocation. Dr. Kleeberg erläutert, wie seine seit über 20 Jahren erprobte Alphaport-Strategie Aktien- und Rentenquoten strikt regelgebunden und prognosefrei steuert. Ausgangspunkt zu Beginn eines jeden Jahres ist ein gleichgewichtetes Portfolio aus Renten und Aktien. Über die Zeit werden je nach Marktentwicklung der Aktien- und Rentenmärkte Veränderungen vorgenommen. Dies führt insbesondere in ausgeprägten Aktien- oder Rentenphasen gegenüber dem gleichgewichteten Ursprungsportfolio zu deutlich besseren Ergebnissen. Darüber hinaus erklärt Dr. Kleeberg, weshalb Überrendite nicht das erklärte Ziel, aber oft ein willkommener Nebeneffekt ist, wie sich die im institutionellen Bereich erprobte Strategie künftig auch im neuen UCITS-Fonds „Alphaport Dynamic Allocation“ über fünf Marktsegmente, von Europa über USA bis Emerging Markets, umsetzen lässt und für welche Anlegergruppen sich dieser Ansatz besonders eignet.
24 Minuten
Afrika wird als Investmentstandort häufig unterschätzt, dabei ist der Bedarf an nachhaltiger Infrastruktur dort enorm. Im aktuellen Hedgework-Talk spricht Moritz Isenmann, Senior Impact & Sustainability Manager bei Invest in Visions, über die Elektrifizierung in Subsahara-Afrika und das Potenzial von Solarenergie als wirkungsorientiertes Investment. Er erläutert, wie Invest in Visions Unternehmen finanziert, die Photovoltaiklösungen vor Ort umsetzen, und warum sich daraus ein überzeugender Impact- und Investment-Case ergeben kann. Schließlich verrät er, weshalb Invest in Visions das Anlagethema in einen ELTIF verpackt hat und welche Zielgruppe die Frankfurter damit ansprechen wollen. Ein spannender Podcast über Energiezugang, Entwicklung und neue Wege für nachhaltige Kapitalanlagen.
21 Minuten
Private Markets galten lange als Domäne institutioneller Investoren. Infrastrukturprojekte, Private Debt, direkte Unternehmensfinanzierungen: komplex, illiquide und für Privatanleger schwer zugänglich. Gleichzeitig wächst das Interesse an Alternativen Anlagen. Doch wie lässt sich diese Anlagewelt in die Breite bringen? Im 88. Hedgework Talk spricht Uwe Lill darüber mit Suraj Kakar, Executive Director bei Portagon. „Es geht nicht nur um den Kauf eines Produkts, sondern um das Investieren in reale, greifbare Assets“, erklärt Kakar. Besonders im Fokus steht der ELTIF (European Long Term Investment Fund), der Privatanlegern direkte Beteiligungen an Infrastrukturprojekten und anderen Private-Markets-Assets ermöglicht. Der Anspruch ist hoch, die Herausforderungen auch. Unterschiedliche Laufzeiten, Rückgaberegeln, Kostenstrukturen und fehlende Standards erschweren Vergleichbarkeit und Beratung. Gleichzeitig trifft langfristige Kapitalbindung auf Anleger, die häufig kurzfristiger denken. 8 - 15 Jahre Anlagehorizont gelten als Voraussetzung und als mögliche Hürde. Kakar lenkt den Blick auf die praktische Umsetzung: Warum Infrastruktur derzeit besonders gefragt ist, weshalb Ausschüttungen Vertrauen schaffen und wie Multi-Asset-Strategien in den Private Markets an Bedeutung gewinnen. Technologie, Datenvergleich und KI sollen helfen, die wachsende Produktvielfalt verständlicher zu machen, für Berater ebenso wie für Investoren. Disclaimer: Die im Podcast besprochenen Anlageoptionen stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlage-Empfehlungen dar. Hedgework und die GFD Finanzkommunikation mbH haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
23 Minuten
