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IRMIMI – Irgendwas mit Mittelalter Archiv

78 Episoden
60 Minuten
Mittelalterliche Kochbücher sind keine Hochglanz-Rezeptsammlungen, sondern handgeschriebene Zeugnisse einer ganzen Epoche: Von einer englischen Kochhandschrift Europas, die sich in einem Medizinbuch versteckte, bis zu einem deutschen Kochbuch des 14. Jahrhunderts, das unerfahrene Köche weise machen wollte. In dieser Folge schauen wir gemeinsam hinein: Was stand auf dem Tisch, wer durfte und konnte es lesen und warum gibt es Rezepte in Reimform?

Viel Spaß beim Hören!

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Inhalt

00:00:00 Kurzes Intro

00:01:10 Thema: Historische Kochbücher

00:43:11 Hausmeisterei

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Handschrift: "Daz bůch von gůter spise":

Infos im Handschriftencensus

Digitalisat

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Literatur

Nadeau, Carolyn A.: Contributions of Medieval Food Manuals to Spain's Culinary Heritage. Cincinnati Romance Review 33 (Winter 2012): 59–77.

Gasper, Giles E. M. / Wallis, Faith: Salsamenta pictavensium: Gastronomy and Medicine in Twelfth Century England.

Arendholz, Jenny / Bublitz, Wolfram / Kirner, Monika / Zimmermann, Iris: Food for thought – or, what's (in) a recipe? A diachronic analysis of cooking instructions. In: Culinary Linguistics: The chef's special, hrsg. von Cornelia Gerhardt, Maximiliane Frobenius und Susanne Ley, 119–138. Amsterdam: John Benjamins, 2013.

Bator, Magdalena: Rhyming Recipes in Medieval Cookbooks. Linguistica Silesiana 38 (2017).

 

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Link zur Hausmeisterei: 

Circus of Science am 21.10.2026: Tickets gibt es hier!

Buch: "Astronomie der Rauhnächte" von Florian Freistetter

Crowdfunding für das SagenReich: Unterstützt das neue Zuhause der Fabelwesen!

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Musik: Gates Of Glory" BY "Alexander Nakarada"

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#Mittelalter #Deutschland #Europa #Forschun
48 Minuten
Inhalt 00:00:00 Vorgeplänkel 00:14:40 Thema der Folge

 

Im 12. Jahrhundert malt sich eine Frau namens Guda in einen verzierten Buchstaben und schreibt dazu: Sie hat dieses Buch geschrieben und gemalt. War sie eine Ausnahme? Oder sehen wir nur sie und den Rest nicht?

Ein Forschungsteam hat 2025 zum ersten Mal nachgezählt, wie viele mittelalterliche Handschriften von Frauen abgeschrieben wurden. Grundlage sind Kolophone, also kurze Notizen am Ende einer Handschrift, in denen sich die Schreibenden manchmal verewigt haben. Das Ergebnis: Von 23.774 Notizen stammen mindestens 254 sicher von Frauen, also rund 1,1 Prozent. Hochgerechnet könnten Frauen im Mittelalter über 110.000 Bücher abgeschrieben haben, und rund 8.000 davon müssten heute noch existieren.

Wir klären den Unterschied zwischen Autorin und Schreiberin und lernen Birgitta kennen, die ihr eigenes Werk nicht ganz so gelungen fand. Außerdem geht es darum, warum die 1,1 Prozent nur eine Untergrenze sind. Und warum die spannendste Erkenntnis der Studie keine Entdeckung ist, sondern eine Lücke.

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Musik: Gates Of Glory" BY "Alexander Nakarada"

#Mittelalter #Deutschland #Europa #Forschung
47 Minuten
Inhalt:

00:00:00 Intro und Vorgeplänkel

00:12:38 Capitulatio de partibus Saxoniae

 

Dreißig Jahre Krieg, Massendeportationen, und ein Gesetz mit zwölf Todesstrafen am Stück – das ist die Geschichte der Unterwerfung Sachsens unter Karl den Großen. In dieser Folge schauen wir direkt in die Capitulatio de partibus Saxoniae, Karls brutalste Verordnung, begleiten die Sachsen durch ihren zähen Widerstand und fragen: Warum musste Karl sein eigenes Gesetz am Ende wieder revidieren?

