Jura literarisch - Der Podcast Archiv
100 Episoden
31 Minuten
Die dritte Strophe von August Heinrich Hoffmann von Fallerslebens Gedicht „Das Lied der Deutschen“ dient uns heute als Nationalhymne. Bis dahin hat es eine wechselvolle Geschichte mit interessanten juristischen Implikationen durchgemacht.
28 Minuten
Charles de Montesquieu ist wegen seiner Lehre der Gewaltenteilung als Staatstheoretiker bekannt. In seinem belletristischen Frühwerk, dem Briefroman „Persische Briefe“, entwickelt er schon Gedanken zur Gerechtigkeit in der Gesellschaft.
30 Minuten
Der Roman „Der Untertan“ von Heinrich Mann ist eine satirische Generalabrechnung mit dem Kaiserreich und besonders der Figur des Kaisers Wilhelm II. Mit Anklagen wegen Majestätsbeleidigung sollte die Opposition mundtot gemacht werden.
29 Minuten
Eine allzu harte Justiz kann Menschenleben zerstören. Das zeigt der Literaturnobelpreisträger John Galsworthy in dem Theaterstück „Justiz. Eine Tragödie“. Die heutigen Strafzumessungsregeln versuchen, das nach Möglichkeit zu verhindern.
29 Minuten
Der Roman „Die Dirne Elisa“ von Edmond de Goncourt prangert die Unmenschlichkeit des Strafvollzugs im 19. Jahrhundert in Frankreich an. Dort galt ein Schweigegebot, das heißt ein Verbot der Kommunikation zwischen den Gefangenen.
29 Minuten
Der „hard-boiled“-Kriminalroman „Rote Ernte“ von Dashiell Hammett zeichnet ein schreckliches Bild vom Zustand der Gesellschaft der USA in den 1920er Jahren und von der Geltung und Durchsetzung des Rechts, das des Privatdetektivs bedarf.
27 Minuten
Friedrich Schiller weist in seiner Erzählung „Der Verbrecher aus verlorener Ehre“ im Geist der Aufklärung auf die gesellschaftlichen Ursachen der Kriminalität hin und plädiert dafür, dem Straftäter den Weg zurück in die Gesellschaft zu ermöglichen.
30 Minuten
Die „Geschichte einer Stadt“ von Michail Saltykow-Schtschedrin ist eine beißende politische, rechtliche und gesellschaftliche Satire, die die Dummheit, Inkompetenz, Grausamkeit und Rechtlosigkeit der Zarenherrschaft in Russland anprangert.
31 Minuten
Das angebliche „Recht des Stärkeren“ ist kein Recht, sondern nur Gewaltausübung. Das macht Jean de La Fontaine in seinen „Fabeln“ auf ironische Weise deutlich. Auch die absolutistische Herrschaft muss durch das Recht beschränkt werden.
29 Minuten
„Die Richterin“ in der so betitelten Novelle von Conrad Ferdinand Meyer steht im Mittelpunkt einer verwickelten mittelalterlichen Kriminalgeschichte. Handelt es sich um das „Hohelied des Gewissens“ oder die dichterische Verarbeitung eines Inzests des Autors?
30 Minuten
Die „Geschichte des Fräuleins von Sternheim“ von Sophie von La Roche aus dem Jahr 1771 ist der erste von einer Frau publizierte und breit rezipierte deutsche Roman. Er propagiert die Tugendlehre des aufklärerischen deutschen Naturrechts.
30 Minuten
Auch die Gerichte waren ein Teil der Kolonialherrschaft Großbritanniens über Indien. Am Beispiel der strafrechtlichen Verfolgung eines unschuldigen Inders kritisiert der Roman „Auf der Suche nach Indien“ von E. M. Forster jeglichen Kolonialismus.
29 Minuten
Das Schauspiel „Die Weber“ von Gerhart Hauptmann nutzt den historischen Aufstand der schlesischen Textilarbeiter von 1844 zu einem flammenden Aufruf gegen die Ausbeutung der Arbeiter und für mehr soziale Gerechtigkeit im Kaiserreich.
30 Minuten
Ämterpatronage, d. h. die Ernennung, Beförderung und Versetzung von Beamten aus parteipolitischen Gründen, verstößt gegen das Grundgesetz. Martin Walser prangert diese Praxis in seinem halb-dokumentarischen Roman „Finks Krieg“ an.
30 Minuten
Der Roman „Sonnenfinsternis“ von Arthur Koestler, einem ehemaligen Funktionär der Kommunistischen Partei, über die Moskauer Schauprozesse von 1936 bis 1938 ist eine schonungslose Abrechnung des bekehrten Autors mit dem Stalinismus.