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hr2 Camino - Religionen auf dem Weg Archiv

100 Episoden
27 Minuten
In den Trümmern einer niedergebrannten Kirche im brandenburgischen Bad Wilsnack fand man im 14. Jahrhundert drei Hostien. Darauf drei rote Tropfen. Für die Menschen damals ein klarer Fall: Blut. Damit wurde der Ort zum Wallfahrtszentrum. Die neu aufgebaute Wunderblutkirche verband inbrünstigen Glauben mit handfestem Tourismus - das ist bis heute so.
27 Minuten
Wer alte Kultstätten oder Wallfahrtsorte besuchen will, muss nicht unbedingt weit fahren. Überall in Deutschland ziehen ganz besondere Orte viele Menschen an. Zum Beispiel das Hamburger Heiligengeistfeld. Eines der größten Volksfeste, der Hamburger Dom, findet hier statt, in unmittelbarer Nähe der Reeperbahn und des FC St. Pauli. Wo also ist hier etwas Heiliges zu finden und was fasziniert daran?
26 Minuten
Papst Leo XIV. hat mit seiner ersten Enzyklika über die Künstliche Intelligenz (KI) weltweit Schlagzeilen gemacht. Er widmet sich darin den ethischen Fragen, die mit dieser jüngsten technologischen Revolution einhergehen. Leo kritisiert die unkontrollierte Macht der Tech-Firmen und fürchtet, dass die KI Kriege "durchführbarer" macht. Im Gespräch mit dem Philosophen und Jesuiten Godehard Brüntrup gehen die hr-Kirchenredakteure Lothar Bauerochse und Klaus Hofmeister in "Nachgefragt" in Camino der Frage nach, welche Impulse der Papst für die Diskussion um die Künstliche Intelligenz setzt.
26 Minuten
Vor 800 Jahren schon ist der Heilige Franz von Assisi gestorben, aber er fasziniert bis heute viele Menschen. Der Gründer des Franziskanerordens ist bekannt für seine radikale Armut und für seine Liebe zu Tieren und zur Natur. Er spricht viele Menschen an, die mit Kirche sonst eher wenig anfangen können. Uwe Birnstein ist den Spuren Franz von Assisis in Deutschland gefolgt.
26 Minuten
Das Leben läuft nicht immer so, wie wir uns das vorgestellt haben. Ein neuer Abschnitt beginnt, im Job stehen Veränderungen an, eine Krankheit wirft alle Pläne über den Haufen. In solchen Momenten kann auch der Sinn, den wir uns im Leben gegeben haben, brüchig werden. Wenn uns aber der Sinn abhandenkommt, fühlt sich unser Leben nicht mehr stimmig an. Plötzlich tauchen Fragen auf: Wer bin ich? Wofür stehe ich? Wie will ich leben?  Forschende haben 26 Quellen herausgefunden, die helfen können, dem eigenen Leben wieder eine Richtung zu geben. Rita Homfeldt hat sich auf die Suche gemacht, wie wir neuen Sinn im Leben entdecken können. 
26 Minuten
Brot gehört zu unseren Grundnahrungsmitteln. Mehl, Wasser, Hefe. Es klingt ganz einfach. Und doch ist das Brotbacken eine jahrhundertealte Handwerkskunst, die heute unterzugehen droht. Gleichzeitig entdecken viele das Selberbacken jetzt neu - als Ruhepol im Alltag, fast schon meditativ. Auch in der Religion spielt das Brot eine entscheidende Rolle. Heute an Fronleichnam wird das heilige Brot, die zum Leib Christi verwandelte Hostie bei den katholischen Prozessionen durch die Straßen getragen. Hören Sie in Camino einen Beitrag von Ulrich Land über Brot, das auch ganz einfach nur lecker sein kann.
27 Minuten
„Geh aus, mein Herz“, „Ich steh an deiner Krippen hier“ oder „Nun ruhen alle Wälder“: Die Lieder Paul Gerhardts gehören zu den großen Schätzen der europäischen Kultur. Lange, bevor jemand das Wort „Resilienz“ überhaupt kannte, schwärmt der glaubensstarke Dichter von der Kraft des Lebens. Seine Lieder handeln von Zuversicht und Vertrauen - obwohl er den Dreißigjährigen Krieg mit persönlichen Verlusten erlebt. Zum 350. Todestag von Paul Gerhardt erinnert Fabian Vogt an den Theologen, dessen Lieder bis heute gesungen werden.
27 Minuten
„Hab Mut, steh auf!“ - so vollmundig klingt das Motto des Katholikentags in Würzburg. Doch vielen Christinnen und Christen ist derzeit eher unsicher zumute. Die Welt wirkt aus den Fugen geraten: Kriege und Krisen, wachsende Unsicherheit über die Zukunft. Und auch die Kirchen selbst stehen unter Druck - die Mitgliederzahlen sinken, die Rolle des Glaubens in der Gesellschaft scheint fragiler denn je. Der Katholikentag in Würzburg wollte in den vergangenen fünf Tagen dagegen ein Zeichen setzen: Christlicher Glaube soll Mut machen, Christen wollen in der Gesellschaft Verantwortung für eine lebenswerte Zukunft übernehmen. Welche Impulse vom Katholikentag ausgehen, darüber berichten die hr-Kirchenredakteure Lothar Bauerochse und Klaus Hofmeister direkt aus Würzburg.
