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Unverschämt & Unbesprochen Archiv

53 Episoden
51 Minuten
Isabel ist Diätologin in Wien und unterhält sich mit mir über Scham- und Schuldgefühle, die sich auf unser Essverhalten und unsere Ernährung beziehen. Sie spricht dabei viel über die Bedeutung von Gesellschaft und Social Media, wie uns beides genaue Vorstellungen von »der richtigen« und »der falschen« Ernährungsweise vermittelt und letztlich Scham hervorruft, wenn man diesen Vorstellungen entspricht oder eben nicht. Gefühlt alle sind Expert:innen für das Thema, was eine wissenschaftliche oder rationale Auseinandersetzung damit nicht unbedingt leichter macht. Das zeigt sich in unserem Sprachgebrauch, aber auch im Hinblick auf unser Gesundheitssystem beispielsweise.
20 Minuten
Konsum – leidiges Thema, unter anderem, weil da so viel mit Shaming gearbeitet wird und es Scham- und Schuldgefühle so stark evoziert. Meist ersetzt die Kritik am individuellen Konsum eine eigentlich notwendige Kapitalismuskritik. Dadurch diskutieren wir ständig Fragen nach Schuld und Scham, anstatt Fragen von Verantwortung und Veränderung.
1 Stunde 12 Minuten
Beatrice hat eine lange Geschichte mit der Scham, die in der Kindheit beginnt und bis heute immer wieder Thema ist, auch in ihrer Therapie. Wir sprechen in der Folge vor allem über die gesellschaftliche Stigmatisierung psychischer Erkrankungen, mit denen Beatrice teilweise auch selbst Erfahrung gemacht hat und macht, welche Erkrankungen warum wie stigmatisiert sind und wer dafür beschämt wird, aber auch darüber, wie das Gesundheitssystem im Kapitalismus diese Stigmatisierung vorantreibt und von ihr profitiert. Außerdem geht es um Scham und Shaming auf Social Media und in aktivistischen Kontexten und noch einiges andere. Beatrice Frasl ist Kulturwissenschaftlerin, Podcasterin, Kolumnistin und noch vieles mehr und wirft in ihrer Arbeit einen gesellschaftskritischen und politischen Blick auf den Umgang mit psychischen Erkrankungen, wie er aktuell stattfindet. Sie macht den Podcast »Große Töchter«, den ihr in den Shownotes verlinkt seht und den ich euch sehr ans Herz legen will. Auf Instagram findet ihr sie unter @fraufrasl, wo sie viel zu feministischen Themen, sowie zu mentaler Gesundheit arbeitet und auch zu weiteren Bereichen, die wir im Gespräch mal gestreift oder vertieft haben. In den Shownotes findet ihr auch einige Hilfsangebote für Deutschland und Österreich, die ich euch verlinkt habe.
19 Minuten
Diese Kurzfolge ist ein Potpourri aus verschiedenen Themen und Infos, auf die ich in den letzten Wochen gestoßen bin. Ob es um das Phänomen der Alexithymie geht, um mentale Gesundheit während der Pandemie oder um Männer, die sich nicht für ihren Sexismus schämen, geht – ich hab einfach mal ein bisschen zusammengewürfelt, was mich in den letzten zwei bis drei Wochen umgetrieben hat. Die Links zu den Artikeln, um die es geht, findet ihr wie immer in den Shownotes. Sorry, dass die Tonqualität der Kurzfolge manchmal zu wünschen übrig lässt, da war was mit dem Gerät unfein.
1 Stunde 24 Minuten
Das war ein echtes Wow-Gespräch für mich! Tadzio ist seit vielen Jahren in der Klimabewegung aktiv und macht sich schon lange Gedanken darüber, warum Klima-Shaming eine so schlechte politische Strategie ist. Er verbindet das mit Erfahrungen queerer Bewegungen der Vergangenheit und Gegenwart und anderen Erfahrungen mit Scham in seinem eigenen Leben. Über all das sprechen wir in der Folge, genauso wie über die zahlreichen Alternativen, die es zum Shaming gibt.
21 Minuten
Puh, drei Wochen ist die letzte Folge her, und es gibt zwar auch dieses Mal noch kein Gespräch (warum, erzähle ich auch direkt), dafür aber einen ausführlichen Rant über das Wort, das gerade in aller Munde ist: Resilienz. Gibt's auch für Scham, zumindest angeblich, und ich erkläre sowohl, was mein Problem mit dem Konzept der Resilienz ist, als auch wieso ich "Scham-Resilienz" für ähnlichen Quatsch halte. Hört rein, und schaut gern in die Shownotes, dort findet ihr den Link zum upcoming book, zum zitierten Essay von Maja Beckers, zum Buch von Stefanie Graefe und zu meinem Instagram-Account. Grüße, passt auf euch auf!
14 Minuten
»Aktivität um jeden Preis« So lautet die Botschaft, mit der wir groß werden und tagtäglich im und außerhalb des Berufslebens konfrontiert werden. Die Leistungssteigerung wird Selbstzweck und wer nicht mitmachen kann in der grenzenlosen Selbstoptimierung, schämt sich oder wird stigmatisiert und ausgegrenzt. Deshalb spreche ich in dieser Folge mal ein Viertelstündchen über das, was manche als »Produktionsscham« bezeichnen – in der Hoffnung, dass es einigermaßen verständlich ist. Viel Spaß beim Hören!
