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Zwanglos Archiv

59 Episoden
57 Minuten
Heute habe ich Justus zu Gast. Justus war 10 Jahre lang betroffen und litt insbesondere unter moral- und gewissensbezogenen Zwangsgedanken. In dieser Folge teilt Justus seine Geschichte und was ihm geholfen hat, seine Zwangsgedanken zu überwinden.

Konkret besprechen wir folgendes:

Was genau moral- und gewissensbezogene Zwangsgedanken sind

Warum diese Form der Zwangsgedanken anders ist, aber dann wiederum doch nicht

Was Justus besonders geholfen hat, mit dieser Form des Zwangs einen guten Umgang zu erlernen

Warum es eine Exposition sein kann, sich etwas Gutes zu tun

Wieso imaginative Expositionen für Justus weniger hilfreich waren, stattdessen aber Ziele, Werte, Achtsamkeit, Bereitschaft und Offenheit

Wie er sich heute u.a. in einer Selbsthilfegruppe für die Aufklärungsarbeit einsetzt

Viele Tipps und Tricks zur Überwindung von Zwängen

Und vieles mehr.

IOCDF Town Halls zu "Moral Scrupulosity": Teil 1 | Teil 2 | Teil 3

Artikel von der Stuttgarter Zeitung: Er fragte sich dauernd: Bin ich ein Straftäter?

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1 Stunde 1 Minute
Heute habe ich Ella (Rafaela Stranz) vom Instagram-Account @psychologie.wissen zu Gast. Ella ist Psychologin und Doktorandin, die sich intensiv mit der Erforschung der Zwangsstörung und der körperdysmorphen Störung auseinandersetzt. Unter anderem hat sie untersucht, welche Persönlichkeitsmerkmale Betroffene einer Zwangsstörungen haben – ein Thema, das wir in dieser Folge näher betrachten werden.

Konkret besprechen wir:

Die verschiedenen Persönlichkeitsmerkmale und deren Erfassung durch Persönlichkeitsmodelle.

Den großen Einfluss unserer Persönlichkeit auf nahezu alle Bereiche des Lebens.

Wie uns die Kenntnis über unsere Persönlichkeit in verschiedenen Lebensbereichen helfen kann, wie bspw. bei der Berufs- und Partnerwahl.

Wie bestimmte Persönlichkeitsmerkmale mit der Entwicklung psychischer Erkrankungen zusammenhängen.

Warum Frauen häufiger Angststörungen und Depressionen entwickeln - und mögliche Gründe, wieso das bei Zwangsstörungen nicht der Fall ist.

Wie das Persönlichkeitsmerkmal Gewissenhaftigkeit mit Schuldgefühlen und Zwangsstörungen zusammenhängt.

Wie das Verständnis der eigenen Persönlichkeit zur Akzeptanz von sich selbst und anderen beitragen kann.

Wie die Kenntnis von Persönlichkeitsmerkmalen therapeutisch genutzt werden kann.

Und sehr vieles mehr…

Mehr von Ella: Aktueller Studienaufruf zur Emotionsregulation bei OCD | Instagram-Account @psychologie.wissen

Big-5 Persönlichkeitstest der Uni Leipzig

Wir wurden von einer Hörerin auf den kostenlosen Big-5 Persönlichkeitstest der Universität Leipzig hingewiesen. Vielen Dank für diesen Hinweis.

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1 Stunde 12 Minuten
Heute habe ich Jakob Fink-Lamotte zu Gast. Jakob ist Verhaltenstherapeut und Junior-Professor an der Universität Potsdam, wo er viel zum Kontaminationserleben und Ekel insbesondere bei Zwangsstörungen forscht.

Ich denke, diese Folge ist für alle Betroffenen sehr interessant, denn Kontamination und Ekel ist weit mehr als das, was man typischerweise von Waschzwängen kennt. So erleben beispielsweise viele Betroffene von sexuellen und aggressiven Zwangsgedanken die eigenen Gedanken als beschmutzt oder haben Angst, andere Menschen mit ihren Gedanken “anzustecken”.

