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Gelassen älter werden mit Bestseller Autor Bertram Kasper und Catharina Maria Klein Archiv

202 Episoden
13 Minuten
Die Kunst der fallenden Bälle

Drei Bälle, zwei Hände und dieser Wunsch, alles im Griff zu haben. Dann fällt einer. Ich bücke mich, hebe ihn auf und werfe neu. Beim Jonglieren lässt sich ziemlich gut beobachten, wie ich mit mir selbst umgehe.

Früher war da schnell ein Vorwurf. Heute gelingt mir öfter ein freundliches „Na gut, noch einmal“. Das tut mir auch jenseits der Jonglierbälle gut. Ein Vorhaben darf scheitern, während die Lust aufs Ausprobieren bleibt. Gerade beim Älterwerden möchte ich mir diese Freiheit erhalten.

Dabei frage ich mich zunehmend, was ich überhaupt noch in der Luft halten will. 

Meine Eitelkeit verträgt einen Aufprall. 

Die Beziehungen zu meinen Töchtern brauchen Behutsamkeit. 

Zwischen Glas und Gummi zu unterscheiden, wird für mich zu einer Lebensaufgabe.

Davon erzählt mein neuer Text in „Gehstock und Grips“. 

Vom Mut, abermals Anfänger zu sein, und von der Geduld, die wächst, wenn wieder ein Ball am Boden liegt. Vielleicht beginnt Gelassenheit genau dort, wo ich mich bücke und dabei freundlich mit mir bleibe.

Welchen Ball hältst du noch in der Luft, obwohl du ihn längst ablegen möchtest?

Hier könnt ihr mein SPIEGEL-Bestseller Buch "Die größte Reise deines Lebens - mit Gelassenheit älter werden"

Wir freuen uns auf eure Nachrichten über WhatsApp an 01752600238 und Mails an info@gelassen-aelter-werden.de – und wenn ihr euren Liebsten von uns erzählt.

Und eine Bitte an alle:

Wir freuen uns über eine Bewertung unseres Podcasts. Holt für uns die 5 Sterne vom Himmel und schreibt gerne, was euch besonders gefällt.

Das schenkt noch mehr Menschen unsere Inhalte, da es durch das bessere Ranking öfter vorgeschlagen wird. Herzlichen Dank.

Für mehr Informationen zum Thema "gelassen älter werden" gibt es auf unserer Homepage ein Magazin zum Lesen. Hier der Link: https://gelassen-aelter-werden.de/magazin-gelassen-aelter-werden/

Die Musik im Intro und Outro ist von Stefan Kissel und wurde von Nico Lange gesprochen.
1 Stunde 4 Minuten
Wenn das Leben plötzlich kostbar wird

Wie möchtest du leben, wenn dir bewusst wird, wie kostbar deine Zeit ist? 

Bertram Kaspers Buch „Die größte Reise deines Lebens - mit Gelassenheit älter werden“ kam im Juli 2026 auf die SPIEGEL-Bestsellerliste. 

Zur Frankfurter Buchmesse 2026 spielen wir das persönliche Gespräch mit Ursula Kollritsch nochmal aus. Die SPIEGEL Bestsellerautorin, Lektorin und Coach übernimmt die Moderation und spricht mit Bertram über Älterwerden, Endlichkeit, Ruhestand, Selbstfreundschaft und die Lebensphase Freiheit.

„Jeder Mensch braucht so eine Tagesdosis an Bedeutung.“

Bertram erzählt vom Abschied von seinem Vater und davon, wie diese Erfahrung seinen eigenen Lebensweg verändert hat. Er spricht über seine Angst vor dem Älterwerden, den Mut zu neuen Entscheidungen und die alten Leistungsansprüche, die ausgerechnet beim eigenen Buch wieder angesprungen sind. Auch Gelassenheit braucht manchmal eine Ehrenrunde der Seele.

In dieser Folge geht es darum,

wie die Begleitung seines Vaters beim Sterben Bertram dazu bewegte, früher aus dem Beruf auszusteigen und seinen eigenen Vorhaben mehr Zeit zu geben;

wie Freundschaften und Begegnungen mit anderen Generationen das Leben bereichern und Sinn entstehen lassen;

was es heißt, dir selbst ein guter Freund zu sein, gerade wenn etwas anders läuft als erhofft;

wie du mit Veränderungen beim Älterwerden umgehen und deine persönliche Freiheit gestalten kannst;

warum das Staunen und offene Gespräche über Wünsche, Ängste und Endlichkeit bis ins hohe Alter Platz verdienen.

Das Buch verbindet Bertrams persönliche Geschichten mit Fragen zur eigenen Lebensgestaltung und passenden Podcastfolgen. 50 % seines Autorenhonorars spendet er an Silbernetz e. V., das älteren Menschen bei Einsamkeit ein offenes Ohr bietet.

Das Gespräch wurde erstmals am 7. April 2026, dem Erscheinungstag des Buches, veröffentlicht. Zur Frankfurter Buchmesse hörst du es mit einer neuen Anmoderation noch einmal.

Zum Buch: [Link zum Buch]

Mehr über Ursula Kollritsch: [Link zur Website]

Silbernetz unterstützen: [Link zu Silbernetz]

Podcast und weitere Beiträge: [Link zur Homepage]

Wem oder was möchtest du in deinem Leben mehr Zeit schenken? Schreib uns deine Gedanken und teile die Folge mit einem Menschen, mit dem du darüber ins Gespräch kommen möchtest.