 

Links

Codex Palatinus latinus 289

Weitere Links

Tabeas Podcast Klios Spiegel

Tabeas Instagram-Kanal

 

Literatur:   

Lexikon des Mittelalters (LexMA), Artikel: Capitulatio de partibus Saxoniae. Bearb. von W. Lammers.

Monumenta Germaniae Historica, Capitularia regum Francorum I, S. 68–70. Originaltext der Capitulatio de partibus Saxoniae.

Patzold, Steffen: Die Paganisierung der Bewohner der frühmittelalterlichen Saxonia durch Karl den Großen, Aufsatz

Weinfurter, Stefan: Karl der Große. Der heilige Barbar. München/Zürich 2013.

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#Mittelalter #Deutschland #Europa

 

 
38 Minuten
Das Lorscher Arzneibuch ist das älteste erhaltene medizinische Buch Deutschlands – geschrieben um 800 von Mönchen in einem hessischen Kloster, die nicht nur Rezepte sammelten, sondern die Medizin vor dem Christentum verteidigen mussten.

Wir schauen heute: Was steckt in den 482 Rezepten, warum brauchte ein Arzneibuch ein theologisches Vorwort und wie landet ein Buch aus Lorsch am Ende in Bamberg? UNESCO-Weltdokumentenerbe, mittelalterliche Käseschimmel-Therapie und ein Arzt, der vorher bezahlt werden will: alles dabei ;)

Viel Spaß beim Hören!

Eure Katrin

Einen (ergänzenden) Blogartikel zum Lorscher Arzneibuch gibt es hier

Lorscher Arzneibuch (Bamberg, Staatsbibl., Msc. Med. 1)

Informationen im Handschriftencensus

Direkt zum Digitalisat

 

Links und Quellen

UNESCO / Staatsbibliothek Bamberg: Eintrag zum Weltdokumentenerbe „Lorscher Arzneibuch", online verfügbar (abgerufen 2025)

Stoll, Ulrich: Einleitung zur wissenschaftlichen Erschließung des Lorscher Arzneibuches, Institut für Geschichte der Medizin der Universität Würzburg, 1989

Fischer, Klaus-Dietrich: Aufsatz zur kritischen Auseinandersetzung mit den Thesen Gundolf Keils zum Lorscher Arzneibuch, 2010

Stoll, Ulrich / Keil, Gundolf (Übers.): Das Lorscher Arzneibuch. Übersetzung der Handschrift Msc. Med. 1 der Staatsbibliothek Bamberg. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 1989.

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Musik: Gates Of Glory" BY "Alexander Nakarada"
47 Minuten
Inhalt:

00:00:00 Intro 00:12:30 Thema

 

Die Band In Extremo gelten als DIE Mittelalterband. Aber sind sie das wirklich? Und (viel interessanter ) warum glauben wir oft eigentlich, was wir glauben, wenn wir „Mittelalter" hören?

Ich schaue mir mal an, wie Geschichtsbilder entstehen können, warum das Mittelalter in unseren Köpfen größtenteils eine Erfindung der Romantik ist, und was das mit Quellenkritik zu tun hat - und ich werde an der ein oder anderen Stelle auch ein bisschen fuchsig, glaube ich :D

Hinweis: Es gibt wieder Vorgeplänkel, ab Minute 12:30 geht es inhaltlich los. Eine IRMIMI-Umfrage sagte mir, dass das gut ankommt und das Wichtigste: ich hatte auch einfach mal wieder Lust drauf :) Wer direkt in die Inhalte möchte, kann dies ab Minute 12:30 ca. tun!

 

Links und Quellen

Groebner, Valentin: Das Mittelalter hört nicht auf. Über Geschichte und Politik der Vergangenheit. C.H. Beck, München 2008.

Velten, Hans Rudolf / Specht, Theresa (Hg.): Mittelalter und Populärkultur. transcript Verlag, Bielefeld 2024.