Konkret besprechen wir:

Warum wir Menschen uns überhaupt ekeln

Was Objektekel, Selbstekel und moralischer Ekel ist

Welchen “Gesetzen” Kontamination und Ekel folgen

Wieso man sich an Ekel viel langsamer gewöhnt als an Angst

Welche Folgen das für die Therapie hat, insbesondere für Expositionen

An welchen neuen Verfahren Jakob forscht, um ekelbasierte Zwänge noch besser zu behandeln

Inwiefern Trauma, Zwänge und Ekel zusammenspielen können und wie diese behandelt werden

Und vieles mehr

Hier findest du Jakobs Studie: 

https://umfragenup.uni-potsdam.de/AGKLIPS/

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1 Stunde 10 Minuten
Heute habe ich wieder Thomas Hillebrand zu Gast. In der letzten Folge haben Thomas und ich schon ausführlich darüber gesprochen, wie man sich von sexuellen und aggressiven Zwangsgedanken distanziert. In der heutigen Fortsetzung geht es vor allem um Expositionen in sensu - also Expositionen in der Vorstellung - und warum diese so hilfreich sind.

Bevor du diese Folge anhörst, möchte ich dir auf jeden Fall ans Herz legen, die letzte Folge (Folge 25) und auch die erste Podcast-Folge mit Thomas Hillebrand (Folge 5) anzuhören.

Konkret besprechen wir heute:

Warum man Expositionen in der Vorstellung überhaupt macht, obwohl es total kontraintuitiv ist

Wie man Expositionen in sensu durchführt und was es dabei zu beachten gibt

Welche Erwartungen und Befürchtungen Betroffene vor einer solchen Exposition haben und ob diese eintreten (Spoiler: Expositionen gelten als sehr risikoarm)

Ganz viele Detail-Fragen (z.B. Sollte Suizid Teil der Geschichte sein? Braucht man einen Therapeuten? Was ist, wenn man auf einmal keine Angst mehr hat? Was ist, wenn man eine depressive Reaktion zeigt?)

Am Ende besprechen wir außerdem noch kurz Expositionen in vivo und Thomas teilt einige Worte zur Hoffnung und zu Therapieaussichten.

Hier findest du Thomas' Buch: Aggressive und sexuelle Zwangsgedanken - Ein Therapieleitfaden (Werbe-Link)

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1 Stunde 11 Minuten
Heute habe ich Thomas Hillebrand zu Gast. Thomas ist Psychotherapeut mit einem besonderen Schwerpunkt auf aggressive und sexuelle Zwangsgedanken und außerdem Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft Zwangserkrankungen.

Thomas hat gerade erst ein neues Buch mit dem Namen Aggressive und sexuelle Zwangsgedanken - Ein Therapieleitfaden (Werbe-Link) veröffentlicht. In dieser und in auch in der der kommenden Folge besprechen wir intensiv die Inhalte davon.

Der Fokus der heutigen Folge sind zum einen allgemeine interessante Konzepte zu aggressiven und sexuellen Zwangsgedanken und zum anderen die Fragestellung, wie man zu solchen Zwangsgedanken Abstand gewinnt. In der nächsten Folge geht es dann vor allem um Expositionen.

Konkret besprechen wir heute:

Die Angst vor versteckten Persönlichkeitsanteilen

Wieso Distanzierung aufgrund starker Emotionen so schwierig ist

Den Unterschied zu anderen Subtypen der Zwangsstörung, insbesondere die hohe Ich-Dystonie und die Abweichung von moralischen Wertmaßstäben

Wie genau die Distanzierung von Zwangsgedanken erfolgt

8 Antworten zur Klärung der Frage, wieso man diese Gedanken hat

4 häufige Bewertungsfehler und wie man sie erkennt

Und vieles mehr

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1 Stunde 7 Minuten
Heute habe ich Dr. Angela Häne zu Gast. Angela ist eine auf Zwänge spezialisierte Psychotherapeutin mit besonderem Schwerpunkt auf die Begleitung von Frauen rund um Schwangerschaft, Geburt und Mutterschaft. In der heutigen Folge geht es insbesondere um postpartale Zwangsstörungen, also die Entwicklung einer Zwangsstörung nach der Geburt eines Kindes.

