Anmeldung Registrierung
Auto Hell Dunkel
Erweiterte Suche

Was mich trägt und hält... - eine Auslegung zum Evangelium Archiv

299 Episoden
15 Minuten
...
15 Minuten
Es geht bei der Eucharistie um eine innere Wesensverwandlung: ich kann äußerlich keine Veränderung feststellen, aber das ist genau das Geheimnis, dass ich das Innere nicht aussagen kann, wenn ich nur das Äußere beschreibe! Es ist das Geheimnis der Eucharistie, wie es auch das Geheimnis eines jeden Menschen ist, dass ich ihn nicht erfasse, wenn ich ihn in seinem substanziellen Dasein, in seinem Äußeren und Fassbaren beschreibe.
17 Minuten
Die Lesung aus der Offenbarung des Johannes ist eine einzige Proklamation, dass der Sieg Christi in Maria sich verwirklicht hat. Sie hat das ganze Ja zu Gott gesprochen, in ihr hat das Böse keinen Raum mehr, so ist in ihr Gott ganz zum Zug gekommen. Maria, in ihrem Herzen wie in ihrem Leib, ist ganz durchdrungen von der Kraft des Heiligen Geistes und so möchte Gott an jedem Einzelnen und in der ganzen Schöpfung das vollziehen, was in Maria seinen Anfang genommen hat und zur Vollendung gekommen ist.
17 Minuten
Es ist anstößig, was Jesus über sich sagt, dass er das Brot sei und dass er sein Fleisch zu essen gebe - nicht nur damals war es so, als Juden das Wort vom Brot selbstverständlich mit dem Manna in der Wüste verknüpften und mit dem Lamm, dessen Fleisch in der Nacht der Befreiung gegessen worden war. Wenn aber Johannes dieses Wort genau in die Mitte seines Evangeliums stellt und der wichtigste Satz dieser sogenannten "Brotrede" wiederum in der Mitte des Textes steht, macht er deutlich, dass hier etwas so Wesentliches ausgesagt wird, dass er sogar darauf verzichten kann, später die Worte des  letzten Abendmahls wiederzugeben. Für ihn gipfelt das erste Wort am Anfang seines Evangeliums, dass das Wort Fleisch geworden ist, darin, dass nun Jesus selbst unser Fleisch annehmen kann, indem er Speise wird, die neues Leben schenkt.
16 Minuten
So wie das Wunder des Weines, der nicht zu Ende ging, unter der Mitwirkung der Mutter - Maria - geschehen ist, so geschieht hier das Wunder des Brotes, bei dem alle satt werden, unter der Mitwirkung der Jünger. Anders als in Kana bei der Hochzeit ist es Jesus selbst, der auf die Jünger zugeht und sie fragt, ob sie der Not abhelfen können. Da sie nichts bei sich haben und nur auf einen kleinen Jungen verweisen können, ist es am Ende er, von dem das Wunder seinen Ausgang nimmt. Er, der kleine Juge, gibt mutig alles, was er hat, er stellt alles zur Verfügung und hält nichts zurück. Voll Vertrauen legt er alles Jesus in die Hände, der das aufrundet, was fehlt, um den Hunger so vieler zu stillen.
13 Minuten
Wenn Jesus mit seinen Jüngern an einen einsamen Ort fahren will, um ein wenig auszuruhen, erkennen wir uns in dieser Situation leicht wieder. Die Anforderungen waren hoch, vieles war zu tun und allen konnte man gar nicht gerecht werden und so lag es nahe, einmal die Einsamkeit aufzusuchen, um unter sich zu sein und wieder Kraft schöpfen zu können. So sollte es sein und so wäre es notwendig und sinnvoll, doch dann wird der Plan durchkreuzt. Die Menschen hören, dass Jesus in der Nähe ist und folgen ihm und er geht darauf ein! Die Jünger werden mit hineingenommen in die Situation der Anforderung und vielleicht sogar der Überforderung. Hier deutet sich der Kreuzungspunkt an zwischen eigenen Wünschen und den Bedürnissen der anderen, die, wie Jesus sagt, „keinen Hirten haben“ und Ihn brauchen. Er gibt sich hinein und zögert nicht, seinen Plan A, doch endlich einmal Ruhe zu haben, aufzugeben.
17 Minuten
In den Worten der Aussendung, die Jesus selbst seinen Jüngern mit auf den Weg gibt, lässt sich etwas von dem erkennen, was die Grundgestalt der Kirche ist. Es ist wie ein außerordentlicher und heiliger Moment, in dem Jesus den Jüngern, die er „zu sich ruft“, das sagt, was sie in seinem Namen von da an tun sollen: „Treibt die unreinen Geister aus, heilt Kranke“ oder wie es bei Markus heißt „Verkündet, das Himmelreich ist nahe!“. Und damit kann kein einmaliges Handeln sein, sondern es ist das, was fortan wesentliches und vorrangiges Tun der Kirche sein soll. Mit ganz konkreten Hinweisen weist er ihnen den Weg, wie sie sich verhalten sollen: immer zu zweit gehen, dort bleiben, wo sie aufgenommen werden und falls man sie nicht anhört, den Staub von den Füßen schütteln. Es ist auch ein Hinweis, wie die herausfordernde Aufgabe der Sendung Jesu heute gelebt werden muss: in gemeinschaftlichem Beten und Handeln, in der Treue zum eigenen Dienst und gleichzeitig die Mahnung zu neuem Aufbruch hörend, wenn es keine Fruchtbarkeit mehr gibt. 
13 Minuten
Jesus hat sich die Demütigung nicht erspart und den Jüngern nicht die Peinlichkeit, als er in der Synagoge von Nazareth durch die eigenen Leute ins Abseits gestellt wurde. Es war eine Ohnmachtserfahrung, als er merkte, dass er nichts für die Menschen dort tun kann, wenn sie ihm argwöhnisch und mit Vorbehalten begegnen. Neben den Erfahrungen und Zeichen seiner Macht, die dem Besuch in Nazareth vorausgehen,  steht dieses Ereignis, wo sie Jünger in die Erfahrung der Ohnmacht hineingenommen werden, als würden sie hineinwachsen in die Erfahrung des Kreuzes. Jesus kann nur wirken, wo sich ihm ein Mensch vertaruensvoll öffnet und wir dürfen uns die Frage stellen, ob er in meinem Leben wirken darf.
16 Minuten
folgt...
17 Minuten
Er muss eine eindrückliche und anziehende Gestalt gewesen sein, mit außergewöhnlicher Transparenz auf das Kommende, ein Mensch, ganz offen für Gott, der sich hat ansprechen lassen und der deshalb unzählige angesprochen hat.
11 Minuten
Es ist ein Lebensgesetz, das Jesus hier in den Mittelpunkt seines Gleichnisses vom Samen stellt, das unserem Empfinden diametral entgegensteht. Wenn wir im Alltag etwas planen und tun, dann gehen wir davon aus, dass wir mit unserem eigenen Einsatz und unserer Initiative ganz und gar dafür verantwortlich sind, ob etwas daraus wird. Wenn wir nur genug investieren, wird es schon  werden. So oder so ähnlich funktioniert unsere moderne Gesellschaft, in der alles auf Leistung und Machbarkeit angelegt ist. 

