Quotenmeter Archiv
421 Episoden
54 Minuten
Der Sommer 2026 hat Deutschland mit lang anhaltenden Hitzewellen, Temperaturen von bis zu 40 Grad und extremer Trockenheit getroffen. Im Gespräch mit dem bekannten TV-Meteorologen Sven Plöger geht Mario Thunert der Frage nach, wie außergewöhnlich diese Entwicklung tatsächlich ist und welche Rolle die Erderwärmung dabei spielt. Plöger erklärt anschaulich, warum Hitzewellen länger und intensiver werden und weshalb Hitze trotz ihrer hohen Opferzahlen häufig unterschätzt wird. Im Mittelpunkt stehen außerdem die physikalischen Zusammenhänge hinter den aktuellen Wetterextremen: Jetstream, Hoch- und Tiefdruckgebiete, Golfstrom, Meerestemperaturen und die zunehmende Erwärmung der Ozeane. Plöger ordnet dabei auch verbreitete Einwände ein – etwa den Einfluss der Sonne oder frühere natürliche Klimaschwankungen – und erklärt, warum die heutige Erwärmung vor allem durch ihre Geschwindigkeit und ihren globalen Charakter heraussticht. Zum Schluss geht es um die Frage, ob die zunehmende Betroffenheit durch Hitze und Dürre zu einem gesellschaftlichen Umdenken und einer veränderten öffentlichen Stimmung führt. Plöger beobachtet derzeit eher eine Mischung aus Sorge und Apathie, sieht aber weiterhin Handlungsmöglichkeiten. Auch die Medien stehen in der Verantwortung: Statt Alarmismus und Dystopien brauche es verständliche Wissenschaft, gute Geschichten und eine Kommunikation, die nicht vorschreibt, sondern Wissen vermittelt, Neugier weckt und Mut zur Veränderung macht. Sven Plöger ist am Montag, 14. September, um 20.15 Uhr in seiner neuen Dokumentation «Wie extrem wird das Wetter, Sven Plöger? – Klima-Hotspot Mittelmeer» zu sehen. Ausgestrahlt wird sie im Ersten Deutschen Fernsehen und ist am selbigen Tag auch in der ARD-Mediathek verfügbar. Dort kann bereits jetzt die Ausgabe zur Arktis-Schmelze aufgerufen werden. Auch zu lesen gibt es Sven Plögers Analysen in seinem Buch: „Zieht euch warm an, es wird noch heißer! Können wir den Klimawandel noch beherrschen?“.
36 Minuten
In den 90er Jahren strahlte das DSF am Nachmittag die erfolgreiche US-Show «American Gladiators» aus. Die von John Ferraro kreierte Show kam auf sieben Staffeln und insgesamt 208 Episoden. Doch schließlich wurde die Produktion Anfang 1996 für die Beteiligten zu teuer, weshalb man das Format aus dem Programm nahm. Zwischenzeitlich produzierte auch der britische Fernsehsender ITV für die Insel eine eigene Version der Show. Nach einem verkorksten Comeback sowohl in den Vereinigten Staaten von Amerika als auch im Vereinigten Königreich erfolgte mit Hilfe von Hungry Bear Media und MGM Alternative UK ein erfolgreicher Neustart bei BBC One. Über sechs Millionen Menschen verfolgten am Samstagabend die Show, das führte bei RTL zu Begehrlichkeiten. Man wollte diese Reichweiten ebenfalls haben, allerdings traute man sich die Lizenzierung allein offenbar nicht zu. Aus diesem Grund schnappte sich RTL den Deutschlandarm von Amazon als Partner. Herausgekommen ist «Gladiators» im Stil einer typischen RTL-Version. Die Show ist mit Laura Wontorra und Jan Köppen besetzt, Frank Buschmann kommentiert die Geschehnisse aus der Halle. Das sieht schon ein wenig nach «Ninja Warrior Germany» aus, setzt aber auch eigene Akzente. Die Sendung ist seit Anfang August bei Prime Video Deutschland abrufbar, doch fasziniert diese Show auch die Zuschauer bei RTL? Fünf dreistündige Ausgaben hat der Kölner Sender für das Abendprogramm eingeplant.
