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Der Tag Archiv
159 Episoden
53 Minuten
Ebola im Kongo, das Hantavirus auf einem Kreuzfahrtschiff. Aktuelle Meldungen lassen Erinnerungen wach werden an die Corona-Pandemie. Zwar sind sich Experten einig, dass die aktuellen Ausbrüche kaum zu einer globalen Bedrohung anwachsen, aber die Angst vor mutierten, krank machenden Viren ist zurück. Wie real ist die Gefahr einer neuen Pandemie tatsächlich? Und wären wir diesmal besser vorbereitet? Welche Lehren wurden aus Corona gezogen und wo bestehen weiterhin gefährliche Lücken? Und nicht zuletzt: Wie würde unsere Gesellschaft reagieren auf neue Lockdowns, Maskenpflicht oder Impfdebatten? Darüber spricht Moderator Oliver Glaap mit dem Virologen Stephan Becker von der Uni Marburg, dem Wissenschaftsjournalisten Kai Kupferschmidt, dem Historiker und Experten für Seuchen- und Pandemiegeschichte Malte Thießen sowie Peter Tinnemann, Leiter des Gesundheitsamts Frankfurt. Podcast-Tipp: Die vielleicht letzten Tage der Menschheit? In Hollywood wird die Welt jedes Jahr unzählige Male in Filmen erobert, gesprengt, verbrannt, vergiftet und zerstört. Aber wie wahrscheinlich ist es wirklich, dass die Party eines Tages vorbei ist und die Zivilisation endet? Wie besorgniserregend sind die Bedrohungen durch Pandemien, Nuklearwaffen, Klimawandel oder Künstliche Intelligenz? Podcast-Autor Jannis setzt sich jenseits des Katastrophenkinos nüchtern und neugierig mit den existenziellen Gefahren für unsere Zivilisation in den nächsten 100 Jahren auseinander. https://www.ardsounds.de/sendung/die-vielleicht-letzten-tage-der-menschheit/urn:ard:show:51fd70e5a9297ae8/
55 Minuten
Der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern polarisiert die Menschen auch in Europa. Das konnte man zuletzt beim Eurovision Song Contest erleben, der zur Projektionsfläche wurde: Zwischen Boykott und Solidarität, Antisemitismus- und Rassismusdebatten prallen in Europa unterschiedliche Wahrnehmungen aufeinander. Aber auch in Israel, wo bei vielen Menschen das Gefühl herrscht, international isoliert zu sein und wieder andere auf mehr Druck von außen gegen die Regierung Netanjahus hoffen. Gleichzeitig erleben die Menschen in Gaza eine humanitäre Katastrophe zwischen zerstörter Infrastruktur und fehlender Versorgung. Die Lage ist verfahren: Trumps Friedensplan und die Entwaffnung der Hamas sind bisher gescheitert. Die Hisbollah-Miliz ist weiter aktiv und Leidtragende sind die Menschen, die gerne in Frieden leben würden. In dieser Gemengelage ringt auch Deutschland um eine Haltung zwischen historischer Verantwortung, diplomatischer Vorsicht und wachsender Kritik. Hadija Haruna-Oelker spricht über die Situation, mögliche Lösungen und Versöhnung mit Ofer Waldman von der Heinrich-Böll-Stiftung in Tel Aviv, unserer EU-Korrespondentin Sabrina Fritz, Christian Katzer, Geschäftsführer von “Ärzte ohne Grenzen”, dem Chefredakteur des Magazins „zenith“ Daniel Gerlach und der Deutsch-Palästinenserin Jouanna Hassoun, die sich mit ihrem Verein “Transaidency” für politische Bildung einsetzt. Podcast-Tipp: Machtfragen Russlands Krieg gegen die Ukraine, das Pulverfass Nahost, der unberechenbare Kurs von Donald Trump: Was geschieht gerade in den Brennpunkten und der Welt, wo drohen neue Krisen, gibt es Perspektiven, und was sind die Konsequenzen - auch für uns in Deutschland? In Zusammenarbeit mit "Streitkräfte und Strategien" berichtet die Nachrichtenredaktion von NDR Info in diesem Podcast über militärische Lagen und sicherheitspolitische Fragen. https://www.ardsounds.de/sendung/machtfragen-das-sicherheitspolitische-update/urn:ard:show:538f5e6323217a4b/