Das Wachstum, von dem Jesus spricht, verläuft anders: säen und pflanzen muss man, der Anfang will gesetzt werden, aber das, worauf es vor allem ankommt, das Größer- und Reiferwerden und zur eigentlichen Gestalt gelangen, so wie ein Baum, in dem die Vögel des Himmels nisten und Leben entfalten, das geschieht in der Kraft eines anderen - und ganz im Verborgenen, nicht sichtbar und in der Geduld des Warten-Könnens.
18 Minuten
Was Jesus über die Spaltung sagt, ist ein Wort, das ins Mark unserer Existenz, unserer Gemeinden und kirchlichen Gemeinschaften, ja sogar unserer Vereine und trifft: wenn ein Reich in sich gespalten ist, dann hat es keinen Bestand. Die Auslegung des heutigen Evangeliums (10. Sonntag) weist die Richtung zu einer neuen Einheit mit Gott und mit uns selbst, um inmitten alles Negativen, das um uns herum geredet wird, mit Stärke entgegenzutreten und in Widerständen standzuhalten.
19 Minuten
„Nicht nur ich lebe, sondern auch ihr sollt leben!“

Im Glaubensbekenntnis beten wir: „Wir glauben an den Heiligen Geist, der Herr ist und lebendig macht!“, und als Jesus im Verborgenen, als die Jünger hinter verschlossenen Türen sich versammelt haben, zu ihnen kommt, sagt er zu ihnen: „Empfangt den Heiligen Geist!“, damit sie anderen die Sündenvergebung zusprechen können. Es ist der Geist, der neues Leben schenkt, der von den Altlasten unseres Lebens befreit, damit der Mensch in neuer Freiheit leben kann. Dann ist es möglich, auch von diesem Leben an andere weiterzugeben, in jeder Begegnung, in jedem Wort, in jedem Gruß an andere, aber auch in der Verkündigung. Jesus haucht seine Jünger an, wie die Lesung heute sagt, und es ist der Geist der Versöhnung, den Jesus zuvor am Kreuz, in seinem Sterben, ausgehaucht hat, den die Jünger zuerst empfangen, bevor sie selbst zu Zeugen werden können.
17 Minuten
Ein kleiner Abschnitt aus dem Gebet Jesu am Abend vor seinem Tod gibt in inniger uns berührender Weise wieser, wie Jesus uns in die Liebe des Vaters hineinbetet. Hier sagt er auch, was sein Auftrag war, den er hier in die Hände des Vaters zurücklegt, nämlich der Menschheit göttliches, ewiges Leben zu geben: „Das ist das ewige Leben, dass sie dich, den einzigen wahren Gott erkennen.“ Nur das ist Leben, wenn es uns gelingt, die Mauer, die so oft zwischen uns und Gott besteht, zu durchbrechen. Und Jesus nimmt seine Jünger in seinen Lobpreis hinein und hält sie in seinen Händen dem Vater hin. Übergabe des Lebens an Gott, auch am Lebensende, ist etwas anderes als Gott das Leben zu entreißen und selbst ein Ende zu setzen.