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Die Musik im Intro und Outro ist von Stefan Kissel und wurde von Nico Lange gesprochen.
4 Minuten
Folge 200: Wir schenken dir deine Zeit

200 Folgen „Gelassen älter werden“. 

Eigentlich ein Anlass für Rückblicke, Glückwünsche und große Worte. Wir haben uns für etwas anderes entschieden.

Diese Jubiläumsfolge dauert genau 200 Sekunden. Statt einer großen Feier gibt es eine kleine Unterbrechung im Gewohnten. Denn vielleicht wartet außerhalb dieses Podcasts gerade ein Mensch, dessen Stimme du hören möchtest. Vielleicht gibt es einen Satz, der schon lange gesagt werden will. Oder etwas, das du immer wieder auf später verschiebst.

Unsere 200. Folge ist eine Einladung, die eigene Lebenszeit ernst zu nehmen. Ohne Ratschlagston. Ohne fertige Antworten. Du weißt selbst am besten, was jetzt dran ist.

Darum geht es in diesen 200 Sekunden:

Wieso das Leben keinen Warteraum namens „später“ benötigtt

Weshalb ein Anruf kostbarer sein kann als eine weitere Podcaststunde

Was geschieht, wenn aus „irgendwann“ ein „heute“ wird

Wieso auch Nichtstun genau richtig sein darf

„Vielleicht ist das Kostbarste, was wir dir zur 200. Folge schenken können, keine weitere Geschichte. Sondern Zeit für dich.“

Danke, dass du uns vielleicht 10, 20 oder sogar 200 Folgen lang zugehört hast. Hör diese Folge gern zu Ende. Und dann? Dann gehört die Zeit wieder dir.

Podcast und weitere Beiträge: [Link zur Website]

App Gelassen älter werden: [Link zur App]

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Die Musik im Intro und Outro ist von Stefan Kissel und wurde von Nico Lange gesprochen.
58 Minuten
Wohnen im Alter: Dein Zuhause darf sich verändern

Vielleicht wächst in dir gerade die Lust auf ein Zuhause, das besser zu deinem Leben heute passt. In diesem Tricast von „Gelassen älter werden“ spreche ich mit Claudia Mattheis von Livving und Peter Lennartz vom Podcast „Ziemlich bester Ruhestand“ über Wohnen im Alter, gemeinschaftliche Wohnformen und die Balance zwischen Selbstbestimmung und Nähe.

Claudia träumt von einer kleinen Wohnung in Berlin und einigen Monaten im Süden. Peter hat den großen Garten schon gegen Stadtleben getauscht. Und ich wünsche mir mehr Gemeinschaft, während meine Frau lieber bleiben möchte. Wir sprechen offen darüber, was uns am vertrauten Zuhause hält und worauf wir neugierig sind.

Darüber sprechen wir

Was ein Zuhause ausmacht, wenn Orte, Menschen und Erinnerungen unterschiedlich viel zählen.

Welche Möglichkeiten Wohngemeinschaften, Genossenschaften, betreutes Wohnen und Pflegebauernhöfe eröffnen.

Wie Paare mit unterschiedlichen Wohnwünschen ins Gespräch kommen und Kompromisse finden.

Weshalb Gemeinschaft klare Absprachen, Gesprächsbereitschaft und Raum für Rückzug braucht.

Wie Probewohnen und Besuche in Wohnprojekten helfen, die eigenen Vorstellungen zu prüfen.

„Ich sammle viel lieber Erinnerungen.“

Claudia Mattheis

Mal in einer Gästewohnung übernachten, eine mögliche neue Heimat im Alltag erleben oder mit Freunden besprechen, wie ihr später leben wollt: So werden aus Wohnträumen konkrete Erfahrungen. Auch das Bleiben gehört zu den Möglichkeiten. Deine Wohnentscheidung darf mit dem Leben wachsen.

Wo würdest du mit 80 gern aufwachen, und wer wäre dann in deiner Nähe? Schreib uns deine Gedanken und teile die Folge mit einem Menschen, mit dem du diese Frage besprechen möchtest.

Links zur Folge

Livving und Claudia Mattheis

Peter Lennartz und „Ziemlich bester Ruhestand“

Kontakt zu „Gelassen älter werden“

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Die Musik im Intro und Outro ist von Stefan Kissel und wurde von Nico Lange gesprochen.
58 Minuten
Lebenserfahrung weitergeben, weil die Schule dich braucht

Was du erlebt hast, darf weiterwirken. Vielleicht genau dort, wo junge Menschen erst anfangen, ihren eigenen Weg zu suchen.

In dieser Folge spricht Catharina Maria Klein mit Ludwig Tiede, 28 Jahre alt und Gründer der gemeinnützigen Bildungsinitiative LifeTeachUs. Seine Idee ist so schlicht wie einleuchtend: Menschen aus der Praxis kommen als Live-Teacher in Schulen und teilen Lebenswissen, Berufserfahrung und echte Geschichten. Aus einer ausgefallenen Unterrichtsstunde wird so eine Stunde fürs Leben.

Ludwig hat mit den ersten 500 Live-Teachern persönlich gesprochen. Fast keine dieser Lebensgeschichten verlief schnurgerade. Gerade in den Kurven, Abzweigungen und Neuanfängen steckt Wissen, das jungen Menschen Orientierung geben kann. Denn Mietvertrag, Berufswahl, Scheitern, ein Neustart oder der Umgang mit Unsicherheit stehen selten auf dem Lehrplan.

