Frankreich führt vor, wie hohe Schulden, anhaltende Defizite und
politische Blockaden zusammenwirken. Steigende Zinsen verschärfen
das Problem. Das gilt aber keineswegs nur bei unseren
französischen Nachbarn.
Warum ist langfristiges Geld teurer geworden? Wie lange lässt
sich die wachsende Zinsrechnung durch alte Niedrigzinsverträge
abfedern? Und können sinkende Realzinsen die Staaten entlasten?
So unwahrscheinlich, wie das klingt, ist es nicht. Auch frühere
Phasen der Zinssteigerung nach längeren Phasen real sinkender
Zinsen dauerten nach Analysen der Wirtschaftshistorikers Paul
Schmelzing nur rund zehn Jahre. Wiederholt sich dieses Muster,
haben wir den Zinshöhepunkt bereits hinter uns. Das ist eine gute
Nachricht für die Staaten, aber eine schlechte für Gläubiger und
Sparer.
Im Gespräch mit dem Wirtschaftshistoriker und
Finanzwissenschaftler Dr. Paul Schmelzing, Professor für Finanzen
am Boston College, diskutiert Daniel Stelter die konkurrierenden
Erklärungen und die Frage, was die Geschichte der Zinsen uns
lehrt.
Hinweis
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Hörerservice
Paper Eight centuries of global real interest rates, R-G,
and the ‘suprasecular’ decline, 1311–2018 (Januar 2020)
von Paul Schmelzing, Bank of England:
https://t1p.de/firub
Beitrag Long-Run Trends in Long-Maturity Real Rates
1311–2022 (August 2024) von Kenneth S. Rogoff, Barbara
Rossi und Paul Schmelzing in American Economic Review:
https://t1p.de/5abp8
Paper The Liquidation of Government Debt (2015)
von Carmen M. Reinhart und M. Belen Sbrancia, Internationaler
Währungsfonds: https://t1p.de/iscx0
IWF-Pressebriefing Rodrigo Valdés: Warnung vor
fiskalischen Risiken (14. Oktober 2026), Video und
Originalwortlaut: https://t1p.de/5rh02
Beitrag How nervous are bond markets about
France? (23. Oktober 2026) von Toby Nangle in FT
Alphaville (Bezahlschranke):
https://t1p.de/xvd7k
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