46 Minuten
Aus aktuellem Anlass beschäftigt sich «Thunerts Thema» erneut mit Gianni Infantino. Nach seinem kürzlich gescheiterten Investoren-Deal wankt der FIFA-Präsident so stark wie noch nie. Doch ob er auch wirklich stürzt, ist keinesfalls gesichert. Der Schweizer hatte den Plan forciert, Anteile an Turnieren des Weltverbandes an private Investoren zu verkaufen – in der FIFA Forward Enterprise sollten die kommerziellen Rechte der Veranstaltungen gebündelt werden, um genau das zu ermöglichen. Dabei wollte Infantino rund 20 Prozent einer solchen Gesellschaft an private Investoren verkaufen. Die FIFA bewertete das Konglomerat mit 20 Milliarden US-Dollar, etwa 4,2 Milliarden Dollar sollten Investoren beisteuern. Zu ihnen gehörte eine Firma von Joshua Kushner, dem Bruder von Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner. Nicht nur der mediale Aufschrei war riesig, nachdem die Pläne bekannt wurden. Vor allem auch die UEFA mit sämtlichen europäischen Verbänden positionierte sich in ungewohnter Schärfe und ungewohnter Geschlossenheit gegen den FIFA-Boss. Inzwischen Boykottieren die Europäer den Weltverband – Norwegen fordert Infantino sogar zum Rücktritt auf. Ein weiterer Aspekt ist die öffentliche Stimmung, beziehungsweise die Haltung der Fußball-Verfolger. Das Funktionieren des Kreislaufs ist von der Autoritätszuschreibung der Zuschauergemeinden abhängig, die die WM und ihren Pokal als etwas Großes, sportlich vielleicht als das Größte idealisieren. Dieser Bezug bröckelte schon in den letzten Jahren und gipfelte im Affront um die rote Karte von Balogun bei der diesjährigen WM. Ein Ausverkauf des Sports an Investoren hätte die angeschlagene Unabhängigkeit nun weiter erschüttert, die autarke Souveränität existenziell gefährdet – sollte man meinen. Denn: Das die Reaktion auf Infantinos Machenschaften weder in Kontinentalverbänden, noch in Zuschauerkreisen einheitlich konsequent ausfällt – auch das hat sich in der Vergangenheit herausgestellt. Zu unterschiedlich sind die Interessenlagen, zu unterschiedlich sind die kulturellen Bezüge im internationalen Vergleich.
37 Minuten
Der Streamingdienst Netflix veröffentlichte am 23. Juli 2026 die dritte Staffel von «Kaulitz & Kaulitz» mit Tokio-Hotel-Sänger Bill Kaulitz und Gitarrist Tom Kaulitz. In den neuen Folgen werden zahlreiche Handlungsstränge aus den vorherigen Staffeln wieder aufgegriffen und zum Teil fortgeführt. Bereits in den ersten Minuten wird den Zuschauern eine Poolparty versprochen, ehe es nach Berlin geht. Doch auch in der dritten Staffel hält sich Tom, der mit Heidi Klum verheiratet ist, mit seinem Privatleben größtenteils zurück. Statt Szenen aus seiner Ehe bekommen die Zuschauer vor allem die Probleme mit seinem Bruder Bill zu sehen. Das führt unter anderem dazu, dass sich die beiden einen Coach holen, um ihre Differenzen auszuloten und gegebenenfalls zu beseitigen. Auch die musikalische Qualität ist Teil des Podcasts, zu dem sich Fabian Riedner den Quotenmeter-Redakteur Mario Thunert eingeladen hat. Obwohl die beiden Künstler durch Tokio Hotel bekannt wurden, kommen die neuen Songs nur mittelmäßig an. Das führt auch zur ZDF-Show «Wetten, dass..?», von der sich die Brüder einiges versprechen. Da die Reality-Show jedoch vor allem das Privatleben von Bill und Tom in den Mittelpunkt stellt, stellt sich die Frage, wie authentisch die Inszenierung tatsächlich ist.