Catharina und Ludwig sprechen darüber,

warum Lebenserfahrung in Deutschland oft unter Wert gehandelt wird

weshalb junge Menschen sehr wohl an den Geschichten Älterer interessiert sind

wie echte Begegnungen Vorurteile auf beiden Seiten lockern

warum menschliches Erfahrungswissen angesichts von KI noch bedeutsamer wird

wie das flexible Ehrenamt als Live-Teacher funktioniert

Wer mitmacht, hält keinen 45-minütigen Vortrag. Eine gute Stunde lebt vom Austausch, vom Fragen und Zuhören. Die Live-Teacher entscheiden selbst, wann, wie oft, in welchem Radius und ob sie vor Ort oder digital aktiv werden. Vorbereitung und persönliche Unterstützung gehören dazu.

„Jeder trägt etwas in sich, was für andere wertvoll sein kann.“

Ludwig Tiede, ab 15:15 Minuten

Vielleicht liegt genau in dem Umweg, den du lange für unnötig hieltest, eine Geschichte, die einem jungen Menschen Mut macht. Lebenserfahrung weitergeben heißt hier auch, die Jugend neu kennenzulernen und den eigenen Weg mit anderen Augen zu sehen.

Links

Zur App: https://www.lifeteachus.org/lifeteachus-app 

Thema finden: https://www.lifeteachus.org/finde-dein-thema 

Instagram: https://www.instagram.com/lifeteachus_official/

Welche Erfahrung aus deinem Leben gehört deiner Meinung nach in ein Klassenzimmer? Schreib uns. Und wenn dir beim Hören jemand einfällt, dessen Geschichte junge Menschen hören sollten, leite diese Folge gern weiter.

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1 Stunde 3 Minuten
Hör auf Menschen am Lebensende niederzukuscheln

Menschen am Lebensende benötigen weniger Schonraum und mehr Platz für das, was ihnen noch wichtig ist. Bertram Kasper spricht mit Prof. Dr. Claudia Bausewein und Rainer Simader über Palliativmedizin, Hospizarbeit, Sterbebegleitung, Selbstbestimmung und Lebensqualität am Lebensende. Es geht um Schmerzen und Atemnot, Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht, Hoffnung und Humor, Angehörige, barmherzige Lügen und eine personenzentrierte Begleitung bis zuletzt.

Worum es in dieser Episode geht

„Niederkuscheln“ klingt zunächst fürsorglich. Gemeint ist jedoch eine Haltung, die schwer kranken und sterbenden Menschen ungewollt ihre Kompetenz nimmt. Plötzlich wird über sie entschieden, für sie gesprochen und ihr Alltag auf Krankheit reduziert. Dabei wollen viele bis zuletzt mitreden, hoffen, lachen und am Leben der anderen teilhaben.

Claudia Bausewein und Rainer Simader erzählen, was gute Palliativversorgung leisten kann und wo sie über Medikamente hinausgeht. Es braucht ehrliche Informationen, ein aufmerksames Gegenüber und manchmal die Geduld, gemeinsam zu schweigen. Auch eine „barmherzige Lüge“ kann einsam machen. Nähe entsteht dort, wo Wahrheit behutsam sein darf und das Tempo des Gegenübers zählt.

Du hörst in dieser Folge

wie Palliativmedizin Schmerzen, Atemnot, Unruhe und andere belastende Symptome lindert

warum Autonomie, Selbstwirksamkeit und kleine Handlungsspielräume bis zuletzt tragen

wie Gespräche über Sterben gelingen, ohne Druck aufzubauen

weshalb Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht durch ein echtes Gespräch ergänzt werden sollten

warum Hoffnung, Humor und Alltag selbst in schwerer Krankheit ihren Platz behalten

wie Angehörige, Hospizarbeit und sorgende Gemeinschaften gemeinsam Halt geben

Ein Satz zum Mitnehmen

„Ich finde, dass Menschen bis zuletzt das Recht auf Hoffnung haben.“

Rainer Simader

Die Gäste

Prof. Dr. Claudia Bausewein ist Palliativmedizinerin und verbindet klinische Erfahrung, Forschung und ethische Reflexion. Seit rund 40 Jahren beschäftigt sie sich mit der Begleitung schwer kranker Menschen am Lebensende.

Rainer Simader kommt aus der Physiotherapie und arbeitet seit vielen Jahren in Hospizarbeit, Bildung und körperorientierter Begleitung. Sein Blick gilt der Selbstwirksamkeit und aktiven Rolle schwer kranker Menschen.

Erwähnt und verlinkt

Buch „99 Fragen an den Tod“ [Link einfügen]

Informationen zu Claudia Bausewein [Link einfügen]

Informationen zu Rainer Simader [Link einfügen]

Zum Weiterdenken

Was wäre dir am Lebensende wichtiger als gut gemeinte Fürsorge? Und wissen die Menschen, die dir nahestehen, davon? Schreib uns und teile diese Episode mit jemandem, mit dem du schon lange über das Lebensende sprechen möchtest.

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1 Stunde 19 Minuten
Ist Akzeptanz im Alter Resignation oder gelebte Freiheit?

„Es gibt einen Sinn von Akzeptanz, der sehr sinnvoll und wichtig ist. Weil wir nun einmal endliche Wesen sind, kommen wir an unsere Grenzen.“

Dr. Nadine Mooren

Ist Akzeptanz ein stilles Aufgeben – oder beginnt Freiheit vielleicht genau dort, wo wir nicht mehr gegen jede Grenze ankämpfen?

In dieser Episode spricht Bertram Kasper mit der Philosophin Dr. Nadine Mooren über eine Frage, die mitten ins Älterwerden führt: Wie können wir annehmen, was nicht mehr zu ändern ist, ohne vorschnell zu resignieren?