Der Markt für Collateralized Loan Obligations (CLOs) wächst weiter ungebrochen. „Er umfasst inzwischen 1,3 Billionen Dollar“, sagt Ines Bartsch, Inhaberin und Geschäftsführerin der Investment-Boutique CIS Asset Management aus Eschborn. Sie und Ihr Bruder Paavo Bartsch, ebenfalls Inhaber und bei CIS AM für den Vertrieb zuständig, erklären im 87. Hedgework Talk im Gespräch mit Uwe Lill den Markt, seine Besonderheiten und wie er sich 2025 entwickelte. „Auf der Aktivseite eines CLOs stehen 150 bis 250 dinglich besicherte Kredite“, erklärt Paavo Bartsch die Struktur. 70 Prozent der in den USA begebenen börsennotierten Unternehmensanleihen werden von CLOs gehalten. „Auf der Passivseite, der Finanzierungsseite, stehen die verschiedenen Tranchen“, sagt Bartsch. Ganz oben ist die Triple-AAA-Tranche, die sicherste und am niedrigsten verzinste Tranche. Über AA geht es hinab bis zur Equity-Tranche. „Hier sammelt sich die höchste Rendite“, weiß Bartsch. „Aber auch das höchste Risiko.“ Historisch gewachsen ist der CLO-Markt auf der Nachfrageseite von großen institutionellen Playern dominiert. Aber mit dem Aufkommen der ETFs auch in diesem Segment werden auch andere Kundenschichten angesprochen. „Der CLO-ETF-Markt ist von 2024 auf 2025 um 13 Milliarden Dollar auf 40 Milliarden Dollar gewachsen“, weiß Ines Bartsch. Erfahren Sie in diesem Podcast, wie der Ausblick für 2026 ist, ob die weltwirtschaftlichen Turbulenzen Auswirkungen auf die Ausfallraten haben und wieviel Investoren mit der Anlageklasse typischerweise verdienen können. Viel Spaß und Erkenntnisgewinn beim Reinhören.
25 Minuten
Die deutschen Privatanleger neigen den Extremen zu. Auf der einen Seite dümpeln Milliarden Euro in Festgeldern oder auf Tagesgeldkonten herum. Rendite nach Inflation? Auf der anderen Seite legen immer mehr – auch zunehmend jüngere – Anleger ihr Geld an den wesentlich riskanteren Aktienmärkten an. Und wer interessiert sich für Anleihen? „Die Festgeldenthusiasten lassen einiges an Rendite liegen“, urteilt Florian Hertlein, Geschäftsführer und Portfoliomanager der Investment-Consulting alpha portfolio advisors aus Kronberg im Gespräch mit Uwe Lill von Hedgework. „Und die Aktienanleger freuen sich über Märkte, die sehr lange sehr hoch gelaufen sind.“ Das müsse nicht immer so bleiben und die Volatilität and den Aktienmärkten kann auch sprunghaft steigen. Wir erinnern uns: 2022, 2008-2010, 2000-2003, 1999, 1987…. History repeats. Hertlein lenkt den Blick auf Anleihen. Liegen sie mit ihrem Risiko-/Renditeprofil doch zwischen Festgeld und Aktien. Warum führen Anleihen und anleihebasierte Finanzprodukte in den Depots deutscher Privatanleger so ein Schattendasein? Es sind nur einige Bereiche für Privatanleger investierbar. Hohe Mindeststückelungen, hohe Tranchen und hohe Kosten. Das sind die Hauptgründe. „Das sind Hemmschuhe, die es für Privatanleger schwer machen, sich dem Segment zu nähern.“ Und: „Die Lobby für Anleihen ist hierzulande einfach schwach.“ Hertlein ist Profi für die Managerselektion im Anleihebereich für institutionelle Kunden. Über zweihundert Anleihemanager hat er bereits auf Herz und Nieren geprüft für seine institutionellen Investoren. „Und da ist irgendwann der Wunsch entstanden, auch ein Produkt für Privatanleger aufzulegen. Damit ich und meine Kollegen auch privat investieren können. Und natürlich auch andere Privatanleger“, sagt er. Daraus entstanden ist der alpha credit opportunities. Ein konzentrierter, aber ausreichend diversifizierter Anleihen-Dachfonds. Hören Sie selbst, welche Argumente Florian Hertlein für Anleihen im Allgemeinen und für den neuen Dachfonds im Speziellen hat.
