Medizinische Fakultät - Digitale Hochschulschriften der LMU - Teil 10/19 Archiv
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Anatomische Varianten der Nasennebenhöhlen können verantwortlich sein für eine chronische Rhinosinusitis. Bei auf konservative Maßnahmen nicht ansprechende Verläufen kann eine Operation erforderlich werden. Hier ist die Computertomographie die Bildgebung der Wahl. Obwohl heute multiplanare Rekonstruktionen möglich sind, werden diese Informationen nicht immer genutzt. Es wurden 641 multiplanare CT-Rekonstruktionen auf anatomische Varianten hin untersucht. Weiterhin wurden 162 CT-Untersuchungen zunächst koronar, nach 3 Monaten erneut multiplanar von 2 unabhängigen Untersuchern analysiert, um die Unterschiede zwischen rein koronarer und multiplanarer Technik darzustellen. In der vorliegenden Studie wurde gezeigt, dass anatomische Varianten im Bereich der Nasennebenhöhlen sehr häufig sind und dass multiplanare Rekonstruktionen signifikant bessere Ergebnisse in der Diagnostik dieser Varianten liefern ohne die Strahlenbelastung für den Patienten zu erhöhen. Daher sollten multiplanare Rekonstruktionen zum Standard in der präoperativen, bildgebenden Diagnostik werden.
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Ein kausaler Zusammenhang zwischen dem Eisenmangel und einer beeinträchtigten Schild-drüsenfunktion wurde in Humanstudien und im Rattenmodell belegt. Die vorliegende Studie sollte klären, ob ein Eisenmangel auch für die Schilddrüsenfunktion bei Patienten in Deutsch-land von Bedeutung ist. Hierzu wurden in einer retrospektiven Studie 188 euthyreote Schilddrüsepatienten einer en-dokrinologischen Universitätsambulanz in Deutschland anhand des Serum-Ferritin-Spiegels in eine Gruppe < 30 µg/l und eine > 30 µg/l eingeteilt und fT4, fT3 und TSH ausgewertet. Ausgeschlossen wurden Patienten mit schweren Allgemeinerkrankungen, Diabetes mellitus und Nierenerkrankungen sowie solche mit floriden Schilddrüsenerkrankungen, z.B. florider Autoimmunthyreoiditis oder Hyperthyreose. fT3 und fT4 waren in der Niedrig-Ferritin-Gruppe signifikant niedriger als in der Kontroll-gruppe ohne Eisenmangel. Die beiden Gruppen unterschieden sich nicht im TSH. Es zeigten sich schwache signifikante Korrelationen zwischen Serum-Ferritin und fT3 (p
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The vast majority of mitochondrial proteins are synthesized by the cytosolic ribosomes as precursor proteins which have to be transported into the organelle to reach their sites of function. The whole process of recognition, translocation, intra-mitochondrial sorting of and assembly of precursor proteins is achieved by the concerted action of different mitochondrial translocases. All proteins destined for the mitochondrial matrix and some inner membrane proteins are imported first by the TOM complex of the outer membrane and subsequently by the TIM23 complex of the inner membrane in an energy-driven process. The TIM23 complex was found to consist of ten components, conventionally divided into two sectors: membrane sector harbouring the translocation channel and the import motor on the matrix side of the membrane sector. In the first part of the present work, the two most recently discovered subunits of the TIM23 complex, Pam17 and Tim21 were characterized. A systematic characterization revealed that both of these non-essential subunits of the translocase are associated with Tim17-Tim23 core of the membrane sector of the TIM23 translocase. A functional connection between the two non-essential components was discovered. Results presented in this part showed that Pam17 and Tim21 modulate the functions of the TIM23 complex in an antagonistic manner. The second part of the work was directed towards understanding the motor sector of the translocase in terms of the regulated interaction between Tim44 and Ssc1. Previous studies on the Tim44:Ssc1 interaction were able to discern the steady-state properties of Tim44:Ssc1 interaction in organello and in vitro. However, due