Eigentlich hatten wir für diese Woche eine andere Folge geplant.
Dann erreichte uns die Nachricht einer Hörerin aus der Schweiz.
Ihre Tochter besucht ein Gymnasium und möchte später Tierärztin
werden. Ein Lehrer verweigerte ihr den Nachteilsausgleich mit der
Begründung, dass man mit LRS eben nicht aufs Gymnasium gehöre.
Fehlerfreies Lesen und Schreiben seien schließlich Voraussetzung
für eine akademische Laufbahn.
Der Mutter blieb die Spucke weg. Uns auch.
Deshalb sprechen wir in dieser Folge darüber, was hinter solchen
Aussagen steckt – und wie Eltern darauf ruhig, klar und
argumentativ reagieren können.
In dieser Folge geht es darum,
· warum eine LRS nichts
über die Intelligenz eines Kindes aussagt,
· weshalb Lese- und
Rechtschreibschwierigkeiten nicht mit fehlendem Verständnis
gleichgesetzt werden dürfen,
· warum ein
Nachteilsausgleich die fachlichen Anforderungen nicht automatisch
senkt,
· worin sich
Nachteilsausgleich und Notenschutz unterscheiden,
· weshalb faire
Bedingungen nicht immer bedeuten, dass alle exakt dasselbe
bekommen,
· warum Hilfsmittel
keine fachlichen Antworten liefern,
· weshalb der Satz „Im
späteren Leben gibt es das auch nicht“ an der Wirklichkeit
vorbeigeht,
· warum Förderung und
Nachteilsausgleich zwei unterschiedliche Aufgaben haben,
· und wie Eltern
reagieren können, wenn aus einer LRS plötzlich ein Urteil über
die gesamte schulische oder berufliche Zukunft ihres Kindes wird.
Wir geben euch außerdem konkrete Sätze für das nächste Gespräch
mit.
Wichtig: Die Regelungen zum Nachteilsausgleich unterscheiden sich
in Deutschland je nach Bundesland und in der Schweiz je nach
Kanton. Welche Maßnahme im Einzelfall möglich ist, muss deshalb
immer anhand der dort geltenden Vorgaben geprüft werden.
Was aber überall gelten sollte: Persönliche Vorurteile einer
Lehrkraft sind keine sachliche Begründung dafür, einem Kind einen
Bildungsweg abzusprechen.
Ein Kind mit LRS hat keine Garantie auf ein Studium. Die hat kein
Kind. Aber es darf nach seinen tatsächlichen Fähigkeiten
beurteilt werden, große Ziele haben und Unterstützung nutzen,
ohne sich dafür rechtfertigen oder schämen zu müssen.
Unser Buch
Genau für solche Situationen haben wir „FamilienStark trotz LRS –
Das Mutmachbuch für Eltern“ geschrieben.
Nicht, damit Eltern anschließend noch mehr üben, noch mehr
erklären und noch mehr Aufgaben der Schule übernehmen. Sondern
damit sie ihrem eigenen Blick auf ihr Kind vertrauen, falschen
Grenzen widersprechen und freundlich unbequem bleiben können.
Direkt im BoD-Buchshop bestellen:
https://buchshop.bod.de/familienstark-trotz-lrs-corinna-milinski-9783696709846
Wenn ihr unser Buch bereits gelesen habt, freuen wir uns sehr
über eure Rückmeldung und natürlich auch über eine ehrliche
Rezension bei Amazon. Damit helft ihr unserem Buch, von weiteren
Familien gefunden zu werden.
Mehr von „FamilienStark trotz LRS“
Alle Podcastfolgen:
https://www.corinnamilinski.de/podcast/
Auf Spotify hören und abonnieren:
https://open.spotify.com/show/7m8aB1cYrWB6mhYJzuDsM0
Unsere Facebook-Community „FamilienStark trotz LRS“:
https://www.facebook.com/groups/1428148404282108/
Instagram:
https://www.instagram.com/corinnamilinskide/
TikTok:
https://www.tiktok.com/@corinnamilinski
ElternRAT – individuelle Beratung für Eltern:
https://www.corinnamilinski.de/elternrat/
Mehr über uns und unsere lerntherapeutische Arbeit bei
„anders lernen“:
https://www.corinnamilinski.de/
Welche Vorurteile über LRS sind euch schon begegnet? Welche
Aussage hat euch sprachlos gemacht – und was hättet ihr im
Nachhinein gern geantwortet?
Schreibt uns eure Erfahrungen gern bei Instagram oder in unserer
Facebook-Gruppe.
Wenn euch die Folge gefällt, abonniert „FamilienStark trotz LRS“
und empfehlt den Podcast gern weiter.
Kommentare (0)
Melde dich an, um einen Kommentar zu schreiben.