Jura literarisch - Der Podcast Archiv
100 Episoden
29 Minuten
Geht im Krieg die Staatsräson dem Recht vor? Arnold Zweig antwortet in seinem Roman „Der Streit um den Sergeanten Grischa“ mit Bezug auf den Ersten Weltkrieg: leider ja. Das Völkerrecht bemüht sich seither verstärkt, das zu ändern.
30 Minuten
Der Roman „Der Fall Collini“ von Ferdinand von Schirach behandelt in der spannenden Einkleidung eines Kriminalfalls und eines Strafprozesses die juristische Problematik der Verjährung nationalsozialistischer Gewaltverbrechen.
30 Minuten
In England war es im 19. Jahrhundert für die Unterschicht praktisch unmöglich, eine legale Scheidung zu erreichen. Der Roman von Thomas Hardy „Der Bürgermeister von Casterbridge“ zeigt die daraus entstandenen menschlichen Tragödien.
28 Minuten
Der „Reineke Fuchs“ ist ein fast 1000 Jahre alter Erzählstoff. Johann Wolfgang von Goethes gleichnamiges Versepos ist eine Satire auf die menschlichen Zustände und das Recht in mehreren historischen Epochen.
30 Minuten
Das Theaterstück von Bertolt Brecht „Der kaukasische Kreidekreis“ propagiert den Glauben des Autors, dass durch Überwindung der bürgerlichen Rechtsordnung im Sozialismus eine gerechtere Gesellschaft entstünde.
30 Minuten
Die Novelle „Die Judenbuche“ von Annette von Droste-Hülshoff ist kriminologisch (welchen Einfluss haben Milieu und Umwelt für die Kriminalität?) und kriminalistisch (wie gelingt die Aufklärung von Straftaten?) interessant.
31 Minuten
Der Roman „Die Herren von Hermiston“ von Robert Louis Stevenson behandelt im Rahmen eines Vater-Sohn-Konflikts zwei grundlegende rechtliche Fragen: die Rolle des Richters und die Problematik der Todesstrafe.
31 Minuten
Voltaire, der große Aufklärer und Kämpfer für ein rechtsstaatliches Straf- und Strafprozessrecht, hat in seinem kurzen satirischen Roman „Candide“ unter all den Übeln der Welt auch das zu seiner Zeit geltende Recht angeprangert.
31 Minuten
Die Zehn Gebote der Bibel waren über Jahrhunderte Grundlage und Richtschnur auch des weltlichen Rechts in Europa. Thomas Mann schildert in seiner Novelle „Das Gesetz“, wie sie durch Mose dem Volk Israel verkündet wurden.
30 Minuten
Der Roman „Auferstehung“ ist eine Generalabrechnung Lew Tolstois mit den gesellschaftlichen und rechtlichen Zuständen im zaristischen Russland. Aber er predigt nicht den staatlichen Umsturz, sondern die christliche Nächstenliebe.
30 Minuten
Umberto Ecos Roman „Der Name der Rose“ spielt tief im Mittelalter, aber im Hintergrund des mysteriösen Geschehens steht eine Auseinandersetzung um ein fundamentales Prinzip des Verfassungsstaats: die Volkssouveränität.
28 Minuten
Die Kurzgeschichte „Wer schlug zuerst?“ von Jack London schildert zwei Gerichtsverfahren zu Schlägereien und illustriert daran den fundamentalen Rechtssatz „in dubio pro reo“ (im Zweifel für den Angeklagten).
31 Minuten
Heinrich Heine attackiert in seinem Gedicht „Deutschland. Ein Wintermärchen“ mit Witz, Ironie, Frivolität und Sarkasmus den preußischen Militarismus und Antiliberalismus, besonders die Zensur, der auch dieses Werk unterlag.
31 Minuten
Der Roman „Les Misérables“ von Victor Hugo ist viel mehr als die Vorlage zu einem sehr schönen Musical und Film. Dieses Plädoyer für soziale Gerechtigkeit lässt zugleich Grundlagen des modernen Verfassungsstaats erkennen.
29 Minuten
Das Völkerrecht hat das brutale Kolonialregime im Kongo Ende des 19. Jahrhunderts ermöglicht. Von ihm handelt die Erzählung „Herz der Finsternis“ von Joseph Conrad, die kongenial adaptiert wurde vom Film „Apocalypse Now“.