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Episoden

46 Minuten
Im Podcast-Gespräch sprechen Isabella (Bella) und Margarite über ihre Herkunft, Sprache, ihren Glauben und ihr vielfältiges ehrenamtliches Engagement.

Herkunft und Sprachen: Isabella (Bella) kommt aus Kampala (Uganda) und spricht Englisch, Lusoga und Luganda. Margarite stammt ursprünglich aus Kamerun (geboren in Dschang, aufgewachsen im Südwesten) und spricht neben Englisch die Sprachen Bamana, Bafang, Bangante sowie Sprachkenntnisse in Nigerianisch.

Ankunft und Alltag in Deutschland: Margarite kam im April 2013 nach Deutschland, lernte schnell Deutsch bis B1 und begann bereits nach zwei Monaten in der Autoteile-Produktion zu arbeiten. Bella schildert die ersten Kontakte mit der deutschen Sprache anfänglich als beängstigend und herausfordernd, erlebte die Menschen jedoch als sehr freundlich und aufnehmend.

Glaube und Kirche: Margarite engagiert sich gemeinsam mit ihrem Mann in der Deeper Life Bible Church (u. a. in Vechta und Bremen) und betreibt Straßen-Evangelisation. Bella betet bevorzugt für sich zu Hause, da sie in einer Kirche negative Erfahrungen mit erzwungenem Geldabgeben gemacht hat. Beide betonen, dass echter Glaube aus dem Herzen kommt und Nächstenliebe im Alltag gelebt werden muss.

Engagement & Initiativen: Beide Frauen engagieren sich im Kulabi (Kulturladen & Bibliothek im Roland-Center Huchting). Margarite organisiert Catering-Projekte und Kochkurse, um afrikanische Frauen aus ihrer Komfortzone zu holen, ihnen deutsche und afrikanische Küche beizubringen und ihnen beim Einstieg in den Arbeitsmarkt zu helfen. Bella engagiert sich u. a. in Flüchtlingsunterkünften (z. B. Kunst- und Selbstbewusstseinsprojekte für Kinder und Frauen) und unterstützt Margarite bei der Event-Dekoration.

Verständnis von Menschlichkeit: Für Bella bedeutet Menschlichkeit, gut zu anderen zu sein, ein offenes Herz zu haben, Unterstützung in schwierigen Zeiten zu bieten und anderen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Margarite versteht darunter Nächstenliebe, das Teilen des eigenen Wohlstands, das Aufnehmen von Hilfesuchenden sowie das fürsorgliche Miteinander in der Gemeinschaft.
45 Minuten
Im Podcast-Gespräch spricht Harald Hohmann über seinen Lebensweg, seine Werte und sein vielfältiges Engagement für die Gemeinschaft.

Herkunft und Werdegang: Geboren in Bremen, wuchs Hohmann im ländlichen Stuhr (Heiligenrode und Brinkum) auf, was sein Verständnis von Nachbarschaft und Zusammenhalt nachhaltig prägte. Nach der Realschule absolvierte er zunächst eine Ausbildung zum Bäcker in einer Bio-Bäckerei und im Anschluss zum Konditor. Später arbeitete er unter anderem im Einzelhandel (u. a. als Filialleiter eines Spielwarengeschäfts im Weserpark), veranstaltete Spielzeugpartys mit Fokus auf pädagogisch wertvolles Holzspielzeug und war 15 Jahre lang im Vertriebsaußendienst in Norddeutschland tätig.

Aktuelle Tätigkeit & Engagement: Heute ist er als Stadtteilassistent im Ortsamt Huchting beschäftigt. Er betreibt seit der Corona-Zeit aktiv Foodsharing, um Lebensmittel vor der Mülltonne zu retten, und initiierte unter anderem einen öffentlich zugänglichen Verteiler-Kühlschrank im Ortsamt. Zudem ist er Redakteur des wöchentlichen Huchting-Newsletters und engagiert sich im Verein Wir für Huchting, welcher Kultur- und Nachbarschaftsevents wie Konzerte oder den örtlichen Weihnachtsmarkt organisiert.

