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Medizinische Fakultät - Digitale Hochschulschriften der LMU - Teil 02/19 Archiv

247 Episoden
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Die Patienten wurden nach Koronarintervention mit Stentimplantation über einen Zeitraum von 5 Jahren (1995-2000) analysiert. Die häufigste Indikation für die Stentimplantation bei der in-Stent Restenose war ein "ungenügende Primärergebnis". Die Nachangiographierate von 74% liegt im Bereich von klinischen Studien. Hierbei fand sich eine Häufigkeit einer ersten in-Stent Restenose von 30,7%, der zweiten in-Stent Restenose von 50% und der dritten in-Stent Restenose von 52,2%. Für ein konservatives Vorgehen entschied man sich bei 25,6% der Patienten mit ersten in-Stent Restenose, 41,7% der zweiten in-Stent Restenose und 42,8% der dritten in-Stent Restenose. Eine koronare Bypassoperation wurde in 5,6% der Patienten mit erster in-Stent Restenose, 13,8% der Patienten mit zweiter in-Stent Restenose und 14,3% der Patienten mit dritter in-Stent Restenose durchgeführt. Bei Mehrgefäßerkrankung nimmt die in-Stent Restenosehäufigkeit zu.
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Einleitung: Die Diagnostik von Mammakarzinomen stellt hohe Anforderungen an bildgebende Verfahren. Für Problemfälle mit klinisch oder mammographisch unklaren Befunden steht die dynamische Magnetresonanztomographie (MRT) der Brust als zusätzliches bildgebendes Verfahren zur Verfügung. Es kann besonders dann eingesetzt werden, wenn Biopsieverfahren nur erschwert anwendbar sind, wie z.B. bei postoperativem Narbengewebe, dichter Brust oder ungünstiger Lokalisation des Herdes. Als weiteres Verfahren zur spezifischen Darstellung von Mammakarzinomen wurde die Tc-99m-Sestamibi-Szintigraphie vorgeschlagen. Ziel: Ziel der vorliegenden Arbeit war es, im Rahmen einer prospektiven Studie die Aussagekraft der Mammaszintigraphie und der dynamischen MRT in der Differentialdiagnostik mammographisch unklarer Herde zu vergleichen. In einem methodischen Ansatz sollten zusätzlich die Auswertetechniken der dynamischen MRT erweitert werden. Hierzu sollte ein computergestütztes Verfahren entwickelt und erprobt werden, das basierend auf künstlichen Neuronalen Netzen eine Subdifferenzierung der Kontrastmittelkurven innerhalb eines Herdes erlaubte. Patienten und Methode: Es wurden 40 Patientinnen konsekutiv in die Studie eingeschlossen, die sowohl eine Szintigraphie als auch eine MRT der Brust erhielten. Die Befunde wurden histologisch gesichert oder durch Nachuntersuchungen über mehr als 24 Monate als benigne verifiziert. Neben den 40 primär zur Abklärung führenden Herden wurden 8 Zusatzherde mit Kontrastmittelaufnahme in der MRT entdeckt. Ingesamt wurden 10 invasive Karzinome und 5 DCIS gesichert. Die Szintigraphie erfolgte in Bauchlage der Patientin an einer 3-Kopf-Gammakamera (Prism3000, Picker) in planarer und in SPECT-Technik. Nach intravenöser Injektion von ca. 740 MBq Tc-99m-Sestamibi wurden Früh- und Spätaufnahmen akquiriert. Die Rekonstruktion der SPECT-Aufnahmen erfolgte mit einem iterativen Algorithmus. Alle fokal anreichernden Herdebefunde mit einem Target- zu non-Target-Verhältnis von > 1,3 wurden als maligomverdächtig gewertet. Die dynamische MRT wurde an einem 1,5 Tesla Tomographen (Magnetom Vision, Siemens) durchgeführt. Die Messungen erfolgten in Bauchlage mit einer dedizierten Oberflächenspule zur simultanen Untersuchung beider Brüste. Zur Akquisition der Kontrastmitteldynamik wurde eine T1-gewichtete 3DFLASH-Sequenz verwendet. Zur konventionellen Auswertung wurde eine Subtraktionsaufnahme berechnet und interaktiv eine Region of Interest um KM-aufnehmende Herdbefunde gelegt. Die resultierenden Kurven der Kontrastmitteldynamik wurden nach ihrer Kurvenform in Anlehnung an Kuhl et al. klassifiziert. In einem weiteren Auswerteschritt wurden auch morphologische Kriterien einbezogen und ein Punktescore nach Fischer gebildet. Schließlich erfolgte die halbautomatische Segmentierung aller Herde, die mehr als 50% KM aufnahmen. Die Signalintensitätszeitreihen aller Voxel dieser Herde wurden einer Subdifferenzierung durch Vektorquantisierung unterworfen. Dieses Verfahren basiert auf dem Algorithmus der Minimal Free Energy