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Wiener Börse Podcast Archiv

699 Episoden
15 Minuten
Ein Blick zurück auf die Lehman-Pleite sowie eine Einschätzung zum Banken-Beben um die Credit Suisse. "Die Bankenkrise können wir schon als verarbeitet betrachten", versichert Fondsmanager Wolfgang Matejka, der um die "besonders aggressive" Rolle der Banken im österreichischen Index durchaus Bescheid weiß. "Die Banken sind den Notenbanken wichtiger als ein Inflationsziel. Für die Kapitalmärkte ist das Drohpotenzial relativ beendet." Eine neue Lieblingsaktie Matejkas ist die "technisch gute" Frequentis, sie radiert immer an der ESG-Rasierklinge entlang. Matejka sieht eine goldene Zukunft für alle Schnäppchenjäger von Immobilienaktien, Stichwort: Notverkäufe. "Mit der Kommunikation zwischen Fed und EZB wird die Performance dieses Sektors eng verbunden sein."
14 Minuten
Porr mit Top-Zahlen für 2022 - Umsatz 5,8 Mrd. (+12 %). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) stieg um ein Drittel auf 110 Mio. Euro. EPS steigt von 1,18 Euro auf 1,65 Euro. Porr hebt die Dividende an um 20 %. "Die Baubranche ist sehr resilient. Wir haben schon seit einigen Jahren Aufträge kritisch und sorgsam hereingenommen. Wir konzentrieren uns auf unsere sieben Heimmärkte. Versuchen nur dort zu arbeiten, wo wir den Kunden kennen." Hohe Zinsen und hohe Finanzierungskosten machen der Baubranche zu schaffen. Wo an anderer Stelle Baustopps eingelegt werden, legt Porr erst so richtig los. "Wir lassen uns von ein paar Zinsen nicht abschrecken. Die vergangenen Jahre waren wir durch die Zinsen alle wie auf Drogen. Da hat sich jeder Schmarrn gerechnet. Und die, die diese Situation ausgenutzt haben, kommen jetzt unter die Räder."
11 Minuten
Austriacard ist der führende Technologie-Partner in den Bereichen Smart Card- und digitale Zahlungsverkehrslösungen für Banken, Industrie-, Retail- und Transportunternehmen sowie öffentliche Institutionen. Das Unternehmen entwickelt, produziert und personalisiert Bankomat- und Kreditkarten, Ausweise, Zugangs- und Kundenkarten. Austriacard gehört zur Austriacard Holdings Gruppe. Gegründet 1897, ein österreichisches Hightech-IT-Unternehmen spezialisiert auf Hardware-Embedded-Sicherheitssysteme. Die Gruppe ist international mit den Brands Austriacard & TAG im Bereich Digital Security für den Zahlungsverkehr und Identifikation, mit Inform im Sektor der digitalen Transformation sowie mit Nautilus im IoT tätig. CFO Markus Kirchmayr anlässlich des Listings im prime market an der Wiener Börse über Wachstumschancen, Strategie und Kernkompetenzen im internationalen Geschäft.
18 Minuten
EO Stefan Klinglmair: "Wir haben uns zum Ziel gesetzt, Osteoporose auszurotten!" Was ist denn die BIOGENA Plaza Day Spa in Wien? "Wir sehen uns als Gesundheits-Company und nicht nur als reine Produkt-Company, die nur tolle Produkte in Kapseln entwirft und produziert. Das BIOGENA Plaza ist eine Erweiterung eines bestehenden Stores um weitere Elemente. Wir erweitern den Store mit einem gut ausgebauten Biohacking Element und einen Bereich, den wir Funktional-Medizin nennen. Es ist wie ein Medical Day Spa, wo keine Wünsche offen bleiben. Wir wollen kein Fitnessstudio und auch kein Kosmetik-Salon sein. Aber all das, was dazwischen liegt. Die Biogena Group Invest AG ist ein österreichisches Familienunternehmen, das sich auf die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Mikronährstoffpräparaten spezialisiert hat. Mit den Jahreszahlen 2022/23 wird auch eine Dividende von 5 Cent vorgeschlagen.
