Inside Austria Archiv
261 Episoden
36 Minuten
Immer wieder wird Wien in internationalen Erhebungen zur lebenswertesten Stadt der Welt gekürt. Zuletzt zeichnete die britische Economist Group Wien zum dritten Mal in Folge mit dem ersten Platz aus. Gleichzeitig gibt es aber einen Aspekt, bei dem Wien im internationalen Vergleich besonders schlecht abschneidet – und der betrifft die Bewohnerinnen und Bewohner der österreichischen Hauptstadt. Die Wienerinnen und Wiener gelten als extrem unfreundlich. Expats fühlen sich in Wien laut Studien alles andere als willkommen. Das Wesen von Wien sei der Wiener Grant – diese Behauptung steht nicht nur in manchen Reiseführern, man findet den Grant auch in Kunst und Kultur, und auch die Wienerinnen und Wiener selbst nennen sich Raunzer. Aber sind die Wiener wirklich so übel? Oder liegt das schlechte Ergebnis vielleicht daran, dass der Wiener Schmäh von internationalen Besuchern einfach nicht richtig verstanden wird? In dieser Folge von "Inside Austria" wollen wir wissen, wie lebenswert Wien tatsächlich ist. Dazu machen wir einen Selbsttest. Und wir sprechen mit Besuchern, Expats und einer Stadtpsychologin darüber, was es mit dem Wiener Schmäh und dem Grant auf sich hat.
30 Minuten
Auf dem Screenshot eines Handyvideos sieht man die Umrisse eines Hotelzimmers. Das Bild ist verschwommen, aber man erkennt eine junge Frau, die auf dem Boden liegt. Verkrümmt, zwischen einem Bett und einem Tisch mit Pappbechern drauf. Ihre Haare sind nass. Es sieht aus, als wäre sie benommen oder sogar ohnmächtig. Das Mädchen ist nicht allein in dem Zimmer, mehrere Burschen sind auch dort. 15, 16 Jahre alt. Aber niemand hilft ihr. Einer zückt sein Handy, um ein Video zu machen. Ein paar Minuten später schreibt er seinem Kumpel eine Nachricht: "Hahaha, was machen Bruder?" Die Antwort kommt Sekunden später: "Hahaha. Fick ma die Bruder." Die Jungs, die da chatten, gehören zu einer Bande. Sie nennt sich die "antons", nach dem Antonspark in Wien-Favoriten. Dort verbringen sie meistens ihr Zeit. Die Chats und die Videoscreenshots sind inzwischen Teil von Ermittlungen. Denn die "antons" sollen mutmaßlich mehrere Mädchen missbraucht haben. Wer die junge Frau im Hotelzimmer ist, ist bislang nicht bekannt. Aber es gibt ein weiteres mutmaßliches Opfer. Ein Mädchen, damals zwölf Jahre alt. Im Herbst 2023 geht das Mädchen zur Polizei und bringt damit den Fall ins Rollen. In dieser Folge von "Inside Austria" rekonstruieren wir die Geschichte der "antons" aus Wien. Es geht um Drogen, um Gewalt und um sexuellen Missbrauch. Und um junge Männer, die glauben, sie würden ihre Ehre verteidigen, in dem sie Frauen demütigen.