Vektorquantisierung, wurde in der Bildverarbeitungsgruppe des Instituts für Klinische Radiologie der LMU entwickelt und für die Anwendung bei der dynamischen MRT der Brust adaptiert. Als Ergebnis der Vektorquantisierung resultierten 4 prototypische Zeitreihen, sog. Codebuchvektoren, die jeweils repräsentativ für Voxelgruppen mit ähnlichen Signalverläufen waren. Anhand dieser Codebuchvektoren erfolgte erneut eine Klassifizierung der Herdbefunde. Ergebnisse: Im Vergleich der verschiedenen Auswertemethoden der dynamischen MRT war die Sensitivität bei der Detektion von Mammakarzinomen bei der konventionellen Auswertung anhand des Kurventyps bei 67% und stieg unter Einbeziehung der Herdmorphologie auf 87%. Mittels Vektorquantisierung stieg die Sensitivität auf 73% bzw. 93%. Die Spezifität unterlag jedoch Einschränkungen und erreichte bei der konventionellen Auswertung unter Einbeziehung der Morphologie 85%, bei der Vektorquantisierung 76%. Die Szintigraphie erwies sich als hochspezifisches Verfahren (100%). Die Sensitivität bei der Detektion kleiner Karzinome war jedoch selbst bei Anwendung der SPECT-Technik unzureichend (56%). Schlussfolgerungen: Die dynamische kontrastmittelverstärkte MRT der Brust wies eine höhere Sensitivität bei der Detektion kleiner Mammakarzinome im Vergleich zur Szintigraphie auf. Bei hoher Spezifität der Mammaszintigraphie zeigte sich, dass die Sensitivität v.a. bei kleineren Karzinomen in unserem selektierten Patientengut zu niedrig war. Als Schlussfolgerung unserer Studienergebnisse und in Zusammenschau mit der derzeitigen Literatur zu diesem Thema erscheint die MRT-Bildgebung zur Einschätzung der Dignität mammographisch unklarer Läsionen in ausgewählten Problemfällen überlegen. Um die Aussagekraft der dynamischen MRT weiter zu verbessern, wurden verschiedene Auswerteverfahren getestet. Unter Einbeziehung morphologischer und dynamischer Kriterien wurde die höchste Aussagekraft erreicht. Das computergestützte Auswerteverfahren unter Verwendung der Vektorquantisierung, erwies sich als weitgehend auswerterunabhängige Methode mit vergleichbarer Aussagekraft zur Dignitätsbeurteilung. Dabei war die Tendenz erkennbar, dass maligne Läsionen mit höherer Sicherheit identifiziert werden konnten. Ein derartiges Auswerteverfahren wäre als Grundlage für eine computerunterstützte Diagnostik (CAD) vorstellbar.
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In dieser Arbeit werden mimische Parameter schizophrener Patienten mit denen einer gesunden Kontrollgruppe verglichen. Bei der Schizophrenie sind Veränderung von Affekt und Emotionen, meist im Rahmen einer Affektverflachung, ein zentrales Symptom. Die Mimik der Patienten wird als bizarr, emotionslos, parathym oder unkontrolliert beschrieben. Bei der in dieser Arbeit vorgestellten Methode handelt es sich um ein objektives Meßverfahren mit einer hohen räumlichen und zeitlichen Auflösung, bei der die mimische Bewegung in ihrer Ganzheit und in ihren dynamischen, qualitativen und quantitativen Aspekten erfaßt werden kann. Je 27 (14 , 13 ) gesunde Probanden (Alter 34,52 ± 10,35) und medizierte und unmedizierte schizophrene Patienten (Alter 33,52 ± 10,92, BPRS 59,25; SANS 53,5) wurden während des Anschauens eines lustigen Filmes und der Ausführung willkürmimischer Lachbewegungen mittels eines aktiven Bewegungsmeßgerätes abgeleitet. Spezielle Gesichtsmarker sandten dabei Ultraschall aus, welcher aufgezeichnet und in Bewegungskurven umgewandelt wurde. Diese Kurven wurden dann am Computer in statistische Daten umgewandelt. Die Patienten lachten bei gleicher Beurteilung des Filmes signifikant seltener. Die für schizophrene Patienten vermutete Unfähigkeit der Projektion emotional Empfundenes nach außen wird durch dieses Ergebnis verdeutlicht. Die emotionale Reaktion „Lachen“ auf einen definierten Stimulus setzte bei den Patienten – unabhängig von der Medikation - signifikant verzögert ein. Bezüglich der Anfangsgeschwindigkeiten konnten nur bei den spontan-emotional-mimischen Bewegungsparametern diskrete Differenzen gezeigt werden. Weiterhin fiel auf, daß die mit typischen Neuroleptika (Haloperidol) medizierten Patienten die langsamsten, die atypisch (Leponex) Medizierten die den Probanden ähnlichsten Bewegungen aufwiesen.