40 Minuten
Zwischen dem 11. Juni und dem 19. Juli 2026 ermittelte die FIFA in 103 Partien den Gewinner der 20. FIFA-Fußballweltmeisterschaft in Mexiko, Kanada und den Vereinigten Staaten von Amerika. Die Spanier, die die nächste Weltmeisterschaft zusammen mit Marokko und Portugal ausrichten, haben die Trophäe gewonnen und konnten zudem weitere Auszeichnungen wie die für den besten Torhüter (Unai Simón) und den besten Spieler (Rodri) einfahren. In dieser Sendung spricht Fabian Riedner mit Denis vom Podcast „Trotzdemhier“ über das Turnier. Zunächst werfen die beiden einen Blick auf das allgemeine Turnier, doch bereits schnell werden FIFA-Präsident Gianni Infantino und US-Präsident Donald Trump Gegenstand der Diskussion. Auch die Leistung von Bundestrainer Julian Nagelsmann sorgt für Kopfschütteln. Während die Reichweiten seit der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 bis zur Weltmeisterschaft 2018 sukzessive mit ein paar kleinen Ausreißern anstiegen, ist das Interesse der deutschen Zuschauer mit der Katar-WM und den zuletzt mangelnden Leistungen gesunken. In dieser Sendung werden auch Themen wie das Angebot MagentaTV der Deutschen Telekom angesprochen, das trotz Pay-TV mit zahlreichen Werbepausen übersät war.
37 Minuten
In der neuen Podcast-Folge von «Thunerts Thema» geht es um das weltweite Musik-Phänomen BTS und die Frage, warum die südkoreanische Band Millionen Menschen so begeistert. Gemeinsam mit der Journalistin und K-Pop-Expertin Lisa-Sophie Scheurell vom ARD-Sounds-Projekt «Kennst du BTS?» wird beleuchtet, wie sich emotionale Nähe, perfekte Choreographien und eine außergewöhnlich engagierte Fangemeinde zu einem Erfolgsmodell verbinden. Im Gespräch stehen die Besonderheiten der K-Pop-Industrie im Mittelpunkt: vom aufwendigen Idol-System über die Ausbildung und Auswahl der Künstler bis hin zur Rolle von Social Media, Fanservice und parasozialen Beziehungen. Dabei wird auch der Widerspruch zwischen minutiöser Planung und authentischer Persönlichkeit der Künstler kritisch diskutiert. Außerdem wirft die Episode einen Blick auf die kulturellen und wirtschaftlichen Hintergründe des K-Pop-Booms, den Einfluss Südkoreas auf den globalen Musikmarkt und die Zukunft von BTS. Warum entstand ausgerechnet dort eine derart durchtaktete Castingbranche? Auch diese Frage soll angerissen werden.
45 Minuten
Mit der animierten Komödie «Swapped», die am 1. Mai 2026 beim US-Streamingdienst Netflix veröffentlicht wurde, erreichte der Streamingdienst aus Kalifornien knapp 38 Millionen Zuschauer in der ersten Woche. Obwohl der 98-minütige Spielfilm beim Publikum recht gut ankam, wurde er vom Feuilleton überwiegend zerrissen. Das könnte daran liegen, dass sich hinter der bunten Märchenwelt eine Geschichte über das Kennenlernen zweier unterschiedlicher Kulturen verbirgt, die von einigen Kritikern als zu „woke“ eingeordnet wurde. Eine ähnliche Geschichte erzählt auch der Spielfilm «Hoppers», der im März startete und bislang knapp 400 Millionen US-Dollar an den Kinokassen einspielte. Der Pixar-Film blieb damit hinter den Erwartungen zurück, allerdings fielen auch hier die Kritiken gemischt aus. Während internationale Medien vor allem die Geschichte lobten, gab es in den Vereinigten Staaten immer wieder Stimmen, die auch hier eine „woke“ Erzählung sahen. Schließlich treffen nicht nur Menschen auf Tiere, sondern auch unterschiedliche Arten lernen, miteinander zu leben. Der im Juni gestartete «Toy Story 5» erzählt bereits zum fünften Mal die Geschichte, dass die bekannten Spielzeugfiguren aussortiert werden sollen. Dennoch ist die Marke für den Disney-Konzern weiterhin eine Cashcow und spielte innerhalb von vier Wochen mehr als 880 Millionen US-Dollar ein. Ein weiteres erfolgreiches Beispiel für das Neuaufgreifen bewährter Zutaten mit einer Botschaft über Verständigung war im November auch der Spielfilm «Zootopia 2», der weltweit fast zwei Milliarden US-Dollar einspielte. Fabian Riedner bespricht mit Denis vom Podcast „Trotzdem hier“ die jüngste Entwicklung des Animationsfilms.