26 Minuten
Udo Lindenberg ist nicht nur Panik-Rocker, sondern auch ein Künstler, der sich immer wieder mit Sinnfragen beschäftigt. Auf coole Weise verkörpert er Werte wie Hoffnung, Friedenssehnsucht und Toleranz. Und auch wenn er die Kirche teilweise drastisch kritisiert, greift er für seine Texte und Bilder gern tief in die Schatzkiste der Bibel. Er weiß, dass der Glaube ein gutes Fundament sein kann für das, was unsere bunte Weltgemeinschaft zusammenhält. Uwe Birnstein ist der spirituellen Spur im Leben und Werk Udo Lindenbergs nachgegangen.
26 Minuten
Was kommt nach dem Tod? Früher waren die Antworten klar. Himmel, Hölle, Fegefeuer. Viele dieser Vorstellungen sind heute - zum Glück - vorbei. Aber was bleibt stattdessen? Für knapp die Hälfte der Deutschen ist ein Leben nach dem Tod zumindest wahrscheinlich. Wie das aussehen könnte, darüber gehen die Meinungen allerdings weit auseinander. Michael Hollenbach hat für Camino aktuelle Jenseitsvorstellungen erkundet.
25 Minuten
Als Robert Francis Prevost zum ersten Mal auf die Loggia des Petersdoms tritt, wirkt er fast ein wenig eingeschüchtert. Millionen Menschen blicken auf ihn, den neuen Papst. Jedes Wort zählt. Er beginnt sein Pontifikat mit einem Friedensgruß: „Der Friede sei mit euch allen!“ Es ist sein Leitmotiv. Für Leo steht der Frieden im Zentrum der christlichen Botschaft. Er will Friedensbotschafter sein, vielleicht mehr noch: Friedensstifter. Seine anfängliche Zurückhaltung ist inzwischen gewichen. Aus dem vorsichtigen ersten Auftritt ist ein Pontifikat mit erkennbarem Profil geworden. ARD-Korrespondent Tilmann Kleinjung hat Papst Leo in seinem ersten Amtsjahr begleitet.
26 Minuten
Im kleinen Örtchen Alpen am Niederrhein lebt das christliche Musikerpaar Judy Bailey und Patrick Depuhl. Beide haben eine spannende Vergangenheit. Sie stammt aus Barbados, hat weltweit Gospel-Konzerte gegeben, er ist in Duisburg und Dallas aufgewachsen. In ihrer Herkunftsgeschichte haben sie Dramatisches entdeckt: Ihre Wurzeln reichen bis in die Zeit der Sklaverei zurück, seine sind geprägt von einem „Lebensborn“-Heim der Nazis. Aus diesen Erfahrungen ziehen die beiden eine klare Haltung: weg vom Schubladendenken, hin zu einem offenen Blick auf das wundervoll bunte Leben. Uwe Birnstein hat das Paar besucht und sie zu ihren Auftritten begleitet.
25 Minuten
Bad Soden am Taunus ist heute eine wohlhabende Gemeinde im Speckgürtel von Frankfurt. Früher war das Städtchen ein gediegener Kurort - auch für jüdische Patienten. Es gab jüdische Hotels und die israelitische Kuranstalt für Lungenkranke. Und es gab eine rege jüdische Gemeinde. Spätestens mit der Pogromnacht 1938 aber war Bad Soden fest in der Hand der Nationalsozialisten. Heute erinnern Ehrenamtliche an die Geschichte. Auch die Nachfahren von jüdischen Familien, die inzwischen in Amerika und Israel leben, interessieren sich für das, was einmal war. Unsere Autorin Silke Fries war auf Spurensuche jüdischen Lebens in Bad Soden.
25 Minuten
Die jüdische Gemeinschaft in Deutschland ist stolz: Karin Prien, die neue Bundesbildungs- und Familienministerin, ist jüdischer Herkunft - und sie bekennt sich dazu. So offen war sie nicht immer. Lange folgte sie der Mahnung ihrer Mutter, ihr Jüdischsein in der Öffentlichkeit lieber zu verschweigen. Seit sie zum Bundeskabinett gehört, erhält sie mehr Hassnachrichten. Trotzdem bleibt sie klar in ihren Positionen. Die Ministerin will den Kampf gegen Antisemitismus verstärken. Und sie wirbt für eine differenziertere Israel-Debatte. Wie reagiert die jüdische Community darauf? Was sagen Weggefährten und Kritiker?
26 Minuten
Liebe verlangt Klarheit - unter dieser Überschrift bringen wir heute und an den Osterfeiertagen in Camino Gespräche zur aktuellen Lage in Kirche und Gesellschaft. Hintergrund ist eine Initiative von Persönlichkeiten aus den christlichen Kirchen, die Bewusstsein schaffen möchten für die Veränderungen, die sich durch den Rechtsruck in Gesellschaft, Kirche und Theologie ergeben. Unter dem Stichwort „Kirche gegen den Hass“ beziehen sie Stellung und möchten Gemeinden anregen, menschenfeindlichen Parolen entgegenzutreten. Den Anfang macht Nicole Grochowina. Sie ist Ordensschwester bei der evangelischen Communität Christusbruderschaft Selbitz und Professorin für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Erlangen-Nürnberg. Außerdem ist sie Mitglied im Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland und damit Teil der Kirchenleitung der EKD. Im Gespräch mit hr-Kirchenredakteur Klaus Hofmeister geht es um die spirituellen Hintergründe für einen politischen Einsatz von Christinnen und Christen - und nicht zuletzt von Ordensschwestern heute.