Anmeldung Registrierung
Auto Hell Dunkel
Erweiterte Suche

Unverschämt & Unbesprochen Archiv

53 Episoden
18 Minuten
Lang, lang, lang ist die letzte Folge her. Ich weiß auch nicht, ob das nur ein kurzes Update aus dem Off ist oder mehr, aber ich wollte mal erzählen, was sich bezogen auf das Schamthema seit dem Sommer 2021 so getan hat, nämlich einiges. Vieles hängt mit der Buchveröffentlichung zusammen, vieles auch mit anderen Entwicklungen, aber ich finde im Großen und Ganzen alles spannend, was sich da so ergeben hat. Aber hört einfach selbst und gebt mir, wie immer, gerne Feedback bei Instagram (@ak.unverschaemt). Entschuldigt meine müde Stimme, die Folge ist irgendwann um drei in der Nacht entstanden.
1 Stunde 6 Minuten
Mütter werden ständig beschämt, vor, während und nach der Schwangerschaft, bezogen auf die Erziehung ihres Kindes, auf das Verhalten des Kindes, auf ihr Verhalten, auf ihre Art der Fürsorge, und so weiter. Mit Lena konnte ich über unterschiedliche Schamgefühle und Situationen der Beschämung im Laufe ihrer Mutterschaft sprechen, über Mom Shaming, Regretting Motherhood und noch viele weitere Themen, bei denen Scham und Schuld eine Rolle spielen. Vielen Dank an Lena für ihre Offenheit und für dieses schöne Gespräch!
17 Minuten
Wenn wir flirten, daten, begehren, machen wir uns zwangsläufig verwundbar, wir zeigen uns verletzlich, denn wir wollen – Anerkennung, Bestätigung, Zuneigung, all das. Und wenn unser Gegenüber nicht will, fühlen wir uns oft zurückgewiesen, beziehen die Zurückweisung vielleicht auf uns als ganze Person, schämen uns, glauben, wir wären ganz und gar nicht begehrenswert. Und schon ist eine Situation geschaffen, in der Scham unfassbar viel Raum einnimmt, vielleicht zurecht, aber keinesfalls immer und komplett zurecht. In dieser Folge klamüsere ich ein bisschen aus, wie es eigentlich zu dieser Form der Scham kommt, welche Faktoren dabei eine Rolle spielen, erkläre, was daran interessant ist und warum unser Umgang damit oft so aussieht, wie er eben aussieht.
1 Stunde 12 Minuten
Julia Fritzsche ist Journalistin und Autorin. Sie hat das Buch »Tiefrot und radikal bunt« geschrieben, in dem es um die Suche nach einer neuen linken Erzählung geht. In der Folge spreche ich mit ihr über die Bedeutung von Scham für eine solche linke Erzählung, für Solidarität, Utopien, emanzipatorische Kämpfe und für die Auseinandersetzung mit den gegebenen Verhältnissen. Sie berichtet mir, an welchen Punkten ihr bei der Recherche für das Buch Scham begegnet ist, wir sprechen über die Möglichkeit von Schamfreiheit, über Beschämung in politischen Kontexten und über vieles mehr: Abhängigkeit, Naivität, Utopien, über Scham beim Schreiben und Gelesenwerden, und und und.
11 Minuten
In der Hoffnung, nicht den Eindruck zu erwecken, dass ich Ratschläge erteile oder die perfekte Antwort auf die Frage nach der "richtigen" Reaktion auf Scham habe, stelle ich mir in der Kurzfolge die Frage, wie sich denn empathisch mit der Scham anderer umgehen lässt. Dabei gibt es ein, zwei NoGos für mich, ein paar Strategien, die bei mir gut funktionieren, vor allem aber die Frage: Wie ist das denn bei euch? Schreibt mir gerne (wie immer über Instagram: @ak.unverschaemt), was für gute oder schlechte Erfahrungen ihr in der Hinsicht gemacht habt, würde mich interessieren. Außerdem gibt es ein paar Randnotizen zum Buch nach dem Release und den bisherigen Reaktionen, die mich sehr überwältigt haben (Link zum Buch in den Shownotes).
