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  3. IRMIMI – Irgendwas mit Mittelalter Podcast

Episoden

60 Minuten
Mittelalterliche Kochbücher sind keine Hochglanz-Rezeptsammlungen, sondern handgeschriebene Zeugnisse einer ganzen Epoche: Von einer englischen Kochhandschrift Europas, die sich in einem Medizinbuch versteckte, bis zu einem deutschen Kochbuch des 14. Jahrhunderts, das unerfahrene Köche weise machen wollte. In dieser Folge schauen wir gemeinsam hinein: Was stand auf dem Tisch, wer durfte und konnte es lesen und warum gibt es Rezepte in Reimform?

Viel Spaß beim Hören!

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Inhalt

00:00:00 Kurzes Intro

00:01:10 Thema: Historische Kochbücher

00:43:11 Hausmeisterei

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Handschrift: "Daz bůch von gůter spise":

Infos im Handschriftencensus

Digitalisat

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Literatur

Nadeau, Carolyn A.: Contributions of Medieval Food Manuals to Spain's Culinary Heritage. Cincinnati Romance Review 33 (Winter 2012): 59–77.

Gasper, Giles E. M. / Wallis, Faith: Salsamenta pictavensium: Gastronomy and Medicine in Twelfth Century England.

Arendholz, Jenny / Bublitz, Wolfram / Kirner, Monika / Zimmermann, Iris: Food for thought – or, what's (in) a recipe? A diachronic analysis of cooking instructions. In: Culinary Linguistics: The chef's special, hrsg. von Cornelia Gerhardt, Maximiliane Frobenius und Susanne Ley, 119–138. Amsterdam: John Benjamins, 2013.

Bator, Magdalena: Rhyming Recipes in Medieval Cookbooks. Linguistica Silesiana 38 (2017).

 

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Link zur Hausmeisterei: 

Circus of Science am 21.10.2026: Tickets gibt es hier!

Buch: "Astronomie der Rauhnächte" von Florian Freistetter

Crowdfunding für das SagenReich: Unterstützt das neue Zuhause der Fabelwesen!

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Musik: Gates Of Glory" BY "Alexander Nakarada"

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#Mittelalter #Deutschland #Europa #Forschun
48 Minuten
Inhalt 00:00:00 Vorgeplänkel 00:14:40 Thema der Folge

 

Im 12. Jahrhundert malt sich eine Frau namens Guda in einen verzierten Buchstaben und schreibt dazu: Sie hat dieses Buch geschrieben und gemalt. War sie eine Ausnahme? Oder sehen wir nur sie und den Rest nicht?

Ein Forschungsteam hat 2025 zum ersten Mal nachgezählt, wie viele mittelalterliche Handschriften von Frauen abgeschrieben wurden. Grundlage sind Kolophone, also kurze Notizen am Ende einer Handschrift, in denen sich die Schreibenden manchmal verewigt haben. Das Ergebnis: Von 23.774 Notizen stammen mindestens 254 sicher von Frauen, also rund 1,1 Prozent. Hochgerechnet könnten Frauen im Mittelalter über 110.000 Bücher abgeschrieben haben, und rund 8.000 davon müssten heute noch existieren.

Wir klären den Unterschied zwischen Autorin und Schreiberin und lernen Birgitta kennen, die ihr eigenes Werk nicht ganz so gelungen fand. Außerdem geht es darum, warum die 1,1 Prozent nur eine Untergrenze sind. Und warum die spannendste Erkenntnis der Studie keine Entdeckung ist, sondern eine Lücke.

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Musik: Gates Of Glory" BY "Alexander Nakarada"

#Mittelalter #Deutschland #Europa #Forschung
47 Minuten
Inhalt:

00:00:00 Intro und Vorgeplänkel

00:12:38 Capitulatio de partibus Saxoniae

 

Dreißig Jahre Krieg, Massendeportationen, und ein Gesetz mit zwölf Todesstrafen am Stück – das ist die Geschichte der Unterwerfung Sachsens unter Karl den Großen. In dieser Folge schauen wir direkt in die Capitulatio de partibus Saxoniae, Karls brutalste Verordnung, begleiten die Sachsen durch ihren zähen Widerstand und fragen: Warum musste Karl sein eigenes Gesetz am Ende wieder revidieren?