28 Minuten
Zu Jahresbeginn ist es üblich, einen Blick in die wirtschaftliche Entwicklung des kommenden Jahres zu werfen. Und dieses Jahr ist die Herausforderung besonders groß. Die extreme Unsicherheit durch geopolitischen Spannungen, die Deglobalisierung, die sich verändernden Rahmenbedingungen in der US-Geldpolitik, die immens steigenden – unproduktiven – Rüstungsausgaben und die ansteigende Staatsverschuldung in wichtigen Volkswirtschaften machen Prognosen nahezu unmöglich. „Wer ehrlich ist, wird hier antworten: keine Ahnung“, sagt Prof. Dr. Hanno Beck von der Hochschule Pforzheim im Gespräch mit Uwe Lill von Hedgework. „Wir haben genug zu tun, die grauen Schwäne zu sichten und zu bewerten. Da kommen dann noch die schwarzen Schwäne dazu.“ In seinem Jahresausblick unterzieht Beck die verschiedenen Volkswirtschaften einer Analyse. Die Auflösung der globalen Ordnung führe zu einer Art Schumpeterscher Zerstörung. „Aber Deutschland will das gar nicht zulassen, weil es mit Schmerzen verbunden ist“, sagt Beck. Sein Rat an Bundeskanzler Friedrich Merz: „Er sollte verkünden, dass er nur eine Legislaturperiode zur Verfügung steht. Dann hätte er die Beinfreiheit, größere Veränderungen anzugehen.“ Beck spricht im Podcast auch über das Auseinanderfallen von schwachen wirtschaftlichen Fundamentaldaten und Höchstständen an den Börsen, den negativen Auswirkungen der amerikanischen Zollpolitik auf die USA selber und die möglichen Auswirkungen weiter steigender Staatsverschuldungen. Und zum Schluss verrät uns der Professor, wo er persönlich noch Anlagechancen sieht. Disclaimer: Die im Podcast besprochenen Anlageoptionen stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlage-Empfehlungen dar. Hedgework und die GFD Finanzkommunikation mbH haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
26 Minuten
Institutionelle Investoren haben begonnen, ihre Portfolios anzupassen. In der Vergangenheit wurde der Anteil an Private Equity und Real Estate aufgestockt. „Aktuell sieht es eher danach aus, dass Infrastruktur-Investments oder auch liquide Alternatives wie zum Beispiel Hedgefonds ausgebaut werden“, sagt Frank Dornseifer, Geschäftsführer des BAI Bundesverband Alternative Investments, im Gespräch mit Joachim Althof im Hedgework-Talk. Über allem steht aber die positive Botschaft, dass sich Alternative Investments etabliert haben. „Rund ein Drittel des Portfolios werden in diesem Segment, inklusive Immobilien, allokiert“, stellt Dornseifer klar. Einen weiteren Wachstumsschub können nach Ansicht von Dornseifer die zahlreichen, neu aufgelegten ELTIFs auslösen. Hier gebe es allerdings noch einige offene Fragen, zum Beispiel zum Vertrieb. Erfreulich ist weiterhin, dass einige Reformvorhaben anstehen, die Vereinfachungen für Asset Manager und Investoren bringen. Das Standortfördergesetz bringe wichtige und gute Änderungen auf der steuerlichen Seite. Das Market Integration Package auf der EU-Ebene führt, sobald verabschiedet, zu stark vereinfachten Marketing-Anforderungen für den grenzüberschreitenden Fondsvertrieb.
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