55 Minuten
Das Grundgesetz feiert seinen 77. Geburtstag und die Demokratie verliert ihren Rückhalt. Oder doch nicht? Studien zeigen ein ambivalentes Bild: Einerseits gibt es eine Unzufriedenheit mit dem System Demokratie, den Wunsch nach autoritärer Führung. Und auf der anderen Seite werden die Werte der liberalen Demokratie mehrheitlich geschätzt. Wie passt das zusammen? Wo liegen die Missverständnisse im Miteinander, wo klafft die Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit? Und welche Unterschiede zeigen sich im Demokratieverständnis der Menschen in West- und Ostdeutschland? In jedem Fall sind es keine einfachen Zeiten für die Demokratie, die von Dialog und Auseinandersetzung lebt. Und die Menschen braucht, die sie praktisch umsetzen und jetzt auch Ideen, um ihre Krise zu überstehen. Diese Ideen sucht Moderatorin Hadija Haruna-Oelker mit Andreas Zick, Sozialpsychologe und Leiter des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung an der Universität Bielefeld, mit dem Journalisten und Autor Arnd Henze, mit Anna-Lena von Hodenberg von HateAid und Robert Vehrkamp vom Programm „Demokratie und Zusammenhalt“ der Bertelsmann Stiftung. Podcast-Tipp: BR24 - Politik und Hintergrund: Wie repariert man eine Demokratie? In Polen versucht Donald Tusk, eine von Rechtsnationalen beschädigte Demokratie zu reparieren - ein langer Weg, den Ungarns neuer Ministerpräsident Péter Magyar genau studieren dürfte. Was lässt sich aus Polens Rückweg zum Rechtsstaat lernen - und wo lauern die Fallstricke? Darüber spricht Jasmin Brock mit Martin Adam, dem ehemaligem ARD-Korrespondenten in Warschau, der kürzlich ein Buch zu genau diesen Fragen veröffentlicht hat. Außerdem: Die FDP in der Krise (Gespräch mit Politikwissenschaftler Thorsten Holzhauser) und politisch äußerst turbulente Zeiten in Großbritannien (Gespräch mit Christoph Prössl, ARD London). https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:ced530f6e9eea812/
55 Minuten
Stillstand und eine brüchige Waffenruhe in einem angeschlagenen Staat. Der Krieg mit den USA und die Spannungen mit Israel verändern den Iran mehr und mehr. Nach den Bombennächten herrscht dort die Angst vor neuen Eskalationen und die Versorgungslage für die Menschen verschlechtert sich. Während das Regime versucht, mit Propaganda und Kontrolle Stärke nach außen zu demonstrieren, schwindet bei vielen die Hoffnung, dass sich im Land noch etwas zum Positiveren verändern lässt. Gleichzeitig möchte die iranische Diaspora eben diese Hoffnung nicht aufgeben. Der Konflikt verändert auch die Machtverhältnisse in der Region. Welche Rolle spielen die Golfstaaten dabei? Wie stabil ist das iranische Regime noch? Was machen die Internetsperren und die schlechte Versorgung mit den Menschen im Land? Und wie viel Einfluss haben sie überhaupt auf das, was noch kommt? Darüber sprechen wir mit unserem ARD-Korrespondenten für den Iran, außerdem mit der Journalistin Gilda Sahebi, mit dem Islamwissenschaftler Sebastian Sons vom Bonner CARPO Institut und mit dem ehemaligen Spitzendiplomaten und Iran-Kenner Hans-Dieter Lucas. Podcasttipp: „Straße von Hormus - Ein Wirtschaftsupdate In diesem Podcast geht es darum, die Krise am Persischen Golf zu verstehen. Wo liegen die Probleme, wie beeinflusst das einen selbst und was kann man tun, um darauf zu reagieren? Neue Folgen erscheinen jeden Dienstag und Donnerstag um 16.30 Uhr in ARD Sounds. https://www.ardsounds.de/sendung/strasse-von-hormus-ein-wirtschaftsupdate/urn:ard:show:b7bf0cde2d391c5b/
56 Minuten