55 Minuten
Das Gespräch mit Stefanie hat noch vor meinem Urlaub stattgefunden, ist also schon eine Weile her. Wir haben über ihre Sehbehinderung gesprochen und über die Schamgefühle, die sich für sie im Kontext einer leider sehr barrierereichen Gesellschaft ergeben (haben). Außerdem ging es um Schamgefühle in ihrer Biografie, das Bedürfnis um jeden Preis nicht aufzufallen, die Habachtstellung, mit der sie einen Raum voll Sehender betritt, um Ausgrenzung und darum, wie ihre Coaching-Ausbildung ihr jetzt dabei hilft, einen anderen Zugang zu ihren Gefühlen zu bekommen. Wir sprechen darüber, wie sich physische Barrieren abbauen lassen, aber auch, wie man die Barrieren in den Köpfen angehen kann, die für Stefanie sehr bedeutsam sind.
15 Minuten
Ich bin wieder aus dem Urlaub zurückgekehrt und gebe euch ein kleines Update zum Podcast und zu meinen Gedanken und Überlegungen, die ich die letzten Wochen so hatte. Außerdem erzähle ich noch ein bisschen was darüber, wie jetzt so kurz vor dem Release die Lage ist und was auch meine Befürchtungen und Ängste sind.
35 Minuten
Beim Gefühl der Scham geht es ja oft um das Sehen und Gesehen-Werden. Es geht um bewertende und beurteilende Blicke, denen Menschen ausgesetzt sind, um den Blick in den Spiegel, und so weiter. Aber warum sprechen wir nicht mal darüber, wie Menschen Scham wahrnehmen, die diese Blicke nicht sehen? Und wann führt eigentlich das Nicht-Sehen oder ein eingeschränktes Sehvermögen zu Schamgefühlen? Wofür schämen sich Menschen, die eine Sehbehinderung haben? Inwiefern sorgen in Barrieren unserer Gesellschaft für Schamgefühle? Und wieso ist Mitleid oft im Umgang mit einer Sehbehinderung oder Erblindung nicht angebracht? Über all das und mehr spreche ich mit Marcus.
15 Minuten
In dieser Kurzfolge erzähle ich euch bisschen was zu unterschiedlichen Formen von Fremdscham und wie man dieses hochkomplexe Phänomen eigentlich ein wenig ausdifferenzieren kann. Es geht um Beobachtung, Bewertung und Identifikation, die von Situation zu Situation unterschiedlich aussehen kann und dann auch unterschiedliche Formen des Schamgefühls hervorruft.
1 Stunde 14 Minuten
Carolin und ich sprechen ein sehr gutes Stündchen lang über psychoanalytische Perspektiven auf und Theorien über Scham. Dabei geht es viel um den Anteil des Unbewussten in Schamsituationen, um Scham als interaktives Gefühl, um Selbst- und Fremdscham, um den Blick des Anderen, sowie um die Bedeutung von Sexualität und Geschlecht für Schamkonflikte und einen Umgang mit Scham. Carolin hat über die Kritische Theorie den Zugang zur Psychoanalyse gefunden und beschäftigt sich seitdem auch in ihrem Studium damit. Ich durfte viel von ihr lernen und bin ihr unter anderem auch deshalb wirklich dankbar für das Gespräch, weil sie sich so viel Mühe bei der Vorbereitung auf den Podcast gemacht hat. In den Shownotes findet ihr einige Leseempfehlungen von Carolin und mir, außerdem die Artikel, aus denen die in der Folge vorgelesenen Zitate stammen. Fragen, Anmerkungen und Kritik wie immer auf Instagram an @ak.unverschaemt. Am Ende der Folge gibt es hin und wieder kleine Verbindungs-Delays, ich hoffe ihr verzeiht es mir.
24 Minuten
Musik kann unsere Stimmung und emotionale Verfassung prägen, wie wenig anderes. Sie begleitet uns durch unser gesamtes Leben und nimmt besonders in der Jugend oft Einfluss auf unsere Wertvorstellungen und Charakterbildung. In der Kurzfolge gehe ich wieder auf eine kleine Reise durch mein eigenes Leben, und zwar entlang meines Musikgeschmacks. Ich spreche über Zugehörigkeit und Abgrenzung durch Musik, über damit in Verbindung stehende Schamgefühle und Geschmacksfragen. Es geht um sogenannte "guilty pleasure"-Playlists, genauso wie um Schamminderung durch Musik und um Identifikation mit Songtexten und musikalischen Idolen. Außerdem gibt es da ja auch noch diese Schamgefühle, wenn man selbst Musik macht/produziert, wenn man vor Publikum steht... Die Folge ist ausnahmsweise wirklich komplett ungeschnitten und ihr könnt mir gern über Instagram (@ak.unverschaemt) schreiben, ob ihr das hörbar findet oder ob ich besser wieder mehr schneiden sollte.