13 Minuten
Aktienbarometer 2023. Die Wiener Börse hat gemeinsam mit der Industriellenvereinigung und dem Aktienforum eine Umfrage gemacht. Der Wertpapierbesitz in Österreich ist demnach angestiegen. Dr. Christoph Boschan, CEO Börse Wien: "Die Überraschung ist, jeder 4. Österreicher hält Wertpapiere, das ist außerordentlich erfreulich. 19 % halten Investment Fonds, Aktien 17 % und Anleihen 6 %. Und zusätzlich zu den rund 2 Millionen bereits vorhandenen Wertpapierbesitzer-innen gibt es noch über eine Million Österreicher, die zukünftig gerne in Wertpapiere investieren möchten. Es gibt also Potenzial für weitere Steigerungen. - Wichtig zu bedenken ist, dass es auch schlicht um die Unsicherheit und Sicherheit der eigenen Pension geht", so Dr. Boschan. Als er vor 20 Jahren in das Berufsleben eintrat, da finanzierten in Österreich 4 Arbeitnehmer einen Pensionisten, heute finanzieren 3 Arbeitnehmer einen Pensionisten. Und wenn ich mal in Pension gehe, in 20 Jahren, werden noch 2 Österreicher einen Pensionisten finanzieren. Ich glaube, das erkennen die Menschen und werden deswegen aktiviert, sich selbst zu kümmern und für Ihren Vermögensaufbau zu sorgen!"
10 Minuten
Elektrizitätsversorgungsunternehmen Verbund AG deckt über 40 Prozent des österreichischen Strombedarfs und gewinnt nahezu 97 Prozent der Erzeugung aus Wasserkraft. Jahreszahlen 2022: Das EBITDA verdoppelt sich auf 3,2 Mrd. Euro. Das Konzernergebnis nahezu verdoppelt auf 1,7 Mrd. Euro. Verbund CEO Michael Strugl:"Wir sind natürlich abhängig von den internationalen Strom-Großhandelspreisen, aber ein Spaziergang war das nicht!" Der Sommer war trocken, schlecht für Wasserkraft. Der Erzeugungskoeffizient lag mit 0,86 um 9 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahres. "Das hat das Ergebnis belastet. Das ist schon signifikant. In der Menge hat uns das gekostet, wurde aber durch die Preise überkompensiert." Nicht nur Verbund freut sich über die Verdopplung des Ergebnisses. Auch die Aktionäre freuen sich. "Wir heben die Dividende an auf 2,44 Euro plus eine Sonderdividende von 1,16 Euro." In Summe sind also 3,60 Euro geplant. In Zukunft will sich Verbund breiter aufstellen. Der Schwerpunkt Wasserkraft soll ergänzt werden durch Fotovoltaik und Wind (ca. 25 %). Das Fernziel "Pure Renewable Player" u.a. mit grünem Wasserstoff als Ersatz für Erdgas.
11 Minuten
Die Bauzinsen in Österreich und in Deutschland liegen derzeit bei über 4 %. Manfred Pammer Vorstand Athos Immobilien setzt auf ein baldiges Ende der Zinsreise: "Man darf gespannt sein, ob die EZB nicht doch ihr Tempo reduziert, wenn man bemerkt, dass Finanzinstitute, produzierendes Gewerbe, Immobilienunternehmen und Dienstleister zu stöhnen beginnen, wenn die Zinslast Quartal für Quartal ganz empfindlich nach oben geht." Aufgrund der Marktsituation wurden im Geschäftsjahr 2022 Verwertungen von Immobilien hintan gehalten. In der Folge ging der Jahresüberschuss zurück von 3,6 Mio. auf 785-tausend Euro. Die Dividende bleibt trotzdem unverändert 1,40 Dividende ausschütten. Dafür hat Athos 1,7 Mio. Euro an Gewinnrücklagen aufgelöst. "Es ist wichtig, für den Investor eine kalkulierbare Rückflusssituation darzustellen."