Das Alter, so Nadine Mooren, ist weder eine reine Verlustgeschichte noch ein grenzenloses Möglichkeitsversprechen. Es bringt beides mit sich: Erfahrung und Verletzlichkeit, neue Freiheiten und unwiederbringliche Abschiede. Wer nur das Schwere sieht, verengt seinen Blick. Wer dagegen jede Einschränkung schönredet, verkennt die Wirklichkeit.

Besonders kritisch betrachtet Nadine Mooren den verbreiteten Anti-Aging- und Longevity-Trend. Gegen Bewegung, Vorsorge und körperliche Fitness spricht selbstverständlich nichts. Problematisch wird es dort, wo das Altern selbst zum Feind erklärt wird. Denn nicht alles lässt sich trainieren, reparieren oder aufhalten.

Akzeptanz bedeutet deshalb nicht, die Hände in den Schoß zu legen. Sie verlangt vielmehr eine kluge Unterscheidung: Was kann ich noch gestalten? Wo lohnt sich Widerstand? Und an welchem Punkt kostet mich das Aufbegehren mehr Lebenskraft, als es mir zurückgibt?

Zur Sprache kommt auch die Angst vor dem Verlust der Selbstständigkeit. Nadine Mooren macht deutlich, dass Hilfe anzunehmen nicht zwangsläufig einen Verlust der Autonomie bedeutet. Kein Mensch lebt vollkommen unabhängig. Beziehungen, Unterstützung und gegenseitige Fürsorge können ein selbstbestimmtes Leben überhaupt erst ermöglichen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist das Bedauern. Es kann uns zeigen, was uns wichtig war und vielleicht noch immer ist. Zur Bitterkeit wird es erst, wenn Dankbarkeit, Erinnerungen und verbliebene Möglichkeiten keinen Platz mehr bekommen.

In dieser Folge geht es außerdem darum,

• warum Ambiguitätstoleranz eine Schlüsselkompetenz für das Älterwerden ist

• weshalb Hilfe anzunehmen kein persönliches Scheitern bedeutet

• wie wir Erwartungen an unsere veränderten Möglichkeiten anpassen können

• warum ein gutes Leben mehr braucht als Ziele und Beschäftigung

• wie wir mit versäumten Möglichkeiten und ungelebtem Leben umgehen

• weshalb Freundschaften und tragfähige Wohnformen früh bedacht werden sollten

• was die Philosophie der Stoiker über Gelassenheit und Akzeptanz lehrt

Dr. Nadine Mooren beschäftigt sich mit normativer Ethik, philosophischer Anthropologie, der Ethik des guten Lebens und der Philosophie des Alters. In ihrem Buch „Leben im Alter“ untersucht sie, wie ein gutes Leben gelingen kann, wenn Möglichkeiten kleiner werden, Abhängigkeiten wachsen und zugleich neue Freiheiten entstehen.

Eine Folge über das rechte Maß zwischen Aufbegehren und Loslassen – und über eine Freiheit, die nicht darin besteht, grenzenlos zu sein. Vielleicht zeigt sie sich gerade darin, den eigenen Möglichkeiten mit Eigensinn, Nachsicht und Würde zu begegnen.

Links

Zu Dr. Nadine Mooren: [LINK ZUR GÄSTIN]

Zum Buch „Leben im Alter“: [LINK ZUM BUCH]

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58 Minuten
Ich wurde zum Unternehmenswitwer – obwohl niemand starb.

Was bleibt von einem Menschen, wenn die Firma, mit der er 35 Jahre gelebt hat, plötzlich nicht mehr da ist?

Uwe Paris war Kunstlehrer und Kunsthistoriker, als der Tod seines Vaters 1991 sein Leben auf eine vollkommen neue Spur setzte. Zurück blieben eine Firma, Schulden, Mitarbeitende – und ein unausgesprochenes Versprechen: Ich kümmere mich.

Aus dem vorläufigen Nachlassverwalter wurde ein Unternehmer. Zeitweise führte Uwe eine Firmengruppe mit rund 350 Beschäftigten, geprägt von Neugier, Kreativität und einer ungewöhnlich menschlichen Art der Führung.

Doch eine Nachfolge für das gesamte Lebenswerk fand sich nicht. Betriebe wurden verkauft, der letzte operative Teil schließlich geschlossen. 

Und dann geschah etwas, womit Uwe trotz aller Vorbereitung nicht gerechnet hatte: Er trauerte.

Immer wieder fuhr er in die leeren Hallen, ging durch die Stille und ließ den Abschied auf sich wirken. Fast wie ein Gang zum Friedhof. So entstand sein berührendes Bild vom Unternehmenswitwer – von einem Mann, der niemanden verloren hatte und sich dennoch wie ein Hinterbliebener fühlte.

Bertram spricht mit Uwe darüber, wie eng Beruf, Selbstbild und Lebenssinn miteinander verwachsen können. Was geschieht, wenn mit dem Unternehmen auch die tägliche Aufgabe, das vertraute Umfeld und das Gefühl, gebraucht zu werden, verschwinden? Und wie findet man nach Jahrzehnten des Funktionierens zurück zu sich selbst?

Es geht um Unternehmensnachfolge und Verantwortung, aber ebenso um Trauerarbeit, Schreiben als Selbstklärung, die heilsame Wirkung leerer Räume und die Kunst, dem eigenen Lebenswerk mit Güte zu begegnen. Uwe erzählt, warum die Audiografie mit Ingo Stoll für ihn beinahe therapeutisch wurde und weshalb auf ein Lebenswerk vielleicht kein Ruhestand folgen sollte, sondern ein Alterswerk.