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Background The inflammation in acne vulgaris is widely thought to be induced by an immunological reaction to Propionibacterium acnes. Objectives In the present study we examined the local host response mechanism of keratinocytes 3 and 6 h after stimulation with viable and heat- killed P. acnes. Methods The quantitative expression of cytokines was measured at the mRNA level by real time RT-PCR. Results The co-incubation of keratinocytes with active, but not heat- killed, P. acnes modulated an adequate cytokine response for IL-1beta, GM-CSF, and IL-8. High-performance liquid chromatography analysis of the in vivo porphyrin pattern secreted by P. acnes revealed a predominance of coproporphyrin III in inflammatory acne lesions. This same porphyrin fraction also modestly induced IL-8 expression by keratinocytes. Conclusions This cytokine pattern may favor a chemotactic response and implicates P. acnes and coproporphyrin III in the recruitment of leukocytes to the site of infection and in the development of inflammatory lesions.
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Einleitung: Da im letzten Trimenon 80% der Mineralsalze in den fetalen Knochen eingelagert werden, benötigen FG eine optimale postnatale Substitution mit Ca, P und Vit.D, um Osteopenien zu vermeiden. Um die tatsächliche Einlagerung der Mineralsalze im Knochen zu dokumentieren, gilt bei Erwachsenen die sonographische Messung der Transmissionsgeschwindigkeit (UTG) inzwischen als anerkannte Methode. Fragestellung: Ist die Messung der UTG eine geeignete Methode zur Bestimmung der Knochendichte bei Früh- und Neugeborenen? Methodik: Messung der UTG mit Prototyp II-IV-U-Osteoson (Minhorst) zweiwöchentlich bei 172 FG, GA 23-42 Wochen (33,8±5,0), GGW 405-5130g (2132g±1091), mittlere Beobachtungszeit 5,8 Wochen (1-54). Ergebnisse: Die intraindividuelle Reproduzierbarkeit der UTG-Messung betrug 0,62%. Die UTG-Werte lagen zwischen 1621 m/s und 1831 m/s und sind damit vergleichbar mit bereits publizierten Daten von Kindern zwischen 1 und 6 Jahren (1567-1832m/s). Die UTG-Werte der ersten Lebenswoche zeigten einen signifikanten Zusammenhang mit GA und GGW (p=0,001). Die Werte der hypotrophen FG lagen unterhalb der altersentsprechenden Werte der eutrophen FG. Die Verlaufswerte korrelierten positiv mit Alter und Gewicht (p=0,001). Es zeigte sich eine signifikante Korrelation zwischen der UTG und den laborchemischen Parametern des Knochenstoffwechsels sowie den Risikofaktoren für einen reduzierten Knochenaufbau (p=0,001). Schlussfolgerung: Die UTG ist reproduzierbar, einfach durchzuführen, strahlenfrei und wenig belastend. Damit ist sie möglicherweise eine geeignete Methode zum Screening und Therapiemonitoring der Knochendichte bei Früh- und Neugeborenen.
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Lectin histochemistry and scanning electron microscopy (SEM) was used to assess the growth and characterise the differentiation of human respiratory epithelial cells (REC) cultured on two biomaterial scaffolds. The first scaffold, based on a hyaluronic acid derivative, was observed to be non-adhesive for REC. This lack of adhesion was found to be unrelated to the presence of the hyaluronic acid binding domain on the surface of isolated REC. The other scaffold, consisting of equine collagen, was observed to encourage REC spreading and adhesion. Positive Ulex Europaeus agglutinin (UEA) lectin staining of this preparation indicated the presence of ciliated REC on the scaffold surface. However, the marked decrease in peanut agglutinin (PNA) positive staining, relative to that of control cultures and native tissue, indicates a dedifferentiation of the secretory cells in monolayer. SEM analysis of REC cultured on the collagen scaffold confirmed the presence of ciliated cells thereby validating the UEA positive staining. The presence of both established and developing cilia was also verified. This indicates that collagen biomaterials are appropriate for the tissue engineering of REC. Furthermore, that UEA and PNA staining is a useful tool in the characterisation of cells cultured on biomaterials, therefore helpful in identifying biomaterials that are suitable for specific tissue engineering purposes. The culture of REC at an air liquid interface (ALI) was investigated. Both conventional ALI inserts and the Biofleece scaffold were used. The cells grown the on conventional