36 Minuten
Um die Jahrtausendwende waberte im Hause Sat.1 immer die Idee eines Ablegers mit dem Titel Sat.2. Jetzt soll dieser Sender tatsächlich on air gehen. Anfang 2027 soll das Programmangebot mit «Verliebt in Berlin», «Der Bulle von Tölz» und «Kommissar Rex» auf Sendung gehen. Die meisten Medienschaffenden staunten am vergangenen Mittwoch nicht schlecht, als ProSiebenSat.1-Content-Chef Henrik Pabst diese Idee in der „Süddeutschen Zeitung“ skizzierte. Aus wirtschaftlicher Sicht machen die Medienmanager in Unterföhring alles richtig, schließlich beendet der WDR die Verbreitung des linearen Senders One. Mit dem neuen Angebot von Sat.2 möchte die ProSiebenSat.1-Gruppe dieses Nischenangebot aus alten Soaps sowie Telenovelas neben Krimis am Abend bespielen. Die Herausgeber von Fernsehzeitschriften werden sich freuen, wenn sie ihre Programmflächen nahtlos mit dem neuen Sender füllen können. Kreativ ist diese Ankündigung allerdings ein Offenbarungseid, stellen Mario Thunert und Fabian Riedner im Gespräch fest. Das Unternehmen wirkt weder modern noch zukunftsorientiert, sondern bleibt im linearen Fernsehen stecken. Es hält sich die Vermutung, dass das Unternehmen weiterhin Investitionen in neue Formate scheut und stattdessen das Programm entweder mit der Verwertung alter Programme oder mit Remakes füllen möchte. Letztendlich müssen allerdings die Zuschauer entscheiden, ob sie dies konsumieren wollen. Festhalten muss man allerdings auch: Wären «Verliebt in Berlin», «Der Bulle von Tölz» und «Kommissar Rex» bei einem Nischensender Straßenfeger, dann wären diese Sendungen schon längst bei Fernsehstationen wie Sat.1 Gold vertreten.
1 Stunde 6 Minuten
Dass die Popsängerin und Songwriterin Taylor Swift ein ungewöhnliches Phänomen von großem öffentlichen und vor allem medialen Interesse ist, darauf deutet nicht nur der kürzliche Mega-Hype um ihre Hochzeit mit Travis Kelce hin, sondern auch diverse Dokumentationen und Reportage-Beiträge, die in der letzten Zeit erschienen sind. Für den Podcast «Thunerts Thema» sind diese Zusammenhänge vor allem auch deshalb interessant, weil Swift dergestalt eine der letzten überstrahlenden Galionsfiguren im aus der Mode gekommenen Startum darstellt. Genau dieser Umstand macht Taylor Swift auch relevant für die medienwissenschaftliche Forschung. Allen voran Professor Jörn Glasenapp von der Universität Bamberg untersuchte die Sängerin als Künstlerinnen-Persona unter anderem unter kulturtheoretischen, aber auch kreativindustriellen Gesichtspunkten. An seinem Lehrstuhl für Literatur und Medien nahm er sie sogar in seine Vorlesungsreihe auf, ehe kürzlich sein Buch „Beyonce und Taylor Swift – Run the world“ folgte. Im Podcast-Gespräch tauschen sich Moderator Mario Thunert und Jörn Glasenapp über unterschiedliche Analyse-Aspekte aus, um der Erfolgsstruktur des Superstars näher zu kommen. Im Zentrum steht die These, dass sie in einer Zeit fragmentierter Öffentlichkeiten zu einer der wenigen Figuren geworden ist, die noch breite gesellschaftliche Aufmerksamkeit bündeln können. Ausschlaggebend seien dem Experten zufolge nicht nur ihre kommerzielle Anschlussfähigkeit, sondern vor allem ihre Fähigkeit, ein konsistentes erzählerisches Universum zu erschaffen, in dem Songtexte, persönliche Biografie, Fan-Kultur und öffentliche Inszenierung eng miteinander verwoben sind. Darüber hinaus wird diskutiert, wie Taylor Swift Nähe und Authentizität inszeniert, ohne ihre Rolle als strategisch handelnde Unternehmerin aufzugeben. Das Gespräch beleuchtet ihre besondere Fanbindung, den geschickten Einsatz von Social Media, ihre Positionierung zu Feminismus und gesellschaftlichen Fragen sowie die Spannungen zwischen künstlerischer Glaubwürdigkeit, kommerziellem Kalkül und öffentlicher Persona. Zum Ende der Podcast-Ausgabe steht auch die Frage im Raum, wie groß Swifts eigener Anteil am Hit-Making ihrer Songs ist, die sie unter anderem in Kollaboration mit Erfolgsproduzent Max Martin erarbeitet.