Seine Markenzeichen sind Hut und Sonnenbrille. Er hat eine schnodderige Aussprache, singt auf Deutsch und seine Texte sind auch ein Stück deutsche Geschichte. Seit 1973 tourt er mit seinem Panikorchester, er wohnt seit Jahrzehnten im Hotel Atlantic in Hamburg und sein erster kommerziell erfolgreicher Hit war „Alles klar auf der Andrea Doria“. Diese Beschreibung dürfte mehr als ausreichen, um erkennbar zu machen, dass es um Udo Lindenberg geht, der jetzt 80 Jahre alt wird. Über diesen außergewöhnlichen Musiker sprechen wir mit der Radio-Ikone Werner Reinke, mit Cornelia Quast, die eine Doku über Udo gemacht hat, mit Marco Schimpke, der schon als kleiner Junge in der DDR ein Fan von Udo war und mit Christoph Jürgensen der sich als Literaturprofessor an der Uni Bamberg mit Protestpop und Krautrock beschäftigt hat. Podcast-Tipp: NDR2 - Udo. Ein Leben an der Grenze Ein kleiner Junge mit großen Träumen bricht aus. Raus aus der grauen Provinz, will er die Musikwelt verändern. Er träumt von Ruhm, Reichtum und den großen Bühnen. Er feiert große Erfolge. Und stürzt immer wieder ab. Begleitet von Ängsten und Alkohol. Und dann gelingt Udo Lindenberg etwas, das ihm niemand mehr zugetraut hätte. Dieser Podcast erzählt von einem Künstler, der Grenzen sprengt: körperlich, seelisch, politisch. Wie wurde Udo zu Udo? Wie wurde aus dem kleinen Jungen mit Ängsten der größte Rockstar Deutschlands? Und wie lebt man ein Leben zwischen Exzess und Erneuerung? https://www.ardsounds.de/sendung/udo-ein-leben-an-der-grenze/urn:ard:show:2c0e4a243b0dd157/
56 Minuten
Wir alle können jederzeit betroffen sein. Wir alle können früher oder später, schleichend oder von jetzt auf gleich, pflegebedürftig werden. Oder die Verantwortung für pflegebedürftige ältere oder auch jüngere Angehörige haben. Und jedes Mal, wenn es so weit ist, sind Menschen gefordert und belastet: Als Pflegebedürftige und als Angehörige, als Pflegekräfte und als Verantwortliche in Heimen, Kliniken und ärztlichen Praxen. Wie können wir alle miteinander diese Herausforderung stemmen? Welche politischen Prioritäten und Weichenstellungen sind unerlässlich? Was brauchen Pflegeheime, um so gut wie möglich aufgestellt zu sein? Welche technischen Hilfsmittel kann die moderne Forschung besteuern? Und noch wichtiger: Wie lassen sich genügend motivierte Pflegekräfte gewinnen, die den Pflegebedürftigen gerecht werden, ohne selbst damit ans Ende ihrer Kräfte zu geraten? Darüber spricht Oliver Glaap mit der Kinderkrankenpflegerin Yuna Schäfer und dem Pfleger Philipp Bidinger von der Uniklinik Frankfurt, mit Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats, mit Frédéric Lauscher, Vorstandsvorsitzender des Frankfurter Verbands für Alten- und Behindertenhilfe e.V. und mit Alexander König, Experte für Robotik und Systemintelligenz an der TU München. Podcast-Tipp: Wissenswerte: Robotik-Forschung in Deutschland Roboter faszinieren uns: Etwa jene, die Kampfkunst-Choreographien vorführen. Dann gibt es die viel beschworenen Pflegeroboter, die auf Gesundheitsmessen vorgeführt werden. Aber sind die wirklich eine Hilfe? Darüber spricht Anna Corves mit dem Robotikforscher Oliver Brock. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:993e934319dde334/
55 Minuten
