In dieser Episode begeben wir uns mit der Philosophin und
Bestsellerautorin Rebekka Reinhard auf eine Zeitreise, und zwar zum
Ursprung der Begriffe „Talent“ und „Glück“. Was genau ist Talent?
Wie finde ich mein Talent? Und wie pflegt man sein Talent, wenn man
es denn schon mal gefunden hat? Für Rebekka ist Talent „immer ein
Geschenk, ein Geschenk Gottes bzw. der Natur“. Und etwas Magisches:
„Etwas, mit dem man andere Menschen berühren kann.“ Die Kunst,
damit richtig umzugehen – erfahren wir –, liegt darin, sich die
Leichtigkeit und die Verspieltheit zu bewahren, die im Umgang mit
einem Talent nötig sind. Nur so können uns Flügel wachsen. Im
Podcast mit carpe diem-Host Holger Potye erläutert die Münchnerin
weiter, warum es bei der Entwicklung eines Talents essenziell ist,
ein Meta-Ziel zu haben. Eine Idee vom Endpunkt der Reise. Wichtig
sei auch, unsere Talente in der Arbeit einzusetzen. Wenn man
bedenkt, wie viel Zeit und Kraft wir in unserem Leben im Job
verbringen, wäre alles andere eine Zeitverschwendung. Wir lernen
den Begriff „Glücksparadox“ kennen (je mehr wir dem Glück
nachjagen, desto unglücklicher werden wir). Rebekka gibt
diesbezüglich zu bedenken: „Der Zeitgeist suggeriert uns, unser
Leben müsste aus einer ununterbrochenen Kette von Höhepunkten
bestehen. Dieser Maximierungsdruck macht uns zu Glücksjunkies.“
Davon sollten wir uns rasch distanzieren und befreien.“ Dann wäre
da noch die Sache mit dem Vergleichen: Sie markieren das Ende des
Glücks und den Anfang der Unzufriedenheit. Wie man dies umgeht,
verrät die TEDx-Rednerin ebenfalls im Podcast. Weiters plaudern wir
über die „Lehre vom Mittleren“ (shout out an Aristoteles) – die
Mitte zwischen Verschwendung und Geiz ist beispielsweise
Freigiebigkeit – und bringen so etwas Balance in unser Leben.
Außerdem befassen wir uns mit dem Horaz-Sager „carpe diem“ (dem wir
unseren Magazin- und Podcast-Titel verdanken) ganz genau und
erkennen, dass wir jeden Tag wie unseren ersten betrachten sollten.
Mit der Neugier und dem Welteroberungshunger von kleinen Kindern –
mit der gleichen Form von Achtsamkeit, Wachsamkeit und
Vorurteilslosigkeit. Und im Finale widmen wir uns den Stoikern, den
Lebenskunstphilosophen für schlechtere Zeiten. Sie unterscheiden
zwischen drei Prinzipien: dem Guten, dem Schlechten und dem
Gleichgültigen. Gut ist, was ich an Gutem in die Welt bringe;
schlecht ist, womit ich den Menschen und der Welt schade;
gleichgültig ist alles, was aus der Welt auf mich zukommt. Denn ich
habe in Wahrheit keine Möglichkeit, es zu ändern. Wenn ich also
glücklich sein will, sollte ich mich auf das Gute konzentrieren und
es in die Welt tragen. Diese drei Säulen, auf welche die Münchner
Philosophin ein gelingendes Leben aufbaut, lauten: Liebe,
leggerezza (Leichtigkeit) und Gegenwärtigkeit.Ups, fast vergessen:
Rebekka beginnt – als tägliches Ritual – jeden Tag mit Musik und
starken Beats. Ihr Lieblingszitat stammt vom Existenzphilosophen
Søren Kierkegaard. Sie hat es sogar in ihren Schlüsselanhänger
eingraviert: „Zu existieren ist eine Kunst.“ Viel Spaß bei diesem
Podcast. Er wurde von Organics by Red Bull gesponsert. Wenn euch
dieser Podcast gefallen hat, dann schreibt einen Kommentar und
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darüber – genauso wie über Post, Anregungen und Ideen unter der
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