„Alles, was du tust, ist endlich. Und jetzt sieh es mal mit Güte und Gelassenheit, nimm die schönen Dinge mit und erfinde was Neues. Ein Alterswerk vielleicht.“

Uwe Paris

In dieser Episode geht es unter anderem um:

• den ungeplanten Weg vom Kunstlehrer zum Unternehmer

• Verantwortung nach dem Tod des Vaters

• Unternehmensnachfolge ohne geeigneten Nachfolger

• den Abschied von einem Lebenswerk

• Trauer nach Verkauf und Schließung einer Firma

• Identität und Sinn nach dem Berufsleben

• Schreiben und Audiografie als Wege der Selbstklärung

• die Idee eines eigenen Alterswerks

Links:

Zur Audiografie mit Uwe Paris und Ingo Stoll: [LINK EINFÜGEN]

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1 Stunde 8 Minuten
Verbundenheit statt Glücksmoment – was ist im Alter wichtig?

Ein kurzer Glücksmoment ist schön. Doch was bleibt, wenn das Hoch verflogen ist und das Leben uns mit Abschieden, körperlichen Veränderungen oder dem Ende der Berufszeit konfrontiert?

In dieser Folge sprechen Bertram Kasper und Catharina Maria Klein mit dem Glücksforscher, Autor und Podcaster Leonard Gabriel Heygster. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, was Wohlbefinden im Kern ausmacht – und warum wir auf der Suche nach dem Glück fast zwangsläufig bei Verbundenheit landen.

Leonard unterscheidet zwischen dem flüchtigen positiven Gefühl und einer Lebenszufriedenheit, die tiefer reicht. Sie wächst dort, wo wir als bedeutsam erleben, was wir tun; wo wir mit uns selbst, mit anderen Menschen und mit dem Leben in Verbindung bleiben. Gerade die dritte Lebensphase kann dafür einen neuen Raum öffnen. Wenn Arbeit und vertraute Rollen an Gewicht verlieren, taucht eine Frage auf, der man nicht ewig davonlaufen kann: Wer bin ich, wenn das wegfällt, worüber ich mich bisher definiert habe?

Es geht auch um Akzeptanz. Nicht im Sinne von Schönreden oder Aufgeben, sondern als stilles Anerkennen dessen, was war und was ist. Wer aufhört, sich gegen das Unveränderliche zu stemmen, gewinnt Kraft für das, was noch gestaltet werden kann. So wird Älterwerden tatsächlich zu einer fortwährenden Akzeptanzübung – und vielleicht sogar zu einem inneren Aufrichtungsprozess.

Vier Fragen aus Leonards Buch können dabei zum Kompass werden:

Wer bin ich

Was brauche ich

Was will ich

Was kann ich

In dieser Episode erfährst du,

worin sich Glück, Zufriedenheit und Wohlbefinden unterscheiden

warum Bedeutsamkeit langfristig stärker trägt als Leistung und Anerkennung

wie Verbundenheit,, Akzeptanz und persönliche Entwicklung möglich macht

weshalb der Ruhestand eine neue Auseinandersetzung mit der eigenen Identität anstößt

was Selbstaktualisation, Selbstregulation und Sinn mit seelischer Gesundheit zu tun haben

warum ein vertraulicher Blick auf die eigene Biografie Versöhnung ermöglichen kann

Zitat aus der Episode:

„Verbundenheit ist die Basis, Verantwortung für sich selbst und das eigene Leben zu übernehmen.“

Leonard Gabriel Heygster

Über den Gast:

Leonard Gabriel Heygster ist Glücksforscher, Gründer des HAH Instituts für Wohlbefinden und Host des Podcasts HUMANS ARE HAPPY. In seinem Buch „Humans are happy – Die Wissenschaft des Wohlbefindens“ verbindet er Forschung mit persönlichen Erfahrungen und alltagstauglichen Reflexionsfragen.

Links

[Link zum Buch Humans are happy]

Leonard Gabriel Heygster und HUMANS ARE HAPPY

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1 Stunde 28 Minuten
Frieden ohne Vergebung

Kann Frieden entstehen, obwohl die ersehnte Entschuldigung ausbleibt? Antje Schomaker sagt „Ja“ und stellt damit eine Erwartung infrage, die viele Menschen ein Leben lang begleitet: Erst wenn wir verzeihen, dürfen wir abschließen.

„Ich kann ein ganz tolles, friedliches Leben führen, ohne meinem Vater alles zu vergeben.“ Antje Schomaker

Antje ist Sängerin, Songwriterin und Moderatorin. In ihren Liedern bringt sie ans Licht, worüber Familien und auch die Musikbranche oft lieber schweigen. In ihrem Song „30 Euro“ erzählt sie erstmals offen vom Kontaktabbruch zu ihrem Vater. Kein schneller Schnitt, keine Laune des Augenblicks, sondern das Ende eines langen Ringens um Liebe, Anerkennung und eine Entschuldigung, die wohl nie kommen wird.

Wir sprechen darüber, weshalb Verständnis nicht automatisch Vergebung bedeutet. Antje kann die Geschichte ihres Vaters sehen, ohne dadurch kleinzureden, was ihr gefehlt hat und was sie verletzt hat. Frieden beginnt für sie dort, wo sie aufhört, die andere Seite verändern zu wollen, und ihre Kraft wieder zu sich zurückholt.

