ShopTechBlog – Technologien für digitalen Handel Archiv
201 Episoden
13 Minuten
Es ist wieder Freitag, und wir blicken zurück auf die Shoptech-Woche. In diesen Tagen lief der Support von Magentos 1er-Version aus. Nun ist das bei Software allgemein ein nicht so spektakulärer Vorgang, denn üblicherweise gibt es ein besseres Nachfolgeprodukt sowie einen gut dokumentierten Upgrade-Mechanismus. Nicht so bei Magento. Der 2er-Strang ist eine qualitativ schlechtere, softwaregewordene technische und kommunikative Pannenserie, die mit Ach und Krach von Adobe im Markt gehalten wird. Zu allem Überfluss verliert die deutsche Magento-Community so wichtige Köpfe und Köpfinnen wie Rico Neitzel, Fabian Blechschmidt und Carmen Bremen, die jetzt klar erkennbar im Shopware-Universum angekommen sind und für das Unternehmen aus Schöppingen sogar im nächsten Jahr eine Unconference ausrichten. Natürlich bricht das ganze Magento-Business hierzulande nicht von jetzt auf gleich zusammen. Es werden weiterhin und sicherlich noch über viele Jahre ungezählte Personentage ver- und gekauft, um einzelne Projekte am Leben zu halten und Migrationen durchzuführen. Das Ökosystem ist weltweit too-big-to-fail-groß und Adobe wird sein teuer eingekauftes Asset nicht leichtfertig unter die Räder kommen lassen. Aber: Magento verliert hierzulande endgültig seine Funktion als Innovations- und Wachstumstreiber an Shopware und Shopify, wird enterprisiger und bräsiger und damit für Händler mehr zum Risiko als zur Chance. Sad!
21 Minuten
Das erste Halbjahr nähert sich dem Ende, und man kann wohl ohne Übertreibung sagen: sportlich war es! Nicht genug, dass durch die Pandemie-Schutzmaßnahmen reinen Offlinern von heute auf morgen die kompletten Umsätze weggefallen sind, muss sich der Handel innerhalb weniger Wochen auch auf eine Mehrwertsteuersenkung einstellen. So nebenbei. Und wer zu den „Glücklichen“ zählt, die Wirecard als PSP einzusetzen, hat in diesen Tagen ein deutlich höheres Stresslevel. Was wieder mal zeigt: so abgeschmackt und durchgenudelt der Begriff „Agilität“ mittlerweile ist, so wichtig und zutreffend ist das Konzept besonders jetzt. Wie beispielsweise bei Fielmann, die binnen weniger Wochen einen Webshop für Kontaktlinsen und Sonnenbrillen auf Basis von Makaira und Shopify Plus aus der Taufe gehoben haben. (Geht doch, möchte man da allen Digitalverweigerern zurufen).
17 Minuten
In dieser Woche findet der zweitägige digitale Shopware Community Day 2020 statt. In verschiedenen Vorträgen und Keynotes stellt das Unternehmen aus Schöppingen vor allem seine Cloud-Strategie genauer vor, die ja bereits im letzten Jahr im Rahmen der Präsentation von Shopware 6 angekündigt wurde. Dabei geht es unter anderem um Fragen wie die technische Infrastruktur, Payment, Versand, Marktplatzanbindungen aber auch die Verwaltung von Themes und Plugins. Unser erster Eindruck ist, dass Shopware sich hier sehr gut präsentiert – sowohl was das äußere Format der Veranstaltung als auch das Inhaltliche angeht – und weiterhin ein wichtiger Innovationstreiber im hiesigen Shoptech-Markt ist. In der nächsten Woche sollen sämtliche Aufzeichnungen zur Verfügung gestellt werden, dann werden wir an dieser Stelle sicherlich noch auf das eine oder andere Detail zu sprechen kommen.