 

Links

Codex Palatinus latinus 289

Weitere Links

Tabeas Podcast Klios Spiegel

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Literatur:   

Lexikon des Mittelalters (LexMA), Artikel: Capitulatio de partibus Saxoniae. Bearb. von W. Lammers.

Monumenta Germaniae Historica, Capitularia regum Francorum I, S. 68–70. Originaltext der Capitulatio de partibus Saxoniae.

Patzold, Steffen: Die Paganisierung der Bewohner der frühmittelalterlichen Saxonia durch Karl den Großen, Aufsatz

Weinfurter, Stefan: Karl der Große. Der heilige Barbar. München/Zürich 2013.

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#Mittelalter #Deutschland #Europa

 

 
38 Minuten
Das Lorscher Arzneibuch ist das älteste erhaltene medizinische Buch Deutschlands – geschrieben um 800 von Mönchen in einem hessischen Kloster, die nicht nur Rezepte sammelten, sondern die Medizin vor dem Christentum verteidigen mussten.

Wir schauen heute: Was steckt in den 482 Rezepten, warum brauchte ein Arzneibuch ein theologisches Vorwort und wie landet ein Buch aus Lorsch am Ende in Bamberg? UNESCO-Weltdokumentenerbe, mittelalterliche Käseschimmel-Therapie und ein Arzt, der vorher bezahlt werden will: alles dabei ;)

Viel Spaß beim Hören!

Eure Katrin

Einen (ergänzenden) Blogartikel zum Lorscher Arzneibuch gibt es hier

Lorscher Arzneibuch (Bamberg, Staatsbibl., Msc. Med. 1)

Informationen im Handschriftencensus

Direkt zum Digitalisat

 

Links und Quellen

UNESCO / Staatsbibliothek Bamberg: Eintrag zum Weltdokumentenerbe „Lorscher Arzneibuch", online verfügbar (abgerufen 2025)

Stoll, Ulrich: Einleitung zur wissenschaftlichen Erschließung des Lorscher Arzneibuches, Institut für Geschichte der Medizin der Universität Würzburg, 1989

Fischer, Klaus-Dietrich: Aufsatz zur kritischen Auseinandersetzung mit den Thesen Gundolf Keils zum Lorscher Arzneibuch, 2010

Stoll, Ulrich / Keil, Gundolf (Übers.): Das Lorscher Arzneibuch. Übersetzung der Handschrift Msc. Med. 1 der Staatsbibliothek Bamberg. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 1989.

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Musik: Gates Of Glory" BY "Alexander Nakarada"
47 Minuten
Inhalt:

00:00:00 Intro 00:12:30 Thema

 

Die Band In Extremo gelten als DIE Mittelalterband. Aber sind sie das wirklich? Und (viel interessanter ) warum glauben wir oft eigentlich, was wir glauben, wenn wir „Mittelalter" hören?

Ich schaue mir mal an, wie Geschichtsbilder entstehen können, warum das Mittelalter in unseren Köpfen größtenteils eine Erfindung der Romantik ist, und was das mit Quellenkritik zu tun hat - und ich werde an der ein oder anderen Stelle auch ein bisschen fuchsig, glaube ich :D

Hinweis: Es gibt wieder Vorgeplänkel, ab Minute 12:30 geht es inhaltlich los. Eine IRMIMI-Umfrage sagte mir, dass das gut ankommt und das Wichtigste: ich hatte auch einfach mal wieder Lust drauf :) Wer direkt in die Inhalte möchte, kann dies ab Minute 12:30 ca. tun!

 

Links und Quellen

Groebner, Valentin: Das Mittelalter hört nicht auf. Über Geschichte und Politik der Vergangenheit. C.H. Beck, München 2008.

Velten, Hans Rudolf / Specht, Theresa (Hg.): Mittelalter und Populärkultur. transcript Verlag, Bielefeld 2024.

Interview In Extremo in Planet View (2011)

Interview In Extremo Hitparade

 

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Über diesen Podcast

Irgendwas mit Medien? Nein, irgendwas mit Mittelalter! IRMIMI erweckt mittelalterliche Handschriften und ihre Storys zum Leben. Denn sie erzählen uns, was war, und erlauben uns, in die Welt von damals einzutauchen und unsere vielleicht etwas besser zu verstehen. Denn Handschriften sind mehr als beige Fetzen!
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„IRMIMI – Irgendwas mit Mittelalter“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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