„Ein Ziel ohne Plan ist nur ein Wunsch.“ Dieses bekannte Zitat
des französischen Piloten und Schriftstellers Antoine de
Saint-Exupéry, dem Autor von Der kleine Prinz, bringt auf den
Punkt, worum es in dieser Folge der BigPoolTheory geht: Wie wird
aus einer Vision eines Schwimmers ein konkretes Ziel – und wie
entsteht daraus schließlich ein Plan?
Gemeinsam mit unserem Gast Anna Ehlert spricht unser Host Lukas
Mundelsee darüber, warum es nicht ausreicht, einfach nur große
Ziele zu formulieren. Was macht eine gute Zielsetzung aus? Wie
lassen sich langfristige Visionen in konkrete Etappen und
Handlungsschritte übersetzen? Und welche Rolle spielen
Trainer:innen dabei, einen Plan zu entwickeln, der nicht nur auf
dem Papier gut aussieht, sondern auch im Trainingsalltag
funktioniert?
Dabei geht es auch um die Frage, wie viel Planung im
Leistungssport sinnvoll ist und wo Flexibilität gefragt bleibt.
Denn der Weg zum Ziel verläuft selten genau so, wie man ihn
ursprünglich geplant hat.
Eine Folge über Visionen, Ziele und Pläne - und darüber, wie aus
einem Wunsch tatsächlich ein Weg werden kann.
Die Webseite von Anna erreicht ihr unter:
https://www.boostsportpsychologie.com/
Einige Tipps zur Zielsetzung bei Schwimmer:innen findet
ihr in folgendem Artikel auf der Webseite von Lukas:
https://mundelsee.de/motivationstipps-fuer-schwimme/
Wissenschaftlicher Hintergrund und weiterführende
Literatur
Wer sich wissenschaftlich etwas intensiver mit dem Thema
Zielsetzung im Schwimmsport beschäftigen möchte, findet hier
einige Studien, die wir in der Folge integriert haben:
Burton (1989): Winning Isn't Everything. Die
Studie mit 30 College-Schwimmer untersuchte ein
saisonbegleitendes Zielsetzungstraining. Die Ergebnisse
unterstreichen die Bedeutung konkreter, persönlicher
Leistungsziele gegenüber dem alleinigen Streben nach
Ergebniszielen. Zum Artikel (DOI)
Theodorakis (1995): Effects of Self-Efficacy,
Satisfaction, and Personal Goals on Swimming
Performance. In einer Untersuchung mit 42
Teilnehmenden zeigte sich eine Verbesserung der
Schwimmleistung nach der Formulierung persönlicher Ziele. Die
Studie beleuchtet zudem das Zusammenspiel von Zielsetzung,
Selbstwirksamkeit und bisheriger Leistung. Zum Artikel (DOI)
Simões et al. (2012): Effects of a Process-Oriented
Goal Setting Model on Swimmer’s Performance. In der
Studie wurden neun Leistungsschwimmer über zwei Jahre
begleitet. Während einer Saison mit einem zielorientierten
mentalen Trainingsprogramm verbesserten sich die Leistungen.
In der anschließenden Saison ohne entsprechende Intervention
gingen die Leistungen wieder zurück. Zum Artikel (DOI)
Mous & Iserbyt (2025): The Effect of Goal-Setting
on University Students’ Swimming Performance. Eine
Interventionsstudie mit 120 Studierenden untersuchte die
Kombination aus Zielsetzung, Selbstbeobachtung und
öffentlicher Dokumentation. Die Interventionsgruppe erzielte
stärkere Verbesserungen bei verschiedenen
Schwimmleistungsmaßen als die Vergleichsgruppe. Zum Artikel
(DOI)
Simić (2023): Goal-Setting Interventions in Sports:
Public Goal Monitoring Improves Swimmers’ Motivation and
Performance. Bei 42 jungen Schwimmer wurde
untersucht, wie sich private und öffentliche Zielüberwachung
auswirken. Die öffentliche Dokumentation der Ziele ging mit
einer höheren Trainingsanwesenheit und besseren Leistungen
gegenüber der Kontrollgruppe einher. Zum Artikel (DOI)
Ferchichi et al. (2026): Effects of Personalized
Time-Trial Goal Setting on Swimming Performance and
Psychological Profiles in Competitive Swimmers. Eine
achtwöchige Interventionsstudie mit 24 jugendlichen
Schwimmer:innen zeigte, dass individuell festgelegte
Zeitzielvorgaben mit größeren Leistungsverbesserungen
einhergingen als die Aufforderung, einfach das Beste zu
geben. Gleichzeitig wurden stärkere negative Veränderungen
der emotionalen Befindlichkeit beobachtet - ein Hinweis
darauf, dass ambitionierte Ziele auch psychologisch gut
begleitet werden sollten. Zum Artikel (DOI)
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