6 Minuten
An diesem Freitag unterhalten wir uns über SumUp: das Unternehmen, das sein Geld vor allem mit Bezahllösungen am POS sein Geld verdient (ihr kennt bestimmt diese kleinen mobilen Mini-Kartenterminals), stellt mit Online Store eine SaaS-Lösung vor, mit der stationäre Händler ihre Produkte auch online präsentieren können – eine Initiative, die wahrscheinlich auch durch die COVID-19-Krise beschleunigt wurde. Außerdem sind wir gespannt auf den digitalen Shopware Community Day nächste Woche. Und wenn ihr Entwickler seid und schon immer mal richtig tief in den Code von Shopify eintauchen wolltet, ist unsere Livestream-Serie, die ab nächsten Mittwoch startet, sehr wahrscheinlich das richtige für euch.
15 Minuten
Welch‘ schöne Zahl: Unser kleiner, feiner Shoptech-Wochenrückblick wird 200! Die 1. Folge vom 11. April 2014 war noch eine Zusammenfassung rein in Textform; seit Folge #89, die wir am 8. Dezember 2017 aufgenommen haben, ist Martin dabei und wir haben mit dem Audio-Format begonnen. Wir werden das feiern, uns ein wenig betrinken und bedanken uns bei allen, die uns jede Woche hören und lesen uns uns Feedback geben! Für euch & alle anderen da draußen haben wir zur Feier des Tages einen kleinen Shop mit ShopTechBlog-Merch online gestellt. Wir monetarisieren also jetzt frech unsere sagenhafte Popularität mit Tassen, T-Shirts und Taschen – und mit dem Rabatt-Code „TWIST“ gibt’s sogar noch 20% Rabatt. Wie klingt das? Aber bei aller Feierei, es gibt auch noch Inhaltliches. In dieser Woche gab es das Konjunkturprogramm der Bundesregierung, das Martin sich im Detail angeschaut hat, denn es verbergen sich (abgesehen von den temporären Mehrwertsteuersenkungen, die man auch als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für den Software-Sektor interpretieren könnte, weil jetzt alle Welt ihre Dinosaurier-Software kurzfristig umbiegen muss) noch weitere für unsere Branche interessante Initiativen darin. Und: die K5 findet in diesem Jahr digital statt.
12 Minuten
Another one bites the dust: Auch die code.talks aus Hamburg hat bekanntgegeben, ihre Konferenz in diesem Jahr nicht stattfinden zu lassen. Vor diesem Hintergrund – und in der Woche, in der ursprünglich die K5-Konferenz als auch der Shopware Community Day (der jetzt digital am 18. und 19. Juni stattfindet) ihre Türen öffnen sollten – sprechen wir darüber, welche Konferenzen überhaupt in diesem Jahr noch werden stattfinden können. Ist es wirklich realistisch, wenn etwa die dmexco am 23. und 24. September in Köln stattfindet – selbst wenn die Landesregierung in NRW dies unter Auflagen grundsätzlich erlaubt? Wir sind jedenfalls skeptisch und können uns nur schwer eine Messe vorstellen, bei der alle Beteiligten Masken tragen und Abstände einhalten müssen. Aber wie gehen wir mit dieser Situation um? Wollen wir nur noch in Webinaren sitzen? (Kurze Antwort: ganz sicherlich nicht!) Gerade jetzt sind Konzepte gefragt, die mehr sind als Yet-Another-Zoom-Meeting. Meine Ex-Kollegen von commercetools beispielsweise haben kurzerhand einen virtuellen, digitalen Messestand ins Netz gestellt, an dem sich die Besucher über die unterschiedlichen Fachthemen informieren kann. Denkt man sich jetzt noch ein paar Avatare dazu, mit denen man interagieren kann, hat man vielleicht schon eine erste Alternative zur aktuellen Digital-Event-Ödnis. Zum Schluss noch eine gute Nachricht: die ShopTechTalks gehen weiter! In der ersten Podcast-Ausgabe in diesem Jahr spreche ich mit Daniel Kolb von Especial.Digital unter anderem darüber, warum ein Headless-Ansatz nicht automatisch Kosten in 6-stelliger Höhe nach sich ziehen muss und wie sich der Ansatz einer Agentur im Shopify-Umfeld von denen „klassischer“ Agenturen unterscheidet.