Das Gespräch führt weiter zu Grenzen in Familien, Selbstfreundschaft und Therapie. Antje erzählt, wie sie alte Beziehungsmuster durchbrechen und eine ruhige, sichere Liebe kennenlernen konnte. Es geht um das Recht auf eigene Bedürfnisse, um den Körper als unbestechlichen Wegweiser und um die schlichte, manchmal lebensrettende Erlaubnis: Ich muss gar nichts.

Wir blicken außerdem auf Antjes kommendes Album „Liebes Tagebuch“ und auf ihre Erfahrungen als Frau in der Musikbranche. Sexismus, Grenzüberschreitungen und Panikattacken zwangen sie, die Signale ihres Körpers ernst zu nehmen und einen schmerzhaften beruflichen Schlussstrich zu ziehen. Aus diesem Bruch wuchs etwas Neues: ein klareres Leben, eine freiere Musik und der Mut, „volle Möhre“ ehrlich zu sein.

Auch der Blick zwischen den Generationen gehört dazu. Viele Menschen der Babyboomer-Generation haben früh gelernt zu funktionieren, sich anzupassen und familiäre Verletzungen eher zu tragen als auszusprechen. Diese Folge lädt dazu ein, Schuld dort zu lassen, wo sie hingehört, Grenzen ernst zu nehmen und der eigenen Geschichte eine neue Richtung zu geben. Ohne Zwang zur Harmonie. Und ohne Vergebungspflicht.

Eine offene, warmherzige und erstaunlich lebendige Folge über Kontaktabbruch, schwierige Vater-Tochter-Beziehungen, innere Freiheit und die Frage, wie ein friedliches Leben auch ohne Versöhnung möglich werden kann.

Links

Antje Schomaker [LINK ZUR WEBSITE]

Song 30 Euro [LINK ZUM SONG]

Love of My Life [LINK ZUM SONG]

Die größte Reise deines Lebens [LINK ZUM BUCH]

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55 Minuten
Teun Toebes: Du darfst mit Demenz Risiken eingehen

„Wenn wir auf null Risiko fokussiert sind, wird auch das Leben null sein.“

Was geschieht, wenn wir Menschen mit Demenz nicht länger schützen, verwalten und versorgen, sondern sie fragen: Wie möchtest du leben?

Teun Toebes ist Altenpfleger, Autor und eine der bekanntesten jungen Stimmen für einen anderen Umgang mit Demenz. Mit 21 Jahren zog er freiwillig in die geschlossene Abteilung eines niederländischen Pflegeheims. Dreieinhalb Jahre lebte er dort mit Menschen, die zu Freunden wurden. Diese Erfahrung hat seinen Blick auf Pflege, Würde und Menschlichkeit geprägt.

Im Gespräch mit Bertram und Lea spricht Teun über ein Pflegesystem, das häufig Sicherheit und Kontrolle über Lebensqualität stellt. Es geht um verschlossene Türen, Antirutschsocken und Plastikpflanzen – und um die große Frage dahinter: Dürfen Menschen mit Demenz noch jene Risiken eingehen, die zu jedem wirklichen Leben gehören?

Teun erzählt von Ot, der seinen Namen nie behalten konnte, sich aber an das Gefühl ihrer Freundschaft erinnerte. Von Menschen, die auch ohne Worte mitteilen, was sie mögen und brauchen. Und von Angehörigen, die nicht dafür verantwortlich sind, dass ein Mensch mit Demenz rund um die Uhr glücklich ist. Auch Traurigkeit und Angst gehören zum Leben.

Diese Episode macht Mut, Demenz nicht nur als Diagnose oder Pflegeproblem zu betrachten. Teun versteht sie als gesellschaftliche Aufgabe. Denn ein Mensch verliert weder seine Identität noch sein Recht auf Zugehörigkeit und Selbstbestimmung.

Ihr hört in dieser Folge:

wieso gute Versorgung allein noch keine Lebensqualität schafft

weshalb offene Türen in mehr als 500 niederländischen Pflegeheimen möglich wurden

wie unsere Sprache das Stigma rund um Demenz verstärkt

warum ein Mensch den Namen vergessen und die Beziehung dennoch bewahren kann

weshalb echte Pflanzen, Tiere, ein Bier oder ein Spaziergang auch ein Recht auf Risiko bedeuten

warum Pflegeheime andere Wohnformen und mutige Führung brauchen

was Angehörige entlasten kann

wie Gemeinschaft und soziale Inklusion eine menschlichere Zukunft der Pflege ermöglichen

Ein besonderer Hinweis: Teile des Gesprächs wurden auf Englisch geführt. Das vollständige deutsche Transkript dieser Episode findet ihr auf meiner Homepage. So könnt ihr das gesamte Gespräch in Ruhe auf Deutsch nachlesen.

Deutsches Transkript: [Link zum deutschen Transkript]

Mehr über Teun Toebes: [Link]

Buch von Teun Toebes: [Link]

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Die Musik im Intro und Outro ist von Stefan Kissel und wurde von Nico Lange gesprochen.
54 Minuten
Ruhestand war gestern, jetzt beginnt dein Vorwärtsleben.

Was bleibt von mir, wenn der Beruf nicht länger den Takt vorgibt? Und was beginnt vielleicht genau dann?

In dieser Episode spreche ich mit Christiane Rösel und René Winkler, den Stimmen hinter dem Podcast „Vorwärtsleben“. Gemeinsam richten wir den Blick auf das dritte Lebensdrittel, nicht als stillen Ausklang, sondern als offene, manchmal ziemlich überraschende Lebensstrecke.