40 Minuten
Das SpaceX-Unternehmen Starlink möchte in den Vereinigten Staaten Mobilfunkanbieter werden, weshalb das Unternehmen auch eine Kooperation mit dem US-Geschäft der Deutschen Telekom abgeschlossen hat. Bislang dominieren Kabelnetzbetreiber wie Charter und Comcast den Markt, doch mit Elon Musk könnte sich das ändern. Bereits Anfang des Jahres 2026 spaltete Comcast die NBCUniversal-Töchter wie CNBC, MSNBC und zahlreiche Unterhaltungssender in das neue Unternehmen Versant ab. Jetzt folgt mit NBCUniversal bereits der zweite Börsengang. Im nächsten Jahr soll das Unternehmen an der Börse gehandelt werden. Aus steuerlichen Gründen will Comcast allerdings zunächst noch 19,9 Prozent an dem Unternehmen halten. Daher stellt sich womöglich nicht die Frage, ob NBCUniversal mit seinen Kinofilmen, dem Studiogeschäft und Peacock strategisch falsch abgebogen ist. Vielmehr könnte Comcast daran interessiert sein, dass das Unternehmen sein erfolgreiches Kerngeschäft mit Internetdiensten langfristig absichert. Allerdings hat NBC selbst mit Problemen zu kämpfen, denn der teure NBA-Deal belastet derzeit immer häufiger die Bilanz.
1 Stunde 9 Minuten
Die Zukunft von «Doctor Who» ist ungewisser denn je. Nach dem Ende der Zusammenarbeit mit Disney+, ausbleibenden Produktionsankündigungen und schwachen Zuschauerzahlen stellt sich die Frage: Hat die BBC ihre einstige Vorzeigeserie gegen die Wand gefahren? Gemeinsam mit Christian Lukas blickt Fabian Riedner auf die jüngste Ära der Science-Fiction-Serie zurück. Im Mittelpunkt stehen die beiden Disney-Staffeln unter Russell T. Davies, die Rückkehr von David Tennant, der Auftritt von Ncuti Gatwa sowie die Frage, weshalb viele langjährige Fans den Anschluss an die Serie verloren haben. Dabei geht es um fehlende ikonische Gegner wie die Daleks, umstrittene Handlungsentscheidungen und die Schwierigkeit, eine traditionsreiche Marke gleichzeitig zu modernisieren und ihrem Erbe treu zu bleiben. Außerdem diskutieren die beiden Podcaster über die Ären von Steven Moffat, Chris Chibnall und Peter Capaldi, erinnern an legendäre Episoden wie „Blink“, „Let's Kill Hitler“ oder den Staffel-6-Handlungsbogen um den Tod des Doktors und wagen einen Blick nach vorne: Braucht «Doctor Who» einen kompletten Neustart oder genügt eine kreative Neuausrichtung? Eine ausführliche Diskussion über Aufstieg, Fall und mögliche Zukunft einer der wichtigsten Science-Fiction-Serien der Fernsehgeschichte.
33 Minuten
Bei ProSiebenSat.1 werden die Karten neu gemischt. Die Sendergruppe verabschiedet sich von einer Struktur, die das deutsche Privatfernsehen jahrzehntelang geprägt hat: Einzelne Senderchefs sollen künftig nicht mehr allein für ProSieben, Sat.1 oder Kabel Eins verantwortlich sein. Stattdessen setzt das Unternehmen auf senderübergreifende Verantwortlichkeiten und eine zentrale Content-Steuerung. In der neuen Ausgabe von Quotenmeter.FM sprechen Fabian Riedner und Mario Thunert über den Umbau bei ProSiebenSat.1. Hannes Hiller und Marc Rasmus bleiben zwar wichtige Führungskräfte des Konzerns, werden künftig jedoch nicht mehr als klassische Programmverantwortliche für einzelne Sender agieren. Stattdessen übernehmen sie genreübergreifende Aufgaben für verschiedene Programmbereiche, die kanalübergreifend für ProSieben, Sat.1 und Kabel Eins entwickelt werden sollen. Parallel gewinnt Arne Neumann weiter an Einfluss und soll die strategische Steuerung des gesamten Sender- und Genreportfolios koordinieren. Was bedeutet dieser Umbau für die Zukunft der Senderfamilie? Werden Programme künftig stärker plattformübergreifend geplant? Könnten Formate leichter zwischen ProSieben, Sat.1, Kabel Eins und Joyn verschoben werden? Und droht dadurch der Verlust klarer Senderprofile oder entstehen neue Chancen für die Programmplanung? Fabian Riedner und Mario Thunert diskutieren über die neue Machtverteilung in Unterföhring.