42 Minuten
Es wird wieder gepodcastet. In dieser Ausgabe spreche ich mit Daniel Kolb, Mitgründer und Leiter Produktentwicklung der Agentur Especial Digital. Kennengelernt haben wir uns, weil wir gemeinsam den Studenten-Hackathon slash.berlin bestreiten wollten, der, wie so viele Veranstaltungen, durch COVID19 verhindert wurde. Dass wir unbedingt gemeinsam einen Podcast aufnehmen sollten, wurde in den Planungsgesprächen schnell klar, und zwar aus zwei Gründen. Zum einen: headless. Ich hatte ja ein wenig gehofft, dass mir nach all den Jahren bei commercetools, in denen ich mitgeholfen habe, das Thema zu „evangelizen“, diesbezüglich im Shopify-Umfeld etwas Ruhe vergönnt sein würde. Pustekuchen. Daniel und seine Kollegen präsentieren sich explizit als Headless-Commerce-Agentur. Ihr Hauptargument dafür ist, dass man mit einem solchen Ansatz MVPs schneller umsetzen kann, und das deutlich günstiger, als würde man Standardsysteme aufwändig um- und zurückbauen. Hier wird „headless“ also dediziert als Ansatz betrachtet, der, technisch gesehen, nur eine entsprechende API als Gegenpol benötigt. Welche Plattform dahinter steht – Shopware, Shopify, etc. – ist letztlich egal. Zum anderen: wir waren uns einig, dass wir unbedingt über die Rolle von Agenturen sprechen müssen. Besonders im und am Shopify-Ökosystem fällt mir auf, wie stark Marketing-getrieben die meisten Dienstleister hier sind. Wie bei Especial.Digital ist Technologie eher Mittel zum Zweck und wird je nach Bedarf eingesetzt. Im Vordergrund steht immer die Frage: Woher kommt der Traffic, wie kann man schnell Umsatz erzeugen (dieser Podcast ist zu Beginn der Corona-Krise entstanden, da war diese Frage besonders akut).
19 Minuten
Es gibt ja so Wochen, da dümpelt die Shoptech-Welt vor sich hin. Und es gibt Wochen, da überschlagen sich die Ereignisse. Eine solche geht heute zu Ende. Insbesondere Shopify hat im Rahmen des (re)unite-Online-Events Neuerungen vorgestellt, aber auch commercetools konnte sich über eine starke Platzierung in der aktuellen Forrester Wave B2C freuen.
19 Minuten
Es ist Freitag, und während der Rest von Berlin den Feiertag feiert, spricht Martin mit mir über die Shoptech-Woche. Und die war vor allem durch Shopify geprägt, das neue Produkte (Shopify Email, Shopify POS) und Kooperationen (Pinterest) angekündigt, die Quartalszahlen präsentiert und erläutert und eine Kapitalerhöhung bekanntgegeben hat. Wir sprechen außerdem über den neuen Shoptech-Anbieter Emporix, der sich im Bereich „headless“ und „Microservices“ positioniert und schauen uns Shopware an, die angesichts des bald nahenden Support-Endes von Magento 1 eine Migrationskampagne mit dem Titel Magento: Time to say goodbye? gestartet haben.
13 Minuten
Nach dem gestrigen Feiertag folgt hier unser üblicher Wochenrückblick. Wir unterhalten uns vor allem über die neue App "Shop" von Shopify. Es geht bei dieser App, die es sowohl für iOS als auch für Android gibt und bis dato unter den Namen „Arrive“ bekannt war, im Wesentlichen um drei Dinge: das Entdecken von Produkten aus Shopify-Shops (in der Nähe), das Bezahlen mittels Shop Pay und das Tracking von Paketen. Was war noch? In einer Presse-Mitteilung haben commercetools und Flaconi ihre Zusammenarbeit bekanntgegeben, um endlich das Frankenstein-Magento des Parfumherstellers und Martins früherem Arbeitgeber abzulösen.
