Jura literarisch - Der Podcast Archiv
100 Episoden
30 Minuten
Unter welchen Voraussetzungen ist ein Volksaufstand mit Tyrannenmord legitim? Diese Frage wird im Schauspiel „Fuente Ovejuna“ von Lope de Vega anlässlich tatsächlicher Ereignisse Ende des 15. Jahrhunderts in Spanien aufgeworfen.
30 Minuten
Der Roman „Erfolg“ von Lion Feuchtwanger beleuchtet die Anfänge der NSDAP, den Hitler-Putsch von 1923 und die beklagenswerte Rolle, die die verfassungsuntreue Justiz in den ersten Jahren der Weimarer Republik gespielt hat.
31 Minuten
Obwohl jemand eines Totschlags schuldig ist, wird er in Katherine Anne Porters Kurzroman „Wein vor Mittag“ von den Geschworenen freigesprochen. Aber die Gesellschaft treibt ihn in den Selbstmord. Zeigt sich etwa so die Geltung des Rechts?
30 Minuten
Albert Camus, Vordenker des Existenzialismus, wollte mit seinem Roman „Der Fremde“ seine Philosophie des Absurden untermauern. Er handelt von einer sinnlosen Tötung im kolonialen Algerien und einer fragwürdigen Verurteilung zum Tod.
30 Minuten
Der Roman „Die Verteidigung“ von Fridolin Schley veranschaulicht, wie die Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse 1945-1949 den Grundstein für das heute geltende Völkerstrafrecht der Verbrechen gegen den Frieden und die Menschlichkeit legten.
30 Minuten
William Shakespeares Schauspiel „Maß für Maß“ ist ein Klassiker von Law and Literature: Es erörtert die unterschiedlichen Zwecke des staatlichen Strafens und veranschaulicht das Funktionieren des Rechts im Absolutismus.
30 Minuten
Das Drama „Mord im Dom“ von T. S. Eliot behandelt ein tatsächliches historisches Ereignis von 1170 im Kampf um die Vorherrschaft zwischen weltlicher und geistlicher Macht. Im demokratischen Verfassungsstaat ist das Problem gelöst.
30 Minuten
Das Brandmal des großen A (für „adulteress“, Ehebrecherin) ist „Der scharlachrote Buchstabe“ des gleichnamigen Romans von Nathaniel Hawthorne. Über die bedauernswerte Geschichte einer Frau hinaus geht es um den Rechtsgehorsam.
31 Minuten
Die Hexenverfolgung in der frühen Neuzeit war ein besonders düsteres Kapitel der europäischen Rechtsgeschichte. Die Erzählung „Das Hexengericht“ von Leonardo Sciascia macht das in bedrückender Weise anschaulich.
30 Minuten
Der Roman „Bleak House“ von Charles Dickens schildert, wie das englische Kanzleigericht, das gegründet worden war, um den Formalismus im Recht zu überwinden, zu einem Hindernis für den gesellschaftlichen Fortschritt wurde.
31 Minuten
Die „Merkwürdigen Rechtsfälle“ des französischen Juristen und Schriftstellers François Gayot de Pitaval enthält auch die Geschichte der Giftmörderin Marquise von Brinvillier, die durch Berufung auf das Beichtgeheimnis der Todesstrafe zu entgehen sucht.
31 Minuten
Der Roman „Der Mann ohne Eigenschaften“ von Robert Musil schildert die geistigen Auseinandersetzungen vor Ausbruch des 1. Weltkriegs in Wien. Juristisch geht es um die strafrechtliche Zurechnungsfähigkeit am Beispiel eines Frauenmörders.
31 Minuten
Der Mord des Jurastudenten Rodion Raskolnikow an einer Pfandleiherin hat im Roman „Verbrechen und Strafe“ von Fjodor Dostojewskij verschiedene Strafen zur Folge: außer der vom Gericht verhängten staatlichen eine gesellschaftliche und eine religiöse.
31 Minuten
Der Roman „Ragtime“ von E. L. Doctorow ist eine moderne amerikanische Version der Erzählung „Michael Kohlhaas“ von Heinrich von Kleist. Hier wie dort wird für rechtsstaatlichen Rechtsschutz zur Verhinderung von Selbstjustiz plädiert.
30 Minuten
In der Erzählung „Oberst Chabert“ von Honoré de Balzac geht es vordergründig um die juristische Problematik eines Vergleichs. Vor allem aber muss ein verschollen geglaubter Soldat um sein Recht kämpfen.