32 Minuten
Nach fünf Jahren hat RTL wieder neue Geschichten von «Der Lehrer» bestellt. Die Serie war zwischen 2013 und 2021 im Programm zu sehen und bescherte RTL tolle Reichweiten, bei den jungen Erwachsenen kam das Format von Sony Pictures hervorragend an. Nach der neunten Staffel warf der Sender das Handtuch, weil Hendrik Duryn das Handtuch warf. Jetzt ist Hendrik Duryn wieder als Hauptdarsteller verpflichtet worden. Yannick Posse schrieb sechs neue Geschichten, nachdem MadeFor Film für eine neue Staffel verpflichtet wurde. Kurz vor Pfingsten 2026 erfolgte die Fernsehpremiere mit tollen Reichweiten – zumindest in der Zielgruppe. Beim Gesamtpublikum waren die Reichweiten überschaubar. In dieser Folge besprechen Mario Thunert und Fabian Riedner die Fortsetzung. Dabei gibt es doch einige Fehler in der vorgelegten Arbeit. Bereits in der ersten Folge mit dem Titel „Einfach nur ein Ticket ziehen und einsteigen“ sind grobe Probleme zu erkennen. Beispielsweise ist die Einführung in den Schulalltag zu knapp geraten, auf der anderen Seite sind einige Figuren nicht glaubwürdig gezeichnet. Auch die Geschichten bedienen sich nicht am klassischen Schulalltag, sondern handeln von Nebenschauplätzen wie Lovestorys und sozialen Problemen im Elternhaus.
52 Minuten
Wie angekündigt «Thunerts Thema» diese Woche in einer erweiterten Form: Statt einer einzelnen Ausgabe gibt es zwei Beiträge. Nachdem am Dienstag (9. Juni) Till Voelger vom BFFS zu Gast war, ist nun am heutigen Donnerstag (11. Juni) nochmal die Zeit, die variierende Meinung vom VDS zu vertiefen – vertreten wird sie von Synchronschauspieler Matti Klemm (u.a. Jason Momoa) sowie David Wagner (Kanzlei Spirit Legal). Nochmal als Replik: Im Mittelpunkt steht erneut der anhaltende Konflikt um die KI-Klausel bei Netflix. Zahlreiche Synchronschauspielerinnen und Synchronschauspieler arbeiten derzeit weiterhin nicht für den Streaming-Anbieter, weil sie eine Vertragsregelung ablehnen, die Netflix die Nutzung ihrer Stimmen für KI-Trainingszwecke erlaubt. Besonders aus den Reihen des Verbands Deutscher Sprecher*innen (VDS) kommt Kritik an einer Vereinbarung, die zwischen Netflix und dem Bundesverband Schauspiel (BFFS) ausgehandelt wurde. Nach dieser Regelung darf vorhandenes Sprachmaterial für Zwecke der Qualitätskontrolle und Optimierung von KI-Systemen verwendet werden. Gesprächspartner Matti Klemm als selbst betroffener Künstler äußert vor allem die Angst, das aus der Einspeisung seines Stimm-Materials in ein unübersichtliches KI-Geflecht ein unkontrollierbares Potpourri entstehen könnte, das die Nachvollziehbarkeit am Ende schwer macht. Auch Jurist David Wagner sieht darin eine signifikante Herausforderung, für die zwar technische Lösungen denkbar seien, deren Gerüst jedoch erst noch dezidierter herausgearbeitet werden müsse, um klarere Verbindlichkeiten in der Hand zu haben. Beide äußern in diesem Zusammenhang Bedauern über die Abwehrhaltung von Netflix – denn für einen Arbeitsprozess, der eine verbesserte Basis schafft, seien gemeinsame Gespräche von Nöten. Vor allem David Wagner sieht auf juristischer, als auch auf kultureller Ebene zudem die Politik gefragt, um zukünftig eine europäische Marschroute zu beschreiten.