Interview In Extremo in Planet View (2011)

Interview In Extremo Hitparade

 

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Musik: Gates Of Glory" BY "Alexander Nakarada"
36 Minuten
937 gründet Otto der Große in Magdeburg ein Kloster. Bis heute steht in Geschichtsbüchern: Es war ein Missionskloster zur Christianisierung der Slawen. Nur dumm, dass in der Originalurkunde davon kein einziges Wort steht. Wie konnte sich dieser Mythos über Jahrhunderte halten und wer hatte ein Interesse daran? Ein Forschungskrimi zwischen Heiliger Lanze, Heiligenkult und dunkler Wissenschaftsgeschichte :)

Viel Spaß beim Hören!

 

Links und Quellen

Freund, Stephan: „Otto der Große und die Slawen. Ideologische Instrumentalisierungen versus empirische Befunde", in: Freund/Köster/Puhle (Hrsg.), Des Kaisers letzte Reise.

Stephan Freund, Matthias Puhle: Otto der Große 912–973Kaiser der Römer, König der Völker, 2023.

Becher, Mathias: „Vitus von Corvey und Mauritius von Magdeburg: Zwei sächsische Heilige in Konkurrenz", in: Westfälische Zeitschrift 147, 1997.

Bogdanovics, Lorenz : Inszenierte Kaisertreue. Die Statue des Heiligen Mauritius im Magdeburger Dom, Graz 2019.

Informationen und Abbildungen der Urkunde im Landesarchiv Sachsen-Anhalt

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36 Minuten
Wann habt ihr zuletzt einen Brief geschrieben? Also so mit der Hand, mit Stift und so? ;)

Briefe schreiben klingt erstmal irgendwie nach Schulzeit, Karopapier und Brieffreundschaften. Aber im Mittelalter war ein Brief manchmal eine Waffe, manchmal ein Liebesbeweis und manchmal der Grund, warum man von Piraten gekapert wurde.

Lasst uns in die mittelalterliche Briefkultur schauen: Wer überhaupt schreiben konnte (Ihr wisst es sicher!), wie die ars dictaminis das Briefeschreiben zur Kunstform machte und was päpstliche Geheimdokumente mit dalmatinischen Piraten zu tun haben.

Und außerdem: Warum eure letzte Bewerbungs-E-Mail strukturell aus dem 12. Jahrhundert stammt …

Viel Spaß beim Hören!

 

Links und Quellen

Grażyna Kryszczuk: Briefe im Mittelalter / Listy średniowieczne, in: Annales Universitatis Mariae Curie-Skłodowska, Vol. XIX, Sectio FF, Lublin 2001.

Wolfgang Achnitz: [Rezension] Christine Wand-Wittkowski, Briefe im Mittelalter. Der deutschsprachige Brief als weltliche und religiöse Literatur. Herne 2000.

Klaus Herbers: Verlust – Veränderung – Ersatz: Beispiele der Briefpraxis im 9. Jahrhundert.

Roland Zingg: Grundsätzliche Überlegungen zu Briefen und Briefsammlungen des früheren Mittelalters bezüglich Quellengattung und Überlieferung.

 

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59 Minuten
Rauhnächte sind “zwischen den Jahren” irgendwie überall – als Ritualpaket für Rückblick, Neustart und Sinnsuche. In dieser Folge klären wir, was an den Erzählungen rund um „uralte Tradition“ historisch greifbar ist, wie spätere Deutungen daraus ein geschlossenes germanisches Erbe gemacht haben, und warum die Rauhnächte als Format heute trotzdem so gut funktionieren. Ein Blick auf Quellen, Motive und Mechanismen …

Ich wünsche euch ganz viel Spaß bei einer etwas längeren Folge!

 

Links und Quellen

Johannes Hartlieb, Buch der verbotenen Künste: Überlieferung im Handschriftencensus

Hans Vintler, Blumen der Tugend: Überlieferung im Handschriften

Konrad Bollstatter: Losbücher-Sammlung: Infos im Handschriftencensus

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38 Minuten
Hinweis: Diese Folge entsteht mit freundlicher Unterstützung des LWL‑Museums in der Kaiserpfalz. Meine Erfahrung und meine Meinung bleiben davon unberührt.

