hr2 Camino - Religionen auf dem Weg Archiv
100 Episoden
26 Minuten
„Deine Gewalt ist nur ein stummer Schrei nach Liebe.“ - In einer Zeit, in der Hassrede und Extremismus in den sozialen Medien zunehmen, ist der legendäre Songtext der Berliner deutschsprachigen Band „Die Ärzte“ nach 30 Jahren wieder hochaktuell. Aber hilft Empathie wirklich gegen den Hass im Netz?
26 Minuten
Longevity (spr: longdschevity): so nennt sich die neue Sehnsucht nach einem möglichst langen Leben. Derzeit ein Megatrend. Möglichst gesund alt werden, und dabei so jung wie möglich aussehen: Für dieses Ideal ordnen Menschen ihr Leben nach rigorosen Routinen: Essen, Schlafen, Fitness. Doch das Streben nach größtmöglicher Langlebigkeit stellt nicht nur medizinische, sondern auch religiös-philosophische Fragen: Ist ewiges Leben wirklich noch eine Verheißung, wenn es aus dem Jenseits ins Diesseits übertragen wird? Kirsten Dietrich hat sich mit den Sehnsüchten und den Ängsten rund um eine solche Lebenseinstellung beschäftigt.
24 Minuten
16 Jahre lang stand Volker Jung an der Spitze der Evangelischen Kirchen in Hessen und Nassau. Zum Jahresende geht er in den Ruhestand. Seine Amtszeit ist durch große Umwälzungsprozesse gekennzeichnet, kirchlich und gesellschaftlich. Die hr-Religionsredakteure Klaus Hofmeister und Lothar Bauerochse blicken mit Volker Jung zurück auf seine Zeit als Kirchenpräsident. Welche Anliegen haben ihn besonders beschäftigt? Wie hat er Höhepunkte und Rückschläge erlebt? Was bedeutet es überhaupt, ein Kirchenpräsident zu sein? Und: Wo steht die Kirche heute? Hat sie in all den Umbrüchen noch eine Zukunft?
26 Minuten
In der jüdisch-christlichen und muslimischen Religion gelten Träume als eine Offenbarung Gottes. Tagträume hingegen sind oft negativ behaftet. So fragen sich manche Gläubige, ob das ziellose Gedanken-fließen-lassen, das mitunter wie Faulenzen wirkt, nicht Sünde sei. Ganz anders betrachtet die Wissenschaft das Tagträumen. Spontane Assoziationen und phantasierte Bilder sind laut den Forschenden eine Art Kreativitäts-Werkstatt. Jens Rosbach hat sich mit der Wirkung von Träumen auf unser Leben beschäftigt.
26 Minuten
Seit Urzeiten deuten die Menschen die Sterne auch spirituell. Sind es Götter? Lichtbotschaften? Oder tanzende Engel? Und bis heute beflügeln Sterne die Fantasie. Auch die Funktion von Wegweisern wird ihnen zugeschrieben. Vor rund 2000 Jahren soll ein Stern weise Sternenkundige zur Krippe in Bethlehem geführt haben - so berichtet es die Bibel. Warum eigentlich faszinieren uns die Sterne so? Uwe Birnstein unternimmt eine Erkundungsreise zu den Geheimnissen der Himmelskörper.
26 Minuten
Heute beginnen wir in Camino eine sechsteilige Reihe: Wir schauen auf die vor uns liegenden Feiertage als „Besondere Zeiten“, in denen wir innehalten, träumen und außergewöhnlichen Geschichten lauschen können. Im ersten Teil geht es um Menschen, die die Nacht über Wache halten. Security-Leute zum Beispiel. Oder Pflegende an Kranken- und Sterbebetten. In der biblischen Weihnachtsgeschichte sind es die Hirten, die wachen - und von einem großen Schrecken überfallen werden, der zugleich eine himmlische Nachricht ist. Sie alle haben besondere Nacht-Geschichten zu erzählen.
25 Minuten
Seit einigen Jahren gibt es in der medizinischen Forschung und Praxis eine neue Disziplin mit Namen „Spiritual Care“. Dahinter steckt die Erfahrung, dass die Gesundheit und Krankheit eines Menschen maßgeblich auch von seiner „Spiritualität“ mitbestimmt werden. Medizin und Pflege tun also gut daran, bei der Sorge für den Patienten auch seine „spirituelle Dimension“ mit einzubeziehen. Der Münchner Professor für Spiritual Care und psychosomatische Medizin, Eckhard Frick, ist einer der Protagonisten für diese neue medizinische Disziplin. Er forscht an der Technischen Universität München. Eckhard Frick ist außerdem Theologe und Priester und gehört dem Jesuitenorden an. hr-Kirchenredakteur Klaus Hofmeister hat mit ihm gesprochen.
26 Minuten
2016 haben sich die Vereinten Nationen auf 17 so genannte „Ziele für nachhaltige Entwicklung“ geeinigt. Die Idee dahinter ist: Innerhalb von 15 Jahren, also bis 2030 soll es weltweit auf wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Ebene zur nachhaltigen Verbesserung der Lebensbedingungen kommen. Aber es zeigt sich: Der Kampf gegen den Klimawandel, leergefischte Meere, Ausbreitung der Wüsten, Kriege oder Flüchtlingskrisen ist viel mühsamer als gedacht. Der Umbau in eine friedvolle, sozial ausgeglichene und ökologisch gesunde Zukunft ist ins Stocken geraten. Forscher vor allem aus Skandinavien sagen: Der globale Wandel scheitert, wenn sich die innere Haltung der Menschen nicht ändert. Sie formulierten deshalb „innere Entwicklungsziele“, die „Inner-Development-Goals“. In der Sendung Camino fragt Geseko von Lüpke was sich eigentlich ändert, wenn der Wandel von innen kommt.
25 Minuten
Wenn wir jemanden nicht riechen können, gehen wir instinktiv auf Abstand. Andere Menschen ziehen uns mit ihrem Duft magisch an. All das läuft auf einer unterbewussten Ebene ab. Kein Wunder also, dass wir gar nicht bemerken, wie stark Gerüche unser Verhalten beeinflussen: Sie wecken Erinnerungen und rufen Emotionen hervor. Welche das sind, ist bei jedem Menschen anders und hängt allein von seiner persönlichen Geschichte ab. Stefanie Pütz hat sich für Camino mit der Frage beschäftigt, welche Bedeutung der Geruchsinn für den Menschen hat.
26 Minuten
Es kommt immer überraschend, auch wenn wir es als erwachsene Kinder wissen: Irgendwann sterben unsere Eltern. Auf diesen Moment kann man sich nicht wirklich vorbereiten, man kann ihn nur durchleben. Für viele ist dieser Verlust sehr schmerzvoll und lässt einen allein zurück. Erinnerungen an früher kommen hoch. Auch die eigene Endlichkeit kann uns neu bewusst werden. Rita Homfeldt fragt in Camino: Wie kann man loslassen und gut Abschied nehmen? Kann man die letzten Momente als Geschenk begreifen?