to the limitations of the techniques used, they were unable to shed light on the kinetics and dynamics of the process. The translocation event is a dynamic event with conformational cycling of the various components. Therefore, the kinetic components essential in defining the cycle of events in the motor sector were explored. A FRET based assay to analyze the Tim44:Ssc1 interaction in real time was developed. The same set of tools was also used to resolve the regions of the two proteins that determine their interaction. The substrate induced dissociation of Tim44:Ssc1 complex was found to be too slow to support a physiological rate of protein translocation. ATP-induced dissociation was observed to be fast enough to be physiologically relevant. The dissociation of Ssc1 from Tim44 occurred in a one step manner without Tim44 anchored conformational changes. Furthermore, peptide-array scanning of mitochondrial matrix proteins revealed that Ssc1 and Tim44 share complementary binding sites on the precursor proteins which could prevent backsliding of preproteins. The data support the Brownian ratchet model mediated translocation of preproteins into the mitochondrial matrix. The third part of the work aimed at dissecting the chaperone cycle of Ssc1 in the mitochondrial matrix, in terms of conformational changes and binding of co-chaperones. Using the FRET sensors developed, the inter-domain conformation and lid-base conformations of the PBD of Ssc1 could be investigated. Single particle FRET (SpFRET) analysis showed that in the ATP-bound form Ssc1 populates a homogeneous conformational state with respect to the inter-domain conformation and conformation of the lid to base of the PBD. On the contrary, in the ADP-bound state the conformation of the chaperone is heterogenous. Using the same sensors on bacterial homologue DnaK, specific differences in conformational distributions were observed. Furthermore, the active role of substrates in determining the inter-domain conformation and lid-closing was evident from the SpFRET based conformational analyses. Using ensemble time resolved FRET, the kinetics and dynamics of conformational changes along with binding of co-chaperones were explored. This provided a better understanding of the conformational dynamics of Ssc1 in the context of functional chaperone cycle in the mitochondrial matrix.
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Ziel dieser randomisierten, placebokontrollierten, klinischen Studie war die Untersuchung des Kurzzeiteffektes transkutaner elektrischer Nervenstimulation (TENS) im Burst-Modus in der Therapie schmerzhafter Kraniomandibulärer Dysfunktionen (CMD). Untersucht wurden die Parameter Schmerzreduktion, Verbesserung der Unterkiefermobilität und das subjetive Erfolgsgefühl der Patienten/innen (n=15 pro Gruppe). Im Placebovergleich führte eine 30-minütige TENS-Behandlung im Burst-Modus (Einstellungsparameter: Asymmetrischer Bi-Phasen-Rechteckimpuls/Impulsdauer 80 Mikrosekunden/9 Impulse pro Burst mit einer Frequenz von 100 Hz/2 Bursts pro Sekunde/Individuell regelbare Impulsamplitude nach dem subjektiven Erfolgsempfinden/Maximale Spannung 9 V) zu einer statistisch hochsignifikanten unmittelbaren Schmerzreduktion (alpha=0,000), aber nicht zu einer kompletten Schmerzfreiheit. Die Dauer der Schmerzreduktion war kurzzeitig (1 h) und trat bei 20 Prozent der Patienten/innen nicht auf. Ferner konnte im Placebovergleich eine statistisch signifikante Steigerung der maximalen Mundöffnung ohne Schmerz (alpha=0,002) sowie der Protrusion (alpha=0,040) beobachtet werden. Wie lange diese Steigerung anhielt, lässt sich mit dieser Studie nicht beantworten. Die subjektive Patientenzufriedenheit war im Placebvergleich 24 h nach der TENS im Burst-Modus-Behandlung signifikant höher (alpha=0,046). TENS im Burst-Modus mit den in der Studie untersuchten Stimulationsparameter kann als eine adjuvante therapeutische Maßnahme in der symptomatischen Therapie schmerzhafter Kraniomandibulärer Dysfunktionen empfohlen werden.