Konkret besprechen wir Folgendes:

Den Unterschied zwischen postpartalen Zwangsstörungen und Depressionen

Die Risiko- und Belastungsfaktoren, die zu der Entstehung einer postpartalen Zwangsstörung beitragen

Die häufigsten Formen von postpartalen Zwangsstörungen, insbesondere aggressive und sexuelle Zwangsgedanken

Wann man sich Hilfe suchen sollte, an wen man sich wenden kann, ob man von Fachpersonen unter Umständen falsch verstanden wird und wie der Partner helfen kann

Besonderheiten in der Therapie und hier insbesondere die Aufarbeitung von typischen Denkverzerrungen

Und noch vieles mehr

Hier findest du Angela: 

www.psychotherapie-haene.ch

www.diepsychologinnen.ch

Angelas Buch:

Psychotherapie in der Peripartalzeit: Behandlung psychischer Störungen im Übergang zur Elternschaft

Mütter und Eltern können sich wenden an:

Deutschland: Marcé-Gesellschaft

Schweiz: Verein postpartale Depression

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1 Stunde 13 Minuten
Heute habe ich Fabian zu Gast. Fabian hatte Zwangsgedanken rund um die sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität - also zwanghafte Zweifel, ob man nicht vielleicht homosexuell oder transgender ist. Obwohl diese Zwänge nicht selten sind, wird wenig darüber gesprochen und deswegen bin ich sehr froh, dass Fabian heute darüber erzählt

In dieser Folge erwartet euch vor allem Fabians Geschichte, seine Erfahrungen mit Kliniken und Therapeuten und was ihm schließlich geholfen hat. Ab der Mitte der Folge wird unser Gespräch etwas politisch und philosophisch: Wir diskutieren Begriffe wie Freiheit, Sicherheit und Verantwortung - natürlich immer in Bezug zur Zwangsstörung, aber auch zum realen Leben. Ganz konkret erfahrt ihr auch, warum Freiheit und Verantwortung für Fabian die treibenden Kräfte für seine Genesung waren und warum eine Zwangsstörung auch ein Hinweis dafür sein kann, dass im eigenen Leben möglicherweise eine Änderung anstehen muss.

Ganz am Ende geht es außerdem speziell um das Thema Akzeptanz: Fabian erklärt, wie er es geschafft hat, mithilfe der Akzeptanz von Ungewissheit seine Zwangshandlungen aufzugeben. Also bleibt unbedingt dran.

Fabians Instagram-Profil

Folge 1 mit Fabian im Podcast “Ohne Zwang”

Folge 2 mit Fabian im Podcast “Ohne Zwang”

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1 Stunde 16 Minuten
Heute habe ich Herrn Dr. Zurowski zu Gast. Herr Zurowski ist Psychiater am Uniklinikum Lübeck, wo er nicht nur Betroffene von Zwangsstörungen behandelt, sondern auch sehr aktiv dazu forscht. Außerdem ist er einer der Autoren der aktuellen Behandlungsleitlinie und damit bestens damit vertraut, wenn es um Fragen rund um Medikamente bei Zwangsstörungen geht.

Für diesen Podcast habe ich von euch über Instagram und im Community-Forum über 60 Fragen erhalten. Alle diese Fragen konnten wir leider nicht in dieser einen Folge beantworten. Ich habe daher versucht, neben allgemeinen Informationen zu selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern insbesondere die folgenden drei Themen zu besprechen, zu denen besonders viele Fragen kamen:

Medikamente absetzen Neuroleptika Alternative Substanzen wie Ketamin, Psylocibin, CBD, Lithium und pflanzliche Medikamente

Zu allen diesen Fragen konnte Herr Zurowski sehr konkrete und hilfreiche Antworten geben.

Weitere Fragen, die wir in dieser Folge besprechen:

Wann wird die Einnahme von Medikamenten empfohlen?

Kognitive Verhaltenstherapie vs. Medikamente

Welche SSRI sind zugelassen?

Welche Wirkung haben SSRI?

Welche Dosis sollte man einnehmen?

Welche Nebenwirkungen gibt es?

Wie lange sollten Medikamente eingenommen werden?

Wann kann Clomipramin (trizyklisches Antidepressivum) oder Venlafaxin (SNRI) eingesetzt werden?