inserts became multilayered and showed some degree of ciliation after the period of ten days. The cells grown on the Biofleece scaffold became necrotic and died due to nutrient deprivation. The use of ALI culture techniques on scaffold materials needs to be adjusted to allow for sufficient nutrient supply to the cells. The Biofleece scaffold was found to be suitable for the tissue engineering of cartilage in vitro. Constructs with a cartilage-like morphology were generated with the scaffold after two weeks in culture. The tissue-engineered cartilage was found to contain a higher number of cells and less extracellular matrix (ECM) than the native tissue controls. Suction seeding techniques were used to improve the distribution of cells within the scaffold and thereby increase the overall efficiency of cartilage tissue engineering within the scaffold. Alcian blue (AB) and Papanicolau (PN) stains of the tissue engineered cartilage described two distinct regions within the constructs, namely the developed cartilage-like region and the developing region. The latter is thought to be areas in which the cartilage cells are yet to fully remodel the scaffold material and deposit their own “native” ECM. However, the Biofleece scaffold material was observed to loose 40-50% of its initial volume during the tissue engineering process over a period of two weeks. Thus the degradation of the Biofleece scaffold exceeds the rate of maturation of the cartilage tissue within the scaffold. This rapid biodegradation is most likely a result of matrixmetalloproteinase (MMP), in particular collagenase, production by the maturing chondrocytes. This reduction in size means that the Biofleece scaffold is not an appropriate material for the tissue engineering of a trachea. The optimal biomaterial for the tissue engineering of a trachea would degrade at a rate equal too, or slower than, the time taken for the cells within the scaffold to mature into functional tissue. The co-culture of REC and chondrocytes was achieved through the use of matrigel as a basement membrane replacement (note that direct growth of REC on cartilage tissue has been observed to be difficult). The co-cultured constructs were not stable because the Biofleece scaffold degrades at a high rate in the presence of both cell types. The constructs were observed to shrink to approximately 35-30% of the original dimensions in a period of 3-7 days. The reason for this accelerated degradation is not known but is most likely the result of severe MMP production by the two cell types when in combination. It was concluded that the characterisation procedures used in this study (histochemical staining, fluorescent staining and scanning electron microscopy) for both REC and chondrocyte tissue engineered constructs are appropriate for this and further studies. The chondrocyte seeding methodologies in particular are a useful tool for tissue engineering. This study succeeds in many ways to investigate the tissue engineering of a tracheal substitute by detailing how REC and chondrocytes can be cultured on biomaterials and assessed for tissue development. However, the study does not deliver such a viable substitute as an end product. The primary reason for this outcome is the rapid degradation of the Biofleece scaffold material
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In einer In-vitro-Untersuchung sollten Erkenntnisse über den Verschleißvorgang kommerzieller und experimenteller Füllungsmaterialien gewonnen werden. Schwerpunkte der Studie waren die Verschleißquantifizierung, der Einfluss elastischer Eigenschaften auf die Verschleißfestigkeit und die zugrunde liegenden mikromorphologischen Verschleißmuster. Zur Erstellung einer Datenbasis wurden kommerzielle Komposite mit unterschiedlichen rheologischen Eigenschaften verwendet. Von der Firma Degussa/Dentsply wurden Blindproben experimenteller Komposite mit Füllkörpervariationen des Hydroxylapatit- und Präpolymerisatgehaltes sowie experimentelle Komposite mit differierendem Anteil an porösen Füllkörpern und unterschiedlichem Silanisierungsgrad zur Verfügung gestellt. Die Kompositmatrix war für beide experimentellen Gruppen unterschiedlich. Die Verschleißprüfung der Materialproben wurde in der ACTA-Maschine (Fa. Willytec, München) als Dreikörperverschleiß durchgeführt, die als internationaler Standard gilt [De Gee, 1994]. Die Oberflächenermüdung der Materialien wurde von den