1 Stunde 6 Minuten
Wenn man sich vegan ernährt, ist es ständig auf irgendeine Art und Weise Thema, ob man will oder nicht. Veganer:innen sind oft ungewollt bestens informiert über die gängigen Witze über vegane Ernährung und haben so ziemlich jeden Spruch und jedes Argument diesbezüglich schonmal gehört. Aber woher kommt eigentlich der enorme Redebedarf und das Shaming, das meist damit einhergeht? Und was sind mögliche Strategien damit umzugehen? Das alles bespreche ich mit Johanna, die sich seit vielen Jahren vegetarisch oder vegan ernährt und die viel zu viel Erfahrung mit Vegan-Shaming gemacht hat. Außerdem sprechen wir über den Wandel des Vegan-Shamings in den letzten Jahren, auch bezogen auf die Veränderung der Argumente. Wir sprechen über die Rolle von Geschlecht bei diesem Thema und außerdem unternehmen wir einen kleinen Ausflug in die Welt des Kampfsports. Johanna ist nämlich Thaiboxerin, stand schon oft im Ring und ich durfte mit ihr darüber sprechen, inwiefern das Thaiboxen bei ihr bestimmte Schamgefühle gemildert hat.
14 Minuten
Anhand eines Artikels über zwei Gründerinnen, die durch neue Menstruationsprodukte das Thema enttabuisieren möchten, erkläre ich in dieser Kurzfolge, dass Schamgefühle, wenig besprochene Bedürfnisse oder gesellschaftliche Tabus des Öfteren dazu benutzt werden, um neue Märkte zu erschließen und Geschäftsmodelle zu entwickeln. Ich gehe darauf ein, dass dadurch zwar Enttabuisierung passiert, die aber an finanzielle Ressourcen geknüpft ist, die viele Menschen nicht haben. Deshalb kann es bei einem gesellschaftskritischen Umgang mit Scham nicht nur um Enttabuisierung gehen, sondern darum, Bedingungen zu schaffen, unter denen ein schambefreiter Umgang eben mit Menstruation und anderen Themen, für alle möglich ist.
1 Stunde 12 Minuten
Elvira hat einerseits durch ihre beruflichen Erfahrungen in der Pflege einen sehr spannenden Blick auf Scham, der bei diesem Gespräch eine große Rolle spielt: Scham ist zunächst ein Gefühl und sollte als solches auch ernst genommen und nicht einfach weggewischt werden! Andererseits hat Elvira auch selbst ihr Leben lang immer wieder mit Schamgefühlen zutun, die besonders im Kontext ihrer psychischen Erkrankung Thema sind und auf die wir in der Folge natürlich ebenfalls zu sprechen kommen. Weil in der Scham leben keine dauerhafte Option ist und weil sich niemand für psychische Erkrankungen schämen müssen sollte, engagiert sich Elvira seit Jahren bei der MUT-Tour: einem Projekt, das sich für die Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen einsetzt und bei dem Austausch und Aufklärung über das Thema im Fokus stehen. Alle Infos zur MUT-Tour findet ihr in den Shownotes, genauso wie Hilfsangebote, da es auch in dieser Folge um Themen geht, die Auswirkungen auf das eigene Empfinden und Befinden haben können.
15 Minuten
Mir war nicht nach einer inhaltlichen Auseinandersetzung, sondern mehr nach einer klitzekleinen anteasernden Besprechung des Buches, was ich gerade lese: "Die Scham ist vorbei" von Anja Meulenbelt aus dem Jahr 1976. Außerdem erfahrt ihr Neues über "About Shame" und vor allem die Videoreihe, die nächste Woche auf dem Instagram-Account des Verlags &Töchter startet (yey!) Den Link zum Buch gibt's in den Shownotes, auf der Verlagsseite findet ihr alle Infos zum Buch und ebenfalls in den Shownotes befindet sich der Insta-Account von &Töchter, sowie meiner. Feel free to answer the questions, die ich in der Folge aufgeworfen hab und ansonsten, passt gut aufeinander auf!
Unverschämt & Unbesprochen

Unverschämt & Unbesprochen

Über Scham sprechen