Folge 11: „Ich will, dass du siehst, was ich sehe“ – Begegnungen,
die verbinden (Teil 2)
insan … Mensch sein – MitMENSCHsein | Auf dem Weg zur Bremer
Menschlichkeitsverfassung
Wann fühlen wir uns arm? Was gibt uns das Gefühl, dazuzugehören?
Und was macht einen Stadtteil lebenswert?
In Folge 11 setzen wir die Berichterstattung über das interaktive
Begegnungsformat „Ich will, dass du siehst, was ich sehe“ fort.
Im Bürger- und Sozialzentrum Huchting kamen Menschen aus
unterschiedlichen Bremer Stadtteilen, Generationen und
Lebenswirklichkeiten zusammen. Auf 100 gelben Stühlen,
beschriftet mit den Worten „Würde“ und „Menschlichkeit“ in
verschiedenen Sprachen, entstanden persönliche Gespräche, die zum
Nachdenken anregen.
Die Geschichte des Jugendlichen David zeigt, wie unterschiedlich
Menschen Armut wahrnehmen. Während für manche der Verzicht auf
Urlaub oder ein eigenes Auto bereits Armut bedeutet, geht es für
andere darum, am Monatsende noch genügend Lebensmittel zu haben.
David erkennt, dass Armut auch bedeuten kann, keine Freunde zu
haben oder anderen Menschen mit Verachtung zu begegnen.
Barbara Hofmann berichtet von ihren Erfahrungen während der
Begegnungsveranstaltung. Besonders berührt haben sie Gespräche
zwischen den Generationen, über familiäre Verantwortung und das
Gefühl, dazuzugehören. Seit über 30 Jahren freiwillig engagiert,
erzählt sie, wie das Helfen ihr eigenes Leben bereichert,
Selbstvertrauen stärkt und neue Verbindungen schafft.
Was macht einen lebenswerten Stadtteil aus? Gedanken von Jane
Goodall und Ingolf Dietrich eröffnen den Austausch über
Gerechtigkeit, Menschenrechte und die Verantwortung jedes
Einzelnen.
In weiteren Interviews berichten Şahanim Görgü-Philipp über ihre
ehrenamtliche Unterstützung geflüchteter Menschen und Inka
Helmke, Geschäftsführerin des Mütter- und Familienzentrums
Huchting, über ihr Engagement im Bürger- und Sozialzentrum und im
Bremer Rat für Teilhabe und Diversität.
Beide ermutigen dazu, auf andere zuzugehen und Verantwortung für
ein menschliches Zusammenleben zu übernehmen.
Eine Sendung über soziale Unterschiede, gegenseitiges Verständnis
und die Erfahrung, dass freiwilliges Engagement nicht nur anderen
hilft, sondern auch das eigene Leben bereichert.
Moderation: Claudius Jöcke. Musik, Klanggestaltung und
Sendeverantwortung: Norbert Ellrich.
Eine Produktion der Medienwerkstatt Huchting in Zusammenarbeit
mit dem Kulturladen Huchting.
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