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Der jüngste Film „Becoming Kim“, der in Dresden geborenen und in
Leipzig lebenden Filmemacherin Susanne Kim, wurde bereits im Mai
2026 bei DOK München gezeigt. Ab August lief er bundesweit in den
Kinos. Im September kam- und im November kommt „Becoming Kim“ im
Rahmen von Let’s Dok, den Aktionstagen für Dokumentarfilm, auf die
Leinwand. Der Film erzählt von einer Beziehung zwischen zwei
Menschen aus zwei Kulturen, die dann oft nicht nur eine private
Angelegenheit ist. Susanne Kim erzählt von ihrer
deutsch-koreanischen Ehe und davon, wie die Liebe, die Erwartungen,
die Rollenbilder im Alltag immer wieder neu betrachtet und
ausgehandelt werden müssen. Ihr Mann Jeong Rae kehrte 2020 nach
Korea zurück und teilte Susanne Kim ein Jahr später am Telephon
mit, daß er mit seiner Mutter in Wonju einen Hähnchengrill eröffnen
wird. Ihre Erwiderung: „Dann mache ich jetzt einen Film über uns“.
Sie habe immer schon ein Interesse an dem, wie Ehen, Familien,
Beziehungen zwischen Menschen funktionieren, sagt Susanne Kim, wie
solch ein Mikrokosmos das gesellschaftliche Ganze widerspiegelt.
Aber Susanne Kim wollte auch im ureigenen Interesse erfahren, wie
koreanische Vorstellungen auf deutsche, ostdeutsche Prägungen
treffen und jongliert selbst vor der Kamera in den Rollen als
Ehefrau, Mutter und Künstlerin.

In Dresden wurde Susanne Kim 1976 geboren. Das 3. bis 9. Lebensjahr
verbrachte sie mit den Eltern in Syrien. Kurz vor dem Mauerfall
1989 flüchtete die Familie über Ungarn und Österreich in die
Bundesrepublik und lebte fortan bayerischen Neumarkt. Nach dem
Abitur studierte Susanne Kim bis 2003 an der Universität Leipzig
Journalistik und Politikwissenschaften. Parallel dazu besuchte sie
2001/ 2002 das European Film College in Ebeltoft/ Dänemark. Ihr
erster Kurz-Dokumentarfilm „Zusammengebacken“ aus dem Jahr 2003
lief auf mehreren internationalen Festivals. 2005 nahm sie am
Berlinale Talent Campus teil und 2007 am Nachwuchsprogramm für
Filmschaffende TP2 in Erfurt. Dort entwickelte sie die Idee für
ihren ersten langen Dokumentarfilm. In „White Box“ portraitierte
Susanne Kim Empfänger von Arbeitslosengeld II/ Hartz IV in der
Stadt Löbau. 2010 wurde er bei DOK Leipzig uraufgeführt. 2011 nahm
Susanne Kim an der Professional Media Master Class für
dokumentarische Filmpraxis und Medienkunst der
Werkleitz-Gesellschaft in Halle teil. Dort entstand ihr Kurzfilm
„Die Bande“, der ebenfalls bei DOK Leipzig vorgestellt wurde. 2016
folgte „Trockenschwimmen“, der auch vor dem Kinostart bei DOK
Leipzig zur Uraufführung kam. 2021 feierte „Meine Wunderkammern“
beim International Documentary Film Festival Amsterdam Weltpremiere
und kam in die Kinos. Susanne Kim engagiert sich bei „Andoken Ost“,
einem Verein zur Förderung der Dokumentarfilmkultur in Sachsen,
Sachsen- Anhalt und Thüringen, der sich für den hiesigen
Dokumentarfilm einsetzt.

Moderation Carsten Tesch

Redaktion: Angelika Zapf
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„MDR Kultur trifft Susanne Kim“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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