Ich wurde zum Unternehmenswitwer – obwohl niemand starb.
Was bleibt von einem Menschen, wenn die Firma, mit der er 35
Jahre gelebt hat, plötzlich nicht mehr da ist?
Uwe Paris war Kunstlehrer und Kunsthistoriker, als der Tod seines
Vaters 1991 sein Leben auf eine vollkommen neue Spur setzte.
Zurück blieben eine Firma, Schulden, Mitarbeitende – und ein
unausgesprochenes Versprechen: Ich kümmere mich.
Aus dem vorläufigen Nachlassverwalter wurde ein Unternehmer.
Zeitweise führte Uwe eine Firmengruppe mit rund 350
Beschäftigten, geprägt von Neugier, Kreativität und einer
ungewöhnlich menschlichen Art der Führung.
Doch eine Nachfolge für das gesamte Lebenswerk fand sich nicht.
Betriebe wurden verkauft, der letzte operative Teil schließlich
geschlossen.
Und dann geschah etwas, womit Uwe trotz aller Vorbereitung nicht
gerechnet hatte: Er trauerte.
Immer wieder fuhr er in die leeren Hallen, ging durch die Stille
und ließ den Abschied auf sich wirken. Fast wie ein Gang zum
Friedhof. So entstand sein berührendes Bild vom
Unternehmenswitwer – von einem Mann, der niemanden verloren hatte
und sich dennoch wie ein Hinterbliebener fühlte.
Bertram spricht mit Uwe darüber, wie eng Beruf, Selbstbild und
Lebenssinn miteinander verwachsen können. Was geschieht, wenn mit
dem Unternehmen auch die tägliche Aufgabe, das vertraute Umfeld
und das Gefühl, gebraucht zu werden, verschwinden? Und wie findet
man nach Jahrzehnten des Funktionierens zurück zu sich
selbst?
Es geht um Unternehmensnachfolge und Verantwortung, aber ebenso
um Trauerarbeit, Schreiben als Selbstklärung, die heilsame
Wirkung leerer Räume und die Kunst, dem eigenen Lebenswerk mit
Güte zu begegnen. Uwe erzählt, warum die Audiografie mit Ingo
Stoll für ihn beinahe therapeutisch wurde und weshalb auf ein
Lebenswerk vielleicht kein Ruhestand folgen sollte, sondern ein
Alterswerk.
„Alles, was du tust, ist endlich. Und jetzt sieh es mal mit
Güte und Gelassenheit, nimm die schönen Dinge mit und erfinde was
Neues. Ein Alterswerk vielleicht.“
Uwe Paris
In dieser Episode geht es unter anderem
um:
• den ungeplanten Weg vom Kunstlehrer zum Unternehmer
• Verantwortung nach dem Tod des Vaters
• Unternehmensnachfolge ohne geeigneten Nachfolger
• den Abschied von einem Lebenswerk
• Trauer nach Verkauf und Schließung einer Firma
• Identität und Sinn nach dem Berufsleben
• Schreiben und Audiografie als Wege der Selbstklärung
• die Idee eines eigenen Alterswerks
Links:
Zur Audiografie mit Uwe Paris und Ingo Stoll: [LINK
EINFÜGEN]
Hier könnt ihr mein SPIEGEL-Bestseller Buch "Die größte Reise
deines Lebens - mit Gelassenheit älter werden"
Wir freuen uns auf eure Nachrichten über WhatsApp an 01752600238
und Mails an info@gelassen-aelter-werden.de – und wenn ihr euren
Liebsten von uns erzählt.
Und eine Bitte an alle:
Wir freuen uns über eine Bewertung unseres Podcasts. Holt für uns
die 5 Sterne vom Himmel und schreibt gerne, was euch besonders
gefällt.
Das schenkt noch mehr Menschen unsere Inhalte, da es durch das
bessere Ranking öfter vorgeschlagen wird. Herzlichen Dank.
Für mehr Informationen zum Thema "gelassen älter werden" gibt es
auf unserer Homepage ein Magazin zum Lesen. Hier der Link:
https://gelassen-aelter-werden.de/magazin-gelassen-aelter-werden/
Die Musik im Intro und Outro ist von Stefan Kissel und wurde von
Nico Lange gesprochen.
Kommentare (0)
Melde dich an, um einen Kommentar zu schreiben.