Aldi ist seit 50 Jahren in den USA. Heute ist dasUS-Geschäft der größte Ländermarkt von Aldi Süd und der Discounter will weitermassiv wachsen: Bis Ende 2028 sollen es 3.200 Standorte sein. Doch selbst daskönnte erst der Anfang sein.
Warum funktioniert Aldi ausgerechnet in den USA so gut? Wieschafft es der Discounter, in einem stark markengetriebenen Markt mit rund 90Prozent Eigenmarken eine Fangemeinde aufzubauen? Und warum gelingt Lidl, das2017 mit großen Ambitionen in den US-Markt gestartet ist, bislang nichtdasselbe?
Darüber spricht Elena Kuss in dieser Folge von „Regalplatz“mit Markus Schröder. Der Handelsexperte kennt Aldi auch von innen: Er hatselbst als Einkäufer für den Discounter gearbeitet und sich zuletzt vor Ortangesehen, wie Aldi in den USA aufgestellt ist.
Schröder erklärt, warum das reduzierte Sortiment, dieEigenmarken, die kleinen Flächen und eine über Jahrzehnte aufgebauteMarkenstärke zusammenspielen. Er nimmt die Hörer mit in einen Aldi-Markt in LasVegas und zeigt am Beispiel des Käseregals, wie es Aldi gelingt, auf deutlichweniger Fläche ein aus seiner Sicht attraktiveres Sortiment zusammenzustellenals Walmart.
Auch Lidl USA kommt zur Sprache. Schröder analysiert, warumder Konkurrent trotz großer Investitionen bis heute Schwierigkeiten hat, in denUSA ausreichend Größe aufzubauen und weshalb regionale Übernahmen zumentscheidenden Hebel werden könnten.
Der Blick geht aber auch zurück nach Europa und Deutschland.Denn während das US-Geschäft wächst, sieht Schröder Aldi in einigeneuropäischen Märkten unter Druck. Gleichzeitig versucht Aldi Süd, internationalstärker zu bündeln und Synergien zu heben. Genau darin sieht Schröder einRisiko: Wenn lokale Geschmacksprofile bei den Eigenmarken verloren gehen,könnte Aldi an einer seiner wichtigsten Stärken rütteln.
Eine Folge über Aldis größten Wachstumsmarkt, denschwierigen US-Weg von Lidl und die Frage, welche Weichen Aldi Süd jetzt fürdie kommenden Jahre stellt.
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