37 Minuten
Frank Stronach muss vor Gericht. Zehn Frauen beschuldigen den Austrokanadier unter anderem der sexuellen Nötigung und Vergewaltigung. Die Vorwürfe gehen zum Teil bis in die 1980er zurück, einige der Übergriffe sollen erst vor wenigen Monaten stattgefunden haben. Am 8. Juli startet in Kanada der Prozess gegen Stronach. Der Selfmade-Milliardär gehört in Österreich wohl zu den kontroversesten Persönlichkeiten des Landes. Nicht erst seit Bekanntwerden der jüngsten Vorwürfe ist sein Name hier ebenso bekannt wie umstritten. Mit Anfang 20 wandert er von der Steiermark nach Kanada aus und gründet dort jenes Unternehmen, das über die Jahre zum Automobilweltkonzern Magna aufsteigt. Doch Frank Stronach ist nicht nur ein Automobil-Magnat. Er strebt auch nach Macht und Einfluss. Und versucht schließlich, die Politik in Österreich aufzumischen. In dieser Folge von "Inside Austria" wollen wir wissen, wer Frank Stronach ist und warum er in Österreich schon lange für Kopfschütteln sorgt. Und wir schauen auf die schweren Vorwürfe, die den Milliardär jetzt einholen. Unsere Hörerinnen und Hörer können mit dem Rabattcode "Standard" 12Wochen das Angebot von SPIEGEL+ für nur 2,49 € pro Woche testen. Alle Infos dazu finden Sie auf [spiegel.de/derstandard](http://spiegel.de/derstandard).
34 Minuten
Am 17. Juni 2024 kommt es zum großen Knall. Die grüne Umweltministerin Leonore Gewessler hat im Ministerrat der EU für die hartumkämpfte Renaturierungsverordnung gestimmt – gegen den Willen des Koalitionspartners ÖVP. Ein kaltschnäuziges Manöver – auf das Kanzler Karl Nehammer mit wütender Hilflosigkeit reagiert. Vor fünf Jahren rauften sich Grüne und Volkspartei unter dem Slogan "Das Beste aus beiden Welten" zusammen. Jetzt, wo der Wahltermin Ende September feststeht, zeigt sich die tiefe Krise, in der das türkis-grüne Regierungsbündnis steckt, ganz offen. Es wird verbal hemmungslos aufeinander eingedroschen. Wer profitiert von der aktuellen Eskalation am meisten? Was bedeutet das Zerwürfnis für eine Regierungsbildung nach der Nationalratswahl? Und wie fällt die realpolitische Bilanz der ungewöhnlichen Koalition tatsächlich aus? In dieser Folge von "Inside Austria" rekonstruieren wir, wie ein Naturschutzgesetz beinahe die österreichische Regierung gesprengt hätte. Wir sprechen mit der Umweltministerin selbst über ihre Entscheidung. Und wir fragen, ob das Experiment einer Kooperation von Konservativen und Ökopartei mit der jüngsten Eskalation endgültig gescheitert ist. Unsere Hörerinnen und Hörer können mit dem Rabattcode "Standard" 12Wochen das Angebot von SPIEGEL+ für nur 2,49 € pro Woche testen. Alle Infos dazu finden Sie auf [spiegel.de/derstandard](http://spiegel.de/derstandard).
41 Minuten
Marko Arnautovic, das Enfant terrible des österreichischen Fußballs, sorgt als Anfang 20-Jähriger schon seit Jahren im europäischen Fußball für Aufsehen. Die einen lieben ihn aufgrund seiner kultigen und direkten Art, die anderen verzweifeln an seiner fehlenden Disziplin. Nach einer von Skandalen und Eskapaden geprägten Phase und sportlich eher semi-erfolgreichen Zeit bei Werder Bremen, steht die Frage im Raum: Schafft Arnautovic es, noch die Kurve zu kratzen? Kann er noch der Fußballer werden, den viele in ihm sehen? Oder führt ihn sein nächster Schritt zum vorzeitigen Ende seiner Karriere? In dieser Folge von "Inside Austria" erzählen wir den zweiten Teil der Geschichte eines Fußballrebellen. Nach einem Schlüsselereignis reißt sich Marko Arnautovic von seinem Skandal-Image los und setzt mit einer riskanten Entscheidung seine Karriere aufs Spiel. Unsere Hörerinnen und Hörer können mit dem Rabattcode "Standard" 12Wochen das Angebot von SPIEGEL+ für nur 2,49 € pro Woche testen. Alle Infos dazu finden Sie auf [spiegel.de/derstandard](http://spiegel.de/derstandard).