Seit Jahren sinken in Deutschland die Geburtenzahlen. Im vergangenen Jahr wurden so wenige Babys geboren wie noch nie in der Nachkriegszeit. Gleichzeitig verabschieden sich die Babyboomer mehr und mehr in den Ruhestand - das hat Konsequenzen: es gibt weniger Kinder, weniger Berufstätige und mehr Rentnerinnen und Rentner. Das heißt, Deutschland altert und verliert Einwohner. Ein Trend, der sich in vielen europäischen Ländern abzeichnet: hier liegt der Durchschnitt momentan bei 1, 3 Kindern pro Frau. Es sind viele Faktoren, die bei der Entscheidung "Kinder oder Keine?" eine Rolle spielen. Wir fragen nach: Weniger Kinder - woran liegt das und was bedeutet das für unsere Zukunft? Darüber spricht Moderatorin Doris Renck mit Carmen Friedrich vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung, mit der Autorin Sarah Diehl, die sich bewusst gegen Kinder entschieden hat, mit Reproduktions-Professorin Brigitte Leeners von der Uni Zürich und der Direktorin des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung Catherina Hinz. Podcast-Tipp: (K)ein Kinderwunsch: Welchen Einfluss hat Kultur auf die Kinderfrage? Meltem (32) hat türkische und Djey (24) angolanische Wurzeln. In dieser Folge spricht Host Verena mit den beiden darüber, an welchen Stellen die Herkunftsfamilie und der kulturelle Hintergrund der beiden bei der Kinderfrage eine Rolle spielt. Es geht um Grenzen, Druck, unsensibles und übergriffiges Verhalten, auch wenn es nur gut gemeint ist. Außerdem geht es um Meltems interreligiöse Hochzeit. Sie ist nämlich mit einem kroatischen Christen verlobt. Spätestens bei den Gesprächen über Kinder hat sie gemerkt, wie stark ihre Meinung bei Themen wie zum Beispiel Taufe oder auch Beschneidung, wenn die beiden einen Jungen bekommen, ist. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:d3c99509d719f659/
53 Minuten
Stricken, kochen, reisen - das sind nur einige der Themen in kurzen Clips auf YouTube oder Instagram. Influencer und Influencerinnen sind längst zur alltäglichen Begleitung geworden für Millionen Menschen. Je nach Interesse gibt es Tipps zum Campen, zu Geldanlagen oder zur Hundeerziehung. Und dabei entstehen Bindungen, einseitige Beziehungen zu eigentlich wildfremden Personen. Pamela Reif ist eine von ihnen. Jung, blond, schlank ist sie schon längst mehr als eine Fitness-Ikone. Sie erreicht ein Millionenpublikum und hat ein erfolgreiches Unternehmen aufgebaut mit eigener Marke. Solche Beispiele lassen junge Menschen träumen vom schnellen Erfolg und einer Karriere auf Social Media. Bibi ist ein anderes Beispiel. Erst erfolgreich verschwand sie plötzlich von der Bildfläche und blickt heute kritisch auf ihre digitale Vergangenheit. Was ist das Erfolgsrezept der Influencer? Warum sind besonders junge Menschen so empfänglich für ihre Angebote? Und wie können Kinder und Jugendliche dafür sensibilisiert werden, Manipulation und Abzocke von gutem Content zu unterscheiden? Darüber spricht Karen Fuhrmann mit Joelle Westerfeld, Host des Podcasts „Das Imperium Pamela Reif - Workout zur Macht“, Anne Wihan, Host des Podcasts „Bibis Palace - Freundschaft für Likes“, mit dem Wirtschaftswissenschaftler Julian Voss und dem Medienpädagogen Markus Gerstmann. Podcast-Tipp: Das Imperium Pamela Reif https://www.ardsounds.de/sendung/das-imperium-pamela-reif-workout-zur-macht/urn:ard:show:66122c1a8115a8f0/
55 Minuten
Seine Versprechen wirkten stark. Bundeskanzler Friedrich Merz versprach zu seinem Amtsantritt, die Wirtschaft durch Reformen wieder auf Wachstumskurs zu bringen, die Bundeswehr zur stärksten Armee Europas aufzubauen und den Zusammenhalt in der Gesellschaft wiederherzustellen. Heute ist die Mehrheit der Deutschen unzufrieden mit der Bundesregierung. Merz gehört just zu den unbeliebtesten Politikern. Er steht weiterhin im Schatten seiner Vorgängerin Angela Merkel. Während „Die Welt“ schreibt: "Merz merkele”, fragt die “taz”: „Kann er Kanzlerin?". Die schwarz-rote Koalition muss mehrere Krisen gleichzeitig stemmen. Sie hat so viele Beschlüsse auf den Weg gebracht wie kaum eine andere Regierung in gleicher Zeit. Und trotzdem fehlt der große