1 Stunde 23 Minuten
Bela und Paula sind seit fünf Jahren in einer Beziehung und haben viele prägende Phasen ihres Lebens gemeinsam erlebt. Ich spreche mit ihnen darüber, wie Scham innerhalb ihrer Beziehung aussah, wofür sie sich am Anfang und im Laufe ihrer Beziehung geschämt haben und wie sich Schamgefühle über die Jahre verändert haben. Wir sind auf viele interessante Themen zu sprechen gekommen: Eifersucht, Sozialisation, Körperscham, Sexualität, und einiges mehr, und ich hoffe, dass wir das Gespräch bald weiterführen können – denn der Stoff ist uns absolut nicht ausgegangen.
23 Minuten
Während der Pandemie sind vermutlich viele von uns öfter und länger alleine als sonst. Das kann dazu führen, dass wir uns verstärkt einsam fühlen, aus ganz unterschiedlichen Gründen. Mir ist aufgefallen, dass wir oft ungern zugeben, dass wir einsam sind oder uns so fühlen und Einsamkeit erst jetzt verstärkt thematisiert wird. Deshalb beschäftige ich mich in der Folge mit unterschiedlichen Zugängen zu Einsamkeit, die die Scham für das Gefühl erklären können. Und ich gehe der Frage nach, wie die Wechselwirkung zwischen Scham und Einsamkeit eigentlich genau funktioniert.
1 Stunde 9 Minuten
In dieser Folge ist Michèle Loetzner meine Gästin - die Autorin des Buches "Liebeskummer bewältigen in 99 Tagen". Wir sprechen darüber, warum wir uns für Liebeskummer oft schämen, wieso er in unserer Gesellschaft so stark bagatellisiert wird und wie normenbehaftet er eigentlich ist. Michèle erzählt außerdem, was unterschiedliche Wissenschaften uns über Liebeskummer sagen können und dass viele dieser Ergebnisse darauf hinweisen, dass dieser Zustand definitiv nichts ist, wofür man sich schämen muss.
12 Minuten
Authentizität ist überall – als Forderung, aber auch als Inszenierung. Klingt zuerst widersprüchlich, denn Authentizität zu inszenieren, das ist doch Quatsch? Ich würde sagen, das ist soziale Realität. Deshalb wollte ich mal darüber sprechen, wie eigentlich der Zusammenhang zwischen Scham und Authentizität ist und ob Scham ein "authentisches Gefühl" ist?
1 Stunde 12 Minuten
Bei der Folge gehen wir ein bisschen in die soziologische und psychologische Tiefe. Ich spreche mit Saskia, die zu Wohnungslosigkeit und Wohnungsnot forscht. In ihrer Forschung zeigt sich, dass Menschen das Thema Wohnungsnot unter anderem aus Gründen der Scham abwehren und auf andere projizieren, obwohl es sie teilweise selbst einmal betroffen hat oder betrifft. Ich hoffe, dass euch das Gespräch gefällt und auch etwas nachdenklich macht. Folgt mir gern auf Instagram unter @ak.unverschämt.
11 Minuten
Unser Umgang mit Komplimenten ist abhängig davon, wie wir groß geworden sind. Und manchmal ist er ziemlich geprägt von Schamgefühlen und schamhaftem Verhalten – obwohl wir ja bei Komplimenten gar keine Abwertung erfahren, wie bei vielen anderen Schamsituationen. Wie das genau aussieht und womit das zutun hat, beschreibe ich ein bisschen in dieser Kurzfolge. Auch bei diesem Thema interessiert mich wie immer, was ihr dazu denkt und was für Erfahrungen ihr gemacht habt und macht! Schreibt mir gerne.
59 Minuten
Das erste Gespräch des Jahres und außerdem die erste Folge mit zwei Gesprächspartnern. Christian und Jonas sind Vorstände bei TransMann e.V. und ich durfte mit ihnen über Scham im Kontext von Transmännlichkeit sprechen. Es geht also viel um Geschlecht, um Identität und auch um Erfahrungen des Andersseins, sich falsch im Körper fühlen, um Zuschreibungen von außen und wie das alles Schamgefühle prägt. In den Shownotes findet ihr die Links aus der Folge, schaut da mal rein.
32 Minuten
2020 ist auf Schamgefühle bezogen einiges passiert. Einerseits wurde vielfach und oft zum Schämen aufgerufen, es wurde eifrig beschämt, Verhaltensweisen, Aussagen, Handlungen und Verhältnisse mit dem Wort "unverschämt" versehen und auch sonst ist einiges abgegangen im Schamdiskurs. Der ist eingebettet in eine stärker werdende Entwicklung, sichtbar emotional über Dinge zu sprechen, die man 2020 ganz gut beobachten konnte. Außerdem: Was waren präsente Schammomente und Schamgründe im Jahr 2020? Das war meine Frage an euch und ihr habt eifrig geantwortet, vielen Dank dafür an der Stelle!
Unverschämt & Unbesprochen

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Über Scham sprechen