48 Minuten
Er gilt als einer der talentiertesten Fußballer, die Österreich je hatte. Bekannt wurde Marko Arnautovic in Österreich aber vor allem durch Skandale abseits des Fußballplatzes und Aussagen mit Kultcharakter. In den Käfigen Wiens lernte er einst jene Art der Ballbehandlung, die legendäre Profifußballer bis heute zum Staunen bringt. Docht seit er als Jugendlicher beim Floridsdorfer AC das erste Mal in einem Verein aufschlug, wurden ihm seine raue Art, sein überbordendes Selbstbewusstsein und seine Disziplinlosigkeit zum Verhängnis. Trotzdem schaffte es Marko Arnautovic, sich nicht nur im europäischen Fußball einen Namen als Ausnahmetalent zu machen, sondern sich durch seine Art auch in die Herzen der Österreicher und Österreicherinnen zu kicken. Bei der aktuellen Europameisterschaft steht er nun womöglich zum letzten Mal für Österreich auf dem Feld. In dieser Folge von "Inside Austria" erzählen wir den ersten Teil der Geschichte eines Fußballrebellen, der sich aus den Betonkäfigen eines Wiener Vorstadtbezirks in die höchsten Ligen des europäischen Fußballs gespielt hat. Es ist ein Weg zwischen Hoffnungsträger und Problemkicker, auf dem immer wieder die Frage auftaucht: Wird Marko Arnautovic als einer der größten Fußballer Österreichs in Erinnerung bleiben – oder scheitert er doch noch an sich selbst? Unsere Hörerinnen und Hörer können mit dem Rabattcode "Standard" 12Wochen das Angebot von SPIEGEL+ für nur 2,49 € pro Woche testen. Alle Infos dazu finden Sie auf [spiegel.de/derstandard](http://spiegel.de/derstandard).
51 Minuten
Es ist für die Österreicherinnen und Österreicher das entscheidende Thema bei der Europawahl am Sonntag: Migration. Genauer gesagt die irreguläre Migration, also Flucht und Asyl. Für eine Mehrheit ist sie das wichtigste Thema bei der EU-Wahl, das zeigt eine aktuelle Umfrage des STANDARD. Für 49 Prozent der Befragten steht der einheitliche Schutz der Außengrenzen an erster Stelle. Die rechtspopulistische FPÖ, die in den Hochrechnungen für die EU-Wahl in Österreich auf Platz eins liegt, setzt im Wahlkampf voll auf das Thema. Und auch die derzeitige Kanzlerpartei ÖVP versucht mit einem harten Asylkurs Wählerinnen und Wähler zu überzeugen. Zuletzt wurde etwa auch hierzulande über eine Abschiebung von Straftätern in das von den radikalislamischen Taliban geführte Afghanistan diskutiert. Aber: Wie viele Asylsuchende kommen tatsächlich nach Österreich? Was wird unternommen, um die Zahl zu senken, und welche Rolle nimmt Österreich innerhalb der europäischen Asylpolitik ein? In dieser Folge von "Inside Austria" beschäftigen wir uns mit der Flüchtlingsfrage in Österreich. Wir wollen wissen, ob das Asylsystem tatsächlich überlastet ist. Und wir fragen, warum es so schwierig ist, eine gemeinsame europäische Lösung für die anhaltenden Flucht- und Migrationsbewegungen zu finden. In der Folge erwähnt: [Abgefangen, verschleppt, ausgesetzt](https://www.spiegel.de/ausland/migranten-in-nordafrika-abgefangen-und-ausgesetzt-eu-finanziert-die-verantwortlichen-a-91fc2c46-9253-4324-8748-a04e06c94244) Unsere Hörerinnen und Hörer können mit dem Rabattcode "Standard" 12Wochen das Angebot von SPIEGEL+ für nur 2,49 € pro Woche testen. Alle Infos dazu finden Sie auf [spiegel.de/derstandard](http://spiegel.de/derstandard).