Wurf. Welche Strategie haben Merz und sein Kabinett für Deutschland? Und wie lange halten es Union und SPD noch miteinander aus? Darüber spricht unsere Moderatorin Isabel Reifenrath mit der Politikwissenschaftlerin Andrea Römmele, mit dem Ökonomen Niklas Potrafke, dem Politikexperten Albrecht von Lucke und der CDU-Influencerin Clara von Nathusius. Podcast-Tipp: BR24 Medien Ein Jahr Merz: Warum läuft die Kommunikation nicht rund? Knapp ein Jahr ist Friedrich Merz im Kanzleramt - und kaum ein politisches Thema ohne Kommunikationskrise: Aktuell Streit um Entlastungen bei steigenden Energiepreisen oder vor einigen Monaten eine Stadtbild-Debatte, die das Land polarisiert. Auch Merz selbst hat eingeräumt, dass er seine Politik besser oder anders erklären sollte. Warum läuft die Kommunikation der Merz-Regierung nicht rund? In dieser Folge von BR24 Medien spricht Linus Lüring mit Barbara Kostolnik, langjährige Hauptstadtkorrespondentin und BR-Politikredakteurin. Dabei geht es auch darum, welchen Einfluss Regierungssprecher Stefan Kornelius hat und ob es eine Rolle spielt, dass Bundeskanzler Friedrich Merz zuvor keine Regierungserfahrung hatte. Außerdem: Welche Rolle spielen Medien, wenn von "Streit" oder "Kommunikationsproblemen" in der Bundesregierung die Rede ist? https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:3a0ec0944aa26eae/
53 Minuten
Die Hürden sind da, nicht nur die gut sichtbaren Stufen und Stolpersteine im Alltag. Die Barrieren für Menschen mit Behinderungen sind vielfältig, von Kita über Schule bis zum Arbeitsmarkt. Und das auch 17 Jahre nachdem die UN-Behindertenrechtskonvention verabschiedet wurde. Inklusion wurde zum Menschenrecht. Auch Deutschland ist damit verpflichtet, für gleichberechtigte Teilhabe für Menschen mit Behinderung in allen Lebensbereichen zu sorgen. Allerdings erfüllt Deutschland diese Vorgabe bis heute nur unzureichend, so beklagt der UN-Ausschuss, er sieht mehr Rück- als Fortschritte. Deutschland muss nachbessern; das soll mit der Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes passieren. Was wird diese Reform bringen? Barrierefreiheit ist vorgeschrieben, wann wird sie Realität? Wie kann endlich für einen gleichberechtigten Zugang zu Bildung, zu Gesundheit, zum Arbeitsmarkt gesorgt werden? Darüber spricht Karen Fuhrmann mit der Sozialpädagogin Akina Klee, der Rehabilitationswissenschaftlerin Gudrun Wansing, dem Behindertenbeauftragten des Bundes Jürgen Dusel und Alexandra Cremer vom Netzwerk Inklusion. Podcast-Tipp: Die neue Norm Muss man drei "Behinderten" zuhören? Muss man nicht, man sollte. Karina Sturm, Jonas Karpa und Raúl Krauthausen brechen die Norm des Normalen auf und sprechen über Vielfalt, Inklusion und das Leben von Menschen mit Behinderung. https://www.ardsounds.de/sendung/die-neue-norm/urn:ard:show:f23dbe856f92f960/
53 Minuten
Es ist kein fester Vertrag - eher ein Versprechen: Die junge Generation finanziert die Rente der Alten. Doch angesichts einer überalterten Gesellschaft und rückläufiger Geburtenzahlen hält dieser Vertrag nicht mehr so recht, was er mal versprochen hat. Im Gegenteil: Während „die Alten“ bei Wahlen die Politik bestimmen, sehen sich Vertreter der Gen Z mit immer größeren Lasten konfrontiert: Steigende Renten, Klimawandel, Wehrpflicht, hohe Mieten und wenig eigene Rente, wenn sie selbst mal dran sind. Ist das gerecht? Oder anders gefragt: Wer jung ist, sieht alt aus? Ob es in Deutschland gerecht zugeht unter den Generationen besprechen wir mit Politikwissenschaftlerin Kira Renée Kurz von der Uni Greifswald, mit Baro Vicenta Ra Gabbert, Juristin und Klimaschutzaktivistin bei Greenpeace, mit dem Volkswirt und Journalist Andreas Hoffmann sowie Rechtswissenschaftlerin Dana Schmalz vom Max-Planck-Institut. Podcast-Tipp: WDR5 spezial Bernhard Schlink: Was ist Gerechtigkeit? Alle wollen Gerechtigkeit! Besonders für sich selbst und manchmal auch für andere. Aber was ist schon gerecht? Der Jurist und Schriftsteller Bernhard Schlink über die Utopie einer objektiven Gerechtigkeit. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:f999a498b471d30f/