13 Minuten
2022 war ein Jahr mit Gegenwind für die Österreichische Post, zumindest in der ersten Jahreshälfte. "In der zweiten Hälfte drehte der Wind," sagt Harald Hagenauer, Leiter IR bei der Österreichischen Post. "In Summe war das ein zufriedenstellendes Ergebnis." Die Eckdaten 2022: Umsatz unverändert 2,5 Mrd. Euro. EBITDA leichtes Plus, das Betriebsergebnis (EBIT) reduzierte sich um 8,0 % auf 188,4 Mio. Euro, das EPS 1,86 Euro. Es gibt eine Dividende von 1,75 Euro, nach 1,90 Euro im Vorjahr. "Wir sind zuverlässige Dividendenzahler." Die kleine Bank99 kommt in Fahrt. "Jede Bank kann in einem steigenden Zinsumfeld besser haushalten und besser agieren. Das macht die Prognosen sicherer. Wir werden und im laufenden Jahr verbessern und im Jahr 2024 Break-even erreichen." Priority und Economy, zwei Klassen der Zustellung: Worüber Deutschland noch nachdenkt, ist in Österreich schon längst umgesetzt. "Das spart Kosten. Da führt kein Weg dran vorbei. The Postman rings twice … a week!"
17 Minuten
Solides erstes Halbjahr 2022, zweites Halbjahr "perfect storm". Die gestiegenen Umsatzerlöse auf 2,6 Mrd. Euro um 17 % führt CEO Stephan Sielaff auf Kostensteigerungen und einen Volumenanstieg im Pipe durch eine neue Anlage in Brasilien zurück. Das EBITDA schmilzt um ein Drittel auf 242 Mio. Unter dem Strich steht nun ein Verlust von 37 Mio. oder 2,75 Euro je Aktie. Hohe Energie- und Materialkosten beschäftigen auch Lenzing. "Insbesondere die Textilnachfrage ist eingebrochen." Das Unternehmen wird seine Personalkosten um 40 Mio. Euro reduzieren müssen. Für 2022 gibt es keine, und für 2023 voraussichtlich weniger als 4,50 Euro Dividende - das Jahresergebnis wird es zeigen. Sielaff ist kämpferisch und zuversichtlich: "2023 wird unser Comback Year!"
10 Minuten
Wachstum, Effizienz, Risikomanagement - so die Drei-Säulen-Strategie der Bankengruppe Addiko mit Fokus auf den CSEE-Raum. Also Kundennähe und Usabilty, Kostensenkungen (das "Häuslebauergeschäft" wird nicht länger verfolgt) und die Reduzierung von Non-perfoming-Krediten. "Das ist notwendig für eine gesunde Geschäftsstruktur", so CEO Herbert Juranek. Das operative Ergebnis stieg um 34 %. Addiko verdoppelte 2022 den Jahresgewinn auf fast 26 Mio. Euro. Juranek verspricht: "Wir werden 1,21 an Dividende auszahlen."
11 Minuten
Die Zumtobel Group Zwischenbilanz nach 3 Quartalen: Umsatz plus 7,7 % auf 912,2 Mio. Euro. Marge 7,5 %. Das Nettoergebnis stieg um ein Drittel auf 43,4 Mio. Euro. CFO Thomas Erath: "Dass der Umsatz steigt, damit haben wir gerechnet, weil es nach Corona viel aufzuholen gilt bei unseren Kunden. Dass aber das Ergebnis so deutlich steigt, hat selbst uns überrascht." Die hohen Strompreise haben am Ende sogar einen positiven Effekt, denn viele Kunden stellen um von Halogen auf LED. "Das rechnet sich in kürzester Zeit." Finanziell ist Zumtobel "auch bei stärkerem Gegenwind gut ausgestattet!" EcoVadis verleihen Silber, das Ziel sollte mindestens Gold sein? "Selbst beim Skifahren ist Österreich mittlerweile schon mit Silber zufrieden..."