42 Minuten
Kurz vor der Europawahl am 9. Juni gerät der Wahlkampf der AfD in Deutschland in Turbulenzen. Die Rechtsaußen-Parteien, mit denen die AfD bisher im Europaparlament saß, beenden die Zusammenarbeit, weil der AfD-Spitzenkandidat Maximilian Krah nicht nur unter Spionageverdacht steht, sondern auch in einem Interview die nationalsozialistische SS relativiert hat. Doch eine Partei stärkt der AfD weiterhin den Rücken: die FPÖ. Allen voran deren Spitzenkandidat für die EU-Wahl, Harald Vilimsky, will die Zusammenarbeit in Straßburg weiterführen. Wer ist der Mann, der offenbar um jeden Preis an der AfD festhalten will? In dieser Folge von Inside Austria schauen wir auf den Europa-Spitzenkandidaten der FPÖ, Harald Vilimsky. Wir zeigen seinen Weg ins Europaparlament und wie er dort in der AfD eine gleichgesinnte Partnerin findet. Und wir fragen, ob die Freundschaft zur AfD für die FPÖ noch zum Verhängnis wird. Unsere Hörerinnen und Hörer können mit dem Rabattcode "Standard" 12Wochen das Angebot von SPIEGEL+ für nur 2,49 € pro Woche testen. Alle Infos dazu finden Sie auf [spiegel.de/derstandard](http://spiegel.de/derstandard).
32 Minuten
Im September 2023 explodiert in einem Handyshop in Wien-Meidling ein Molotowcocktail. Die Benzinbombe knallt gegen eine Wand neben der Theke, nur knapp vorbei am Besitzer des Geschäfts. Wenige Tage später erreicht den Mann ein Drohbrief mit einer Forderung von 25.000 Euro. Dahinter steckt eine Gruppe Jugendlicher, die sich selbst als "Schutzgeld Mafia" bezeichnet. Der Handyshopbesitzer ist nicht ihr einziges Opfer. Inzwischen sitzen die Jugendlichen zum Teil in Haft, am Wiener Straflandesgericht läuft ein Prozess gegen die Bande. Und der liefert Einblicke in eine düstere Parallelwelt junger Menschen, in der sich vieles um Einschüchterung und Gewalt dreht. In dieser Folge von "Inside Austria" erzählen wir die Geschichte der Schutzgeld-Teens aus Wien. Wir wollen wissen, wer diese Jugendlichen sind und was sie dazu bringt, wildfremde Menschen anzugreifen und zu erpressen. Wir fragen nach, ob die Meidlinger Gruppe ein Einzelfall ist – und wie kriminell Österreichs Jugend tatsächlich ist. Unsere Hörerinnen und Hörer können mit dem Rabattcode "Standard" 12Wochen das Angebot von SPIEGEL+ für nur 2,49 € pro Woche testen. Alle Infos dazu finden Sie auf [spiegel.de/derstandard](http://spiegel.de/derstandard).
47 Minuten
Es ist der 12. April 2024. In Österreich setzt an diesem Tag eine junge Frau ihre Unterschrift auf eine Unterlassungserklärung. Sie verpflichtet sich, in Zukunft keine schädigenden Gerüchte mehr über eine Freundin und deren Mann zu verbreiten. Diese junge Frau, die das Dokument unterzeichnet, heißt Lena Schilling. Sie ist 23 Jahre alt und Spitzenkandidatin der österreichischen Grünen für die Europawahl. Die jüngste, die die Partei je hatte. Die große Hoffnung der grünen Partei. Doch das Bild von der jungen Vorzeigekandidatin bekommt Risse. Gegen Lena Schilling gibt es schwere Vorwürfe. Und der Fall mit der Unterlassungserklärung ist nur einer davon. Es geht um erfundene Liebesaffären und Belästigungsvorwürfe. Um mutmaßliche Lügen, die Existenzen von Personen gefährdet haben. Und es geht um eine Parteispitze, die für viele zu weit geht, um ihre Spitzenkandidatin zu verteidigen, und damit Gefahr läuft, ihre frauenpolitische Glaubwürdigkeit zu schädigen. In dieser Folge von Inside Austria rekonstruieren wir die weitreichenden Vorwürfe gegen die EU-Spitzenkandidatin der Grünen und was seit dem Bekanntwerden der Anschuldigungen geschehen ist.