15 Minuten
Nach verlängerten Osterferien melden wir uns zurück am Podcasting-Mikrofon. Wie wir an verschiedenen Stellen sehen können, nehmen Shopsystem-Hersteller die Corona-Krise unter anderem zum Anlass, den Wert der Time-To-Market neu zu entdecken bzw. zu betonen. commercetools hat diese Woche beispielsweise einen eigenen App-Store (Integration Marketplace) vorgestellt, über den Integrationen zu Drittsoftware-Anbietern schneller gefunden und genutzt werden sollen. Auch ein neuer Accelerator auf Basis von Vue.js ist jetzt im Angebot, das Ziel: Shop-Launches innerhalb von zwei Wochen ermöglichen. Spryker setzt im Zeitersparnis-Rennen noch einen drauf und spricht auf seiner neuen Website von Zeiten unter einer Woche. Für Shopify fällt das eher unter die Kategorie „war bei uns schon immer so“, aber auch hier gibt’s überraschende Bewegungen: Saucen-Hersteller Heinz hat in Windeseile eine D2C-Strategie auf den Weg gebracht. Außerdem: Intershop-, Demandware- und Newstore-Gründer Stephan Schambach im OMR-Podcast Der Onlineshop der Mayerschen Buchhandlung wird zum 28.08. abgeschaltet (danke Andreas für den Hinweis!) Last but not least: die K5-Konferenz wird leider nicht wie geplant Ende Mai stattfinden Im besten Fall wird sie „nur“ auf den Herbst verschoben, im schlimmsten Fall findet das 10-jährige Jubiläum erst 2021 statt. Mensch, schade! Alles Gute für Euch!
11 Minuten
Es ist wieder Freitag und wir melden uns mit den Shoptech-Updates dieser Woche. Das erste Thema ist der neue/alte Marktplatz von OTTO. Nach insgesamt drei Jahren „Bauzeit“ ist er nun live gegangen – genauer gesagt gibt es jetzt einen automatisierten Onboarding-Prozess, bei dem externe Händler ihre Produkte einfacher auf die Plattform bringen können. Im Unterschied zu früher haben diese jetzt auch mehr Freiheiten.
29 Minuten
Wir kommen um das Thema nicht herum. Mit der Schließung eines Großteils des stationären Handels – von Branchen wie Lebensmittel und Apotheke abgesehen – bricht für viele der komplette Umsatz weg, was kurzfristig Kurzarbeit, längerfristig Entlassungen bedeutet. Aber auch die Digitalen stehen vor großen Herausforderungen. Entweder werden ganze Sortimente signifikant weniger gekauft, oder die Nachfrage ist so überdurchschnittlich hoch, dass Preise erhöht und Marketing-Aktionen zurückgefahren werden müssen, um die Logistik unter Kontrolle zu halten.
15 Minuten
In dieser Episode setzen wir uns mit der aktuellen Situation rund um das Corona-Virus auseinander und überlegen, welche Auswirkungen sie mittel- und langfristig für den Handel haben könnte.
7 Minuten
Okay okay, die Headline hat einen starken Clickbait-Charakter, ich konnte aber nicht anders: die Modemarke Esprit baut für die erwähnten 40 Millionen Euro eine neue E-Commerce-Plattform auf Basis von Salesforce Commerce Cloud und hat darauf die englische Seite gelaunched; weitere werden sicherlich folgen. Wir stellen fest: auf den ersten Blick ist ein normaler Webshop mit großen Fotos und klassischer UX. Natürlich können wir nicht sehen, was sich hinter den Kulissen verbirgt, aber bei den Projektvolumina sollte sich eine Menge Intelligenz im Hintergrund verbergen, die zu spürbaren Mehrumsatz führen muss. Vielleicht hat jemand weitere Insights? Ansonsten sprechen wir in diesen Rückblick noch kurz über die ausgefallenen Veranstaltungen und Konferenzteilnahmen – wir bei Shopify werden zum Beispiel nicht bei der Internetworld dabei sein, ich reise nicht zum E-Commerce-Camp nach Jena – und hoffen, dass sich die Situation schnell wieder entschärft. Nur digital ist auf Dauer nämlich auch langweilig.