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Das Ziel der vorliegenden Untersuchung bestand darin, festzustellen, ob Unterschiede bei der Verlustrate von Brackets bei Verwendung von zwei verschiedenen self-etching Primern (SEP) (TransbondTM Plus oder ClearfilTM Protect Bond) innerhalb eines split-mouth-Designs vorhanden sind. Das weiteren sollte die Effektivität von ClearfilTM Protect Bond bezüglich einer möglichen Hemmung der Plaqueakkumulation und Demineralisation untersucht werden. Dazu wurden in dieser prospektiven, longitudinalen, klinischen Studie 24 gesunde Kinder (15 Mädchen und 9 Jungen) im Alter zwischen 12 und 15 Jahren (Durchschittsalter 13,12) untersucht. Die Probanden wiesen eine neutrale Bisslage (Klasse I), milden bis moderaten Engstand, keine Entkalkungen, keine Hypomineralisationen und eine adäquate Mundhygiene vor. Zum Einsatz kamen kieferorthopädische Metallbrackets (equilibrium 2, Dentaurum, Ispringen, Deutschland). Die Brackets wurden mit dem Adhäsiv TransbondTM XT (3M Unitek, Monrovia, CA) befestigt. Während der Baseline-Untersuchung wurde die frühere Karieserfahrung des jeweiligen Patienten mittels des DMFS-Index erhoben. Eine Woche vor dem Bonding und an jedem dritten Recall wurde der Plaque-Index (PI) erhoben (Silness et al. 1964). Zudem wurde eine visuelle Beurteilung (VR) des Zahnschmelzes, welcher das Bracket umgibt (Bracketumfeld), inzisal und gingival am lateralen Schneidezahn und am ersten Prämolaren durch die Verwendung eines modifizierten Kariesindex (Ekstrand et al. 1998; Geiger et al. 1992; Marcusson et al. 1997) erhoben. Bei der Baseline und während der weiteren Untersuchung konnte mittels DIAGNOdent (KaVo, Biberach, Deutschland) eine Laserfluoreszenz-Messung (LF) jeweils für den gleichen Zahn erhoben werden. Um Unterschiede der gemessenen DIAGNOdent-Werte feststellen zu können, wurden die Differenzen zwischen den ersten Messungen und der jeweiligen Reevaluationen errechnet. Über den Untersuchungszeitraum von 12 Monaten konnten insgesamt 26 Verluste (5,4%) der insgesamt 480 in dieser Studie aufgenommen Brackets an den Zähnen registriert werden. Obwohl signifikant mehr Brackets bei Verwendung von ClearfilTM Protect Bond sich lösten (P=0,002), war der Bracketgesamtverlust (5,4%) klinisch akzeptabell. Die Verteilung der totalen Verlustrate im Ober- und Unterkiefer zeigt, dass eine signifikant höhere Verlustrate für den Oberkiefer festzustellen war (P=0,008). Der Vergleich der konstruierten Kaplan-Maier-Überlebenskurven zeigte, dass hinsichtlich des Verlustrisikos über den ganzen Untersuchungszeitraum hinweg ein signifikanter Unterschied zu Lasten der Brackets, die mit dem SEP ClearfilTM Protect Bond befestigt wurden, vorhanden war. Bei Bracketverlust konnte nur eine geringe Menge an Adhäsiv am Zahnschmelz festgestellt werden. Es kam vielmehr zu Verlusten an der Schnittstelle zwischen Zahnschmelz und Adhäsiv. Nebeneffekte im Sinne von Schmelzrissen oder Schmelzfrakturen wurden nicht festgestellt. Der Plaque-Index (PI), die visuelle Beurteilung (VR) sowie die Differenzen der Laser- Fluoreszenzwerte zeigten keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Zähnen, an denen die Brackets mit ClearfilTM Protect Bond befestigt wurden und jenen mit TransbondTM Plus (P>0,05).