54 Minuten
Bekommt Österreich nach den Nationalratswahlen im Herbst wirklich einen "Volkskanzler" Herbert Kickl? Was tun die anderen Parteien, um einen Rechtsruck zu verhindern? Und ist die Ampelregierung in Deutschland ein abschreckendes Beispiel für eine mögliche Dreierkoalition in Österreich? Über diese großen Fragen haben wir beim Journalismusfest in Innsbruck diskutiert und dabei unsere dritte Live-Folge aufgezeichnet. Auf dem Podium saßen Katharina Mittelstaedt, Innenpolitikredakteurin beim STANDARD und Robert Treichler, stellvertretender Chefredakteur beim "Profil" und Co-Autor einer neuen Biografie über Herbert Kickl.
36 Minuten
Als die ÖVP unter Sebastian Kurz 2017 eine Koalition mit der rechtspopulistischen FPÖ eingeht, entsteht in Österreich eine ungewöhnliche Protestbewegung: die Omas gegen rechts. Gegründet werden "die Omas" von der heute 76-jährigen Psychologin Monika Salzer. Sie erstellt im Herbst 2017 eine Facebook-Gruppe, bald darauf marschieren hunderte "Omas" auf Demonstrationen gegen die türkis-blaue Regierung. Und die Bewegung wächst immer weiter – auch über die Grenzen Österreichs. Mit schätzungsweise 30.000 Mitgliedern allein in Deutschland sind die Omas gegen rechts die derzeit wohl größte Frauenbewegung im deutschsprachigen Raum. In dieser Folge von "Inside Austria" wollen wir wissen, wer eigentlich diese Omas gegen rechts sind, wie die Bewegung so schnell gewachsen ist und wie erfolgreich "die Omas" in ihrem Kampf gegen den Rechtsruck in Österreich und Europa sind. In dieser Folge zu hören: Monika Salzer (Gründerin der Omas gegen rechts), Colette Schmidt (Innenpolitikredakteurin DER STANDARD); Moderation: Margit Ehrenhöfer und Lucia Heisterkamp; Skript: Margit Ehrenhöfer und Lucia Heisterkamp; Redigat: Sandra Sperber, Zsolt Wilhelm; Produktion: Christoph Neuwirth Unsere Hörerinnen und Hörer können mit dem Rabattcode "Standard" 12Wochen das Angebot von SPIEGEL+ für nur 2,49 € pro Woche testen. Alle Infos dazu finden Sie auf [spiegel.de/derstandard](http://spiegel.de/derstandard).
44 Minuten
"Der beste Bürgermeister von ganz Österreich" – so schwärmen die Menschen auf der Straße beim Lokalaugenschein in Traiskirchen von Andreas Babler. Seit zehn Jahren regiert Babler dort mit einer Mehrheit von mehr als 70 Prozent der Wählerstimmen. Ein als besonders links geltender Sozialdemokrat aus einer Arbeiterfamilie, der auch über die Grenzen seiner Heimatstadt für seine Flüchtlingspolitik bekannt ist. Das Erstaufnahmezentrum Traiskirchen sorgt immer wieder für Schlagzeilen, und Babler hält sich mit Kritik an der Bundespolitik nicht zurück. Im Juni 2023 wird Andreas Babler überraschend zum Parteichef der SPÖ gewählt. Viele Genossinnen und Genossen setzen Hoffnungen in den Underdog und Parteirebellen, er könnte die Sozialdemokratie wieder groß machen – und vor allem die Partei einen. Doch wie sieht die Bilanz für Andreas Babler nach einem Jahr an der Spitze der SPÖ tatsächlich aus? In dieser Folge von "Inside Austria" schauen wir auf den Parteirebellen von der Basis, der seit einem Jahr die SPÖ anführt. Wir wollen wissen, wer Andreas Babler ist und was er bislang als Parteichef erreicht hat. Und wir fragen, ob der Underdog sogar Österreichs nächster Kanzler werden könnte. Unsere Hörerinnen und Hörer können mit dem Rabattcode "Standard" 12Wochen das Angebot von SPIEGEL+ für nur 2,49 € pro Woche testen. Alle Infos dazu finden Sie auf [spiegel.de/derstandard](http://spiegel.de/derstandard).