 

Wie und wo beginnt Westfalen? In dieser besonderen Kooperationsfolge mit dem LWL-Museum in der Kaiserpfalz in Paderborn geht es um ein einziges Wort in einem frühmittelalterlichen Dokument: Den Fränkischen Reichsannalen. Das Wort “uuestfalaos” ist der Beginn einer Region, ein Gefühl, ein Identitätsangebot. Im Oktober 2025 habe ich dazu die Ausstellung 775 Westfalen in Paderborn besucht und gefragt: Was bedeutet Westfalen heute? Wie entsteht eine Identität? Und wie erzählt man eine Geschichte, die nie klar angefangen hat?

 

Links

Zur Ausstellung 775 Westfalen

Website der Ausstellung

Website der Kaiserpfalz

Instagram-Account der Kaiserpfalz

IRMIMI-Folgen zu den Sachsenkriegen

IRMIMI #65: Das Blutgericht von Verden

IRMIMI #19: Sachsengeschichte Widukind von Corvey

IRMIMI #2: Sächsisches Taufgelöbnis

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53 Minuten
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00:00:00 Intro

00:00:35 Hausmeisterei

00:08:29 Sachsenhain mit Björn Hennecke

00:39:30 Kommentar von Hörer Mathias

 

Im Jahr 2022 sind der liebe Björn Hennecke (“Der Geschichtsler”) und ich zum Sachsenhain in Verden gefahren. Dort soll sich 782 das “Blutgericht von Verden” im Rahmen der Sachsenkriege Karls des Großen abgespielt haben, bei dem angeblich 4.500 Sachsen enthauptet worden sein sollen.

Die Nationalsozialisten haben dann in den 1930er Jahren einen “Gedenkort” errichtet - 4.500 Steine zieren so den Rundgang am Sachsenhain. Doch was hat das brutale Ereignis im Jahr 782 mit den Nationalsozialisten zu tun?

Dem gehen Björn als Neuzeithistoriker und ich als Mittelalterhistorikern auf den Grund und nehmen euch mit auf einen Spaziergang durch den Sachsenhain :)

 

Links

Hier geht es zu Björns YouTube-Kanal

 

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38 Minuten
Ein mittelhochdeutscher Heldentext – überliefert in einer jüdischen Handschrift, geschrieben in hebräischer Schrift: Der Dukus Horant sprengt jede literarische Schublade. In dieser Folge erkunden wir, was kulturelle Zugehörigkeit wirklich bedeutet, warum ein Text auch ohne Ende eine Geschichte erzählen kann – und was passiert, wenn Identität, Sprache und Herkunft plötzlich nicht mehr zusammenpassen.

 

Literatur

Domhardt, Christopher: Zwischen verlorenem Lied und überliefertem EposQuellenkritische Studien zum ‚Dukus Horant‘, 2023

Uri Zvi Shachar: Dukus Horant: The Codicology of a Mediterranean Epic. In: Speculum 99.1 (2024).

Christopher Liebtag Miller: In di gasen gan: Aristocratic Display and the Generation of Status in König Rother and Dukus Horant. In: Forum for Modern Language Studies 50.1 (2014), S. 1–15.

Fritz Peter Knapp: „Dukus Horant“ und die deutsche subliterarische Epik des 13. und 14. Jahrhunderts. In: Germanisch-Romanische Monatsschrift 54 (2004), S. 413–431.

Gabriele L. Strauch: Text and Context in the Reading of Medieval Literature (Kapitel zu Dukus Horant). University Press of America, 1991.

Friedrich Mader: Die „Dukus-Horant“-Forschung: Bericht und Kritik. Göppingen: Kümmerle Verlag, 1979.

Ganz, Norman, Schwarz (Hrsg.): Dukus Horant. Edition + Kommentar. Ergänzungsreihe zum Altdeutschen Textbibliothek, 1964.

Lajb Fuks (Hrsg.): The Oldest Known Literary Documents of Yiddish Literature (c. 1382). Leiden: Brill, 1957.

Links

Dukus Horant digital: Hier könnt ihr euch die Seite ansehen.

IRMIMI-Folge zum Ambraser Heldenbuch

Aachener Geschichte von Maximilian: Hier geht es zu seinem Instagram-Kanal

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39 Minuten
In dieser Episode erzähle ich die außergewöhnliche Geschichte der Zisterzienserinnen von Heilig Kreuz in Braunschweig. Unter der Führung von Äbtissin Mechthild von Vechelde erlebte der Konvent im späten 15. Jahrhundert dramatische Zeiten: die Flucht vor Herzog Heinrich, ein Leben im Exil in der Stadt und schließlich die Rückkehr in ein zerstörtes Kloster.

