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Humanoide Roboter laufen Halbmarathons und gewinnen Wettbewerbe,
aber an einem Wäschekorb im fremden Wohnzimmer scheitern sie
noch. Gleichzeitig bekommen sie Stimme, Mimik und sogar Haut aus
dem Labor. Die entscheidende Frage ist deshalb nicht nur, wann
Roboter in unseren Alltag kommen, sondern wie menschlich wir sie
überhaupt haben wollen.

Mind/Machine ist der Podcast über Künstliche Intelligenz, Mensch
und Gesellschaft aus Österreich. Manuela Machner ist
KI-Beraterin, Speakerin und Trainerin mit Schwerpunkt Tourismus
und KMU (www.kinet.ai). Eliot Mannoia ist digitaler Psychologe
und beschäftigt sich damit, wie Technologie unser Denken, Fühlen
und Handeln verändert (www.brandkarma.at). Gemeinsam ordnen sie
KI-Themen verständlich und praxisnah ein.

Was dich in dieser Folge erwartet:

Verkörperte KI: Wenn die KI einen Körper bekommt

KI spricht mit uns, sitzt in Geräten und bekommt zunehmend einen
Körper. Schon eine neue Stimme bei ChatGPT verändert, wie wir die
KI wahrnehmen und ob wir sie gern nutzen.

Haushaltsroboter: Sprinten ja, Wäsche nein

Bei einem großen Roboterwettbewerb in China gab es neben
Sportdisziplinen auch eine Haushaltsaufgabe in einer unbekannten
Wohnung. Fast alle Roboter sind daran gescheitert, einer blieb
mit der Wäsche mitten im Wohnzimmer stehen. Der Grund: Unser
Alltag ist voller Sonderfälle, die kein Labor vorwegnimmt.

Wie schnell Roboter lernen

Mit Weltmodellen, die Physik und Schwerkraft verstehen, könnten
Roboter aus tausenden Stunden Video lernen und ihr Können sofort
an andere Roboter weitergeben. Eliot erzählt, wie bei Google X
ein Roboter eine Aufgabe schaffte und am nächsten Tag alle
anderen auch. Unser lineares Denken unterschätzt diese
Geschwindigkeit.

Vermenschlichung: Warum wir Maschinen Namen
geben

Wir projizieren menschliche Eigenschaften auf Maschinen, vom
Staubsauger bis zum Auto. Manuela erzählt von Trixi, ihrer
E-Mail-KI, und dem Feedback einer Kundin, warum ein Werkzeug
einen Menschennamen braucht. Eliot plädiert als Psychologe dafür,
Roboter bewusst unmenschlich aussehen zu lassen.

Gehirn-Computer-Schnittstellen und
Zweiklassengesellschaft

Für Menschen im Rollstuhl können Implantate lebensverändernd
sein. Was in einem Land verboten ist, wird in einem anderen
gemacht, ähnlich wie beim Zahnarzttourismus nach Ungarn. Das
wirft Fragen nach Regulierung und Chancengleichheit auf.

Roboter im Zug und Roboterrechte

Braucht ein Roboter ein Ticket oder ein Klimaticket mit Ausweis?
Hotels müssten Platz und Barrierefreiheit neu denken. Und es wird
Menschen geben, die für Roboterrechte protestieren.

Häufig gestellte Fragen:

Was sind humanoide Roboter?

Humanoide Roboter sind Maschinen in Menschengestalt, mit Kopf,
Armen und Beinen. Kombiniert mit KI-Sprachmodellen können sie
sprechen, sehen und zunehmend Aufgaben im Alltag übernehmen.

Wann gibt es Roboter für den Haushalt?

Robotersauger und Rasenmäher gibt es bereits. Humanoide
Haushaltsroboter scheitern derzeit noch an unbekannten
Umgebungen. Manuela und Eliot rechnen aber eher mit weniger als
zehn Jahren als mit dreißig.

Warum sollen Roboter nicht zu menschlich
aussehen?

Menschen vermenschlichen Maschinen sehr schnell. Je menschlicher
Roboter wirken, desto schwerer fällt es, Grenzen zu setzen und
emotionale Abhängigkeiten zu vermeiden.

Erwähnte Links:

https://mind-machine.at/episoden/folge-128

https://www.kinet.ai

https://www.brandkarma.at

Über die Hosts:

Manuela Machner ist Gründerin von KiNET.ai in Leoben und
begleitet Tourismusbetriebe, Destinationen und KMU im DACH-Raum
bei der praktischen Einführung von KI. Sie war rund zehn Jahre
Geschäftsführerin einer Tourismusregion und hat einen
IT-Hintergrund.

Eliot Mannoia ist digitaler Psychologe und Gründer von
BrandKarma. Er untersucht, wie digitale Technologien unser
Verhalten beeinflussen.

Mind/Machine hörst du auf Spotify, Apple Podcasts und Amazon
Music. Alle Folgen, Transkripte und Checklisten findest du auf
www.mind-machine.at
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„#128 - Wie menschlich sollen humanoide Roboter sein?“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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