Verschleißmechanismen Abrasion und Erosion in der ACTA-Maschine überlagert, daher erfolgte zusätzlich ein Zweikörperverschleiß zur Oberflächenermüdung im Fatigue-Tester (Fa. Willytec, München). Alle Proben wurden nach der Verschleißprüfung mit einem computergesteuerten Perthometer vermessen. Daneben wurden 60 ausgewählte Proben vergleichend mit einem neu entwickelten Probeneinsatz (Fa. Willytec, München) im Laserscanner dreidimensional erfasst und, gleich den Perthometerdaten, mit dem Programm Match 3D ausgewertet. Von allen Materialien wurde mit Hilfe des Fischerscopes (Fa. Fischer, Sindelfingen) der Elastizitätsmodul ermittelt. Zur Ergänzung der Verschleißdaten wurden Aufnahmen der Probenoberflächen mit dem Rasterelektronenmikroskop erstellt, um einen Einblick in mikromorphologische Verschleißmechanismen zu erhalten. Das Verschleißverhalten der Komposite wurde von den Füllkörpern dominiert, mit vernachlässigbarem Einfluss der Matrix. Bei den kommerziellen Kompositen war aufgrund der hohen E-Modul-Varianz eine Korrelation der rheologischen Eigenschaften und des Verschleißverhaltens gegeben. Die Verschleißdaten der experimentellen Materialien korrelierten nicht mit dem E-Modul der Materialien. Der prozentual geringe Hydroxylapatit- und Präpolymerisatgehalt führte bei den experimentellen Kompositen gegenüber der Kontrollgruppe ohne ihren Zusatz nicht zu einer höheren Verschleißfestigkeit, was auf einen frühzeitigen Verlust des unsilanisierten Hydroxylapatites und den überlagernden Einfluss der Glasfüllkörper zurückzuführen ist. Die porösen Füller der experimentellen Komposite beeinflussten das Verschleißverhalten in beiden Testreihen unterschiedlich. Während in der ACTA-Maschine kein oder ein geringer Anteil an porösen Füllkörpern zu einem signifikant schlechtem Verschleißverhalten führte, ist diese Korrelation nach der Oberflächenermüdung im Fatigue-Tester nicht gegeben. Kein direkter Einfluss auf den Verschleiß der Komposite konnte der Silankonzentration der porösen Füllkörper zugeschrieben werden. Das Komposit mit 12 Gew.% porösen Füllern und zehnprozentiger Silanisierung schien die optimale Zusammensetzung in Bezug auf die Verschleißresistenz zu sein. Die rasterelektronenmikroskopischen Aufnahmen der experimentellen Materialien zeigten füllkörperdominierte Oberflächendefekte. Neben Füllkörperfehlstellungen, Matrixauswaschung an Korngrenzen oder dem Lösen von Glasfüllkörpern, wurde bei den experimentellen Kompositen der Verlust von Hydroxylapatitpartikeln beobachtet. Bei den experimentellen Kompositen mit porösen Füllkörpern war die Degradation der großen porösen Gläser in verschiedenen Stufen zu erkennen. Angefangen mit Rissen auf der Oberfläche und angelösten Randbereichen, traten Füllkörperfrakturen und der Verlust ganzer Füllkörper auf. In der vorliegenden Arbeit konnten interessante Wege der Verbesserung der Verschleißfestigkeit von Kompositen gewonnen werden und Verschleißmuster nach Zweikörper- und Dreikörperbelastung belegt werden.
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Theoretischer Hintergrund: Mit der verlängerten Lebenserwartung und dem gleichzeitigen Geburtenrückgang wird die Zahl der älteren Menschen, hauptsächlich in den Industrieländern, immer größer. Zu der häufigsten psychiatrischen Erkrankung im Alter gehört, neben der Demenz, die Depression. Parallel dazu steigt, besonders bei älteren Männern, das Suizidrisiko exponentiell an. 10-15% der über 65jährigen leiden an Depressionen und in Alters- und Pflegeheimen sogar 30-40%. Gerade bei älteren Menschen besteht ein besonders großes Defizit bezüglich Diagnose und Therapie depressiver Erkrankungen. Pflegekräfte in den Senioren- und Pflegeheimen sind oft die wichtigsten Personen im Umgang mit den älteren Bewohnern. Physische und/oder psychische Befindlichkeits-störungen werden zuerst von ihnen beobachtet. Sie haben somit eine wichtige Ver-mittlerfunktion zwischen Bewohnern, Angehörigen und Arzt. Ziel der in der vorliegenden Studie durchgeführten Interventionsmaßnahme „Fortbildung“: Ziel der Fortbildungen war es, das Wissen der Altenpflegekräfte über die Krankheit zu erweitern, was auch ein besseres Erkennen von Suizidabsichten einschließt. Da-durch sollten die Mitarbeiter im Seniorenpflegebereich in noch größerem Umfang für das Erkrankungsbild der Depression im Alter qualifiziert und sensibilisiert werden sowie in ihrer wichtigen Vermittlerfunktion unterstützt werden, um dadurch einen wichtigen Beitrag