42 Minuten
Es gibt Lokale in Österreich, da landet jedes Jahr genau am 20. April ein spezielles Gericht auf der Karte: Eiernockerln mit grünem Salat. Auch Einzelpersonen posten Fotos des Gerichts immer wieder an diesem Tag auf Social Media. Beides klingt erst einmal harmlos – tatsächlich verbirgt sich dahinter aber ein nationalsozialistischer Code. Denn der 20. April ist der Geburtstag von Adolf Hitler, und Eiernockerln mit grünem Salat sollen die Lieblingsspeise des nationalsozialistischen Diktators gewesen sein. Fast 80 Jahre nach Ende der Herrschaft der Nationalsozialisten verherrlichen nach wie vor Menschen Adolf Hitler – und das ganz unverholen. Dazu kommt es in Österreich immer häufiger zu antisemitischen Vorfällen. Viele davon stehen im Zusammenhang mit dem Krieg im Nahen Osten, aber auch rechtsextreme Gewalttaten bleiben konstant auf sehr hohem Niveau. Ausgerechnet in einem Land wie Österreich mit NS-Vergangenheit müssen Jüdinnen und Juden wieder um ihre Sicherheit fürchten. In dieser Folge von "Inside Austria" fragen wir uns, warum antisemitische Angriffe fast 80 Jahre nach Ende des Dritten Reichs wieder zunehmen. Wir schauen auf Hitler-Glorifizierung und wollen wissen, warum sich Österreich mit der Aufarbeitung seiner NS-Vergangenheit bis heute so schwertut. Und wir fragen, was passieren muss, damit sich Jüdinnen und Juden in Österreich wieder sicherer fühlen. Unsere Hörerinnen und Hörer können mit dem Rabattcode "Standard" 12Wochen das Angebot von SPIEGEL+ für nur 2,49 € pro Woche testen. Alle Infos dazu finden Sie auf [spiegel.de/derstandard](http://spiegel.de/derstandard).
39 Minuten
Ein Bild von Männern in Trachten, die einen Maibaum aufstellen. Dazu der Spruch: "Tradition statt Multikulti". Auf einem anderen Sujet heißt es: "Integration durch Anpassung". Mit einer Werbekampagne zur sogenannten Leitkultur hat die ÖVP über Ostern für Wirbel gesorgt. Bei vielen kam die Kampagne offenbar nicht gut an, das "Tradition statt Multikulti"-Bild löschte die Partei schnell wieder von ihren Kanälen. Was aber erhofft sich die ÖVP von ihrer Leitkulturkampagne? Will sie damit der rechtspopulistischen FPÖ Stimmen wegnehmen, die laut Umfragen seit Monaten auf Platz eins liegt? Oder versucht die Kanzlerpartei davon abzulenken, dass sie wichtige Reformen bisher nicht auf den Weg gebracht hat? In dieser Folge von Inside Austria beschäftigen wir uns mit der "Leitkulturdebatte" – dem jüngsten und bislang vielleicht umstrittensten Rettungsversuch der Volkspartei. Wir wollen wissen, warum die ÖVP in der Krise steckt. Und wir fragen, was passiert, falls die derzeitige Kanzlerpartei bei der Nationalratswahl tatsächlich verliert.