Werte & Sicht auf das Menschsein: Seine zentralen Werte sind Menschlichkeit, ein freundliches Miteinander und Respekt. Menschsein bedeutet für ihn, offen und diskussionsbereit zu sein, anderen zuzuhören, das Gute nach außen zu tragen und sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen.
52 Minuten
Im Podcast-Gespräch beschreibt Lucie Horn ihren Lebensweg, ihre Werte und ihr politisches Engagement, das stark durch ihre eigene Kindheit geprägt wurde. Sie ist in Prag geboren, erlebte die Folgen des Prager Frühlings durch die Berichte ihrer Eltern mit und floh im Alter von sieben Jahren mit ihrer Familie aus Tschechien über London nach Deutschland. Die teils extrem schlechten, unhygienischen Zustände in den Unterkünften für Geflüchtete im ländlichen Niedersachsen empfand sie als entwürdigend. Diese Erfahrungen weckten in ihr schon früh ein ausgeprägtes Helfersyndrom sowie ein starkes Bewusstsein für soziale Ungerechtigkeit.

Ihr Weg führte sie vom Studium der Kulturgeschichte Osteuropas zur Pädagogik und Psychologie sowie in den aktiven politischen Einsatz. Sie engagierte sich zunächst außerparlamentarisch und kommunalpolitisch im Bremer Stadtteil Huchting, wurde Mitglied der PDS bzw. Die Linke und arbeitete schließlich 14 Jahre lang in der Landesgeschäftsstelle der Partei. Heute leitet die Diplompädagogin das Quartiersbildungszentrum in Huchting. Sie betont, wie essenziell freiwilliges und politisches Engagement ist, um Ungerechtigkeiten abzubauen und für Grundwerte einzustehen. Für eine künftige Menschlichkeitsverfassung fordert sie vor allem die Überwindung von finanzieller Armut, die Gewährleistung menschenwürdigen Wohnraums und die uneingeschränkte Gleichberechtigung aller Menschen.
49 Minuten
In dem Podcast-Gespräch berichtet Claudia Fraschke von ihrer persönlichen Entwicklung sowie ihren Werten wie Empathie, Freiheit und gegenseitiger Wertschätzung. Durch ihre Kindheit als eineiiger Zwilling entwickelte sie früh ein starkes Bedürfnis, sich um andere zu kümmern. Nach 17 Jahren als Steuerfachangestellte, wo sie oft echte Dankbarkeit vermisste, fand sie im Kulturladen Huchting und der Medienwerkstatt eine sinnerfüllende Aufgabe.

Ein zentraler Schwerpunkt liegt dabei auf dem freiwilligen ehrenamtlichen Engagement. Es wird deutlich gemacht, dass vor Ort gezielt Strukturen geschaffen werden, die geflüchteten Menschen und Migranten zugutekommen. Beispielsweise werden in verschiedenen Übergangswohnheimen kreative und praktische Angebote wie gemeinsame Nähfeiern realisiert. Diese Initiativen bieten den Geflüchteten nicht nur konkrete Unterstützung im Alltag, sondern schaffen auch Räume für Begegnung, Entlastung und gegenseitigen Respekt.
45 Minuten
In dieser Folge von „insan...MitMENSCHsein!“ erzählt Mohammed Ali von seinem Lebensweg aus Syrien nach Deutschland. Er berichtet von seiner Kindheit in Damaskus, seinen Erfahrungen mit Unfreiheit und dem Wert von Respekt, Würde und Menschlichkeit. Seine persönlichen Erinnerungen zeigen, wie prägend Familie, Schule und Flucht für sein heutiges Verständnis von MitMENSCHlichkeit sind. Gleichzeitig beschreibt er, wie er in Deutschland durch Offenheit, Begegnung und ehrenamtliche Unterstützung neue Perspektiven gefunden hat. Der Podcast ist Teil des Projekts „insan...MitMENSCHsein!“, das nachhaltige Strukturen für freiwilliges ehrenamtliches Engagement schafft und Menschen qualifiziert, die Migrant beim Ankommen und bei der gesellschaftlichen Teilhabe begleiten. Persönliche Geschichten werden so zu Impulsen für Dialog, Empathie und gegenseitiges Lernen. Die Episode zeigt eindrucksvoll, wie freiwilliges Engagement Brücken zwischen Menschen baut und gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt.
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Über diesen Podcast