zur Depressions- und Suizidprävention im Altenpflegebereich zu leisten. Methodik: Innerhalb des „Nürnberger Bündnisses gegen Depression“, eines zweijährigen de-pressions- und suizidpräventiven Programms, welches im Rahmen des „Kompetenz-netzes Depression, Suizidalität“, gefördert vom Bundesministeriums für Bildung und Forschung stattfand, erhielten in Nürnberg, laut Pflegestatistik des Bayerischen Lan-desamtes für Statistik, 43,4% der in den Heimen beschäftigten Pflegekräften eine kostenlose vierstündige Fortbildung zum Thema „Depression und Suizidalität“. Zur Kontrolle wurde in München ebenfalls eine Auswahl von Alten- und Pflegehei-men kontaktiert und für deren Mitarbeiter Fortbildungen durchgeführt. Insgesamt wurden 24 Fortbildungen für 374 Pflegekräfte von einer Psychogerontolo-gin und einem Facharzt für Psychiatrie durchgeführt. Die Fortbildung fand in der Ar-beitszeit der Pflegekräfte statt und war für sie kostenlos. Durch einen standardisierten Fragebogen vor und unmittelbar nach der Fortbildung wurden die Outcome-Parameter Wissen und Einstellungen zu Depression und Suizi-dalität im Alter erfasst. Zur Evaluierung eines Langzeiterfolges wurde nach drei Mo-naten ein Follow-up (Rücklaufquote = 58%) dieser Befragung durchgeführt. Für die Fortbildung wurde ein spezifisches Konzept ausgearbeitet, das didaktische Methodenvielfalt und interaktive Elemente berücksichtigte (z.B. Rollenspiele). Ergebnisse: Altenpflegekräfte haben hinsichtlich depressiver Störungen und suizidalen Ver-haltens älterer Menschen erhebliche Wissensdefizite. Vergleiche der Prä-, Post- und Follow-up-Erhebungen zeigen einen überwiegend kurzfristigen signifikanten Wis-senszuwachs. So zeigten sich signifikante Verbesserungen hinsichtlich des Wissens über die bio-logische Bedingtheit von Depressionen, während soziale und/oder psychologische Aspekte schon vor den Schulungen als wichtig erachtet wurden. Besonders großen Wissenszuwachs erzielten die Schulungen im Bereich der Phar-makotherapie. Nach der Fortbildung und im Follow-up wurde die Pharmakobehand-lung mit Antidepressiva als wesentlich geeigneter eingeschätzt. Eine repräsentative Erfassung von Veränderungen bei Verschreibungsprofilen war nicht möglich. Einstellungen zu „Suizid im Alter“ konnten verändert werden. Vor allem der Aussage, dass Suizide meist Folge einer psychiatrischen Erkrankung sind, stimmten nach der Fortbildung signifikant mehr Pflegekräfte zu. Schlussfolgerungen: Die Wirksamkeit der Fortbildung zu fachspezifischem Wissen, insbesondere zur bio-logischen Bedingtheit und pharmakologischen Behandlung von Altersdepression, konnte langfristig belegt werden. Fortbildungen zum Thema „Depression, Suizidalität“ für Altenpflegekräfte können somit zur Wissenserweiterung beitragen. Wünschenswert ist es, dass dadurch die Altenpflegekräfte ihre Handlungskompetenzen in der Depressions- und Suizidprävention bzw. zur Optimierung von Diagnose und Therapie der Depression bei älteren Menschen mittel- und langfristig erweitern können.
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Es handelt sich hierbei um den Vergleich zweier Methoden zur Bestimmung des Urin-Bicarbonat-Gehaltes: der Titrationsmethode und der Berechnung nach der von Hastings modifizierten Henderson-Hasselbalch-Gleichung. Diese Methode nach Hastings wird, wie wir nachgewiesen haben, aufgrund ihrer Zuverlässigkeit künftig als einfache und schnelle Methode zur Urin-Bicarbonatbestimmung für den klinischen Alltag zur Verfügung stehen.
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Lebensqualität zu erhalten ohne die Chance auf Überleben zu kompromittieren ist ein Hauptziel in der Krebstherapie. Dies ist eine große Herausforderung für das Rhabdomyosarkom im Blasen-Prostata-Bereich im Kindesalter. Etwa 0.5-0.7 Fälle pro einer Million Kinder unter 15 Jahren erkranken an einem Rhabdomyosarkom, zwölf Prozent davon entstehen im Bereich der Blase und Prostata. Zur Therapieoptimierung werden in Deutschland alle Patienten in einem zentralen Studienregister der Cooperativen Weichteilsarkomstudie (CWS) erfaßt. Ziel dieser Arbeit war es, den Stand der deutschen Chirurgie in der Behandlung des Rhabdomyosarkomes im Bereich Blase/Prostata im Kindesalter zu erheben, das Überleben in Abhängigkeit des chirurgischen Vorgehens zu ermitteln sowie Langzeitauswirkungen der Therapie zu erfassen. Die Patienten wurden aus dem Datenpool der CWS von 1981 bis 1995 rekrutiert, wobei es sich um Patienten