René erzählt, warum der herannahende 60. Geburtstag zunächst die unbequeme Frage auslöste, ob der schönere Teil seines Lebens nun hinter ihm liege. Heute sagt er: „Mittlerweile habe ich Lust aufs Älterwerden.“ Denn wer sich mit der nachberuflichen Zeit beschäftigt, entdeckt mehr Möglichkeiten, als der klassische Begriff Ruhestand vermuten lässt.

Wir sprechen über Berufung 3.0. Dabei geht es nicht bloß um eine neue Aufgabe, ein Ehrenamt oder den nächsten vollen Terminkalender. Berufung berührt auch die Frage: Wer bin ich, wenn vertraute Rollen wegfallen? Vielleicht besteht die neue Aufgabe ja nicht darin, wieder ganz vorne zu stehen. Vielleicht beginnt eine andere Form von Wirksamkeit, leiser, freier und mit weniger eigenen Ansprüchen.

Christiane beschreibt diesen Rollentausch als Weg in die zweite Reihe. Dort wird sie zur Ermutigerin und Förderin jüngerer Menschen. Nicht belehren, nicht ungefragt erklären, wie das Leben läuft. Erst mal zuhören. Interesse zeigen. Dasein. Was nach Rückzug klingt, kann eine reife Form von Generativität sein, also die Bereitschaft, Erfahrungen, Aufmerksamkeit und Zuversicht weiterzugeben.

Auch der Glaube verändert sich im Älterwerden. Gewissheiten bekommen Risse, manche Antworten tragen nicht mehr und alte Vorstellungen werden zu eng. Doch Zweifel müssen kein Zeichen dafür sein, dass der Glaube schwindet. Sie können ein Reiferaum sein. Ein Ort, an dem wir aufhören, alles verstehen und festhalten zu wollen.

„Nicht ich halte fest, sondern ich werde gehalten. Und das ist ein Riesenunterschied.“

Christiane Rösel

Ein Gespräch über das Leben nach dem Beruf, Pension mit Vision, geistliche Großmütter und Großväter, erwachsene Kinder, hochbetagte Eltern und Kirchen, die wieder mehr Raum für ehrliche Fragen schaffen dürfen. Und über eine Haltung, die weit über den Glauben hinausreicht: vorwärts leben, ohne vor dem zurückzuweichen, was schwierig ist.

Links:

Podcast Vorwärtsleben

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Die Musik im Intro und Outro ist von Stefan Kissel und wurde von Nico Lange gesprochen.
1 Stunde 14 Minuten
Ruhestand neu denken:: Leben im eigenen Rhythmus

Was passiert, wenn der Beruf endet, aber das innere Rennen einfach weitergeht? 

In dieser besonderen Gesprächsrunde sprechen vier Menschen offen darüber, wie unterschiedlich der Übergang in den Ruhestand, die Pension oder die nachberufliche Phase erlebt wird.

Bertram Kasper verlässt dieses Mal klassische Moderatorenrolle. Gemeinsam mit Maria Klink, Ursula Georgy und Gudrun Behm-Steidel entsteht ein ehrliches Gespräch über Freiheit, Verlust, neue Rhythmen und die Frage, wer wir eigentlich sind, wenn die vertraute Berufsrolle wegfällt.

Maria hat bis kurz vor ihrem 70. Geburtstag mit Freude gearbeitet. Jetzt merkt sie, dass ihr eng getakteter Arbeitstag innerlich noch weiterläuft. Ursula hat sich bewusst auf ihre Pensionierung vorbereitet und erlebt dennoch, wie sehr ihr die Begegnungen mit Studierenden fehlen. Gudrun entschied sich bereits mit 60 für einen selbstbestimmten Ausstieg und begleitet heute Menschen in ihrer Lebensphase Freiheit. Bertram erzählt, warum ihn die Erfahrung der Endlichkeit und die Müdigkeit gegenüber alten Organisationsmustern zu einem früheren Abschied aus dem Beruf bewegt haben.

Es geht um die Frage, ob ein guter Ruhestand einen Plan benötigtoder eher offenen Raum. Wie finden wir einen eigenen Tagesrhythmus, ohne daraus gleich wieder eine neue Leistungsschablone zu machen? Welche beruflichen Kontakte bleiben, wenn ihr Nutzen wegfällt? Wie viel Ehrenamt tut gut und wann wird aus freiwilligem Engagement erneut Pflicht? Und wie entstehen neue Freundschaften und soziale Verbindungen?

Besonders schön ist der Gedanke der Mikroabenteuer. Es muss nicht gleich der Kilimandscharo sein. Ein neuer Weg, ein Gruß an einen fremden Menschen, das Balancieren auf einem Baumstamm oder eine kleine Reise können reichen, um dem Leben eine frische Richtung zu geben.

Zitat der Episode:

Und ist das nicht toll, dass wir heute sagen können: Ich habe Zeit?

Maria Klink

Diese Folge zeigt, wie verschieden diese Lebensphase sein darf. Früher aufhören oder länger arbeiten, viel Struktur oder freie Tage, Ehrenamt oder bewusster Rückzug. Alles beginnt mit einer Entscheidung, die zur eigenen Person und zur eigenen Lebenslage passt.

Was fordert dich in deiner nachberuflichen Phase gerade besonders heraus? Schreib uns gern. Dein Gedanke könnte anderen Mut machen, ihren eigenen Rhythmus zu finden.

Link zur Community Lebensphase Freiheit

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26 Minuten
Ich bin SPIEGEL-Bestsellerautor.

Ein ganz gewöhnlicher Morgen in Bauerbach. Die Hitze liegt über dem Dorf, der Kaffee steht auf dem Tisch. Wenige Sekunden später ist nichts mehr ganz gewöhnlich: „Die größte Reise deines Lebens“ steht auf der SPIEGEL-Bestsellerliste.