54 Minuten
Deutschland hat drei Jahre Stagnation oder Mini-Wachstum hinter sich. Nun könnte wegen des Iran-Kriegs auch noch eine Rezession drohen. Und da sagt die Bundesregierung: Wir müssen aus Wirtschaft wieder Wachstum machen. Speziell der Kanzler ist der Meinung, die Deutschen müssten mehr arbeiten. Von „Lifestyle-Teilzeit“ war die Rede - und die Aufregung groß. Aber hinter dieser Debatte steht ja eine viel größere Frage: Wie wollen Menschen eigentlich arbeiten? Das hat der Hessische Rundfunk in einem Meinungsbarometer abgefragt. Über die Ergebnisse sprechen wir mit Marion Kuchenny, Redakteurin bei „hr fragt“ und dem Unternehmer Michael Mohr, der an der Umfrage teilgenommen hat. Außerdem schauen wir, wie es aktuell um Homeoffice steht, wie viel Flexibilität möglich und nötig ist und was gute Arbeit ausmacht, zusammen mit Jonas Weik vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung und mit Nicole Mayer-Ahuja, Arbeitssoziologin und Professorin an der Uni Göttingen. Podcast-Tipp: Quarks Daily - Teilzeit: Weniger arbeiten - besser leben? Nicht voll zu arbeiten, bietet für viele die Möglichkeit, Familie und Job unter einen Hut zu kriegen oder etwas mehr Freizeit zu haben. Auf der anderen Seite heißt das aber auch: Weniger Geld jetzt, weniger Rente später. Und dann sind da auch diese Forderungen, dass wir alle mehr arbeiten sollten. Wie entscheidet man sich da richtig? Sie finden den Podcast in der ARD Sounds App. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:c2085c36829213a5/
55 Minuten
Der Tag geht auf Reisen: 4000 Straßenkilometer von Chicago bis L.A., vom Osten der USA bis an die Westküste. Wir folgen der Route 66 durch endlose Felder, durch weite Wälder und durch die Wüste - manchmal schnurgerade über Asphalt, manchmal staubig und kurvenreich durch Berglandschaften. Vorbei an einsamen Tankstellen, kleinen Motels und Burgerläden. Eine Straße wie ein Symbol für die Entwicklung eines ganzen Landes: Sie erzählt vom Handel, vom kleinen und großen Unternehmertum, von großer Freiheit und von Träumen. In diesem Jahr feiert die berühmte Route ihren 100sten Geburtstag und wir wollen ein Stück mitfahren. Uns vom wirtschaftlichen Abstieg und touristischen Wiederaufstieg der Route 66 erzählen lassen, über Sehnsucht und Fernweh sprechen und über vermeintliche Traumziele und Traumreisen. Mit Torben Börgers, USA-Korrespondent, mit Martina Zschocke, Freizeitpsychologin an der Hochschule Zittau/Görlitz, mit Harald Zeiss, Tourismusforscher an der Hochschule Harz und mit dem Reisejournalisten Wolfgang Büscher. Podcast-Tipp: Bayern 2 Radioreisen Für viele ist die legendäre Route 66 durch acht US-Bundesstaaten ein Reisetraum. Mit Dirk Rohrbach vom Podcast 50 States geht es darum, was von diesem Traum geblieben ist, außerdem besucht der Podcast das Woody Guthrie Center in Oklahoma und begleitet eine Fahrt mit dem E-Bike durch L.A. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:c94d40dae6c49455/
55 Minuten
