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Unverschämt & Unbesprochen Archiv

53 Episoden
51 Minuten
In dieser Folge wage ich mich mal schwerpunktmäßig an das Thema mentale Gesundheit. Mit Sarah spreche ich über die Scham für eine zwanghafte Handlung, die bei ihr in Stresssituationen auftritt. Damit zusammenhängend sprechen wir über die Scham für psychische Probleme, über Versagensängste, hohe Ansprüche in der Leistungsgesellschaft und die Scham für das Scheitern an diesen. Außerdem geht es um die Angst davor, mit einer Therapie zu beginnen und darum, welches Bild in der Gesellschaft über Therapien vorherrscht und was das eigentlich mit dem Leistungszwang zutun hat. Vermutlich wird es noch in vielen Folgen um psychische Gesundheit gehen, ein auch für mich sehr sensibles Thema und eines, das viel mit mir selbst zutun hat. Eine letzte kleine Anmerkung: Ihr werdet es merken, das ist ein suchendes Gespräch. Bei solchen Themen fällt es schwer, eindeutige Antworten zu finden, weil die eigene Psyche so intim und schwer zu durchschauen ist. Aber ich glaube, dass gerade für die Schamthematik solche suchenden Gespräche sehr wichtig und bereichernd sein können, daher interessieren mich auch besonders in der Hinsicht eure Perspektiven und Erfahrungen. Schreibt mir also gerne Anregungen, Fragen, Kritik, Anmerkungen, etc. Erreichen könnt ihr mich am besten auf Instagram unter @ak.unverschaemt.
1 Stunde 8 Minuten
Mal wieder eine Folge face2face aufnehmen dürfen und von Angesicht zu Angesicht über haarige Angelegenheiten sprechen: Mit Lisa hab ich mich über eine Stunde lang über die Scham für Körperbehaarung unterhalten und dabei haben wir festgestellt, dass bei der Bewertung von Behaarung nicht nur zählt, an welchen Körperstellen Haare wachsen, sondern auch, wie dunkel/hell die Haare sind, wie lang, wie zahlreich usw. Die Einfallstore für Scham und die Optionen nervige Sprüche zu kassieren sind also in etwa so zahlreich, wie die Möglichkeiten sich Haare an diversen Stellen des Körpers zu entfernen. Viel Spaß beim Hören! PS: Entschuldigt bitte ein weiteres Mal die Audio-Qualität, aber die Wände im Raum waren höher als bei mir zuhause, daher hallt auch diese Folge leider etwas. Still learning. Lisa findet ihr im Übrigen auf Instagram unter @lisa_schenkl. Und wenn ihr mehr zum Thema Scham wissen/hören/sehen/lesen wollt, dann folgt auch mir gerne auf Instagram: @ak.unverschaemt Da könnt ihr mir jederzeit schreiben, wenn ihr Anregungen, Fragen, Kritik, Vorschläge o.ä. habt.
52 Minuten
Mit Sarah hab ich mich auch über das Thema Armuts- und Klassenscham unterhalten. Sie ist in Armut aufgewachsen und hat ziemlich früh damit begonnen sich gegen die gesellschaftlichen Verhältnisse zu wenden, die für Armut allgemein verantwortlich sind. Deshalb konnten wir ganz viel darüber sprechen, was mit den Schamgefühlen passiert, wenn man sich mit Politik und Gesellschaft auseinandersetzt und auch anfängt, konkrete politische Forderungen zu stellen und die Scham nicht mehr nur auf sich selbst zu beziehen. Sarah ist bei der Grünen Jugend aktiv und außerdem auf Twitter als @saarahhnr und auf Instagram als @xsarahleee. Den offenen Brief, aus dem das Anfangszitat stammt, findet ihr hier: https://www.vice.com/de/article/xwk9en/armut-als-tochter-einer-hartz-iv-empfangerin-unmoglich-nicht-arm-zu-bleiben Für mehr Scham-Content und für mehr Hintergründe zum Podcast folgt mir gerne auf Instagram: @ak.unverschaemt
1 Stunde 3 Minuten