Ich spreche darüber, wie die Nonnen ihren Alltag in dieser Krisensituation meisterten und warum Klöster viel enger mit Stadtpolitik und Gesellschaft verbunden waren, als man heute vielleicht denkt.

Ein Stück Frauen- und Stadtgeschichte, das Mut, Widerstandskraft und den Alltag hinter Klostermauern lebendig werden lässt.

Als Grundlage für diese Folge diente das wunderbare Buch “Unerhörte Frauen - das Netzwerk der Nonnen im Mittelalter” von Henrike Lähnemann und Eva Schlotheuber.

Ich hoffe, ihr genießt die Folge so sehr wie ich die Vorbereitung.

Mit größtem Dank und lieben Grüßen

eure Katrin

 

Literatur

Henrike Lähnemann, Eva Schlotheuber: Unerhörte Frauen. Die Netzwerke der Nonnen im Mittelalter, Berlin 2025.

 

Von Frauenhand. Mittelalterliche Handschriften aus Kölner Sammlungen, Ausstellungskatalog, 2021.

 

Röhl, Susanne; Hecker, Anne-Marie: Monastisches Leben im urbanen Kontext, in: Jörg Jarnut, Stephan Müller und Matthias Wemhoff (Hgg.): Mittelalterstudien des Instituts zur Interdisziplinären Erforschung des Mittelalters und seines Nachwirkens, Band 24, Paderborn 2010.

 

Links

Hier wichtige Kanäle:

Frau Abgeordnete: Zum Instagram-Kanal

Herstory von und mit Jasmin Löchner: Zum Instagram-Kanal

addf: Archiv der deutschen Frauenbewegung Kassel: Zum Instagram-Kanal

Frauen von Damals von und mit Bianca Walther: Zum Instagram-Kanal

Frauenorte: Zum Instagram-Kanal

Ausstellung: Von Frauenhand. Mittelalterliche Handschriften aus Kölner Sammlungen: Zur Website

 

IRMIMI Links

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30 Minuten
Was macht ein Ritterroman von Hartmann von Aue in einer Handschrift, die für einen Kaiser gemacht wurde – und warum ist dieser Erec so anders als alle anderen? Wir kehren zurück zum Ambraser Heldenbuch und rekonstruieren, wie ein höfischer Text zum Teil eines literarischen Prestigeprojekts von Kaiser Maximilian I. wurde. Zwischen vergoldetem Pergament, auffälligen Kürzungen, einem rätselhaften Anfang, fehlenden Prologen und dem berühmten „Manteltest“ ergibt sich fast ein kleines Literaturkrimi ... Eine Folge über Textstörung, Repräsentation und politische Erinnerungsarbeit.

Links

Digitalisat des Ambraser Heldenbuches

Folge zum Ambraser Heldenbuch

Literatur

Bumke, Joachim: Der Erec Hartmanns von Aue. Eine Einführung, Berlin/New York 2006.

Hartmann von Aue: Erec. Übersetzt und mit einem Stellenkommentar versehen, herausgegeben von Manfred Günter Scholz und übersetzt von Susanne Held, Frankfurt am Main 2007.

Heß, Ineke: Rezeption und Dichtung im Mittelalter. Zur Überlieferung des Mantel im Ambraser Heldenbuch, in: Steffen Groscurth, Thomas Ulrich (Hrsg.): Lesen und Verwandlung. Lektüreprozesse und Transformationsdynamiken in der erzählenden Literatur, Berlin 2011, S. 155-185.

Kaminski, Nicola: Die Unika im Ambraser Heldenbuch. Ein überlieferungsgeschichtlicher vnfalo?, in: Sieglinde Hartmann, Freimut Löser (Hrsg.): Maximilian I. (1459-1519) und die Hofkultur seiner Zeit, S. 179-199.

Linden, Sandra: Tugendproben im arthurischen Roman. Höfische Wertevermittlung mit mythischer Autorität, in: Hans-Jochen Schiewer, Stefan Seeber (Hrsg.): Höfische Wissensordnungen, Göttingen 2012,Tugendproben, S. 15-39.