In dieser persönlichen Solofolge erzähle ich euch, was in mir geschieht, als ein langgehegter Wunsch plötzlich Wirklichkeit wird. Freude und Stolz melden sich. Aber auch der Macher, der Geschäftsmann, der Bestätigungssucher und jener innere Wächter, der schon daran erinnert, dass Erfolg flüchtig ist.

Und dann kommt die Gelassenheit. Sie setzt sich mit an den Tisch und sagt schlicht: „Erst einmal frühstücken.“

Die Folge handelt von der Kunst, einen großen Augenblick wirklich zu bewohnen, statt ihn sofort in die nächste Aufgabe zu verwandeln. Bertram blickt zurück auf 36 Berufsjahre, auf Verluste, Übergänge, die Freitätigkeit, den Podcast und auf ein Buch, das nur aus diesem gelebten Leben entstehen konnte.

Es geht um späten Erfolg, der zur reifen Zeit, um Anerkennung, die wir nicht kleinreden müssen. Um die Fähigkeit, Stolz, Dankbarkeit und Verletzlichkeit nebeneinanderstehen zu lassen. Und um die Frage, warum wir so gut im Weitergehen sind, aber das Ankommen oft erst wieder lernen müssen.

Bertram spricht auch darüber, wem dieser Erfolg gehört: den Leserinnen und Lesern, den Hörerinnen und Hörern, seiner Familie, den vielen Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern.

Und Silbernetz e.V., denn 50 % seiner Autorenhonorare fließen an den Verein, der älteren Menschen mit Gesprächen gegen Einsamkeit zur Seite steht.

Aus dieser Folge:

• Warum sich Erfolg mit 64 anders anfühlt als mit 34 

• Weshalb Anerkennung empfangen ebenfalls zur Gabenzeit gehört 

• Wie Pro-Aging Freiheit, Begrenzung, Aufbruch und Endlichkeit zusammendenkt 

• Warum ein Buch erst im Lesen anderer Menschen wirklich lebendig wird 

• Wie wir einen gelungenen Moment festhalten, ohne ihn festhalten zu müssen 

Zitat

„Freu dich ordentlich. Dann bleib bei dir.“

Eine Frage an dich

Welchen Erfolg in deinem Leben hast du zu rasch abgehakt, weil schon die nächste Aufgabe vor der Tür stand? Vielleicht verdient dieser Augenblick heute noch einmal deine ganze Aufmerksamkeit. Geh gedanklich dorthin zurück und sag dir, klar und warm: „Das habe ich gut gemacht.“

Links

Buch „Die größte Reise deines Lebens“: [Link einfügen]

Silbernetz: [Link einfügen]  

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50 Minuten
Selbstfürsorge statt Selbstoptimierung beim Älterwerden

Was passiert mit unserem Selbstbild, wenn der Körper sich sichtbar verändert und der Spiegel plötzlich andere Fragen stellt?

In dieser Folge spricht Bertram mit Tamara Dietl über Schönheit, Körperbild und Älterwerden. Es geht um dünner werdendes Haar, Augenbrauen, Bauch, Gewicht, Schlupflider, um Schönheitsoperationen und um die irritierende Erfahrung, dass ein Thema plötzlich wichtig wird, von dem man dachte, man sei längst darüber hinweg.

Tamara erzählt sehr offen, wie sie mit Anfang 60 merkt, dass Schönheit für sie nicht einfach eine Nebensache ist, sondern auch mit Identität zu tun hat. Bertram bringt seine eigenen Erfahrungen mit Neurodermitis, Körpergewicht und familiären Prägungen ein. Gemeinsam suchen beide nach einem Weg jenseits von Selbstanklage und Schönheitsdruck.

Ein Gedanke zieht sich durch das Gespräch: Vielleicht geht es weniger darum, den älter werdenden Körper sofort gelassen zu finden. Vielleicht beginnt Gelassenheit dort, wo wir ehrlich sagen dürfen: Ja, das beschäftigt mich. Ja, das ist ambivalent. Und ja, ich darf mir Zeit nehmen, meinen eigenen Umgang damit zu finden.

In dieser Episode geht es um

• Schönheit und Körperbild in der zweiten Lebenshälfte

• warum dünneres Haar oder ein veränderter Bauch Identitätsfragen auslösen können

• den Unterschied zwischen Selbstoptimierung und Selbstfürsorge

• Ambivalenz beim Älterwerden und die Kunst, sie auszuhalten

• weibliche und männliche Prägungen rund um Aussehen, Gewicht und Attraktivität

• die Frage, wie viel Zeit, Geld und Energie wir in unser Äußeres investieren wollen

• warum Lebensfreude, Tanzen, Gespräche und innere Ruhe auch nach außen strahlen

Zitat

„Ich möchte authentisch entscheiden, was mir wichtig ist für mich.“

Tamara Dietl

Zu Tamara Dietl und ihrem Buch Die Seele bleibt Fußgänger

Hier geht es zu meinem Buch, ebenfalls mit Anregungen rund um das Thema Selbstfürsorge.

Schreib uns gern, wie du dieses Thema erlebst. Wann wurde dein Körperbild beim Älterwerden für dich plötzlich spürbar? Und was hilft dir, freundlicher mit dir selbst zu werden?

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Gelassen älter werden mit Bestseller Autor Bertram Kasper und Catharina Maria Klein

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Der 60+ Podcast für Menschen in der dritten Lebensphase