Christian und ich hatten eine gute Stunde, in der wir über (seine) Klassenscham gesprochen haben. Es geht um soziale Herkunft, was es heißt, in Armut aufzuwachsen und wie verschieden einzelne Familienmitglieder damit umgehen. Wir sprechen auch über Scham und Bildung, übers Schreiben und viele Themen, die er auch in seinem Buch anspricht. Es heißt "Ein Mann seiner Klasse" und ich kann es euch nur aufrichtig ans Herz legen! Klassenscham spielt auch darin eine ganz tragende Rolle und hat mich an drei Autor_innen erinnert, die bereits im Podcast vorkamen und eine ganz große Bedeutung für meine eigene Auseinandersetzung mit Scham haben: Annie Ernaux, Didier Eribon und Édouard Louis. Lest unbedingt deren Bücher, von denen sich jedes einzelne lohnt und die Christian und ich auch immer wieder mal droppen. Christian Baron arbeitet bei der Zeitung Der Freitag und findet sich auf Twitter unter @c_baronaldo. Sein Buch ist Anfang 2020 im Ullstein erschienen: https://www.ullstein-buchverlage.de/nc/buch/details/ein-mann-seiner-klasse-9783546100007.html Für mehr Scham-Content und für mehr Hintergründe zum Podcast folgt mir am besten auf Instagram: @ak.unverschaemt
1 Stunde 5 Minuten
Ich hab mich mit Roman, der zu Polizei und Polizeikontrollen forscht, über Scham in genau diesem Feld gesprochen. Es geht ganz viel um die Scham von Betroffenen in Kontrollsituationen mit der Polizei, es geht auch um Scham bei der Polizei selber und letztendlich ganz viel um die Macht zu beschämen. Wir sprechen über Herrschaft, Autorität, Racial Profiling und versuchen der Scham in diesem Kontext auf die Spur zu kommen. Wie immer bleibt alles unvollständig und es ist eher ein Einstieg und Ankratzen von ganz vielen Themenbereichen, bei denen Scham eine herausragende Rolle spielt. In dieser Folge zitiere ich öfter mal aus einer Studie zu Racial Profiling, die findet sich hier: https://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/Studien/racial-profiling.pdf Für mehr Scham-Content und Infos zum Podcast folgt mir gerne auf Instagram: @ak.unverschaemt
45 Minuten
Mit Nils unterhalte ich mich über Scham und Männlichkeit. Es geht außerdem viel darum, welche Rolle Scham eigentlich in der männlichen Sozialisation, aber auch in der Erziehung von Kindern spielt und spielen sollte. Nils ist Autor des Buches "Prinzessinnenjungs" und schreibt u.a. für Pinkstinks. Auf Twitter ist er unter @pickinese zu finden. Den in der Folge erwähnten Artikel über Scham von ihm findet ihr hier: https://www.derstandard.de/story/2000113699201/mehr-geld-wenig-sorgearbeit-schaemt-euch-endlich und das Anfangszitat ist aus seinem Buch. Für mehr Scham-Content und Infos zum Podcast folgt mir gerne auf Instagram: @ak.unverschaemt
60 Minuten
In dieser ersten richtigen Podcast-Folge unterhalte ich mich mit Mariella über Körperscham, vergeschlechtlichte Scham und ganz konkret die Scham für eine Erkrankung, von der Mariella auch betroffen ist: dem Lipödem. Mehr über Mariellas politische Arbeit und den Umgang mit dem Lipödem könnt ihr auf ihrem Instagram-Account @tanzenwiewild erfahren. (Anmerkung zum Ende der Episode, bevor es Missverständnisse gibt: Nein, geblamed zu werden, weil man die Simpsons nicht gesehen hat, ist meiner Ansicht nach keine klassen- oder statusbezogene Beschämung. ) In der Folge droppe ich hier und da Zitate, deshalb: Das Zitat über die Scham zum Arzt zu gehen hab ich hier gefunden: https://www.deinestarkeseite.de/schublade-fett-die-angst-vor-einem-arztbesuch/ Das Eingangs-Zitat von Caroline Bohn findet sich hier: https://vorarlberg.orf.at/v2/radio/stories/2761165/ Und das Sighard Neckel-Zitat stammt aus seinem Aufsatz »Soziologie der Scham« in Alfred Schäfers Buch über Scham. Ach ja: Die wunderbare Autorin, auf die ich mich öfter mal beziehen werde, heißt Annie Ernaux und ist sehr lesenswert! Ich hab über sie gesprochen, aber ihren Namen einfach nicht genannt aus unerklärlichen Gründen. Für mehr Scham-Content und Infos zum Podcast folgt mir gerne auf Instagram: @ak.unverschaemt
61 Sekunden
Unverschämt & Unbesprochen

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Über Scham sprechen