Miedema, Nine: Das Ambraser Heldenbuch und der Theuerdank. Mittelalterliche Epik und ihre Wiederverwendung am Hof Maximilians I., in: Rudolf Suntrup, Jan R. Veenstra (Hrsg.): Building the Past. Konstruktion der eigenen Vergangenheit, Frankfurt am Main u.a. 2006, S. 85-106.

Müller, Jan-Dirk: Kaiser Maximilian I. In: ²VL Bd. 6 (1987), Sp. 204-236.

Schröder, Werner: Das Ambraser Mantel-Fragment. Nach der einzigen Handschrift neu herausgegeben, in: Werner Schröder (Hrsg.): Sitzungsberichte der wissenschaftlichen Gesellschaft an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main (Band 33,5), Frankfurt am Main 1995, S. 127-177.

Warnatsch, Otto: Der Mantel. Bruchstück eines Lanzeletromans des Heinrich von dem Türlin, Nachdruck der Ausgabe Breslau 1883, Hildesheim/Olms u.a. 1977.

Wolf, Jürgen: Einführung in das Werk Hartmanns von Aue, Darmstadt 2007.

Wolfram von Eschenbach: Titurel-Hg , übersetzt und mit einem Stellenkommentar sowie einer Einführung versehen von Helmut Brackert und Stephan Fuchs-Jolie u.a., Berlin 2003, S. 26.

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32 Minuten
Warum glauben wir, dass Magie damals Ausdruck von Rückschritt war, während wir heute selbst Illusionen anhängen? Ich spreche über Zaubersprüche, Insta-Fassaden, Pestmasken-Mythen und darüber, warum historische Quellen immer Kontext brauchen. Denn nur so verstehen wir wirklich, wie Menschen damals gedachte haben können und wie nah sie uns eigentlich sind. Die Grundlage für diese Folge ist der Vortrag über schräge Geschichtsbilder, den ich im Dezember 2024 beim Circus of Science halten durfte!

Inhalt

00:00:00 Intro und Begrüßung

00:02:47 Allgemeines und Geschichte im Urlaub

00:08:28 Thema: schräge Geschichtsbilder

Links

Circus of Science: Im Dezember 2024 durfte ich dort auf die Bühne! Der Circus of Science vom lieben Jack Pop findet regelmäßig im Jahr in Leipzig im Kupfersaal statt :)

IRMIMI-Reihe zu Zaubersprüchen: Hier ist die erste Folge zur reihe aus 2022!

Hexenverfolgung mit Heldendumm: mit Daniel und Philipp habe ich in dieser Folge ein bisschen mit Vorurteilen aufgeräumt!

Hexenverfolgung mit Digitale Anomalien: Mit Wolfgang habe ich zum Thema "Fake News" im Mittelalter unter anderem über die Hexenverfolgungen gesprochen.

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39 Minuten
Was bedeutet es eigentlich, „fremd“ zu sein – und wer galt im Frühmittelalter als fremd? In dieser Folge werfe ich einen Blick in fränkische Handschriften und Quellen, um herauszufinden, wie das “Fremde” dort beschrieben, eingeordnet oder auch verurteilt wurde.

Dabei geht es nicht nur um Völkerwanderung und politische Interessen, sondern auch um Wahrnehmung, Macht und Selbstbilder. Denn Quellen sagen nicht nur etwas über die anderen aus, sondern auch über diejenigen, die sie verfasst haben.

Warum es wichtig ist, diese historischen Perspektiven zu kennen? Weil sie unseren eigenen Blick auf moderne Narrative und aktuelle „Quellen“ schärfen können. Geschichte ist nicht vorbei!

Links

Digitalisat: Die fränkischen Reichsannalen

Postkartensprüche: Für zwei Merch-Sprüche könnt ihr die dazugehörenden Folgen gerne noch mal nachhören:

IRMIMI Folge 2: "Die Langobarden waren pflegeleichter"

IRMIMI Folge 1: "Abrogans oder gar nicht":

Literatur

MOHR, Andreas: Das Wissen über die Anderen. Zur Darstellung fremder Völker in den fränkischen Quellen der Karolingerzeit

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