Wirken Benzodiazepine bei Zwangsstörungen?

Viele Fragen - insbesondere zur Medikamentensicherheit, zu Medikamenten in der Schwangerschaft und zu anderen Befürchtungen - haben wir in dieser Folge aber ausgelassen. Hierzu möchte ich insbesondere die Podcast-Folge “#29 MEDIKAMENTE” vom Podcast “Ohne Zwang” empfehlen: https://open.spotify.com/episode/0DqPJI0CUKF0wYxVXJAhJG

Disclaimer: Die Informationen aus dieser Podcast-Folge dienen alleine der Informationsvermittlung und sind kein ärztlicher Rat. Bitte besprich alle deine Fragen und Entscheidungen rund um die Medikamenteneinnahme mit deinem behandelnden Arzt oder Psychiater.

Ausführliche Informationen und den aktuellen Forschungsstand zu Medikamenten bei Zwangsstörungen findet ihr in der Leitlinie: https://register.awmf.org/assets/guidelines/038_017l_S3_Zwangsst%C3%B6rungen_2022-07.pdf

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50 Minuten
Heute habe ich Annette zu Gast. Annette leidet schon sehr lange an verschiedenen Zwangsgedanken und Depressionen. Da ihr psychotherapeutische und medikamentöse Verfahren nicht ausreichend helfen konnten, hat sie sich entschieden, eine tiefe Hirnstimulation durchführen zu lassen. Was sich dahinter verbirgt und ob es ihr geholfen hat, erzählt sie in dieser Folge.

Auf Folgendes geht Annette genauer ein:

Ihre Geschichte mit Zwangsgedanken und Depressionen

Warum sie eine tiefe Hirnstimulation in Anspruch genommen hat

Was man machen muss, um eine tiefe Hirnstimulation zu bekommen

Was genau bei einer tiefen Hirnstimulation passiert

Wie ihr die tiefe Hirnstimulation geholfen hat

Ihre Ratschläge und Wünsche für andere Betroffene

Annettes Betroffenenbericht auf OCD Land: https://ocdland.com/betroffenenberichte/erfahrung-tiefe-hirnstimulation-zwangsstoerung

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Zur Artikel-Reihe “Zwanghaftes Grübeln”: https://ocdland.com/user/tools/premium-articles/zwanghaftes-gruebeln-verstehen-und-ueberwinden

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55 Minuten
Heute habe ich Pauline zu Gast. Pauline war schon immer ein gewissenhafter und perfektionistisch veranlagter Mensch, entwickelte aber schließlich auch eine Zwangsstörung. Ihre Zwangsgedanken drehten sich insbesondere um die Angst, eine Straftat zu begehen und dafür ins Gefängnis zu müssen.

In dieser Folge erzähle Pauline ihre Geschichte und geht insbesondere auf folgende Punkte ein:

Wie sie sich irgendwann so isoliert hatte, dass sie nicht mehr das Haus verlassen konnte.

Ihre lange Geschichte bis sie endlich die richtige Therapie bekommen hat.

Wie Expositionen und Reaktionsverhinderung ihr geholfen haben, ihren Zwang zu überwinden.

Wie sie es schafft, aggressiven und sexuellen Zwangsgedanken mit radikaler Akzeptanz zu begegnen.

Ihre Erfahrungen mit Schlafschwierigkeiten, Alkohol, Leistungsdruck, zwanghaftem Lernen, Perfektionismus und Selbstwert.

Welche ganz konkreten Tipps sie für Betroffene einer Zwangsstörungen hat.

 

Paulines Blog: https://lebennachdemzwang.webador.de/

Paulines Instagram-Account: https://www.instagram.com/lebennachdemzwang_

Paulines Betroffenenbericht auf OCD Land: https://ocdland.com/betroffenenberichte/wie-ich-die-angst-vor-dem-gefaengnis-besiegte

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1 Stunde 6 Minuten
Heute habe ich Prof. Dr. Jan Beucke von der Medical School Hamburg zu Gast. Jan hat seine Forschung insbesondere auf die Rolle des Gehirns bei der Entstehung psychischer Erkrankungen ausgerichtet. Und ein großer Fokus seiner Arbeit gilt dabei der Zwangsstörung: Jan leitet eine Zwillings-Studie, durch die man weitreichende neue Erkenntnisse über die Entstehung und Ursachen von Zwangsstörungen erlangen könnte. 