im Alter von 0-18 Jahren handelte. Im ersten Teil der Arbeit wurde das Datenmaterial retrospektiv aus den Studienakten und der Studiendatei erhoben und jeweils fehlende Daten einzeln nachgefordert, um eine möglichst umfassende Erhebung zu gewähren. Zunächst wurden die verschiedenen Risikofaktoren, welche das Überleben beeinflussen, aufgearbeitet. Das Patientengut wurde dann in Abhängigkeit des chirurgischen Vorgehens in drei Behandlungsgruppen unterteilt (rein konservatives Vorgehen, Blasenerhalt und Zystektomie) und deren Verteilung bezüglich der Risikofaktoren dargestellt. Daraufhin wurde das Gesamt- und ereignisfreie Überleben berechnet und in Abhängigkeit des chirurgischen Vorgehens betrachtet. Diese Ergebnisse wurden im Anschluß mittels Einzelfallbesprechungen näher beleuchtet. Im Rahmen einer Fall-Kontroll-Studie wurden im zweiten Teil dieser Arbeit Langzeitauswir-kungen der Therapie mit Hilfe eines offenen Patientenfragebogens ermittelt. Insgesamt konnten 58 Patienten in die Auswertung aufgenommen werden, welche sich zu etwa gleichen Teilen aus den einzelnen Studienlaufzeiten der CWS-81, CWS-86 und CWS-91 rekrutierten. Die Mehrzahl der Patienten war männlich mit einem Anteil von 85% (49/58). Die Altersbreite erstreckte sich von 10 Monaten bis 18 Jahre, wobei die Mehrzahl der Patienten im unteren Altersbereich zwischen 1-3 Jahren liegt, mit einem Altersmedian von 2 Jahren. Histologisch lag bei 55 Patienten ein embryonales Rhabdomyosarkom vor, nur zwei hatten ein alveoläres und in einem Falle war das Gewebe nicht näher differenzierbar. Die Tumorgröße bei Diagnose war bei fast der Hälfte aller Patienten (n=27) zwischen 5-10 cm, 20 Patienten hatten einen Tumor von weniger als 5 cm, wobei in nur fünf Fällen der Tumor kleiner als 3cm war. In zehn Fällen fand sich eine Tumormasse von über 10cm. Insofern eine Responsebestimmung erfolgen konnte (primär nicht entfernte Tumormasse und ausreichende Bildgebung) zeigte das Rhabdomyosarkom im Bereich der Blase/Prostata trotz überwiegend embryonaler Histologie nur eine moderate Response. Nur bei zwei Patienten fand sich eine komplette Response, etwa ein Drittel zeigte ein gutes Ansprechen auf die Therapie, 14 Patienten hatten eine schlechte Response und bei vier Patienten zeigte der Tumor kein wesent-liches Ansprechen auf die konservative Therapie, wobei in weiteren vier Fällen die Daten zur Responsebestimmung nicht vorlagen. Da nach Aufteilung in Gruppen nach operativem Management die Fallzahl zu gering war konnte eine statistische Auswertung bezüglich Unterschiede in den Risikofaktoren nicht erfolgen. In graphischer Darstellung zeigten sich keine wesentlichen Unterschiede zwischen den Gruppen bezüglich Geschlecht, Alter und Histologie. In Bezug auf die Tumorgröße fand sich in der Gruppe mit blasenerhaltender Operation erwartungsgemäß ein relativ höherer Anteil mit Tumoren unter 3cm Größe, jedoch überraschenderweise auch ein größerer Anteil an Tumoren über 10cm Ausdehnung. Trotz multimodalem Therapiekonzept erfolgte bei annähernd der Hälfte der Patienten (n=26) eine Primärresektion, wobei in zwei Fällen primär eine Zystektomie durchgeführt wurde, während in den restlichen 24 Fällen eine blasenerhaltende Operation erfolgte. Bei sieben dieser Patienten konnte jedoch bei einer darauffolgenden Sekundäroperation die Blase nicht mehr er-halten werden, so daß am Ende nur bei 17 der 24 primär blasenerhaltend operierten Patienten dies auch dauerhaft war. Sekundär wurden 16 Zystektomien durchgeführt und 13 blasenerhaltende Operationen. Von den 26 Primäreingriffen konnte nur in vier Fällen ein Stadium I erreicht werden. Bei weite-ren vier Fällen war nach makroskopisch kompletter Entfernung der Resektionsrand tumor-infiltriert (Stad II) und bei 11 Operationen konnte der Tumor auch makroskopisch nicht komplett entfernt werden (Stadium III) . Die Sekundäroperation führte in 15 Fällen zu einer R0-Resektion. 13 weitere Sekundäroperationen führten zur makroskopisch kompletten Tumorentfernung, wobei in drei Fällen die Tumorfreihet des Resektionsrandes unklar blieb, in den übrigen zehn Fällen der Tu-mor eindeutig den Resektionsrand infiltrierte. In einem Falle verblieben auch bei der Sekundäroperation weitere Tumorreste in situ. Insgesamt wurden letztendlich 18 Patienten Zystektomiert wohingegen 30 Patienten blasenerhaltend operiert werden konnten. 