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Websites, Blogbeiträge und Newsletter werden heute nicht mehr nur
von Menschen gelesen, sondern immer öfter von KI-Systemen wie
ChatGPT oder Google. Wer digitale Inhalte erstellt, muss sich
deshalb entscheiden, für wen er schreibt, und lernen, beide
Seiten in Einklang zu bringen.

Mind/Machine ist der Podcast über das Zusammenspiel von Mensch
und künstlicher Intelligenz. Manuela Machner bringt die Sicht auf
KI-Sichtbarkeit und Tourismus ein, Eliot Mannoia die Sicht der
digitalen Psychologie. Gemeinsam zeigen sie, was KI für
Unternehmen, Marketing und Gesellschaft praktisch bedeutet.

Was dich in dieser Folge erwartet:

80 Prozent für die Maschine, 20 Prozent für den Menschen

Manuela schreibt erklärende Inhalte wie Blogbeiträge inzwischen
gezielt für KI-Systeme: Struktur, Titelwahl und Aufbau sind
darauf ausgelegt, als Quelle zitiert zu werden. Schnelle
Social-Media-Beiträge richten sich weiterhin an Menschen, und
auch Eliot schreibt noch primär für sie.

Was die eigenen Zugriffszahlen verraten

Am Beispiel ihrer eigenen Website zeigt Manuela, wie stark sich
Anzeige und Klick auseinanderentwickeln: Hunderttausende
Einblendungen in der klassischen Suche, wenige tausend Klicks und
zehntausende Nennungen als Quelle in KI-Systemen. Durch
Zero-Click-Search bekommen viele ihre Antwort, ohne die Website
zu besuchen.

Human Check: menschenzentriert, aber
systematisch

Eliot stellt Human Check vor, ein Werkzeug, das digitale
Schnittstellen wie Websites, Newsletter oder Checkout-Seiten
anhand psychologischer Grundbedürfnisse prüft: Vertrauen,
Emotion, Zugehörigkeit, Usability und Barrierefreiheit. Zuerst
urteilt der Mensch, erst danach kommt die KI als zweite Meinung,
um den Ankereffekt zu vermeiden.

Verlieren Websites für Menschen an Bedeutung?

Manuela ist überzeugt: Menschen werden Informationen künftig im
Chatbot besprechen, statt Websites zu besuchen. Umso wichtiger
wird die persönliche Eins-zu-eins-Kommunikation, die Kundinnen
und Kunden an einen Betrieb bindet.

Wo Chatbots scheitern

Standardfragen erledigt ein Bot problemlos. Kritisch wird es beim
Schadensfall, beim verpassten Anschlussflug oder beim Gast im
Rollstuhl, der trotzdem auf den Berg möchte. Dort entscheidet, ob
sich jemand wirklich gehört fühlt.

Alttexte: für die KI tun wir, was wir für Menschen nie getan
haben

Jahrelang wurden Alttexte für Bilder vernachlässigt. Seit
KI-Systeme Bilder über Titel und Alttexte verstehen, werden sie
plötzlich ernst genommen. Der Effekt hilft am Ende auch Menschen
mit Sehbeeinträchtigung.

Häufig gestellte Fragen:

Schreibt man Inhalte heute für Menschen oder für
KI?

Für beide. Erklärende Inhalte wie Blogbeiträge profitieren von
einer Struktur, die KI-Systeme zitieren können. Gleichzeitig
müssen sie für Menschen verständlich und angenehm bleiben.

Was bedeutet Zero-Click-Search?

Menschen stellen eine Frage in der Suche, bekommen oben eine
kurze Antwort und klicken keine Website mehr an. Ziel ist es
daher, in diesen Antworten als Quelle aufzutauchen.

Was ist Human Check?

Ein Werkzeug, mit dem Teams digitale Kontaktpunkte nach
psychologischen Grundbedürfnissen bewerten.

Warum sind Alttexte wichtig?

Sie beschreiben Bilder für Menschen, die nicht sehen können, und
helfen KI-Systemen, Bilder einzuordnen. Gute Alttexte stärken
damit Barrierefreiheit und Sichtbarkeit zugleich.

Erwähnte Links:

https://mind-machine.at/episoden/folge-129

https://humancheck.eu

Über die Hosts:

Manuela Machner ist KI-Beraterin, Keynote-Speakerin und Gründerin
von KiNET.ai in Leoben. Sie unterstützt Tourismusbetriebe,
Destinationen und KMU dabei, in KI-Systemen sichtbar zu werden
und KI strategisch einzusetzen. www.kinet.ai

Eliot Mannoia ist digitaler Psychologe und Autor des Buches
Friction. Er zeigt, wie Technologie Verhalten beeinflusst und wie
digitale Angebote menschenzentriert werden. www.brandkarma.at

Mind/Machine hörst du auf Spotify, Apple Podcasts und Amazon
Music. Alle Folgen findest du auf www.mind-machine.at
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„#129 - Für wen schreiben wir noch: Mensch oder Maschine?“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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