12 Minuten
Im Januar kannten die Börsen kein Halten. Moderate Töne aus den Notenbanken und eine in die Ferne gerückte Rezession trafen auf attraktive Bewertungen. Im Februar aber änderte sich die Tonlage. "Vor allem die dramatisch hohe Kerninflation beunruhigt die Anleger", sagt Wolfgang Habermayer, Gründer und Vorstand von Merito Financial Solutions und promovierter Ökonom. "Die Sensibilität gegenüber den Lohnentwicklungen ist sehr groß." Mit anderen Worten, die Zinsreise ist noch lange nicht zu Ende, es kommt zu einer "Parallelverschiebung" bei der inversen Zinskurve. Das wiederum bedeutet weitere Korrekturen auf den Anleihemärkten. "Aktien von Substanztiteln suchen, US-Werte und langfristige Anleihen eher meiden."
16 Minuten
"Alleine durch die geografische Nähe zum Kriegsgebiet war der ATX stärker betroffen als andere Börsen", sagt Fritz Mostböck, Chefanalyst der Erste Group Bank, "das hat auch einen psychologischen Effekt." Es zeigt sich aber auch, dass sie die Börse in Wien deutlicher erholt, als andere Börsenplätze. Das Kalkül der Anleger: Wenn es mit der Wirtschaft wieder aufwärts geht, geht es auch an den Börsen wieder aufwärts. "Und danach sieht es momentan aus." Wir hatten viele Krisen, und die dauern noch an, sind aber an den Börsen schon eingepreist. "Der Boden scheint erreicht und man kann von einem weiter besseren Aktienjahr 2023 ausgehen." Der Markt nimmt die Erholung und das Ende der Zinserhöhung vorweg.
14 Minuten
Zuckerbrot und Peitsche: "Die Rezession ist abgesagt und die Berichtsaison war eigentlich ok, das ist die gute Nachricht", sagt Alois Wögerbauer, Geschäftsführer der 3 Banken Generali in Linz, "die weniger gute Nachricht dabei lautet, dass die hohen Zinsen uns länger erhalten bleiben, als wir bislang geglaubt haben. Und dass sich die Zinsspitzen nach oben verschieben. Die EZB wird über 4 % gehen und die USA über 5 %. Diese Nachrichten heben sich auf. Daher rechne ich mit einer Seitwärts-Phase." Anleihen sind weiterhin hochinteressant. "Viele Anleger tun sich aber noch schwer, das zu realisieren." Einsatz von KI im Fondsmanagement? "Wir haben uns positioniert als Haus mit Mut zur Meinung!"
9 Minuten
2022 - ein verrücktes Jahr mit Krieg, Inflation, Hackerangriffen, Lieferkettenproblemen, Energiepreisexplosionen und Null-Covid in China auch für die Palfinger AG, die dennoch mit einem deutlichen Rekordumsatz von 2,23 Mrd. Euro in 2022 aufwartet. Einigen Problemen konnte das Unternehmen mit einem Dynamic Pricing begegnen. "Dieses Pricing ist die Antwort auf die Volatilität", erklärt CFO Felix Strohbichler. Kostensteigerungen sollen so unmittelbarer an den Markt weitergegeben werden. "Das ist mehr Transparenz für unsere Kunden." Eine Supply-Chain-Task-Force rüstet das Unternehmen für die Zukunft - "insbesondere, was die Chips betrifft". "Von einer Rezession spüren wir tatsächlich nichts. Wir haben ein extrem hohes Auftragsbuch. Es ist uns kaum gelungen, dieses vom letzten Jahr zu reduzieren." Bis zum Q3/2023 ist Palfinger gebucht. Weiterhin liegt ein großer Fokus auf dem US-amerikanischen Markt.