Für solche Themen ist Jan ein echter Experte. Wenn du dich also schon immer gefragt hast, woher deine Zwangsstörung kommt, dann ist diese Folge genau richtig für dich. Neben vielen anderen Dingen besprechen wir unter anderem folgende Fragen: 

Gibt es genetische Ursachen für die Zwangsstörung und werden Zwangsstörungen vererbt?

Welche Persönlichkeitsmerkmale begünstigen die Entwicklung einer Zwangsstörung?

Kann man die Zwangsstörung mit Gehirn-Scans nachweisen?

Haben Betroffene einen Serotonin-Mangel und was wissen wir über den Wirkmechanismus von Medikamenten?

Wie tragen Eltern und ihre Erziehung zur Entwicklung einer Zwangsstörung bei?

Welche prägenden Lebensereignisse und Umwelt-Faktoren begünstigen die Entwicklung einer Zwangsstörung?

 

Informationen zu Jans Zwillings-Studie: https://www.medicalschool-hamburg.de/forschung-institute-labs/forschungsinstitute/ism-institute-for-systems-medicine/projekte/ocdtwin/

Studie zu Neurotizismus: https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fpsyg.2011.00178/full?trk=public_post_comment-text

Ausschnitt aus der Studie: “Consistent with previous findings, women scored higher than men in Neuroticism and in both of its aspects, Withdrawal and Volatility, when measured in terms of raw scores. This difference replicates previous findings for Neuroticism (e.g., Costa et al., 2001). […] At the facet level of Neuroticism, women have been found to show higher levels of anxiety, depression, self-consciousness, and vulnerability than men (Costa et al., 2001). All of these facets load primarily on Withdrawal rather than Volatility (DeYoung et al., 2007). This pattern is consistent with the fact that clinical diagnoses of depression and anxiety are considerably more common in women than men (Weissman et al., 1996).”

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1 Stunde 3 Minuten
Heute habe ich Nils zu Gast. Nils ist Arzt und Betroffener einer Zwangsstörung, der im Laufe seines Lebens schon mit einer Vielzahl an Subtypen zu kämpfen hatte. Allerdings hat es sehr lange gedauert, bis er überhaupt wusste, dass er eine Zwangsstörung hat. Mit der Vermutung einer Depression hat er insgesamt zehn Fachpersonen und eine Klinik aufgesucht - ohne, dass je eine Zwangsstörung diagnostiziert wurde. 

Heute weiß Nils mit seinem Zwang besser umzugehen und setzt sich sehr für die Aufklärung über Zwangsstörungen ein - nicht nur als Gast in verschiedenen Podcasts, sondern auch in seinem Alltag als Arzt. 

In der Folge erzählt Nils, wie er als betroffener Medizinstudent und später als Arzt die Versorgungslage von Betroffenen einer Zwangsstörung wahrgenommen hat, seine lange Odyssee bis er endlich die richtige Diagnose erhalten hat und wieso ihn stört, dass so häufige und schwerwiegende Erkrankungen wie die Zwangsstörung in der Ausbildung und im Alltag von medizinischem Fachpersonal so wenig Berücksichtigung finden. 

Am Ende der Folge spricht Nils außerdem darüber, welche Strategien ihm heute im Umgang mit der Zwangsstörung helfen und welche Tipps er für Betroffene hat.

Nils’ Twitter-Account: @NilsThiessen

Nils’ Auftritt bei “The OCD Stories”: https://theocdstories.com/episode/nils-365/

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1 Stunde 8 Minuten
Heute habe ich Dr. Anne Katrin Külz zu Gast. Frau Külz ist als Psychotherapeutin insbesondere auf Achtsamkeit und Zwangsstörungen spezialisiert. Von 2012 - 2017 war sie Leiterin der Arbeitsgruppe Zwangserkrankungen an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Freiburg. Sie ist außerdem Autorin des Buchs "Dem inneren Drachen mit Achtsamkeit begegnen: Selbsthilfe bei Zwängen"*.