Kaum jemand will darüber sprechen - und das ist ein Problem: Rassismus und Antisemitismus zählen zum Schulalltag, aber oft werden die Erfahrungen damit verdrängt oder relativiert. Zwar steigen die Zahlen offizieller Vorfälle, aber sie erzählen nur einen Teil der Wahrheit. Es heißt, vieles wird gar nicht erst gemeldet: aus Angst, Überforderung oder weil Schulen oder Eltern den Konflikt scheuen. Die Dunkelziffer dürfte also hoch sein. Aber wie groß ist das Problem? Warum die Abwehr, das Schweigen und wie geht es eigentlich den Opfern des Hasses? Während über Prävention und Programme diskutiert wird, agieren rechte Gruppen längst strategisch. Sie erreichen junge Menschen über soziale Medien, Codes und scheinbar harmlose Provokationen oder Witze. Und mittendrin Lehrkräfte unter Druck, die sich fragen, wie weit sie gehen dürfen. Neutral sollen sie bleiben und gleichzeitig eine demokratiebezogene Haltung zeigen. Aber geht das überhaupt? Oder ist die vielbeschworene Neutralität längst Teil des Problems? Schule gilt als Spiegel der Gesellschaft und darum stellt sich auch dort die Frage, wie sie ein sicherer Ort für alle sein kann. Darüber sprechen wir mit der Lehrerin und Autorin Laura Nickel, mit dem Jugendforscher Frank Greuel, der Psychologin Marina Chernivsky und mit dem Rechtswissenschaftler Felix Wirth Hanschmann. Podcast-Tipp: BR24 Reportage - Rechtsextremismus an Schulen - Wie Lehrkräfte damit umgehen Es ist schwierig, Lehrkräfte oder Schüler zu finden, die sich trauen von Vorfällen aus dem rechten oder rechtsextremen Spektrum an ihren Schulen zu erzählen. Zu groß ist die Angst, selbst ins Visier rechtsextremer Akteure zu geraten oder den guten Ruf ihrer Schule zu gefährden. Ende letzten Jahres hatte der Bayerische Rundfunk staatliche und kommunale Schulen im Freistaat angeschrieben: Bei der nicht-repräsentativen Befragung machten fast 600 Schulen mit. 66 Prozent von ihnen berichten von menschen- und demokratiefeindlichen Vorfällen im Schuljahr 2024/25. 74 Prozent ordneten die Vorfälle dem politisch rechten Spektrum zu. Eine bayernweite Statistik gibt es nicht. Nun haben einige Betroffene für diese BR24-Reportage von Claudia Steiner ihr Schweigen gebrochen und von menschenfeindlicher Hetze berichtet - aber auch von Zeichen der Hoffnung, wie positiv Demokratiebildung im Unterricht wirken kann. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:78e5531300687dda/
55 Minuten
Es vergeht fast kein Tag, an dem in den Nachrichten nicht über Kriege, unterdrückte Proteste, bombardierte Städte, Diskriminierung oder die Vertreibung von Millionen Schutzsuchenden berichtet wird. Internationale Menschenrechte sollen diese Vergehen eigentlich verhindern. Doch wer hält sich heute noch daran? Der neue Bericht von Amnesty International zeichnet ein düsteres Bild: Immer mehr Staaten setzen auf Macht statt auf Recht, auf Kontrolle statt auf Freiheit. Sie brechen internationale Regeln und schieben Verantwortung von sich. Die Menschenrechte sind in der Krise. Über die Ergebnisse des Reports, den Zustand der Weltgemeinschaft und die Geschichte des UN-Menschenrechtsrats spricht Moderatorin Jessy Trommer mit Julia Duchrow, Generalsekretärin von Amnesty International Deutschland, mit Michael Windfuhr vom Institut für Menschenrechte, der Autorin Nathalie Klüver und der Professorin für Menschenrechtspolitik Katrin Kinzelbach. Podcast-Tipp: SWR Kultur Das Wissen Ob wir über die Überwachungssoftware Palantir reden oder über eine Klarnamenpflicht - bei diesen Themen sind Menschenrechte berührt, an die früher niemand dachte. Gerichte haben auch schon den Klimaschutz als Menschenrecht anerkannt. Sind Menschenrechte gar nicht so universell und ewig wie sie oft scheinen? Gábor Paál spricht mit der Rechtswissenschaftlerin Paulina Jo Pesch https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:606c63d6c4e8426e/