Podcast-Titel: insan... MitMENSCHsein auf dem Weg zur MENSCHLICHKEITSVERFASSUNG Was bedeutet es, ein „MitMensch“ zu sein? Der Podcast „insan...MitMENSCHsein!“ gibt dem freiwilligen Engagement in Bremen und Bremerhaven eine Stimme. Wir begleiten Brückenbauer, die Menschen mit Einwanderungsgeschichte beim Ankommen und Mitgestalten unterstützen. Zwischen Erfahrungswerkstätten und der Vision einer neuen MENSCHLICHKEITSVERFASSUNG erkunden wir, wie interkulturelle Begegnung unsere Gesellschaft nachhaltig verändern kann. Hinter gelingendem Zusammenleben stehen Menschen, die Zeit, Empathie, Erfahrungen und Herzblut einbringen. Sie begleiten Menschen mit Einwanderungsgeschichte, schaffen Begegnungen, geben Orientierung und ermöglichen gesellschaftliche Teilhabe. Doch wie kann dieses freiwillige ehrenamtliche Engagement gestärkt, qualifiziert, vernetzt und dauerhaft strukturell verankert werden? Der Podcast nimmt euch mit in das Herz des Projekts „insan...MitMENSCHsein!“. Menschen mit und ohne Einwanderungsgeschichte, freiwillig Engagierte und Fachkräfte kommen selbst zu Wort. Sie erzählen von ihren Lebenswegen, ihren Erfahrungen und davon, was Menschsein und MitMENSCHsein für sie persönlich bedeuten. Dabei wird deutlich, wie unterschiedlich die Voraussetzungen, Erfahrungen und Perspektiven sein können – und was Menschen dennoch miteinander verbindet. Wir berichten aus Erfahrungs- und Verfassungswerkstätten, begleiten Perspektivwechsel und nehmen das Mikrofon mit in Übergangswohnheime und interkulturelle Lern- und Begegnungsräume. Persönliche Geschichten treffen dabei auf die Frage, wie freiwilliges Engagement Menschen mit Einwanderungsgeschichte beim Ankommen, bei der Orientierung und bei gesellschaftlicher Teilhabe unterstützen kann. Porträts der MitMENSCHlichkeit: Wir stellen Menschen mit und ohne Einwanderungsgeschichte vor, die sich für andere einsetzen. Ihre persönlichen Geschichten zeigen, wo die Wurzeln freiwilligen Engagements liegen können, welche Werte sie dabei leiten und was sie selbst durch Begegnung und Engagement erfahren. Werkstattberichte und Begegnungen: Wie fühlt sich ein Perspektivwechsel an? Was geschieht, wenn Menschen unterschiedlicher Herkunftskulturen gemeinsam kreativ tätig werden, miteinander sprechen und voneinander lernen? Die Episoden geben Einblicke in konkrete Begegnungen und machen Erfahrungen hörbar, die sonst häufig im Verborgenen bleiben. Struktur und Qualifizierung: Das Projekt möchte freiwilliges ehrenamtliches Engagement nicht nur sichtbar machen, sondern Bedingungen schaffen, unter denen es sich entwickeln und dauerhaft bestehen kann. Dazu gehören Qualifizierung, Erfahrungsaustausch, methodisches Know-how, Vernetzung und die Entwicklung von Strukturen, die Menschen unterstützen, die sich freiwillig für Menschen mit Einwanderungsgeschichte engagieren. Auf dem Weg zur MENSCHLICHKEITSVERFASSUNG: Gemeinsam mit unterschiedlichen Menschen fragen wir, welche Werte ein menschliches Zusammenleben tragen. Welche Bedeutung haben Würde, Respekt, Empathie, Freiheit, Wertschätzung und Verantwortung? Aus persönlichen Erfahrungen, Gesprächen, Werkstätten und öffentlichen Aktionen entwickelt sich Schritt für Schritt eine lebendige MENSCHLICHKEITSVERFASSUNG. Inspiration zum Mitmachen: Der Podcast zeigt, wie aus persönlichen Begegnungen, kreativen und medialen Formaten sowie freiwilligem Engagement ein wachsendes Netzwerk des MitMENSCHseins entstehen kann. Er möchte Menschen ermutigen, sich selbst einzubringen und Teil dieser Strukturen zu werden. Ein Podcast über Empathie, Würde, gesellschaftliche Teilhabe, interkulturelle Begegnung und die Kraft des freiwilligen Engagements – für ein vielfältiges und solidarisches Land Bremen.
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„insan... MitMENSCHsein auf dem Weg zur MENSCHLICHKEITSVERFASSUNG“

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