Die Themen dieser Folge sind vor allem Achtsamkeit und die Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT). Unter anderen gehen wir darauf ein, was ACT und Achtsamkeit überhaupt sind und wie man sie bei Zwängen einsetzt, wie wirksam sie sind, ob sie im Widerspruch zu Expositionen stehen und welche Besonderheiten es für die Behandlung von Zwängen zu beachten gilt.

Detailliert besprechen wir auch, ob Betroffene nicht sowieso schon viel zu achtsam sind (bspw. indem sie hyperfokussiert ihre Gedanken, Gefühle und ihren Körper auf Gefahren beobachten), wieso ein Gedanke nicht einfach nur ein Gedanke ist, welche ungewünschten  Nebenwirkungen Achtsamkeit auslösen kann und wie eine falsche Anwendung von Meditation und Achtsamkeit Zwänge und Ängste sogar verstärken kann.

Am Ende gehen wir auch auf Meditations-Gurus und Achtsamkeits-Apps ein, die durch aggressives Marketing und fragwürdige Versprechungen aus dem Achtsamkeits-Hype Profit schlagen. Ich bin sehr dankbar, dass Frau Külz dazu einige klare Worte geäußert hat.

Frau Külz' Buch "Dem inneren Drachen mit Achtsamkeit begegnen: Selbsthilfe bei Zwängen"

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58 Minuten
Heute habe ich zum zweiten Mal Burkhard Ciupka-Schön zu Gast. Burkhard ist Spezialist für Zwangsstörungen, Autor des Buches “Zwänge bewältigen - Ein Mutmachbuch” und Mitglied im Expertenbeirat und Autor auf OCD Land. 

“Ist das wirklich ein Zwang?” - Das ist eine Frage, die von Betroffenen sehr häufig gestellt wird. Burkhard hat auf diese Frage eine Checkliste entwickelt, die sogenannte “Big 5 of OCD”, mit der man diese Frage beantworten kann. Die Big 5 beschreiben außerdem die wesentlichen Merkmale, die für alle Zwangsstörungen typisch sind, und helfen damit bei der großen Anzahl an Subtypen den Blick für das Wesentliche zu behalten. Welche Merkmale das genau sind, besprechen wir in der heutigen Folge.

Blog-Artikel “Die 5 Gemeinsamkeiten aller Zwänge”: https://ocdland.com/blog/gemeinsamkeit-von-zwaengen

Blog-Artikel “Zwangsgedanken - Beispiele”: https://ocdland.com/blog/zwangsgedanken-beispiele

Blog-Artikel “Zwangshandlungen - Beispiele”: https://ocdland.com/blog/zwangshandlungen-beispiele

Burkhards Buch: https://amzn.to/3Xknlxw (Werbelink)

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1 Stunde 21 Minuten
Heute habe ich Peter Wittkamp zu Gast. Peter ist ein erfolgreicher Gag-Schreiber, Werbetexter und Autor: Er ist unter anderem Hauptautor von Heute Show Online, hat schon mit Jan Böhmermann zusammengearbeitet und ist einer der Köpfe hinter der Kampagne #weilwirdichlieben der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Für seine Arbeit hat er Preise und Auszeichnungen gewonnen. Peter hat aber auch eine Zwangsstörung, die er unterhaltsam und humorvoll in seinem Buch “Für mich soll es Neurosen regnen” beschreibt. 

In der heutigen Folge sprechen wir über alles Mögliche: Peters Zwangsstörung und wie ihn sein Zwang mal dazu gebracht hat, einen Handwerker zu beauftragen, ein Straßenloch zu flicken, wieso Peter trotz Zwang sehr risikofreudig ist, Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen einem Zwangsgedanken und einem Witz, wie eine Werbekampagne für Zwangsstörungen aussehen könnte, was Zwänge mit dem Rauchen und Abnehmen zu tun haben und vieles mehr. Zum Schluss verrät Peter außerdem seinen “ultimativen Zwang-Hack”.

Peter auf Instagram: https://www.instagram.com/peter_wittkamp/

Peters Buch “Für mich soll es Neurosen Regnen”: https://amzn.to/3Pik3rH (Werbe-Link)

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