ChatGPT, Google und Claude zitieren für ihre Antworten zu
Österreich-Urlauben über 111.000 verschiedene Seiten, doch ein
kleiner Kern von 1,5 Prozent trägt mehr als ein Drittel aller
Zitate. Wer verstehen will, warum ein Hotel, eine Region oder ein
Ausflugsziel in KI-Antworten vorkommt, muss wissen, woher die KI
ihre Informationen holt. Grundlage ist eine Studie mit 154
Gästefragen, fünf Monaten Beobachtung und über 1,1 Millionen
ausgewerteten Quellenverweisen.
Die Studie zum Download: KI-Sichtbarkeit im
Österreich-Tourismus 2026 auf kinet.ai
Mind/Machine ist der Podcast zur künstlichen und emotionalen
Intelligenz. Manuela Machner bringt den Blick auf KI im Tourismus
und in KMU ein, Eliot Mannoia die Perspektive der digitalen
Psychologie. Gemeinsam übersetzen sie KI-Entwicklungen in
konkrete Entscheidungen für Betriebe.
Was dich in dieser Folge erwartet:
Wie KI-Systeme Quellen auswählen
KI-Suchen funktionieren nicht wie die alte Google-Linkliste. Die
Systeme versuchen die Absicht hinter einer Frage zu verstehen und
prüfen über mehrere Quellen, ob ein Angebot wirklich passt. Die
kleinen grauen Quellenhinweise zeigen, welche Seiten eingeflossen
sind.
Was die Studie gemessen hat
154 deutschsprachige Gästefragen zu Österreich wurden von April
bis August 2026 täglich in ChatGPT, Google AI Mode, Google AI
Overviews, Perplexity und Copilot gestellt, ab August auch in
Claude. Ausgewertet wurden 1.140.482 Quellenverweise.
Der Titel entscheidet mit
Bei häufig zitierten Seiten steht der Kernbegriff der Gästefrage
zu 87 Prozent im Titel, bei nur einmal zitierten Seiten zu 50
Prozent. Blumige Titel wie „Weiter Blick in die Bergwelt“
beantworten keine Gästefrage. Eliot erklärt, warum Inspiration in
der Entdeckungsphase wirkt, konkrete Aussagen aber dann, wenn
jemand buchen will.
Jedes System tickt anders
63,8 Prozent der Domains erscheinen nur in einem einzigen
KI-System. Google liebt Unternehmensprofile und Bewertungen,
ChatGPT bevorzugt offizielle Quellen, Claude greift stark auf
englischsprachige Seiten zu.
Breit aufstellen statt auf ein Pferd setzen
Wer nur auf ein Tool setzt, verliert bei jeder Systemänderung.
Wichtig ist, die eigenen Stärken klar zu definieren und auf
starken Seiten wie Destinationsseiten, Google-Unternehmensprofil
und Portalen zu platzieren.
Der USP bist oft du selbst
Kleine Betriebe unterschätzen ihr Wissen: das Bankerl mit dem
besten Ausblick. Gäste fragen, was ihnen gefällt, liefert
konkrete Inhalte, die KI-Systeme zitieren können.
Häufig gestellte Fragen:
Woher nehmen KI-Systeme ihre Antworten zu
Urlaubsfragen?
Aus vielen Quellen gleichzeitig: Portale, Destinationsseiten,
Google-Unternehmensprofile, Betriebswebsites und sogar
YouTube-Videos. Welche Quellen genutzt werden, unterscheidet sich
je nach System deutlich.
Kann ein kleiner Betrieb in KI-Antworten vorkommen?
Ja. Rund 30 Prozent der Zitate im August führten auf Seiten, die
im April noch nicht zitiert wurden. Neue, konkrete Inhalte werden
oft schon nach wenigen Tagen aufgegriffen.
Sollte eine veraltete englische Website online
bleiben?
Besser überarbeiten oder offline nehmen. Manche KI-Systeme
bevorzugen englische Seiten und lesen dann nur diese, nicht die
deutsche Version.
Wo finde ich die Studie?
Kostenlos zum Download auf kinet.ai.
Erwähnte Links:
Folgenseite: mind-machine.at/episoden/folge-130
Studie KI-Sichtbarkeit im Österreich-Tourismus 2026
GEO-Monitor Österreich: laufende Auswertung
Über die Hosts:
Manuela Machner ist Gründerin von KiNET.ai, KI-Beraterin,
Keynote-Speakerin und Trainerin mit Fokus auf Tourismus und KMU.
Sie hat das GEO-Leitsystem entwickelt und zeigt Betrieben, wie
sie in KI-Antworten sichtbar werden. www.kinet.ai
Eliot Mannoia ist digitaler Psychologe und beschäftigt
sich mit der Wirkung von Technologie auf Menschen, Marken und
Entscheidungen. www.brandkarma.at
Mind/Machine hörst du auf Spotify, Apple Podcasts und Amazon
Music. Alle Folgen findest du auf www.mind-machine.at
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