Ich merke, wie mich viele Gedanken, Ereignisse, Bereiche meines
Lebens bewegen und die Gedanken und Gefühle sich manchmal richtig
überschlagen. Dabei nehme ich auch wahr, wie ich Manches
„weiterscrolle“, weil es mich überfordert und die Angst in mir
aufkommt. Gerade wenn ich „dran“ bin ein Stufen.aufs.Ohr zu
schreiben, merke ich wie viel mich eigentlich beschäftigt.
„Was ist dieses Mal dran?“ Welches Bibelwort bewegt mich? Gilt
es, etwas zu sagen, oder anzusprechen?
In den letzten Wochen habe ich bei uns im Ort den Kurs „Farbe
kommt in dein Leben“ gehalten. Immer wieder kommt man dabei auf
die Farbe GRAU zu sprechen - die auch das Bodenbild immer wieder
bedeckt. In der 4. Einheit liegt sogar noch ein Netz über den
grauen Tüchern - worin man sich „verfangen“ oder hängenbleiben
kann und mal gern durch die „Maschen schlüpfen würde“…
Das Grau, das über allem liegt. Manchmal ist es wie ein Nebel um
mich.
Die Nachrichten der Erderwärmung. Die Nachrichten der Abwertung
von Menschen auf viele verschiedene Arten. Die Nachrichten der
Ungerechtigkeit von Arm und Reich und von Gewalt. Die
Hilflosigkeit, wie man all diese „Probleme“ miteinander lösen
soll. Die Suche wie im Nebel nach Antworten, wie ein Miteinander
in dieser globalen Vielfalt gehen könnte.
Das kann wie zu einem Strudel werden, der mich nach unten zieht
in die Hoffnungslosigkeit. Ins Aufgeben. In das Gefühl, das
nichts etwas bringt.
Doch das ist eine Lüge.
In diesem Strudel der Hoffnungslosigkeit ist ein Stab zum
Festhalten, den uns unser Gott der Hoffnung zu-streckt und dabei
zuruft:
Setzte deine Hoffnung auch mich und du bekommst neue Kraft.
Jesaja 40,31
Ich bin die Quelle des Lebens und gebe dir Kraft und Stärke durch
Christus. Phil 4,13
Ich habe dich geschaffen in Jesus Christus, zu guten Werken, die
Gott zuvor bereitet hat, dass ihr darin wandeln sollen. Eph. 2,10
Diese Farbpunkte, Hoffnungslichter aus der Bibel treffen mein
Herz, durchdringen den Nebel, helfen mir dem
Überforderungs-Gefängnis zu entkommen.
Ich sehe wieder Licht. In dieser Welt.
Ich spüre wieder Kraft und Hoffnung - trotz der Angst und
Überforderung - und will vertrauen:
Gott hat mich gemacht, für diese Welt, für diese Zeit, um in
dieser Welt zu leben -
mit meinen Gaben, mit meiner Kraft, mit dem, was ich habe - um
ein leuchtender Farbkleks Jesu Liebe zu sein.
Leuchtest du mit in deiner Farbe?
Eine gesegnete Woche wünscht Damaris Friedrich
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