10 Patienten erhielten ausschießlich konservative Therapie. Unter den blasenerhaltend operierten Tumoren war der Tumorursprung zu je etwa einem Drittel vom Blasendach, Blasenboden und der Prostata. In der Gruppe der Zystektomien ging der Tumor in der Hälfte (n=11) vom Blasenboden aus. Sieben Tumore hatten ihren Ursprung von der Prostata und in zwei Fällen war der Ursprung des Tumors nicht differenzierbar. Sämtliche Tumoren mit Ursprung im Blasendachbereich (ca. 15%) konnten blasenerhaltend reseziert wer-den. Bezüglich des Überlebens hatte die Gruppe mit Blasenerhalt mit einer absoluten 5-Jahres-Überlebensrate von 93% und einer ereignisfreien 5-Jahres-Überlebensrate von 80% die besten Ergebnisse, gefolgt von der konservativ behandelten Gruppe mit absoluten und ereignisfreiem 5-Jahresüberleben von ebenfalls 80%. Nach Zystektomie ergab sich nur eine absolute 5-Jahres-überlebensrate von 67%, wobei nur 50% fünf Jahre ereignisfrei überlebten. Es wurde somit trotz radikaler chirurgischer Therapie ein relativ schlechtes Ergebnis erzielt. Nach Betrachtung der Einzelfälle zeigte sich, daß die Zystektomie, die in vielen Fällen eher spät und wohl auch im Sinne einer ultima ratio durchgeführt wurde, oftmals das Leben des betroffenen Patienten dann auch nicht mehr erhalten konnte. Es kam in der Gruppe der zystektomierten Patienten relativ häufiger zu Ereignissen (6 von 18) mit überwiegend metastatischen Geschehen, nur in einem Falle kam es ausschließlich zum Lokalrezidiv. Wohingegen nur sechs von 30 Patienten mit Blasenerhalt ein Ereignis hatten und nur in einem dieser Fälle Metastasen auftraten. Jedoch kam es hier eher noch zu späteren Todesfällen mit einem Abfall der Absoluten Überlebensrate nach 10 Jahren auf 86%. Nach konservativer Therapie kam es bei einem von 10 Patienten zum Lokalrezidiv, bei einem weiteren Patienten lag eine Tumorprogression von. Bei Erfassung der Langzeitprobleme gaben drei der zehn konservativ behandelten Patienten Probleme im Bereich des Harntraktes an, wobei in einem Falle nur geringe Kontinenzprobleme vorlagen, in den beiden anderen jedoch weiterreichende Probleme einer Strahlenblase auftraten, was in einem Falle zu Folgeoperationen mit letztendlich kontinenter Harnableitung nach Blasenaugmentation führte. 11 der 30 Patienten mit blasenerhaltender Tumorresektion gaben Beschwerden im Bereich des Harntraktes an, welche jedoch bei fast allen von geringerer Problematik waren, im Sinne von milden Kontinenzproblemen, Blasenentleerungsstörungen, Pollakisurie und Hämaturie. Lediglich ein Patient benötigte weitere Operationen zur vorrübergehenden äußeren Harnableitung, welche jedoch nach fünf Jahren ohne weitere Konsequenz zurückverlagert werden konnte. Vier Patien-ten in der Gruppe mit Blasenerhalt verstarben an einem Tumorrezidiv, hatten bis dato jedoch keine Harntraktsymptomatik. Die übrigen 15 Patienten blieben beschwerdefrei. Nach Zystektomie hatten sechs Patienten ein kontinentes Stoma, 12 Patienten eine inkontinente Form der Harnableitung. Bei sieben Patienten kam es zu eher charakteristischen, Pouch- oder Stoma bedingten Komplikationen, welche in vier Fällen Folgeoperationen nach sich zogen. Sechs der Patienten mit inkontinenter Harnableitung verstarben innerhalb der ersten drei Jahre nach Erstdiagnose. Abschließend zeigt sich das Rhabdomyosarkom im Bereich Blase/Prostata als Region mit geringer R0-Chance, umso mehr bei Primärresektion. Dennoch ergibt sich eine akzeptable Prognose auch nach mikroskopischen Tumorresten bei Therapieintensivierung. Es zeigte sich auch, dass nach kompletter oder guter Chemotherapieresponse eine Tumorresektion nicht zwingend ist. Die 5-Jahres Überlebensrate nach blasenerhaltender Operation ist exzellent (93%), jedoch kommt es in einer nicht unerheblichen Anzahl zu Rezidiven, die zu späteren Todesfällen führen und somit die Langzeitüberlebensrate nach 10 Jahren auf nur noch 86% reduziert. Hier stellt sich für die Zukunft die Frage, ob dieser Verlust durch eine Optimierung der Lokaltherapie, unter anderem mit dem Einsatz neuerer Therapieverfahren reduziert werden kann. Die Zystektomie als lebenserhaltende Maßnahme bedarf einer kritischen Selektion, um unnötige Zystektomien zu verringern. Zur chirurgischen Therapieoptimierung ist primär die Grundlage einer besseren, chirurgiegerechten Dokumentation zur Auswertung chirurgischer Maßnahmen zu fordern. Die Selektion und Durchführung der optimalen chirurgischen Therapie erfordert sehr viel Erfahrung und sollte entsprechend in wenigen spezialiserten Kliniken zentralisiert werden.