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Jura literarisch - Der Podcast Archiv

100 Episoden
29 Minuten
In seinem Roman „Amelia” führt Henry Fielding das vom Polizisten bis zum Friedensrichter korrupte Rechtspersonal in England im 18. Jahrhundert vor und fordert zur Überwindung von Günstlingswirtschaft und Klientelismus die strikte Bestenauslese.
29 Minuten
Lew Tolstoi zeigt in seinem Roman „Anna Karenina” die gesellschaftlichen Probleme der Diskriminierung der Frauen und der krassen ökonomischen Ungleichheit im Zarenreich des 19. Jahrhunderts, aber er setzt nicht auf Lösungen durch das Recht.
29 Minuten
Die Erzählung „Billy Budd“ von Herman Melville, spielt im Seekrieg zwischen England und Frankreich 1797 und behandelt das Problem des Ausnahmezustands: Darf bei einer Gefahr, der anders nicht begegnet werden kann, das Recht gebrochen werden?
29 Minuten
Mit dem rätselhaft-verwirrenden Monolog eines früheren Rechtsanwalts zeigt Albert Camus in seinem Kurz-Roman „Der Fall“, dass die Verantwortung für bzw. die Verpflichtung gegenüber den Mitmenschen eine Voraussetzung der Demokratie ist.
31 Minuten
Die Politik versucht immer wieder, die Rechtsprechung zu beeinflussen. Émile Zola, berühmt für seinen Kampf gegen Missstände in der Justiz in Frankreich am Ende des 19. Jahrhunderts, hat dies in seinem Roman „Das Tier im Menschen“ angeprangert.
30 Minuten
Gabriel García Márquez‘ Roman „Chronik eines angekündigten Todes“ handelt von dem Freispruch für einen Ehrenmord in Kolumbien und wirft das Problem der Kollektivschuld auf, das nach 1945 in Deutschland eine große Rolle gespielt hat.
31 Minuten
Honoré de Balzacs historischer Kriminalroman „Eine dunkle Geschichte“ beleuchtet einen politischen Prozess in der napoleonischen Zeit und die Wirkung der seit 1789 neuen Prinzipien für das Strafverfahren: Geschworenengerichte und Öffentlichkeit.
32 Minuten
Kann aus Gewalt Recht entstehen? Im Fall einer erfolgreichen Revolution des Volkes wie 1789 in Frankreich und 1918 in Deutschland lautet die Antwort: Ja. Georg Büchners Drama „Danton’s Tod“ illustriert das für die Französische Revolution.
30 Minuten
In Fällen des Wechsels des Rechtssystems stellt sich für Juristen das Problem, ob sie weiter ihren Beruf ausüben können. Ivan Klíma behandelt es in seinem Roman „Richter in eigener Sache“ für die kommunistische Tschechoslowakische Republik.
30 Minuten
„Das Narrenschiff“ von Sebastian Brant aus dem Jahr 1494 formuliert Voraussetzungen für ein gelingendes geordnetes Zusammenleben im Staat, fordert Freiheit für die Menschen und geißelt in satirischen Versen Missstände in der Rechtsprechung.
30 Minuten
In der Novelle „Der Pfarrer von Veilby“ von Steen Steensen Blicher wird ein Pfarrer wegen eines Mordes, den er nicht begangen hat, hingerichtet. Die immer möglichen Justizirrtümer sprechen entscheidend für die Abschaffung der Todesstrafe.
29 Minuten
Welche enorme Bedeutung das Erbrecht für die sozialen Unterschiede der Menschen im Staat hat, zeigt der frühe Detektiv- und Kriminalroman „Die Frau in Weiß“ von Wilkie Collins, der um die Mitte des 19. Jahrhunderts in England spielt.
29 Minuten
Der Roman „Der Reparierer“ von Bernard Malamud zeigt, wie die Strafverfolgungsorgane und die Justiz Anfang des 20. Jahrhunderts im zaristischen Russland im Dienst von dessen reaktionärer und antisemitischer Politik stehen.
29 Minuten
Dem „Wachtposten“ vor dem Zarenpalast war bei Todesstrafe ausnahmslos verboten, seine Stellung zu verlassen. In Nikolai Leskows gleichnamiger Erzählung tat er es trotzdem, um einen in der Newa Ertrinkenden zu retten. War diese Tat strafbar?
30 Minuten
Braucht der Staat Streitkräfte? Diese Frage behandelt Wolfgang Koeppen in seinem politischen Roman „Das Treibhaus“ anhand der Diskussion um die Wiederbewaffnung der gerade gegründeten Bundesrepublik Deutschland Anfang der 1950er Jahre.
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